Traummusik

Träume und ihre mögliche Bedeutung. Erzähle im Traumdeutung Forum deine unglaublichsten Träume und lasse sie deuten. Träume sind Schäume?


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CommanderShikari
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Traummusik

28.02.2010 - 12:45

Ich hatte gestern einen sehr merkwürdigen Traum den ich hier jetzt loswerden möchte, der lässt mich nämlich nicht mehr los. Ich versuche ihn so Eindruckhaft wie möglich zu beschreiben, hoffentlich klappt das.


Es begann alles in einer Stadt. Oder eher, in einer ehemaligen Stadt. Denn ich stand vor dem einzigen Haus, das es noch gab. Alles lag in Schutt und Asche, nein, auf den zweiten Blick war es schon garnicht mehr da. Weggespült von dem Weltuntergang, der sich am Himmel abzeichnete, alles war in Gelb-Rotes Licht getaucht, Ascheregen erfüllte die Luft und auch wieder nicht. Die ganze Erde schien leer, bis auf dieses eine Haus, drei Stöcke hoch, schmal und lang. Ohne Fenster, nur eine Tür durch die ich ging. Hinter der Tür erwartete mich nur eine Treppe, die geradeaus immer weiter nach unten führte. 200 Meter? Vielleicht 300? Unmöglich zu sagen.
Am Ende dieser Treppe fand ich einen Schwimmbad. Zuerst nur die Umkleidekabinen, alle Räume mit blauen Fliesen gekachelt, Duschen hier und da. Leute liefen dort entlang, Kinder die in meinem Alter sein könnten, die ich aber alle nicht kannte. Ihre Stimmen drangen an meine Ohren wie durch Watte, auch die Sicht verschwamm, aber nur für die Gesichter der Menschen. So lief ich weiter durch die schmalen Gänge mit nakten Füßen über die Fliesen. Durch eine weitere Tür, dahinter ein großer Raum mit niedriger Decke.
Alles voller Duschkabinen, alle aus Stein. Einige Leute wuselten herum und am Ende des Raumes machte ich eine weitere Tür aus. Ich ging durch den Raum und durch die Tür, und dahinter erwartete mich ein weiterer Duschraum, genau so wie der Erste, nur waren hier keine Menschen. Alles war sehr heruntergekommen, viele Fliesen gesprungen, viele Duschen verrostet oder abgebrochen. Auf einmal war alles Still. Keine Geräusche. Keine unverständlichen Stimmen mehr. Nur das Geräusch meiner Schritte und entfernter Hall. Ich ging weiter und durch eine weitere Tür am ende des Raumes.
Dahinter erwartete mich eine gigantische Schwimmhalle. Die decke gewölbt, vielleicht hundert Meter hoch. Überspannt wurden die Becken in der Mitte des Raumes von zwei riesigen steinernen Bögen, wie die wie Halbkreise an einer Stelle aus dem Boden hervorkamen, um einige hundert Meter weiter wieder im Boden zu verschwinden. Alles immernoch in diesem konstant hellblauen Farbton, allerdings alles sehr dunkel. Und immernoch war alles heruntergekommen. Und eckick. Überall diese Ecken. Die Becken waren Eckig, die Wege zwischen den Becken waren eckig, alles hatte spitze Kanten. Wobei es in dieser Schwimmhalle nicht viel gab, eine unglaubliche Leere erfüllte den Raum, abgesehen von den zwei großen Becken. In ihnen Stand das Wasser bis zum Rand, unberührt. Und keine Menschenseele weit und breit. Die Stille und die Leere begann auf mich herab z udrücken, ungute Vorahnungen über das, was als nächstes passieren würde, überkamen mich. Doch es blieb alles so wie es war. Leer und Still. An einer Wand machte ich eine weitere Tür aus, die aussah, wie alle anderen auch, durch die ich vorher schon gegangen war. Also durchquerte ich die Halle und ging unter den sich kreuzenden Steinbögen hindurch. Die Last der Leere und der Stille wurde stärker und stärker, am großten war sie, als ich genau unter den beiden Steinbögen stand.
Danach schwand sie immer mehr und erlöste mich schließlich, als ich durch die Tür trat, nur um erneut einer endlos langen Treppe abwärts zu begegnen. Je weiter ich ging desto schwärzer wurde es. Alles war finster. Und plötzlich war ich auch nicht mehr auf der Treppe. Sondern in einem Raum. Klein. Und schwarz. Mit einem rundem Umriss und einem Halbkugelförmigem Dach. Dabei konnte ich den Raum noch nicht einmal sehen, so finster war es. Doch ich fühlte, dass er diese Form hatte. Und ich fühlte, dass noch jemand da war. Eine Person. Eine Person die ich kannte.
Es kommt sehr selten vor, dass jemand in meinem Traum vorkommt, den ich wirklich kenne, eine realer Person. In diesem Fall war es ein Mädchen, L. N., zwei Jahre älter als ich. Nun war da dieser Raum, von ihm ab gingen zwei weitere Räume, wie Zimmer. Sie lagen sich gegenüber, sodass der Raum in der Mitte dazwischen lag und man von einem Zimmer ins andere sehen konnte. Wenn man überhaupt was sehen konnte, denn alles war schwarz. Ich lag in einem der beiden Zimmer auf dem Boden, in soetwas wie eine Decke gehüllt, und L. in dem anderen Zimmer. Die Türen beider Räume standen offen, so konnten wir uns sehen. Und das konnten wir, zumindest wusste ich wo sie war, und wo die Türöffnung war. Doch alles war schwarz. Aber ich sah, das die Tür zu ihrem Zimmer nicht normal war, sie stand halboffen und war rund, nicht rechteckig. So lagen wir da, uns gegenüber, und redeten. Über etwas. Ich weiß es nicht mehr. Aber schließlich legte ich mich in den Raum zwischen unseren Zimmern, um sie besser verstehen zu können.
Und irgendwann war ich in ihrem Zimmer. Sie schien überrascht, aber nicht verärgert. Sie sagte ein paar worte, irgendwas mit "Mal sehen wie sich das in der Dunkelheit anfühlt", die mich aus einem unbekannten Grund dazu aufforderten sie zu küssen. Bei dem Gefühl ihre Lippen auf meinen zu haben durchflutete mich ungeahnte Euphorie und ein Gefühl der absoluten Sicherheit. 5 Sekunden später löste sie sich von mir und verschwand auf einmal, sagte etwas wie "So hab ich das eigentlich nicht gewollt" aber in ungewöhnlich normalem Tonfall für diese Situation.


