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Who_m_i
Mystic-Man
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16.07.2010 - 16:26


Ja so in der art. Hatte auch ein Kletterkurs auf Klippen, einfach geil 30m über dem boden mit einem Seil gesichert und ein paar hacken. Umbringen solte man sich nicht klar, aber ein Gesunden Mut sollte man schon haben für so etwas.
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Orakel
Mystic-Man
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16.07.2010 - 16:26



Zum Thema kann ich die Websites oben empfehlen.
 
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Nedlim
Rat der 33
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16.07.2010 - 16:51


Ja aber ist das nicht irgendwo der Punkt? Sich bewusst machen, dass es Situationen gibt im Leben in denen Angst völlig unbegründet ist. Hatte z.B. früher tierisch Prüfungsangst in der Schule (und mir damit viel verbaut) bis ich MIR SELBER bewusst gemacht habe, dass ich doch eigentlich nichts verlieren kann also wovor hatte ich dann Angst?
Im grunde ist doch doch das Wertvollste was ich (mal nur auf mich bezogen nicht auf Familie) verlieren kann mein Leben. So nun ist es aber so, dass mir niemand sagen kann was "danach" kommt also verliere ich vieleicht nicht sondern gewinne oder es passiert gar nichts im großen und ganzen ändert sich dann allerdings trotzdem recht wenig an der Gesammtsituation für mich nur, dass ich eben nicht mehr in diesem Realitätsspektrum existiere.

So komische Ängste kann ich immer wieder sehn wenn ich rausguck. Angst sich lächerlich zu machen, Angst jemandem weh zu tun wenn ich ehrlich meine Meinung sage, Angst irgendwo hinzugehn wo ich noch nicht war aus Angst was mich dort erwartet. Alles unterm Strich unbegründet und blockierend.
Naja und so Ängste behindern Erfahrungen die man sammeln könnte wenn man diese unbegründetet Ängste nicht hätte.
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Data-Auf_Abwegen
Freimauer ohne Schurz
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21.07.2010 - 01:17


Prüfungsangst ist auch so eine Sache. Die hat jeder von uns gehabt, jedesmal wenn in der Schule und Ausbildung oder Studium eine Prüfunganstand.

UND da bin ich mir sicher, die Lehrer und Professoren sind sich dessen auch immer bewußt gewesen, und hatten uns immer mit Absicht warten lassen, vor jeder Prüfung. Nur so konnten sie sozusagen, die Streu vom Weizen oder wie auch immer es heißt trennen.

So komische Ängste kann ich immer wieder sehn wenn ich rausguck. Angst sich lächerlich zu machen, Angst jemandem weh zu tun wenn ich ehrlich meine Meinung sage, Angst irgendwo hinzugehn wo ich noch nicht war aus Angst was mich dort erwartet. Alles unterm Strich unbegründet und blockierend.
Naja und so Ängste behindern Erfahrungen die man sammeln könnte wenn man diese unbegründetet Ängste nicht hätte.

Ud diese Ängste sind ja das was uns ausmacht. Eine gesunde Portion Angst ist gesund.... sonst würden wir nur noch mordend ohne jede Moral und Ethik durch die Strassen ziehen, wenn wir keine Angst von der Bestrafung hätten.

Menschliches Verstand eben..... trotzdem gibt es Ängste, die wir auch bekämpfen sollten.
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alarich
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21.07.2010 - 09:51


Zitat:
Eine gesunde Portion Angst ist gesund.... sonst würden wir nur noch mordend ohne jede Moral und Ethik durch die Strassen ziehen, wenn wir keine Angst von der Bestrafung hätten.


Nö, würden wir nicht. Moral und Ehtik bilden sich nicht auf der Grundlage von Angst, sonst wären sie nicht Moral und Ethik.
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Nedlim
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21.07.2010 - 10:47


Zumal ich immer wieder argumentiere, dass es etwas völlig anderes ist, ob ich respekt vor (z.B.) einer giftigen Spinne habe (eben weil ich weiß das sie giftig ist) oder Angst.
Respekt lässt mich in den meißten fällen angemessen mit der Situation umgehn Angst hingegen äussert sich meißt durch panisches Handeln.

