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Gott |
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| « Der Buddha in jedem von uns^^ - Antispore »
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nassbirne Area 51 Kloputzer

Beiträge: 5 Dabei seit: 17.07.2006
17.04.2009 - 02:14
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus |
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| Lycaner2412 hat folgendes geschrieben:: |
Diese tiefe Existenzangst und Todesangst (die jeder Mensch in sich trägt)hat die Menschen seit Urzeiten daran glauben lassen das es einen Gott geben muss!
Nur so konnte die Menscheit nach vorne sehen.Man stelle sich vor jeder müsste sich eingestehen,das es einfach nur nichts gibt,niemand der einen beschützt,zu dem man nach dem Tod gehen kann,wie sinnlos käme vielen das Leben vor.
Ich persönlich glaube nicht!
Denn wenn doch,müsste ich dem grössten Verbrecher,dem grössten Täuscher (Gott) ein paar Fragen stellen.Zum Beispiel wieso er sich in seiner angeblichen Allmacht nur für die Wunder und guten Taten brüstet und bei schlechten Dingen alles auf die kleinen Menschen schiebt.
Wieo er nicht mal auch dann eingreift wenn etwas schief läuft.Nein,es gibt keinen Gott oder ähnliches almächtiges Wesen,es ist nur unsere tiefe Angst im Tod ,in der Gefahr alleine zu sein. |
Hallo Zusammen,
ich muss lycaners Ansicht doch sehr kritisieren. Deine Theorie ist zwar die, in diesem Thema, am weitesten gediehene, aber leider völlig falsch. Abgesehen davon hat deine Theorie einen sehr absoluten Unterton, der bei diesem Thema ein wenig unpassend ist!
Und nun zur (richtigen) Erklärung zum Gottesglauben und der Erfindung der Religion.
DIe Menschen haben einen Gott bzw. Gottesglauben nicht aufgrund der "Todes-", sowie "Existenzangst" erfunden! Diesbezüglich ist darüber hinaus auch anzuzweifeln, dass alle Menschen einer permanenten Todes- und Existenzangst unterworfen sind bzw. es schon immer waren!!!!
Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe. Sein Leben bestand in der Nahrungsmittelbeschaffung und dem puren Überleben. Aufgrund der Tatsache, dass der Hominide noch KEINEN vollständigen Humanoiden ausmacht, muss man sich mit der Frage beschäftigen was der Grund zur "Menschwerdung" des Hominiden war. Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich.
Und genau diese Fragen wurden damals ( 40,000 BC), wie auch heute am Ende immer mit der Frage nach einem Gott beantwortet. Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht. Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest. Darüber hinaus haben sich über das "Gotteskonzept" auch sämtliche Religionen entwickelt. Somit stellt die Erfindung / Erforschung des Glaubens einen wichtigen, wenn nicht sogar den WICHTIGSTEN, Meilenstein im zivilisatorischen Entwicklungsprozess des Menschen dar! Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!!
Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich !
PS: ist schon gut wenn der eigene Opa einer der weltweit anerkanntesten und renomiertesten Prähistoriker ist, der in den letzten Jharen viel zu dem Thema "Menschwerdung" geforscht hat!
Ich kann Jedem, der wissenschaftlich fundierte Anworten zum Thema Erfindung des Glaubens bzw. der Religion und der Menschwerdung haben möchte nur wärmstens das kleine Buch "[/i] Archäologische-Christliche Reflexionen", von Hermann Müller Karpe, Habelt Verlag Bonn, empfehlen.
Ich persönlich habe einen Glauben in dem ein Gott oder eine höhere MAcht auf jeden FAll im Mittelpunkt steht. Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht. An den kirchlichen Gott glaube ich nicht,
da er viel zu viele "menschliche" und somit nicht-göttliche Eigenschaften hat. Ferner sehe ich in einem Gott auch keinen "barmherzigen Strippenzieher" der die Schicksale der Menschen lenkt. Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. Jede unintelligente, sowie intelligente MAterie, jeder immaterielle geist und Gedanke ist meiner Meinung nach nichts anderes als Gott. Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens. Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts bzw. diese leere Menge (um es mal mathematisch auszudrücken)!!!!!!!!!!!!!!
In diesem Sinne
Das FSM hat eben doch alles erschaffen [/i] _________________ Vegetarier essen das Essen von meinem Essen... |
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Orakel
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Taurhin Area 51 Urlauber


Beiträge: 86 Dabei seit: 30.12.2006 Wohnort: Terrania City, Terra
17.04.2009 - 11:56
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus |
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| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
...dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe...