Ungefähr hier endet es, von der untergehenden Erde bis zu dem schwarzen Raum.
Was mich sehr verwundert hat, war die Musik, die ab der szene in dem Raum einsetzte. Sie verlieh allem eine Hintergrundatmosphäre und veränderte sich in der Kussszene sogar, eine akkustikgitarre kam dazu und es wurde ruhiger. Diese ganze Szenerie lässt mich irgendwie nicht mehr los, vielleicht auch ein Grund warum ich das gerade schreibe.

Die Musik in der Szene habe ich versucht nachzustellen, hier ist das Ergebnis. Der Kussmoment ist bei dem "Lied" ungefähr bei 0:47 , hab versucht es möglichst genau so wie im Traum hinzubekommen.

Ich danke euch vielmals wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt. Ich persönlich finde Träume im allgemeinen sehr interessant und werde bei Gelegenheit (wenn ich mich mal wieder an einen erinnere) ab und an mal einen hier rein schreiben, in etwas romanhafterer Form, damit es unterhaltsamer bleibt (ich glaub hier ist mir das gerade nicht ganz so gelunge wie geplant).

Hattet ihr auch schonmal Träume in denen Musik spielte?
Zuletzt geändert von CommanderShikari am 28.02.2010 - 21:14, insgesamt 1-mal geändert.

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B'nai B'rith
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28.02.2010 - 20:01

Irgendwie hypnotisierend.... :shock:
Sag mal, wie alt bist du eigentlich?
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CommanderShikari
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28.02.2010 - 20:55

Stimmt, ich kann gut zu einschlafen wie ich gestern bemerkt habe.
Ich bin 15 und vielleicht ein bischen aus der Art geschlagen, Fussball, Autos, Alkohol, lässt mich alles kalt. Dann lieber Musik machen, Geschichten schreiben oder Freunde besuchen und Filmabende veranstalten.

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Kenshõ
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28.02.2010 - 21:35

kannst du mir sagen zu wie viel % das lied dein lied aus dem traum wiedergibt? was mich wundert ist das du so'ne gute erinnerung an deinem traum hattest ist das immer so oder ist das eine ausnahme?

MFg
befreie deinen Geist (Morpheus)

las das bekannte los, sogleich erfährst du unbekanntes. (eM)

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CommanderShikari
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28.02.2010 - 21:47

Ist eine absolute Ausnahme! Es ist schon ab und zu passiert, dass ich in Träumen Musik gehört hatte, aber dieses mal konnte ich mich ernsthaft an einige Melodien oder Töne erinnern.

Bis zu der 0:47 Stelle ist das "Lied" relativ konstruiert, die Geräusche und die Töne geben nur die Grundstimmung wieder, die die Musik im Traum ebenfalls gegeben hat, ab 0:47 ist es fast 1:1, da kann ich mich noch an alles erinnern, alles wird leiser, Akkustikgitarre kam dazu, fast ein wenig Schnulzig wenn ich jetzt daran Denke, aber in dem Moment fand ich es einfach nur richtig und einfach unglaublich schön. Nur war dieser Moment im Lied nicht genau so lang wie im Traum, da hielt der Moment etwas für 5 Sekunden, vielleicht auch 10 aber nicht länger, danach bin ich aufgewacht.
Your words petrified me to the core. Good thing nobody ever saw it.

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01.03.2010 - 17:20

Hast das mit´m Magix Music Maker gemacht?
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CommanderShikari
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01.03.2010 - 17:30

Nein, mit Cubase 5, meinem Mikro und einer Akkustikgitarre, dazu noch ein KORG X50 und Guitar Rig 4 ;) kleines Heimstudio
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