Mit unveränderlichen Dingen verhält es sich ähnlich. Ein Meteor der auf die Erde knallt könnte so ein unveränderliches Ding sein.
Doch grade weil es unveränderlich ist brauche ich keine Angst haben da selbst Angst an der Situation nichts ändert.
Sie vernebelt dann höchstens das rationale Denken was in der folge zu noch mehr Problemen führen kann.

Edit: Der Fehler in den allgemeinen Denkweisen scheint zu sein, Angst als essentiellen Bestandteil unseres Seins zu deffinieren. Mir persönlich fällt z.Z. keine Situation ein, die ich mit Angst besser lösen könnte als mit rationalem denken.
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Dhe
Verschwörungsfreak
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21.07.2010 - 20:45


Nedlim hat folgendes geschrieben::
Mir persönlich fällt z.Z. keine Situation ein, die ich mit Angst besser lösen könnte als mit rationalem denken.


Zieh in den Krieg.

Angst und was dabei physiologisch abläuft, ist ein ganz hervorragendes Mittel um Menschen (und Tiere) in Situationen in denen sie unmittelbar an Leib und Leben bedroht sind - also nicht solche selbstverliebten, kulturschmarotzenden Betulichkeiten wie Prüfungsangst, Verlustangst usw.- überleben zu lassen. Ansonsten hätte sie sich evolutionsbiologisch nicht so wunderbar bewährt.

Oder anders gesagt, es ist evolutionär betrachtet viel besser unbegründet Angst vor dem Schatten hinterm Baum zu haben, als keine Angst zu haben und todesmutig vom Tiger gefressen zu werden.
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XBZATU
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22.07.2010 - 04:16


Nedlim hat folgendes geschrieben::
Mir persönlich fällt z.Z. keine Situation ein, die ich mit Angst besser lösen könnte als mit rationalem denken.


Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon, wobei Angst sicherlich nicht das beste Beispiel für einen Vergleich von Instinkten/Emotionen und dem Denkvermögen eines Menschen darstellt, da sie, wie Dhe schon sagte, unter Umständen überlebenswichtig ist - nach dem Prinzip der Selbsterhaltung ist ihre Existenz also nachzuvollziehen und berechtigt.

Ich glaube, dass die Emotionen und Instinkte nicht auf den Menschen, wie wir ihn heute kennen, ausgelegt sind. Evolution ist unter Umständen ein langer Prozess, der Mensch aber verändert sich von Jahr zu Jahr, sein Umfeld ändert sich, seine Lebensbedinungen auch. Der Mensch muss nicht mehr jagen, er benötigt keine langen Beine, die es ihm ermöglichen, lange Strecken (schließlich ist auch für kleinwüchsige Menschen oder Menschen mit andertweitiger Behinderung Platz in der Gesellschaft, vor ein paar 1000 Jahren, als es noch wirklich um das nackte Überleben ging, hätte das wohl anders ausgesehen) zurückzulegen, er benötigt keine große Ansammlung von Haaren am ganzen Körper, die ihn warm halten - das übernimmt heute die Kleidung. Selbstverständlich gibt es noch einige Berufe, die körperliche Belastungsfähigkeit erfordern, so zum Beispiel der Beruf eines Soldaten, der eines Polizisten oder, man möge es kaum glauben, natürlich auch der eines Profisportlers. Die Evolution ist jedoch kein Objekt, das zwischen diesen Berufen differenziert beziehungsweise differenzieren kann, sie handelt so zu sagen nach bestem Wissen, und da ein Großteil der Menschen in der Lage ist, sich auch Nahrung zu beschaffen, ohne dass man sein Leben bei der Nahrungssuche auf das Spiel setzt, nämlich indem man zum Beispiel den ganzen Tag im Büro auf einem Schreibtischstuhl sitzt, könnte auch dort Nachholbedarf für die Evolution bestehen.

