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Schmetterlingseffekt

Schmetterlingseffekt
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alarich
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13.01.2008 - 02:25


Denke das ist das passenste Forum dazu.


Zitat:
Als Schmetterlingseffekt (engl. butterfly effect) bezeichnet man den Effekt, dass in komplexen, dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen. Die Bezeichnung Schmetterlingseffekt stammt von einer bildhaften Veranschaulichung dieses Effekts von Edward N. Lorenz am Beispiel des Wetters:

Der Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonas-Urwald kann einen Orkan in Europa auslösen.





So, das erst mal zur Erklärung. Aber mal von der rein metrologischen oder sonstigen Ansicht abzuweichen. In Anbetracht auf die Welt:
Meint ihr das eine einzige, winzige Entscheidung den Lauf der Geschichte drastisch verändern kann.

Beispiel: Ihr schlagt einen 6-jährigen Jungen nieder. Dieser ist davon so schwer getroffen, das er zu einem paranoiden Massenmörder wird. (vielleicht auch in Wechselwirkung mit dem Schneeball-Effekt)

Ich persönlich bin ja ein Anhänger dieser Theorie. (und zwar nicht erst seid dem zugegebenermaßen guten Film mit Asthon Kutcher)
Und wie siehts bei euch so aus?
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Orakel
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13.01.2008 - 02:25




Zum Thema Schmetterlingseffekt kann ich die Websites oben empfehlen.
 
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mvs
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13.01.2008 - 08:09


man kann gar nicht genug betonen, dass das beispiel des schmetterlings nur eine metapher ist. viele leute nehmen das nämlich für bare münze. SO empfindlich sind große systeme wie das globale wetter dann auch wieder nicht.

aber natürlich ist eines klar: je komplexer systeme sind, umso eher sind sie fehleranfällig, das sieht man schon bei jedem computer. mit jedem neuen patch, den microsoft für seine systeme veröffentlicht, um eine sicherheitslücke zu stopfen, tun sich zehn neue auf icon_wink.gif

diese aus der chaos-theorie abgeleitete anschauung entspricht - vermute ich mal als laie - sehr wahrscheinlich zu einem großen teil der wirklichkeit.

beispiel:

als ich zivildiener in einer behindertenwerkstätte war (dort haben wir MIT behinderten gearbeitet, nicht AN ...) habe ich für eine verkaufsausstellung für die eingangstür fensterrahmen (also holzrahmen, die in die fenster der tür eingesetzt wurden) mit chinapapier überzogen, und zwar mit einem tucker (einem klammergerät in groß, dass aktenklammern in holz schießen kann). ich klammerte also das papier auf den rahmen, bis plötzlich keine klammern mehr rauskamen. ich starrte in den schlitz, wo die klammern rauskommen, und betätigte den abzug, und wieder passierte nichts. ich versuchte es noch einmal auf dem holzrahmen - und der apparat schoss eine klammer heraus.

erst etwa eine minute später ging mir auf, was für ein wahnsinniges glück ich hatte. hätte der apparat nämlich einwandfrei funktioniert, hätte ich heute vermutlich ein auge weniger ...

was für eine winzige abweichung von "normal" mag da wohl im abzug oder der klammernführung des apparates dafür verantwortlich gewesen sein, dass ich mir keine klammer ins auge geschossen hab?

oder: kurz darauf kam eine der betreuerinnen vorbei, der ich - noch im schock über meine blödheit - erzählt habe, was ich getan habe. wäre sie eine halbe minute früher vorbeigekommen, hätte sie es selbst gesehen und mich gewarnt.

und der film hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. seit dem bin ich ein fan von eric bress und j. mackye gruber (die autoren und regisseure des films, die übrigens auch final destination 2 geschrieben haben).

wer den film in der 2dvd box hat, kann sich auch das originale ende anschauen, dass sich SEHR vom kino-ende unterscheidet ...

