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alphanostrum Area 51 Urlauber


Beiträge: 75 Dabei seit: 04.12.2010
15.02.2011 - 00:23
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Die Menschheit, jedenfalls die der westlichen Welt, hat sich von Darwin verabschiedet. Hier bei uns gibt es keinen natürlichen selektiven Druck mehr. Selbst der schwächste kann überleben und sich fortpflanzen. Das die Evolution, biologisch gesehen beendet sein könnte, glaube ich nicht. Da Evolution per Definition kein Ziel verfolgt, trägt auch die Tatsache, das die "Schwachen" überleben können zu einer Fortsetzung der Evolution unserer Spezies bei. Das die Menschen sich körperlich kaum oder fast gar nicht verändern, bedeutet nicht, dass die Evolution still steht. Stellt mal 10 Männer und Frauen von 20000 v Chr. neben 10 Männer und Frauen von Heute. Ich glaube eine Zuordnung würde über durchlichlich vielen gelingen. Für den heutigen Menschen ist es eben weniger wichtig biologisch zu evolutionieren. Die Anpassung die früher durch natürliche Selektion geschah, nehmen wir heute selbst durch Technologie in die Hand. Wir mussten nicht warten bis die Natur uns Flügel zum Fliegen gab, wir erfanden Flugzeuge. Ich würde meine Fazit so formulieren:
Die biologische Evolution findet nun mehrheitlich durch kognitive Anpassung statt.
Der Evolutionsbiologe Wedekind hat mal gesagt: Die Evolution ist erst dann beendet wenn die Menschheit ausgestorben ist. _________________ Das Metamorphienium |
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Orakel Rat der 33
 
Beiträge: 4997 Dabei seit: 24.12.2003
15.02.2011 - 00:23
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Zum Thema kann ich die Websites oben empfehlen.
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Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1385 Dabei seit: 16.11.2005
15.02.2011 - 04:02
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| Zitat: |
| Das die Evolution, biologisch gesehen beendet sein könnte, glaube ich nicht. |
Nenne eine biologische Veränderung in den letzten 10000 Jahren, die nicht auf kulturelle Veränderungen zurückzuführen sind.
| Zitat: |
| Stellt mal 10 Männer und Frauen von 20000 v Chr. neben 10 Männer und Frauen von Heute.Ich glaube eine Zuordnung würde über durchlichlich vielen gelingen |
Wenn man beide Gruppen aus der gleichen geographischen Region kommen, gewaschen werden, den gleichen Haarschnitt erhalten und beide nackig sind, wird die Zuordnung nicht mehr Leuten gelingen als 50%. Mit anderen Worten: Zufall.
Schon klar, dass du auf Körpergröße usw. raus willst. Das ist aber nur ein Nebenprodukt der verbesserten Ernährung. |
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alphanostrum Area 51 Urlauber


Beiträge: 75 Dabei seit: 04.12.2010
15.02.2011 - 14:03
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Die Kognition ist ein Produkt der Evolution und folglich kannst du auch die Kultur nicht aus der biologischen Evolution raus-trennen. Kultur fügt der Evolution eben ein neues Element hinzu, halt die Technik, Kunst u.s.w.). Sie sind eine unmittelbare Folge der Evolution. Wenn das nicht so wäre müsste unsere Kognition eine andere Ursache haben als die Evolution.
Michael Tomasell, der sich am Max- Planck-Institut mit evolutionärer Anthropologie beschäftigt, hat da ein nettes Buch geschrieben. "Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens". Hier geht es um die Evolution der Kognition als Folge biologischer Veränderungen.
Kultur und Evolution verlaufen bi-direktional. Das ist das "Neue" in der Evolution. Erfindungen und Technik wirken biologisch auf unsere Organismen zurück.
So wirst du in der westlichen Welt kaum Menschen finden, die es mit der Kondition afrikanischer Buschmänner aufnehmen könnten. Das ist eine unmittelbare Folge der unserer kulturellen Entwicklung, die aber letztlich auf Kognition beruht, welche ja biologisch bedingt ist. Vielleicht ist dieses Beispiel nicht das beste, aber mir fällt gerade kein besseres ein .
| Zitat: |
| Wenn man beide Gruppen aus der gleichen geographischen Region kommen, gewaschen werden, den gleichen Haarschnitt erhalten und beide nackig sind, wird die Zuordnung nicht mehr Leuten gelingen als 50%. Mit anderen Worten: Zufall. |
Also wir sprechen hier von über 20 000 Jahren. Da sind die Menschen insgesamt schon etwas filigraner geworden. _________________ Das Metamorphienium |
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Dhe Verschwörungsfreak