Wut ist beispielsweise eine dieser Emotionen, deren Sinn mir missfällt zu verstehen. Der Mensch ist wütend auf seinen Vorgesetzten, weil dieser ihn schlecht behandelt, geht aber nicht mit Wut und daraus resultierender Gewalt (im schlimmsten Fall) vor, wenn er intelligent ist, da es juristische Folgen und eine Entlassung zur Folge haben könnte. So gesehen habe ich die Wahl, nach meinen Emotionen zu handeln oder nach meinem Wissen. Hätte ich die Wut nicht, könnte ich ohne Probleme die Schikanen meines Vorgesetzen akzeptieren, aber natürlich auch dagegen vorgehen, jedoch ohne dass ich Gewalt gegenüber ihn anwende, was mir Einiges an Ärger erspart. Allerdings hätte ich auch keinen Grund, gegen ihn vorzugehen, da mich seine Schikanen nicht stören, was natürlich noch besser wäre und für noch weniger Ärger sorgt.

Zum Leben in dieser Gesellschaft ist eigentlich keine einzige Emotion und kein einziger Instinkt notwendig. Mir als Mensch bietet sich die Möglichkeit, 5 Tage in der Woche von 8 Uhr - 18 Uhr am Abend zu arbeiten, anschließend nach Hause zu fahren, einmal im Monat meinen Gehaltsscheck in Empfang zu nehmen, gelegentlich den Geschlechtsakt ausführen, um die Kette nicht zu unterbrechen, mir von meinem Geld Lebensmittel besorgen, die ich zum Überleben benötige, und irgendwann im Laufe der Zeit dahinzuraffen.
Dass einige Menschen wegen dem fehlenden Instinkt Angst und mangelender Intelligenz eine falsche Entscheidung treffen, ist für das System auch kein Problem - das wird wie ein schweizer Uhrwerk weiterlaufen. Schließlich morden wir dann nicht mehr aus Rache oder aus Wut, wir trinken keinen Alkohol mehr, der unter Umständen Verkehrsunfälle verursacht, jugendliche Mädchen schlitzen sich nicht aus vermeintlicher Trauer die Unterarme auf und treffen ausversehen eine Pulsader - das gleicht sich alles mehr oder weniger aus. (eben nicht zwangsläufig 1:1) Das Spiel nimmt seinen Lauf, der Mensch lebt und überlebt auch ohne seine Emotionen. Selbstverständlich handelt der Mensch wie ein Programm, wenn er ohne Emotionen einem bestimmten Tagesablauf nachgeht, das einem Ziel (z.B. dem Verdienst für Lebensmittel) zugrunde liegt, ein einfacher Algorithmus. Aber das machen meiner Meinung nach auch Ameisen oder Bienen. Ein Volk, ein Ziel. Aus biologischer Sicht gesehen eigentlich ideal, die Selbsterhaltung funktioniert für den Großteil der Menschen reibungslos, die Evolution hat ihren Teil beigesteuert. Aus menschlicher Sicht natürlich eine schreckliche Vorstellung, aber objektiv betrachtet absolut sinnvoll.

Noch einmal zu dem Thema Wut: Ich denke, dass es in der Wildnis ihren Sinn hat, seine Dominanz durch Wut zu untermauern, wenn es um das Verteidigen der Beute geht, oder eben dem eigenen Partner. Aber gerade die Sprache, wie wir sie heute kennen, ist meiner Meinung nach eben auch eine gute Ergänzung zu den Emotionen. Wir müssen nicht auf den Tisch springen, um unser Unbehagen auszudrücken, wir können es auch einfach sagen. Wir können uns daran errinern, was man uns beigebracht hat, was man uns zu Feuer oder wilden Tieren gesagt hat und entsprechend handeln, ist für mich alles wesentlich durchdachter und strukturierter als der damalige bloße Erfahrungswert, den man durch bestimmte Aktionen gewonnen hat. Ich muss kein Feuer anfassen, um zu spüren, dass es unvorteilhaft ist, man kann es mir eben auch einfach sagen. In die heutige Gesellschaft, rein evolutionär betrachtet, ist die Wut möglicherweise unvorteilhaft. Ist die Evolution jedoch so "intelligent", das zu erkennen? Aber man weiß ja auch nicht, wie sich die Gesellschaft noch entwicklen wird.

Lyncht mich nicht, wenn es einige Ungenauigkeiten in dem Text gibt, ist ein schweres Thema und es ist 4 Uhr morgens.
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Nedlim
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Wohnort: in deinem Kopf

22.07.2010 - 08:54


Dhe hat folgendes geschrieben::
Nedlim hat folgendes geschrieben::
Mir persönlich fällt z.Z. keine Situation ein, die ich mit Angst besser lösen könnte als mit rationalem denken.