an final destination (insbesondere teil 2) sieht man übrigens sehr schön, was der butterfly effect sein könnte: eine geradezu abstruse verknüpfung einzelner, unzusammenhängender zufälle (oder ist es das schicksal?), die sich wie in einem kosmischen ballett zusammenfügen, um vielleicht noch jahre nach deren beginn zu einem finale furioso zu kulminieren. es gibt 2 akte x episoden mit diesem thema: zum einen die episode "das glück des henry weems" aus staffel 7, in der es explizit um zufälle und ihre verkettung geht, zum anderen die episode "der hellseher" aus staffel 3, in der es nur indirekt darum geht. beide sind unglaublich komisch.


wie oft kommt es doch in unserem leben vor, dass wir uns selbst sagen: "na so ein zufall".

ich habe da eine amüsante geschichte auf lager, die ich gerne erzähle, wenn ich gefragt werde, was die amüsanteste geschichte sei, die ich auf lager habe. vorsicht, die geschichte ist ziemlich lang, aber die conclusio ist erstaunlich und sehr witzig.



als ich zivildiener war, lebte ich etwa 220 km von meinem zu hause entfernt während der woche in einem großen zimmer in einem gasthof. die lebenshilfe (die wichtigste behindertenbetreuungseinrichtung österreichs) hat mir dort ein quartier besorgt. um am wochenende nach hause zu kommen (vollbepackt mit einer riesigen reisetasche mit gewand und einem rucksack), musste ich mit dem zug fahren. die heimfahrtstrecke war dabei: puchberg (30 km westsüdwestlich von wiener neustadt in niederösterreich) nach wiener neustadt (etwa eine halbe stunde südlich von wien), dann nach norden nach wien, dann nach westen über st. pölten (hauptstadt von niederösterreich) bis zur kleinstadt, wo ich wohne. die zugfahrt dauert heute etwa 3 stunden.

im oktober des jahres 2003 haben die öbb-mitarbeiter jedoch beschlossen, zu streiken, beginnend an einem mittwoch (glaube ich). als am freitag der streik noch nicht vorüber war, machte ich mir große sorgen, wie ich wohl nach hause kommen sollte.

glücklicherweise - und das ist auch schon der ERSTE ZUFALL, wusste ich die telefonnummer eines freundes auswendig. dieser freund studierte in wien musik und französisch auf lehramt. und ich wusste, dass er jedes wochenende nach hause fährt - mit dem zug. also rief ich ihn an und fragte ihn, wie er denn dieses wochenende nach hause komme.

glücklicherweise - und das ist der ZWEITE große ZUFALL, war es so, dass er an diesem tag (freitag) bei einem konzert im chor sang. seine eltern wiederum - und das ist der DRITTE ZUFALL hatten an diesem tag einen leihwagen bekommen, weil - und das ist der VIERTE ZUFALL - ihr eigener wagen in der werkstätte war. der leihwagen war groß, und so entschlossen seine eltern sich, nach wien zu fahren um ihn und eine studienkollegin abzuholen und nach hause zu bringen. ich könne da gerne mitfahren.

soweit so gut, ich musste jetzt also nur noch nach wien kommen. doch das war alles andere als leicht, denn nicht nur die bahn, auch die meisten buslinien wurden bestreikt. ich fand rasch einen bus von puchberg nach wiener neustadt, aber telefonierte den ganzen vormittag herum, um schließlich doch noch einen bus von wiener neustadt nach wien zu finden. ich rief meinen freund also nochmal an, um ihm zu sagen, wann ich in wien am südtirolerplatz akommen würde. er erklärte mir dann noch den weg zur universität: nimm diese u-bahn zum karlsplatz, und dann die andere u-bahn zur station stadtpark. dort gehst du raus und siehst vor dir ein riesiges hotelgebäude. du folgst der straße über alle ampeln, bis sie leicht bergauf geht, und sich dann gabelt. folge der rechten gabel, da komm ich dir entgegen ...

es war inzwischen mittag geworden, und ich bekam die genehmigung, früher schluss zu machen, damit ich meinen bus erwischte. ich packte also meine sieben sachen zusammen und fuhr mit dem bus von puchberg nach wiener neustadt. dort angekommen ging mir auf, dass ich zwar wusste, dass in einer stunde ein bus nach wien fahren würde, aber ich keine ahnung hatte, von welcher haltestelle aus ...

