| Autor |
Nachricht |
Nedlim Rat der 33


Beiträge: 664 Dabei seit: 16.01.2009 Wohnort: in deinem Kopf
11.03.2009 - 18:33
|
|
|
Der Homo Urbanis, gemeinhin auch als Stadtmensch bezeichnet, wird in kürze mehr als 50% der Weltbevölkerung ausmachen. Das heißt jeder zweite Mensch dieses Planeten wird dann in einer Stadt leben. Für uns Menschen eine an sich vollkommen ungewohnte, da künstlich geschaffene, Umgebung. Wir Menschen waren doch immer in der lage uns unserer Umwelt anzupassen vom Nordpol bis nach Feuerland mitte leben Menschen überall auf diesem Planeten und passten sich mehr oder weniger schnell ihrer Umgebung an. Es scheint als habe man zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit einen Zustand erreicht in dem sich der Mensch einer menschgemachten Umgebung anpassen muß. Liegt hier der Ursprung der scheinbar gehäuft auftretenden Neurosen, Psychosen und all der anderen geistessersetzenden Krankheiten? Sind wir diese Umgebung nicht gewohnt obwohl wir sie selber gestaltet haben? Das Leben in der Stadt ist unnatürlich und der Mensch als Lebewesen ist rein natürlichen Ursprungs (soweit die Wissenschaft dies zu bestätigen vermag). Ist der Banker depressiev weil er keine Mammuts mehr zum Jagen hat? Er als der von der Evolution geschaffene Jäger und Sammler.
Alles nur Zufall?
Weitere Informationen: http://www.aktienboard.com/forum/f10/homo-urbanis-t89464/
http://www.innovations-report.de/html/berichte/gesellschaftswissenschaften/bericht-44574.html (gleicher Artikel aber ohne Forum) _________________ Meine Freunde werden kommen und dich holen! |
|
 |
|
 |
Orakel Rat der 33


11.03.2009 - 18:33
|
|
|
Zum Thema Was fürn Homo? kann ich die Websites oben empfehlen.
|
|
| |
|
 |
Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1378 Dabei seit: 16.11.2005
11.03.2009 - 18:53
|
|
|
Naja, man könnte das mit der gleichen Berechtigung auch von der anderen Seite betrachten, nicht? Statt zu sagen, der Mensch lebt jetzt in einer menschengemachten Umgebung, der er sich nur mit Problemen anpassen kann, könnte man auch behaupten, daß wenn tatsächlich die Mehrheit der Bevölkerung in Städten lebt, der Mensch eben seine Umgebung derartig umgestalltet hat, daß sie eher seiner Prädisposition entspricht.
Übrigens ist das ein Trend in allen Kulturen seit der Steinzeit. Menschen die über die entsprechenden Vorraussetzungen verfügen, bauen urbane Gesellschaften. Haben sie die Vorraussetzungen nicht (z.B. große Arbeitstiere, Land daß großflächigen Ackerbau ermöglicht, energiehaltige Getreidesorten usw.), dann - und nur dann - bleiben sie auf den Bäumen (oder im Dschungel/Savane/Prärie). |
|
 |
|
 |
Nedlim Rat der 33


Beiträge: 664 Dabei seit: 16.01.2009 Wohnort: in deinem Kopf
12.03.2009 - 11:07
|
|
|
Ich versuchs mal anders zu erklären.
Der Mensch als evolutionäres Produkt hat Millionen von Jahren gebraucht, bis er da angekommen ist wo wir heute sind ....
Die Evolution hat es uns ermöglicht auf zwei Beinen zu laufen ... sie hat uns die Sprache geschenkt und die kreativität.
Letztendlich könnte man uns als Intelligent bezeichnen.
Aber ... normalerweise passt sich ein Organismus seiner Umwelt an dies allerdings auch mit kleinen Abweichungen (Einsiedlerkrebse, Höhlenbewohner, Ameisen). Jetzt verhält es sich aber so, dass wir mit dem bau von Megacitys eine Umwelt erschaffen haben (und das in kürzester zeit) die wir so vorher gar nicht kannten. Wir hatten also, aufgrund der enormen geschwindigkeit mit der der bau dieser Megacitys vorranschreitet, nicht wirklich viel Zeit uns unserer neuen Umgebung anzupassen. Wenn man jetzt sagt,
| Zitat: |
| Menschen die über die entsprechenden Vorraussetzungen verfügen, bauen urbane Gesellschaften |
sage ich: Richtig aber dies tun sie aus notwendigkeit und ohne berücksichtigung dessen, was die Evolution aus uns gemacht hat.
Ich versuchs anhand eines Beispiels zu erklären ... Ein Ameisenbau soll hier unsere Megacity darstellen. Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen. Sie bilden Staaten, haben eine Hierarchie und ganz definierte "Berufsbilder". Hinzu kommt das sie praktisch Willenloß sind. Wenn man sich jetzt eine menschliche Megacity anguckt versteht man was ich meinte mit ... wir hatten keine Zeit uns an die Zustände anzupassen  _________________ Meine Freunde werden kommen und dich holen! |
|
 |
|
 |
Araex Rat der 33