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Der Mensch doch auch
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich.
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Es gibt ja auch Annahmen das die Gläubigkeit nur daraus resultiert weil der Mensch toten Gegenständen eine handlungs Absicht unterstellt.
z.b. von einem Berg kommt Geröll herunter, die Menschen die am Fuss des Berges leben glauben der berge ist sauer also muss er beschäftigt werden.
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht. Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest.
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Das ist ja seltsam wo doch die meisten Wissenschaftler Atheisten sind oder meinst du das etwa in einen Panteistsichen sinn ?
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens.
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Falsch,
Nichtraucher sind ja auch nicht eine andere form des rauchen es oder ?
Atheisten glauben nicht das es keinen Gott gibt, sonder sagen so lange es keine beweise gibt die die Gottes-Hypothese untermauert, solange ist es unvernünftig anzunehmen das es einen Gott gibt. _________________ Alle Kreter sind Lügner. -Epimenides der Kreter- |
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Moredread Verschwörungsfreak


Beiträge: 1166 Dabei seit: 19.12.2006
17.04.2009 - 12:35
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus |
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| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
DIe Menschen haben einen Gott bzw. Gottesglauben nicht aufgrund der "Todes-", sowie "Existenzangst" erfunden! Diesbezüglich ist darüber hinaus auch anzuzweifeln, dass alle Menschen einer permanenten Todes- und Existenzangst unterworfen sind bzw. es schon immer waren!!!!
Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe. Sein Leben bestand in der Nahrungsmittelbeschaffung und dem puren Überleben. Aufgrund der Tatsache, dass der Hominide noch KEINEN vollständigen Humanoiden ausmacht, muss man sich mit der Frage beschäftigen was der Grund zur "Menschwerdung" des Hominiden war. Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich. |
Nichts davon lässt sich wissenschaftlich wasserdicht belegen. Was den Glauben der Menschen vor x-10.000-Jahren angeht, wissen wir praktisch nichts. Ein paar Gräber mit Blumen, Hölleninschriften und ein paar Statuen reichen zu diesem Zweck nicht aus.
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
| Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!! |
In einem Wort: Blödsinn. Um noch ein zweites hinten dran zu hängen: Unbeweisbar.
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich ! |
Daraus folgere ich, das Du behauptest, das man auch ohne "Geistbefähigung" einen Gottesglauben haben kann. Das wirst Du sicherlich beweisen können - welche Tierart ist denn für ihre Gebete bekannt?
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
Ich persönlich habe einen Glauben in dem ein Gott oder eine höhere MAcht auf jeden FAll im Mittelpunkt steht. Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht. An den kirchlichen Gott glaube ich nicht,
da er viel zu viele "menschliche" und somit nicht-göttliche Eigenschaften hat. Ferner sehe ich in einem Gott auch keinen "barmherzigen Strippenzieher" der die Schicksale der Menschen lenkt. Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. Jede unintelligente, sowie intelligente MAterie, jeder immaterielle geist und Gedanke ist meiner Meinung nach nichts anderes als Gott. Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens. Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts bzw. diese leere Menge (um es mal mathematisch auszudrücken)!!!!!!!!!!!!!! |
Da irrst Du. Atheismus ist eigentlich ein Glaube, das ist richtig, nämlich der Glaube daran, in einem gottlosen Universum zu leben. Nichtsdestotrotz gibt es durchaus Leute, die gar nichts glauben. Die interessiert es einfach nicht die Bohne, was nach dem Tod mit ihnen passiert - oder es sind Agnostiker. _________________ Ich denke, also bin ich.
- Descartes
Ich denke nicht, also was?
- Zen Meister Seung Sahn |
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Moredread Verschwörungsfreak


Beiträge: 1166 Dabei seit: 19.12.2006
17.04.2009 - 12:38
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus |
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| Taurhin hat folgendes geschrieben:: |
| Atheisten glauben nicht das es keinen Gott gibt, sonder sagen so lange es keine beweise gibt die die Gottes-Hypothese untermauert, solange ist es unvernünftig anzunehmen das es einen Gott gibt. |
Ein Atheist ist jemand, der sagt, das es keinen Gott gibt. Das, was Du beschreibst, ist eher ein Agnostiker. Das ist jemand, der sich nicht festlegt, ob es ein göttliches Wesen gibt oder nicht, weil er keine Beweise kennt oder nicht mal einen Anlass sieht, nach welchen zu suchen.
Die Definition für Atheismus ist allerdings ein bisschen schwammig. Völlig Unrecht hättest Du also auch nicht - auch fehlender Gottesglaube kann als Atheismus bezeichnet werden. _________________ Ich denke, also bin ich.