ich rief also wieder beim zuständigen verkehrsunternehmen an, und erhielt die auskunft: beim parkhaus in der ungargasse. gut, das parkhaus kenne ich, das war nicht weit weg. ich ging dort also hin und wartete eine stunde, bis der bus kommen sollte. in der zwischenzeit kamen dort immer neue leute an, die auf andere busse warteten. weil ich keine uhr und kein handy hatte, fragte ich eine ältere dame, wie spät es sei. sie sagte mir die uhrzeit und ich antwortete, dass mein bus jetzt jeden moment kommen müsste. sie fragte, wohin ich fahren wollte, und ich sagte "nach wien". da mischte sich eine jüngere frau ein, die sagte: "also wenn sie nach wien wollen, sitzen sie hier an der falschen haltestelle", und zeigte auf die gegenüberliegende straßenseite. dort, etwa 200 meter weiter war eine andere bushaltestelle. "dort müssen sie hin".

ich schnappte also meine tasche und rannte so schnell ich konnte, zur nächsten haltestelle, wo ich gerade noch den bus nach wien erwischte.

in wien angekommen folgte ich der wegbeschreibung meines freundes bis zum ausstieg aus der u-bahn. aber da war weder ein großes hotel noch eine straße, die leicht bergauf ging. ich irrte eine weile umher, suchte dann die nächste telefonzelle und rief ihn erneut an. "du hast wahrscheinlich den falschen ausgang genommen", sagte er - und tatsächlich haben die meisten ubahn stationen ja zwei oder mehrere ausgänge. ich fuhr also mit der ubahn zurück zum ausgangspunkt und nahm jetzt den ANDEREN ausgang - und fand natürlich das hotel, die straße, die gabelung und er fand dann mich.

er brachte mich dann zur universität, wo ich auf seine eltern traf, wir hörten uns das konzert "romantische chorwelten" an, und hielten auf dem heimweg mit dem leihauto noch kurz bei mcdonalds.

als ich schließlich zu hause war, war es kurz vor elf uhr abends, und als ich im bett lag, musste ich so dermaßen lachen, dass ich noch eine stunde nicht schlafen konnte.

warum?

hätte ich nämlich ein handy oder eine uhr gehabt, hätte ich die alte dame nie gefragt, wie spät es war. und ich hätte nie erfahren, dass ich an der falschen haltestelle saß. und ich würde wohl heute noch dort sitzen und auf den bus nach wien warten, der nie ankommen würde ...

============================================


was ich mit dieser (wirklich in allen einzelheiten wahren) geschichte ausdrücken wollte:

was waren das nur für zufälle, die dafür sorgten, dass ich trotz bahnstreiks nach hause kam?

1: ich wusste die telefonnummer meines freundes auswendig
2: er studierte in wien
3: er hatte an diesem tag ein konzert
4: seine eltern hatten ihren wagen in der werkstatt
5: sie hatten einen leihwagen bekommen
6: sie holten ihren sohn aus wien damit ab
7: ich fand busse nach wiener neustadt und wien
8: ich hatte kein handy und keine uhr
9: ich fragte nach der uhrzeit und erfurh, dass ich an der falschen haltestelle saß

es ist doch eine geradezu irrwitzige und absurde geschichte, nicht wahr? wie kam es, dass sich alles auf geradezu magische weise so fügte, dass ich an diesem abend noch nach hause kam?

ich frage mich bis heute, was wohl passiert wäre, wenn nur eine einzige winzige komponente dieses ganzen kosmisch-komischen ballettes an zufällen und glücksfällen anders gewesen wäre ...
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alarich
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13.01.2008 - 09:10


Zitat:
man kann gar nicht genug betonen, dass das beispiel des schmetterlings nur eine metapher ist. viele leute nehmen das nämlich für bare münze. SO empfindlich sind große systeme wie das globale wetter dann auch wieder nicht.