Beiträge: 687 Dabei seit: 14.06.2006
12.03.2009 - 12:57
|
|
|
| Nedlim hat folgendes geschrieben:: |
Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen. Sie bilden Staaten, haben eine Hierarchie und ganz definierte "Berufsbilder". Hinzu kommt das sie praktisch Willenloß sind. Wenn man sich jetzt eine menschliche Megacity anguckt versteht man was ich meinte mit ... wir hatten keine Zeit uns an die Zustände anzupassen |
Da hab ich ein paar Fragen an dich:
a) Hat die Ameise vor ein paar Millionen Jahren ohne einen Bau gelebt?
b) Hat die Ameise von einem Tag zum anderen entschieden, dass sie nun in einem Bau leben sollte?
c) Hat sie den Bau selber gemacht, einfach so aus dem nichts heraus?
Tiervergleiche sind immer eine schlechte Idee. Aber ganz grundlegend würd ich sagen, dass sich auch der Mensch nicht über die Evolution hinwegsetzen kann und es somit vorgesehen ist, dass der Mensch Städte baut. Er hat, wie dhe schon sagte, nur seine Umwelt so angepasst, dass sie seinen Ansprüchen am nächsten kommt. Es ist in meinen Augen nicht möglich sich über die "Bestimmung" hinwegzusetzen, da die gegebene Veranlagung zu dazu bereits impliziert, dass man sich darüber hinwegsetzen wird. |
|
 |
|
 |
Nedlim Rat der 33


Beiträge: 664 Dabei seit: 16.01.2009 Wohnort: in deinem Kopf
12.03.2009 - 14:04
|
|
|
| Zitat: |
a) Hat die Ameise vor ein paar Millionen Jahren ohne einen Bau gelebt?
b) Hat die Ameise von einem Tag zum anderen entschieden, dass sie nun in einem Bau leben sollte?
c) Hat sie den Bau selber gemacht, einfach so aus dem nichts heraus?
|
| Zitat: |
| Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen. |
| Zitat: |
| Aber ganz grundlegend würd ich sagen, dass sich auch der Mensch nicht über die Evolution hinwegsetzen kann und es somit vorgesehen ist, dass der Mensch Städte baut. |
Die Evolution hinkt dem Menschen hinterher weil sie nicht schnell genug auf die Veränderungen reagiert.
Oder meinst du die Evolution hat beim Menschen (und allen anderen staatenbildenden Tieren) vorrausgesehn das er irgendwann einmal Städte bauen wird deren Einwohnerzahl mehr als 3 Mio. beträgt? Auf der anderen Seite hat sich der Mensch also eine Umgebung gebaut, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist ... ist der Evolution aber egal es gibt keinen evolutionären Stillstand. Man sollte auch mit bedenken, dass die wenigsten Stadtbewohner aktiv an der gestaltung ihrer Stadt beteiligt gewesen sind. Letztendlich ist eine Stadt nichts anderes als ein künstlich erzeugter Lebensraum in dem jeder Mensch sich wieder seine kleine Höhle sucht.
Edit: Nochmal was zu den Ameisen ...
| Zitat: |
Die Ameisen selber stammen von einer Wespenart ab, die vor 130.000.000 Jahren begonnen hatten an Flussufern in Lehmigen Boden, ihre Nester anzulegen. Nach einer große Zeitspanne, entwickelten sich die Flügel der Wespen immer weiter zurück um beweglicher, schneller und effizienter in ihrem Erdreich agieren zu können.
Schliesslich kapselten sich die “ Erdlebenden Wespen “ von den normalen Wespen ab und schufen ihre eignende Gattung an Tier: Die Ameise war sozusagen geboren
|
Quelle: http://www.formicaria.de/html/evolution_der_ameise.html
Somit könnte man deine Fragen wie folgt beantworten .... a) Ja b) Nein c) Ja
Und nachdem ich mir reichlich Informationen beschafft habe möchte ich fast behaupten die Ameise ist dem Menschen ähnlicher als man meinen möchte .... Die Kollektive Inteligenz eines Ameisestaates entspricht vermutlich der eines Schimpansen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ameise#Kollektive_Intelligenz ) ... Ameisen begannen lange vor dem Menschen mit der haltung von Nutztieren (z.B. Blattläuse) und Ackerbau (Blattschneiderameisen). Interessanterweise gibt es sogar Ameisen die einen Instinkt zur Sklavenhaltung ausgeprägt haben ( http://www.textlog.de/23745.html ) und schlußendlich sind sie in der Lage ganz beachtliche Bauwerke zu errichten. Das ganze hat allerdings nichts mit der Thematik zu tun  _________________ Meine Freunde werden kommen und dich holen! |
|
 |
|
 |
sliver Komitee der 300