- Descartes
Ich denke nicht, also was?
- Zen Meister Seung Sahn |
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XBZATU Komitee der 300

Beiträge: 407 Dabei seit: 25.10.2008
17.04.2009 - 19:05
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| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
| Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. |
Versteh' ich nicht - bitte um eine Definition. Bin da nicht so auf der Höhe. |
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Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1178 Dabei seit: 16.11.2005
18.04.2009 - 00:51
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Ich habe mich schon gefragt, wie lange es wohl dauert, bis es hier kontrovers wird. Guddie, dann leiste ich mal meinen Beitrag.
| nassbirne hat folgendes geschrieben:: |
| Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. |
Ist das so?
Heutige Affen, sind sich ihrer Umgebung sehr bewußt und manipulieren selbige (in bestimmten Umfang) auch. Und da hört das ja nicht auf.
Ein Beispiel: Als ich so acht, neun Jahre alt war hatte ich ein Aquarium. Immer wenn ich (oder sonstwer) mit dem Gesicht nahe an die Scheibe gekommen ist, sind die Fische auf das Gesicht zugeschwommen. Warum? Weil sie "begriffen" haben, daß wenn ein Gesicht (oder jedenfalls irgendeine größere optisch identifizierbare Masse) auf der anderen Seite der Scheibe auftaucht, es meistens Futter gibt. Mit anderen Worten, sie haben eine Kausalverbindung konstruiert. Ob die mich deshalb für den lieben Gott gehalten haben, weiß der Geier.
Worauf ich hinauswill ist, daß selbst solche relativ "primitiven" Tiere offenbar ein sehr genaues und zumindest in dem Fall exaktes Bewußtsein von ihrer Umgebung halten. Und Guppies sind vermutlich einigermaßen blöder als es der Homo erectus war.
Zu sagen, der Vormensch hatte kein Bewußtsein von seiner Umgebung ist also ein bißchen salopp formuliert. Er hatte ein anderes.
| Zitat: |
| Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! |
Vielleicht. Wobei aber auch nicht geklärt ist bzw. überhaupt klärbar ist, was diesen Paradigmenwechsel ausgelöst hat.
| Zitat: |
| Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. |
Affen, Elstern, Delfine und Elefenaten haben erwiesenermaßen auch ein "Ich-Bewußtsein". Jedenfalls zeigen sie z.B. auf sich wenn man sie lange genug vor den Spiegel setzt, oder versuchen sich (und nicht dem Spiegelbild) Aufkleber vom Körper zu entfernen die man an ihnen angebracht hat.
| Zitat: |
| Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. |
Dann widersprichst du dir aber selbst, weil der Cro-Magnon-Mensch, sich technologisch nicht großartig vom Homo erectus unterschieden hat.
| Zitat: |
| Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht. |
Naja gut...zu behaupten etwas wäre eine Tatsache, macht es nicht zur Tatsache.
| Zitat: |
| Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest. |
Mag sein, daß es für "viele" - was auch immer das zahlenmäßig bedeutet - so ist. Die Mehrzahl der Wissenschaftler glaubt aber nicht an die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes. Das kann ich übrigens statistisch untermauern, ich bin mit Blick auf die Uhr nur gerade zu faul in der Literatur zu kramen. Im Bedarfsfall kann ich das aber nachreichen.
| Zitat: |
| Darüber hinaus haben sich über das "Gotteskonzept" auch sämtliche Religionen entwickelt. |
Worüber hätten sich denn sonst Religionen entwickeln sollen?
| Zitat: |
| Somit stellt die Erfindung / Erforschung des Glaubens einen wichtigen, wenn nicht sogar den WICHTIGSTEN, Meilenstein im zivilisatorischen Entwicklungsprozess des Menschen dar! |
Warum? Erklär mir mal bitte den Zusammenhang.
| Zitat: |
| Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!! |
Die ganze Argumentation hat ein konzeptionelles Problem: Indem man sagt, daß der glaube an einen Gott, der konstituieren Faktor der letztendlichen Menschwerdung ist, interpretiert man das ganze kulturhistorisch.
Ich bin jetzt zwar nicht so naiv zu glauben, daß eine kulturhistorische Sichtweise an einem bestimmten Punkt der Anthropologie nicht zwangsläufig würde, aber in dem konkreten Fall begeht man nach meiner Ansicht einen Kategorienfehler. Und zwar indem man Begriffe der Zoologie mit denen der Kulturgeschichte vermischt. Das klingt vielleicht gut, ist aber in meinen Augen eine verflachte Sichtweise.