Ich ging einfach mal davon aus, das jeder so viel Grips besitzt um DAS zu wissen icon_wink.gif
Aber du hast Recht, wenn ich es mir genau überlege, gibt es hier im Forum wohl genug Leute die das für bare Münze nehmen könnten.
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mvs
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13.01.2008 - 09:25


und zu meiner hübschen geschichte sagst nix? icon_smile.gif
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Harald
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14.01.2008 - 02:01


Ja, hübsche Geschichte, aber denke mal normal das man in seinem Leben solche Zufallsketten erlebt, genauso wie man eben 10x den Zug um je 2 min versäumt und ne halbe Stunde warten muß... icon_wink.gif

Ansonsten, hmm.

Weis nicht ob der Butterfly-Effekt grade auf die menschl. Gesellschaft anwendbar ist.
Nehmen wir mal Hitler:
Wär das Attentat gelungen, häts was gebracht, oder hät ein anderer einfach den Platz Hitlers eingenommen und der Effekt wäre der selbe gewesen.

Hitler kommt als Baby um, ok die Person häts nicht gegeben. Aber das unzufriedene soziale Umfeld trotzdem. Vielleicht hätte sich die Situation beruhigt und nix wär passiert oder es wäre 10 Jahre später ein anderer Hitler gekommen, mit dem selben Effekt, nur das dann auf Grund des Fortschritts die A-Bomben von Deutschland und den USA in einem frühen Stadium des Kriegs entwickelt geworden wäre und 10x so viele Leute umgekommen wären..

Kennt einer das Buch "Die Psychohistoriker"?
Kern der Story ist, das Einzelschicksale nicht vorhersagbar sind, aber das sich große Menschenmassen vorhersagbar verhalten, auch über Jahrhunderte.

Netter Roman und nette Idee.
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alarich
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14.01.2008 - 02:10


Schöne Story mvs. das meinte ich damit

Und zu Harald:
Natürlich ist der nicht auf alles anwendbar. Aber zumindest auf vieles
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Harald
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14.01.2008 - 02:43


Jo, haste ja auch recht, wollte nur ausdrücken, das es grade bei Menschen sehr schwer zu sagen ist icon_smile.gif
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Cihan
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14.01.2008 - 03:11


@ alarich:
Auf was wäre es denn anwendbar?

@ mvs:
Die Geschichte ist interessant. Du hättest die Universität aber weiter mit der U-Bahn erreichen können. Am Karlsplatz hält ja die U1, aber auch die U2, die dann zur Uni fährt.
Ich denke, dass du an diesem Tag es dennoch nach Hause geschafft hättest, auch wenn eines der Ereignisse nicht eingetreten wäre, weil einfach in und um Wien herum die öffentlichen Verkehrsmittel gut ausgebaut sind.
Anders sähe es aus, wenn du in irgendeinem Kuhkaff in Afrika von einem Ort zum anderen kommen wolltest. Da könntest du niemanden anrufen, der dir die nächste Bushaltestelle verrät.

Aber ehrlich gesagt, mir sind im Leben auch schon so ziemlich absurde Dinge passiert, wo der eine oder andere Zufall wichtig waren.
Ich glaube aber nicht, dass es ein Zufall war, sondern einfach der Lauf des Lebens, also Schicksal. Dass etwas unerwartet nicht eintritt, ist für mich kein Zufall, auch kein Glück oder Pech.
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mvs
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14.01.2008 - 07:38


Harald hat folgendes geschrieben::
Ja, hübsche Geschichte, aber denke mal normal das man in seinem Leben solche Zufallsketten erlebt, genauso wie man eben 10x den Zug um je 2 min versäumt und ne halbe Stunde warten muß... icon_wink.gif


das ist kein gültiger vergleich. bei dieser geschichte handelt es sich um völlig verschiedene vorkommnisse, 10 mal den zug knapp versäumen ist aber schlechte verkehrsplanung, und vor allem: immer das selbe ereignis. die wahrscheinlichkeit, dass sich verschiedene dinge zu etwas bestimmten zusammenfügen ist natürlich sehr viel geringer, als dass zehn mal das selbe passiert, insbesondere wenn es sich um dinge handelt, die regelmäßig sein sollen wie zugs- oder busverkehr.