Oder anders gesagt, es ist evolutionär betrachtet viel besser unbegründet Angst vor dem Schatten hinterm Baum zu haben, als keine Angst zu haben und todesmutig vom Tiger gefressen zu werden.


Nun gut aber wenn ich weiß, dass im Wald ein Tiger lauern könnte stelle ich mich entsprechend darauf ein und bewege mich dementsprechend vorsichtig durch die Wälder.

Könnte es sein, dass Angst maßgeblich aus unwissenheit resultiert?
Wie seht ihr das?
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B'nai B'rith
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22.07.2010 - 21:28


Nedlim hat folgendes geschrieben::
Könnte es sein, dass Angst maßgeblich aus unwissenheit resultiert?


Nein, denn durch Unwissenheit entsteht eher Neugier als Angst.
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Dhe
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22.07.2010 - 23:23


XBZATU hat folgendes geschrieben::
[...]könnte auch dort Nachholbedarf für die Evolution bestehen.


Vielleicht, aber die Evolution ist ein Prozess die sich nicht für Zeitfenster von 5000 Jahren, in denen der Mensch jetzt in einer Hochkultur und insofern sicherer lebt, interessiert. Wir sprechen uns in 2 Millionen Jahren nochmal.

Zitat:
So gesehen habe ich die Wahl, nach meinen Emotionen zu handeln oder nach meinem Wissen.


Ich denke das glauben wir gerne, aber inwieweit wir das wirklich tun...ich gewinne zunehmend den Eindruck, daß der überwiegende Teil menschlichen Handelns - und das beziehe ich ausdrücklich nicht ausschließlich auf politische Entscheidungen - emotional und nicht rationell motiviert ist.

Zitat:
Wut ist beispielsweise eine dieser Emotionen, deren Sinn mir missfällt zu verstehen.


Wut kann - im Guten wie im Schlechten - ein ausgesprochen produktiver Zustand sein. Die Deutschen waren wütend auf Ihre Situation in den späten 20ern und frühen 30er Jahren und basteln das dritte Reich. Die Schwarzen in Südafrika waren wütend auf das Apartheidsregime und basteln ein relativ demokratisches Südafrika.
Ich bin wütend über die Qualität bestehender Software XY, schreibe eine neue Version und verdiene mich dumm und dämlich.

Zitat:
Zum Leben in dieser Gesellschaft ist eigentlich keine einzige Emotion und kein einziger Instinkt notwendig. Mir als Mensch bietet sich die Möglichkeit, 5 Tage in der Woche von 8 Uhr - 18 Uhr am Abend zu arbeiten, anschließend nach Hause zu fahren, einmal im Monat meinen Gehaltsscheck in Empfang zu nehmen, gelegentlich den Geschlechtsakt ausführen, um die Kette nicht zu unterbrechen, mir von meinem Geld Lebensmittel besorgen, die ich zum Überleben benötige, und irgendwann im Laufe der Zeit dahinzuraffen.


Ja, aber du brauchst irgendeine Motivaiton das zu tun und ich wage zu behaupten, daß das im Urpsrung immer eine Emotion ist. Ob diese positiv oder negativ belegt ist spielt keine Rolle. Wenn du beispielsweise keine Angst vor der Arbeitslosigkeit, und dem finanziellen Abstieg hättest oder wenn dir deine Arbeit keinen Spaß machen würde, dann würdest du morgens nicht aufstehen.

Zitat:

Dass einige Menschen wegen dem fehlenden Instinkt Angst und mangelender Intelligenz eine falsche Entscheidung treffen, ist für das System auch kein Problem - das wird wie ein schweizer Uhrwerk weiterlaufen.


Das tut es doch auch jetzt.

Zitat:
Wir müssen nicht auf den Tisch springen, um unser Unbehagen auszudrücken, wir können es auch einfach sagen.


Ja, solange der andere zuhört und sich nicht in einer Position befindet in der er dein Unbehagen nicht zur Kenntnis nehmen muß.
Ist er das muß man sich anderer Methoden bedienen um das eigene Unbehagen abzustellen wobei Wut wieder Ihren Platz findet.
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