Ich gebe dir ein Beispiel: Du sagst, die Entwicklung eines Gottesglaubens ist letztendlich das, was den Menschen zu hören Geistesleistungen befähigt hat. Das ist schon rein konzeptionell nicht zu falsifizieren und daher unwissenschaftlich.
Ein Atheist (oder Agnostiker) auf der Gegeseite könnte aber folgendermaßen argumentieren: Vor ca. 50.000-100.000 Jahren kam es in Afrika zu Klimaveränderungen, die eine ganz bestimmte Mutation der Hominiden begünstigte. Diese Mutation ging von einer reinen Jäger/Sammlergesellschaft über bestimmte halbnomadische Mischzustände zu einer Gesellschaft von Ackerbauern und Viehzüchtern über. Die Ursache für diesen Übergang waren:
1. Die erwähnten veränderten Umweltbedingungen welche zur ersten (naja, eigentlich zweiten) Völkerwanderung führten, wodurch die Mutation in geografische Gebiete vordrang, in denen ertragreicher Ackerbau (ohne echte Vorkenntnisse) überhaupt erst möglich war.
2. Die Mutation hatte im Gegensatz zu ihren Vorfahren einen psychologischen Defekt, der die Befähigung zur Herstellung von Kausalbeziehungen begünstigte. Das führte einerseits dazu, daß die Mutation komplexere Konzepte bei der Veränderung ihrer Umwelt entwickeln konnte ("Die Pflanze hat Körner. Wenn die Körner auf die Erde fallen kommen neue Pflanzen raus. Wenn ich die Körner absichtlich in die Erde stecke, kann ich also bestimmen ob ich im Herbst was zum Essen habe") und andererseits anfing Kausalbeziehungen zu sehen wo keine waren ("Wenn ich mit einem Knüppel an den Baum haue, gibt es ein Geräusch. Also muß jedesmal wenn es beim Gewitter donnert jemand mit einem sehr großen Knüppel gegen einen sehr großen Baum hauen"). Einer der Gründe für die Befähigung zur Herstellung dieser Kausalbeziehung, waren zum Beispiel Veränderungen im Kehlkopf, die den Menschen zur (komplexen) Sprache befähigten, die ich letztlich als Merkmal der Menschwerdung für tausendfach wichtiger halte als den Glauben an Übernatürliches.
Mit anderen Worten: Gottesglaube ist möglicherweise nichts anderes als ein Abfallprodukt unserer psychologischen bzw. neurologischen Grundstruktur.
Der Unterschied zu deiner Theorie ist folgender: Man kann nachweisen, daß sich im entsprechen Zeitraum das Klima verändert hat, man kann nachweisen, daß es zur Völkerwanderung kam, man kann nachweisen, daß
sich sesshafte Stämme entwickelten, man kann nachweisen, daß Ackerbau und Viehzucht in Mode kam usw. Das ändert zwar nichts daran, daß auch diese Sichtweise nur eine Hypothese ist, es macht sie aber wissenschaftlicher und diskutierbarer weil sie fester umrissene Rahmbedinungen hat.
Auf der anderen Seite, wäre es aber naiv zu behaupten, daß der Gottesglaube nicht einen bestimmten Anteil an der Konstituierung unserer Bewußtseinsstruktur hatte. Schon allein deshalb, weil er - noch lange vor der Herausbildung von primitiven Stammesreligionen - bestimmte soziale Vorteile mit sich brachte. Als auslösenden oder gar bestimmenden Faktor der Menschwerdung sehe ich ihn trotzdem nicht.
| Zitat: |
| Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich ! |
Ich habe schon einige Leute kennengelernt - Religiöse wie Atheisten - die wesentlich weniger Geistbefähigung als meine Guppies hatten.
| Zitat: |
| Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht. |
Bevor du das sagst, mußt du erstmal klären, was "Verstand" ist. Daran zerbrechen sich die Philosophen seit 4000 Jahren und neuerdings auch die Soziologen, Psychologen, Neurologen und Linguisten den Kopf. Demnächst kommen noch die Kybernetiker im großen Stil dazu.
Wenn du Verstand als reines "Bewußtsein" verstehst, ist die Aussage leer, weil - einem konstruktivistischem Ansatz folgend - nichts außerhalb des Bewußtseins existiert.
| Zitat: |
| Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. |
Äh ja. Gott ist also ein Schnitzel, eine Zigarrette, ein Hitler, ein Kassenzettel von der Tankstelle und gar nichts...