Beiträge: 300 Dabei seit: 21.01.2009
12.03.2009 - 19:10
|
|
|
Hi
| Nedlim hat folgendes geschrieben:: |
| Ist der Banker depressiev weil er keine Mammuts mehr zum Jagen hat? Er als der von der Evolution geschaffene Jäger und Sammler. |
Nu wo kann an besser seinen Jagdtrieb und Sammelleidenschaft nachgehen, als an einem Ort mit vielen Möglichkeiten, wie eine Stadt sie bieten kann. Sie ist für ein Hordentierchen wie dem Menschen geradezu ideal...
Heutzutage jagd der Mann außerdem keine Mammuts mehr, es gibt Supermärkte^^ Seine Jagdinstinkte lebt Mann/Frau aus durch Lokaltouren, mit der Absicht eine/n Partner/in zu finden...und shoppen ist doch eine Art v. sammeln, oder?
lg sliver _________________ "Alles ist Gleichnis. Jede Kreatur ist ein Schlüssel zu allen anderen." |
|
 |
|
 |
Nedlim Rat der 33


Beiträge: 664 Dabei seit: 16.01.2009 Wohnort: in deinem Kopf
12.03.2009 - 19:46
|
|
|
| Zitat: |
Heutzutage jagd der Mann außerdem keine Mammuts mehr, es gibt Supermärkte^^ Seine Jagdinstinkte lebt Mann/Frau aus durch Lokaltouren, mit der Absicht eine/n Partner/in zu finden...und shoppen ist doch eine Art v. sammeln, oder?
|
Und da haben wir den Homo Urbanis in reinkultur  _________________ Meine Freunde werden kommen und dich holen! |
|
 |
|
 |
Taurhin Area 51 Urlauber


Beiträge: 86 Dabei seit: 30.12.2006 Wohnort: Terrania City, Terra
13.03.2009 - 01:01
|
|
|
Das mit der Bezeichnung Homo Urbanis ist ja etwas irreführend,
weil du kannst ein Kind eines Eingeborenen Stamm und ein Kind aus der Großstadt nehmen und sie vertauchen, sie würde keine Probleme in ihrer Umgebung haben.
bei der Ameise und der Wespe würde das nicht so einfach klappen.
ich würde vorschlagen in einfach Homo Sapiens Urbanis zu nennen.^^
H.E.A.H.D. _________________ Alle Kreter sind Lügner. -Epimenides der Kreter- |
|
 |
|
 |
Nedlim Rat der 33


Beiträge: 664 Dabei seit: 16.01.2009 Wohnort: in deinem Kopf
13.03.2009 - 16:02
|
|
|
Ich denke einfach mal der Mensch wird sich wie jede erfolgreiche Spezies in mehrere Gattungen aufteilen.
Immerhin hat nur die veränderung der Umgebung (aus Dschungel wurde Steppe) unsere vorfahren dazu gebracht, auf zwei Beinen zu laufen (was in letzter Konsequenz dazu geführt hat das ich jetzt hier schreibe ). Im kosmischen Maßstab war dieses Ereigniss nicht mal nen Mückenschiss.
| Zitat: |
Eine Klimaveränderung, ausgelöst durch die plattentektonische Hebung Ostafrikas, bewirkte eine weitgehende Versteppung des angestammten Lebensraums. Diese Grassteppe bot in erster Linie Nahrung für Grasfresser (Paarhufer, Wiederkäuer), die es vorher schon, meist in kleineren Formen, als Waldbewohner gab. Diese traten nun bald in großen Herden auf, und weil sie zahlreicher wurden, konnten sich auch Raubtiere und Aasfresser vermehren.
|
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hominisation
Warum sollte es keine auswirkungen haben, wenn wir uns Tonnen von Beton vor die Nasen setzen?
Allerdings schreibt Wiki auch ...
| Zitat: |
| Die biologische Evolution ist gegenüber der schnelleren kulturellen Evolution, die durch die menschliche Sprache sehr gefördert wird, in den Hintergrund getreten |
Wir sind übrigens die einzige Art lebewesen auf diesem Planeten bei dem das so ist ....
| Zitat: |
Andere Tierarten dagegen evolvieren nach heutigem Wissen gemeinsam mit ihrer Kultur.
|
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch _________________ Meine Freunde werden kommen und dich holen! |
|
 |
|
 |
Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1378 Dabei seit: 16.11.2005
13.03.2009 - 18:25
|
|
|
| Nedlim hat folgendes geschrieben:: |
| Immerhin hat nur die veränderung der Umgebung (aus Dschungel wurde Steppe) unsere vorfahren dazu gebracht, auf zwei Beinen zu laufen |
So sicher ist das übrigens gar nicht mehr. Schau mal hier. |
|
 |
|
 |
|
|
| « Mathematik zum Schuheschnüren - SPIEGEL-Artikel - Bin Laden geortet? »
|