Zitat:
Wär das Attentat gelungen, häts was gebracht, oder hät ein anderer einfach den Platz Hitlers eingenommen und der Effekt wäre der selbe gewesen.


das glaub ich eigentlich nicht.

Zitat:
Kennt einer das Buch "Die Psychohistoriker"?


isaac asimov?
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alarich
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14.01.2008 - 13:09


Zitat:
Wär das Attentat gelungen, häts was gebracht, oder hät ein anderer einfach den Platz Hitlers eingenommen und der Effekt wäre der selbe gewesen.


Da stimme ich zum Teil zu. Meiner Meinung nach war Hitler etwas, was das deutsche Volk sich selbst erschaffen hat. ALso wenn es ihn nie gegeben hätte, dann hätte der Führer eben Müller gehießen oder so.
Aber wenn das Attentat 1944 gelungen wäre, dann hätte niemand Hitlers Platz eingenommen. Zu dem Zeitpunkt war der Führer nämlich das letzte woran sich das deutsche Volk fest krallte. Aber das gehört nicht hier her.

Aber folgendes Beispiel:
Ein mürrisch drein blickender Passant und ein kleiner Junge an einer Bushaltestelle vor einem Kiosk.

Option 1

Ein kleiner Junge spricht einen Passanten an und fragt ihn, ob dieser ihm eine Schachtel Zigaretten kaufen kann (oh und das passiert wirklich oft. Traurig aber wahr)
Der Passant sagt ja und kauft sie ihm. Der Junge hat damit seine erste Schachtel Zigaretten und weil rauchen "cool" ist, macht er damit weiter. IM Alter von 50 stirbt er an Lungenkrebs.

Option 2
Der kleine Junge traut sich nicht, weil der Passant so mürrisch drein schaut. Statt dessen wartet er bis der erste Passant weg geht und wenig später ein zweiter Passant auftaucht. Dieser guckt freundlich drein und lächelt den Jungen aufmunternd zu. Der kleine Junge entschließt sich diesen Mann statt dessen anzusprechen. Leider stellt sich heraus das dieser Passant ein Polizist ist in Zivil ist. Er nimmt den Jungen mit und übergibt ihn den Eltern. Darauf hin kriegt der Junge so einen Ärger, das er nie wieder auch nur daran denkt sich Zigaretten zu kaufen.
Er wird über 80 Jahre alt.


Sicher ein relatives simples Beispiel, aber ihr versteht worum es geht.
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Cihan
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14.01.2008 - 20:39


Aber die Beispiele die du zeigst, sind für mich einfach der Lauf des Lebens.
Es könnte so oder so kommen.
Es gibt im Leben viele Dinge, die uns beeinflussen und uns einen anderen als den gedachten Weg gehen lassen.
Das Leben ist nun mal von Ereignissen abhängig.
Aber das Entscheidende ist, dass man nicht weiß, was passieren wird.
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alarich
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14.01.2008 - 23:28


Nun, aber die winzige Entscheidung des Jungen, kann sein gazes Leben beeinflussen und nciht nur seins.
Sein Enkel haben vielleicht keinen Großvater, worauf hin sie niemanden haben denn sie ausserhalb des Elternhauses vertrauen können. (hat auch keien Freunde)
Darauf hin wird er psychisch gestört und läuft Amok.
Wenn er einen Großvater hat, dann treibt dieser ihm die Flausen aus und der Enkel wird ein freundlicher Versicherungskaufsmann.

Und das alles ist nur abhängig von einer Entscheidung.
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Cihan
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15.01.2008 - 01:24


Dann hängt es eben von dieser einen Entscheidung ab! icon_smile.gif

Wir müssen doch nicht gleich so eine Riesensache daraus machen. jumping011.gif

Außer du willst damit argumentieren, dass man sein Leben doch nicht in eigenen Händen hat. So gesehen, stimmt das auch.

Wie oft hast du dich in deinem Leben gefragt, was wäre wenn ich...oder wenn etwas....?