Wenn etwas "nichts" ist, dann ist es genau das: "nichts". Bedeutungslos.
Nimms mir nicht übel, aber einer meiner alten Dozenten hatte in solchen Fällen immer einen Spruch parat: Jetzt haben sie zwar ein Geräusch gemacht, aber nichts gesagt.
Eine Aussage kann nicht zugleich wahr und falsch sein, es sei denn sie ist paradox oder logisch nicht folgerichtig. Das kann man dann entweder mystisch verklären, mit Wittgenstein nehmen oder einfach als Fehler anerkennen.
| Zitat: |
| Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts |
Vieleicht, na und? Atheisten glauben nicht an höhere Wesen. Das heißt aber nicht, daß sie ansonsten keine Hypothesen aufstellen dürften.
Würden sie an nichts glauben, wären sie Nihilisten. Das ist ein Unterschied. _________________ “Speak softly and carry a big stick." |
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XBZATU Komitee der 300

Beiträge: 407 Dabei seit: 25.10.2008
18.04.2009 - 12:10
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| Dhe hat folgendes geschrieben:: |
| Wenn etwas "nichts" ist, dann ist es genau das: "nichts". Bedeutungslos. |
Hach, Dhe. Die Aussage von mir da oben, ich würde das nicht verstehen, das habe ich deshalb geschrieben, damit er selbst mir die Antwort darauf gibt. Wäre ein relativ amüsantes Unterfangen geworden. |
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PAU NAY LORON Freimauer ohne Schurz


Beiträge: 16 Dabei seit: 05.05.2009 Wohnort: zuhause
06.05.2009 - 21:28
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| Zitat: |
| Eine Aussage kann nicht zugleich wahr und falsch sein, es sei denn sie ist paradox oder logisch nicht folgerichtig. |
die frage ob gott existiert ist aus logischer sicht ungultig.
wenn man diesen umstand ausser acht lässt, ist das paradoxon unausweichlich.
der wahrheitsgehalt der behauptungen, gott existiert/gott existiert nicht, lässt sich nicht überprüfen. insofern kann man auch nicht wissen, ob nicht beide aussage gleichzeitig gültig bzw. ungültig sein können.
hg pnl _________________ Lors accomplit et mine ma prophetie. |
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Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1178 Dabei seit: 16.11.2005
06.05.2009 - 23:33
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[quote="PAU NAY LORON"]
| Zitat: |
| die frage ob gott existiert ist aus logischer sicht ungultig. |
Schön. Nur war das nicht seine Aussage. Ich mache das mal etwas zerstückelt. Nassbirne hat gesagt:
| Zitat: |
| Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. |
Wenn wir das sprachlich auseinander nehmen, und das Attributive des Satzes weglassen, bleibt übrig: "Ich glaube, dass Gott [...] ist."
D.h. in der Aussage ist bereits implizit, daß er existiert. Es geht nur darum in welcher Ausgestaltung. Dagegen habe ich nicht mit der Logik argumentiert.
Meine Aussage richtete sich gegen den Teil " Alles und zugleich gar Nichts".
Was Nassbirne gesagt hat ist Folgendes. Gott hat zwei Eigenschaften A und B. Beide treten gleichzeitig auf. Oder logisch: Gottes Eigenschaften = wahr wenn A^B .
Der Witz an der Geschichte ist daß A=!B bzw. umgekehrt B=!A denn "Alles" ist das genaue Gegenteil von "Nichts" und umgekehrt.
Daraus ergibt sich daß gelten soll (A^!A) = wahr bzw. B^!B = wahr. Und das ist rein logisch betrachtet einfach falsch. _________________ “Speak softly and carry a big stick." |
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PAU NAY LORON Freimauer ohne Schurz


Beiträge: 16 Dabei seit: 05.05.2009 Wohnort: zuhause
07.05.2009 - 05:15
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| Zitat: |
| Wenn wir das sprachlich auseinander nehmen, und das Attributive des Satzes weglassen, bleibt übrig: "Ich glaube, dass Gott [...] ist." |
wenn er sagt, gott ist nichts, bringt er damit zum ausdruck, es gibt keinen gott, (die formulierung ist ungeschickt). oder hab ich was übersehen? (ich frag nur.)
| Zitat: |
| Und das ist rein logisch betrachtet einfach falsch. |
100% übereinstimmung.
der begriff "gott" ist derart unlogisch, (ich will damit nichts über seine existenz sagen), dass wenn den begriff annimmt, beinahe zu jedem beliebigen ergebnis kommen kann.
hg pnl _________________ Lors accomplit et mine ma prophetie. |
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