Kaitus Area 51 Newbie

Beiträge: 1 Dabei seit: 07.08.2008
07.08.2008 - 17:17
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@ V€Ltin
auf deine Träume (siehe Anfangspost) hat sich noch niemand richtig eingelassen. Mir ist das aber der Mühe wert. Außerdem finde ich das
EIGENTLICHE THEMA DIESES THREADS viel interessanter, als über irgendwelche Persönlichkeitstest zu sinieren (was auch voraussetzt, dass man gewillt ist, dem Link zu folgen und seine Zeit mit dem Frage-Antwort-Spiel zu vergeuden)
1. Angst vor Hunden
| Zitat: |
| allso ist es so, das träume einen vor irgendeiner angst bewahren oder einfach nur das man etwas furchtloser mit gewissen dingen umgeht? |
Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Angst vor Hunden weniger wurde, nachdem du geträumt hast, dass ein Wolf dich zerfleischt. Nein, Träume bewahren nicht vor der Angst, sondern sie konfrontieren einen damit.
Deine Angst vor Hunden ist anscheinend nur durch deine Träume erzeugt worden. Du hast also keinen "wirklichen" Grund, vor Hunden Angst zu haben, denn in deinen Träumen ging es ja um Wölfe (die wohl etwas ganz anderes symbolisieren). Du hast Angst vor großen Hunden, weil du sie mit den Wölfen aus deinen Träumen assoziierst.
Deine Wolf-Träume haben ja bald aufgehört - es ist also wahrscheinlich, dass du als Siebenjähriger bestimmte Ängste hattest, die in diesen Wölfen
Gestalt angenommen haben. Daraufhin entwickeltest du die Angst vor großen Hunden (verständlich, es handelt sich schließlich um nicht immer ungefährliche Tiere). Als deine Wolfträume aufhörten (und mit ihnen vermutlich die Ängste, die sie ausdrückten), blieb denoch die Angst vor den Hunden.
Falls meine Interpretation sich als richtig herausstellen sollte, empfehle ich, die Hunde-Angst langsam abzubauen (Kontakt, Hunde verstehen lernen). Es sei denn du kannst Hunde partout nicht leiden. Ohne Kontakt lässt sich natürlich die Angst nur schwerlich abbauen, aber dann ist es vielleicht auch nict nötig. Und ein Pfefferspray in der Tasche kann manchmal auch ein Mittel gegen Angst sein.
Was bedeuten Wölfe?
Das wiederkehrende Traum-Szenario: Das Kind in der sicheren Festung seines Bettes. Davor: die zwei angsteinflößenden Wölfe. Warum sind es zwei? Mir fallen gleich die Eltern ein. Vielleicht ist es das Prinzip der zwei Herrscher, des Pärchens, Mann und Frau, welches das Kind bei seinen Eltern findet (und nicht nur dort) und welches es auf das Thema Wolf überträgt. Vielleicht sind es gar die "bösen Eltern", eine Zusammenballung aus allem Bedrohlichen, dass das Kind in den sonst lieben Eltern entdeckt. Vielleicht kann allein die elterliche Mahung/Drohung, das Bett nicht wieder zu verlassen, die Wölfe erzeugt haben.
Aber warum sollte überhaupt das Bedrohliche schlecht sein. Womöglich sind die Wölfe die gefährlichen Wächter des Kindes. Durch ihre Bedrohlichkeit weiß dass Kind, dass sie es vor allem Unbekannten da draußen beschützen werden. Also ein Symbol für die beschützenden Eltern, oder ihr Ersatz, da die Eltern nachts nicht mehr zum Beschützen da sind?
3. Die Wiederkehr des Wolfes
Weil sich seit deiner Kindheit sozusagen alles verändert hat, hat sich auch die Bedeutung deiner Traumsymbole gewandelt. Dein Traum vor gut einem Jahr hat ein bekanntes, kraftvolles Symbol aus deiner Kindheit sozusagen wieder zum Leben erweckt: den Wolf.
Trauminhalt: was dir dein Kindheitstraum immer erspart hatte: die direkte Begegnung mit einem Wolf und ihre drastischen Folgen: von ihm zerfleischt werden.
Der Traum schreit: Wolf zerfleischt dich und du siehst zu - oder etwas ähnliches.
Schwer, dass als etwas positives zu sehen - Stichwort: Seelentier.
Aber die schamanische Sichtweise hat etwas für sich: einen solchen Traum als einen Etwicklungsschritt zu sehen... der Wolf zerfleischt das alte Ich - Angst und Schrecken, denn etwas aus der Kindheit geht verloren, doch zugleich Erlösung vom Wolf und seiner Bedrohung?
Solche Theorien, wie die vom Seelentier, haben aber den entscheidenden Nachteil, dass sie dir eine Deutung aufdrängen - Egal, was für ein Mensch du bist, egal was du erlebt hast und was dich bewegt, du hast jetzt einen Wolf zum Seelentier usw.
Ich denke, nur du selbst kannst deine Träume verstehen. Denn Träume sind eng verknüpft mit ihren Träumern. Trotzdem kann man natürlich den reinen Traum, losgelöst vom Träumer, wie eine Geschichte behandeln und z.B. hier im Forum besprechen. _________________ Ihr könnt mich auch Kai nennen |
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