Außerdem ist die Entscheidung des Jungen zur Relation des Ausmaßes seines Lebens nur in subjektiver Betrachtung winzig, da eben alles im Leben Einfluss auf unser ganzes Leben hat.
Meiner Meinung nach ist das ganze nur relativ bedeutend.
Butterfly Effect war aber ein guter Film. party014.gif
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alarich
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15.01.2008 - 06:52


Eben, es hängt von dieser einen Entscheidung ab. Diese kleine, vielleicht auf den ersten Blick unwichtige Entscheidung kann weitreichende Auswirkungen haben.
Darum geht es doch beim Schmetterlings-Effekt.
Im Prinzip stimmst du mir zum, aber leugnest es.
Der Flügelschlag des Schmetterlings ist hier die Entscheidung des Jungen, denn Passanten anzusprechen, der ihm die Zigaretten kauft.
Und die endgültige Auswirkung ist, das bei einem Amok-Lauf, ca. 60 Jahre später, ein Haufen Leute sterben.

Sicher, dieses Beispiel ist etwas weit her geholt, aber es geht ja ums Prinzip.
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Cihan
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15.01.2008 - 18:33


Nein, ich leugne gar nichts. icon_smile.gif

Ich stimme dir ja zu, nur finde ich zu sagen, dass es eine winzige Entscheidung ist, ist nur eine subjektive Betrachtungsweise.

Für mich ist es objektiv so wie jede andere Entscheidung auch.
Natürlich hat die eine oder andere Entscheidung mehr Auswirkungen auf unsere Zukunft.
Der Schmetterlingseffekt will also sagen, dass eine winzige Entscheidung später auch weitreichende Konsequenzen haben kann.

Letzte Woche hatte ich einen Kurs auf der Uni um 16h30.
Ich brauche ca. 45 Minuten bis dorthin.
Und auf dem Weg hatte die U-Bahn ausgerechnet einen technischen Defekt und es sollte 20-30 Minuten dauern bis dieser behoben werden sollte.
Dass ich zu spät in den Kurs kommen würde, war mir klar.
Ich saß einige Minuten lang drin überlegte, ob ich nicht einen anderen Weg, der aber länger braucht, nehmen sollte.

Schließlich entschied ich mich dafür und ging den anderen Weg und kam natürlich zu spät in den Kurs, aber ich kam noch rechtzeitig als wir den zweiten Fall behandelten.
Und gestern war eine Klausur, zu der ein großer Teil eben aus diesem zweiten Teil des Falles von letzter Woche kam.
Da hatte ich mich anscheinend doch richtig enstchieden. icon_smile.gif
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Harald
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16.01.2008 - 02:00


Das mim Hitler war ja nur ein Beispiel.. icon_wink.gif

Aber das ganze Leben ist eine Reihe von Zufällen.

Warum ist an deiner Zufallsreihe so besonders?
Ok nette Story, aber denke jedem passiert mal sowas "Unglaubliches", das ist einfache Statistik icon_wink.gif

Ob nun historische Ereignisse durch das "Ausschalten" einzelner Personen verhinderbar sind, hmm keine Ahnung.
Denk mal in manchen Fällen ja, in manchen nein.

War auch eher eine Anspielung auf besagtes Buch.
Ja, ist von Issac Asimov

Wie gesagt, eine interessante Sichtweise wie ich finde (Hat aber jetzt nicht wirklich was mit dem Schmetterlingseffekt als solches zu tun)
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Oki
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16.01.2008 - 15:20


Da kommt wieder der Spruch zum Tragen den ich ständig predige

Es gibt keine Zufälle,nur Ursache und Wirkung.
Alles ist voneinander abhängig und in Wechselwirkung.

Nichts geschieht rein zufällig.
Alles ist Eins.....


Gruss Oki
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Mit Fanatikern zu diskutieren ist wie Seilziehen mit einer Mannschaft,
die ihr Seilende um einen Baum gebunden hat.
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Cihan
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16.01.2008 - 19:10


Sehr schöner Beitrag Oki, icon_smile.gif
sehr beeindruckend.

Gruß
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