Beiträge: 1385 Dabei seit: 16.11.2005
15.02.2011 - 22:30
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| alphanostrum hat folgendes geschrieben:: |
| Die Kognition ist ein Produkt der Evolution und folglich kannst du auch die Kultur nicht aus der biologischen Evolution raus-trennen. |
Kultur hat mit Evolution nichts zu tun. Evolution beschreibt einen Prozess biologischer Veränderungen.
Wenn Kultur ein Ergebnis der Evolution wäre, müßte die Chance, daß in den 3,5 Milliarden Jahren seit denen Leben auf diesem Planeten exisiert, höher sein, daß auch andere Arten Kultur entwickeln. Tatsächlich ist aber nur eine Art bekannt.
| Zitat: |
| Erfindungen und Technik wirken biologisch auf unsere Organismen zurück. |
Wenn du mir zu erklären versuchst, daß künstliche Hüftgelenke und Dreifelderwirtschaft die Lebenserwartung von Menschen erhöhen...von mir aus.
Wenn du das dann als Bestandteil der Evolution definieren willst, ist das aber relativ sinnfrei, weil es nur für eine Art gilt.
Für sämtliche anderen Arten die existieren (und jemals existiert haben) ist das vollig konsequenzfrei, weshalb es in meinen Augen mehr Sinn macht davon zu sprechen, daß die kulturelle Evolution die biologische Evolution beim Menschen abgelöst hat.
Wenn ich mich mal wieder selbst zitieren darf:
Ansonsten glaube ich, daß die rein biologisch "motivierte" Evolution des Menschen abgeschlossen ist. Und das seit nunmehr etwa (großzügig) 100000 Jahren.
| Zitat: |
| So wirst du in der westlichen Welt kaum Menschen finden, die es mit der Kondition afrikanischer Buschmänner aufnehmen könnten. Das ist eine unmittelbare Folge der unserer kulturellen Entwicklung, die aber letztlich auf Kognition beruht, welche ja biologisch bedingt ist. |
Das heißt der Buschmann ist zwar ein bißchen blöde - immerhin hat seine Kognition ja keine industrielle Kultur hervor gebracht - kann aber immerhin schnell rennen, richtig? |
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XBZATU Rat der 33

Beiträge: 528 Dabei seit: 25.10.2008
15.02.2011 - 22:54
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| alphanostrum hat folgendes geschrieben:: |
So wirst du in der westlichen Welt kaum Menschen finden, die es mit der Kondition afrikanischer Buschmänner aufnehmen könnten. Das ist eine unmittelbare Folge der unserer kulturellen Entwicklung, die aber letztlich auf Kognition beruht, welche ja biologisch bedingt ist. Vielleicht ist dieses Beispiel nicht das beste, aber mir fällt gerade kein besseres ein .
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Kulturelle Entwicklung? Bitte, was?
Die Körper der Menschen, die aus Kenia und Umgebung stammen, sind in der Tat überdurchschnittlich belastbar. Sicherlich nicht alle, aber das Vorurteil besteht nicht umsonst. Der Grund dafür hat aber nichts mit ihrer Kultur zu tun, das hat biologische Hintergründe. Deren Körper arbeiten ökonomischer. Vor wenigen Wochen oder Monaten gab es erneut eine intensive Untersuchung dieses Phänomens, bei der sich wohl so ähnlich bestätigt hat. Ich weiß aber auch ehrlich gesagt nicht, ob ich dich in deiner Aussage richtig verstehen kann. |
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alphanostrum Area 51 Urlauber


Beiträge: 75 Dabei seit: 04.12.2010
18.02.2011 - 23:05
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Ich glaube, früher, vor einigen Jahrtausenden hatten wir auch in unseren Breitengraden eine bessere körperliche Fitness. Da sich hier aber der technische Fortschritt anders entwickelte als bei den Buschmännern, ist es nicht mehr erforderlich, dass wir so eine gute Ausdauer haben. Wir brauchen nicht dem Wild stundenlang hinterher zu rennen. Wir knallen es einfach ab. Schusswaffen waren so ein kultureller Fortschritt, durch den wir nach und nach unsere körperliche Leistungsfähigkeit verloren.
| Zitat: |
| Die Kognition ist ein Produkt der Evolution und folglich kannst du auch die Kultur nicht aus der biologischen Evolution raus-trennen. |
Das unterschreibe ich immer noch!
Frage: Ist die Fähigkeit sprechen zu können biologisch bedingt?
Nun, ich behaupte, Kommunikation ist der Baustein unserer Kultur. _________________ Das Metamorphienium |
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