Element 115
Das Element 115 wurde vor allem durch
Robert Lazar und seine
bekannt.
Nach
Lazar soll dieses Element ultraschwer sein, sodass bereits 223 Gramm ausreichten um ein Raumschiff rund zwanzig bis dreißig Jahre lang zu betreiben.
An dieser Stelle kurz ein kleiner Diskurs in das Periodensystem. Bis 1994, also lang nach Bekannt werden Lazars Geschichte, entdeckten deutsche Forscher die Elemente 110 (Ununnilium; später nach dem Entdeckungsort in Darmstadtium umgetauft) und 111 (Ununium). Ersteres zerfällt binnen Bruchteilen einer Millionstel Sekunde. 1996 wurde dann ebenfalls in Darmstadt auch Element 112 (Ununbium) erzeugt, welches eine Halbwertszeit von 240 Mikrosekunden hat. Anfang 1999 wurde nahe Moskaus das 114. Element (Ununquadium) gebildet, von dem bislang nur drei Atome erzeugt werden konnten.
2000 und 2001 stellten dieselben Forscher dann auch noch Element 116 (Ununhexium) her, bei dem es sich um einen extrem kurzlebigen Alpha-Strahler handelt, der bereits nach 47 Millisekunden unter anderem auch in Ununquadium (114) zerfällt. Die Behauptung wurde jedoch noch nicht ratifiziert, wonach Element 116 (noch) nicht offiziell bewiesen ist. Eine Ankündigung einer amerikanischen Forschergruppe im Jahr 1999, Element 118 (Ununoctium) entdeckt zu haben, erwies sich später leider als Fälschung, womit Element 114 offiziell das letzte Element ist.

Im Februar 2004 vermeldeten schließlich russische und amerikanische Forscher die Herstellung von Element 115 (Ununpentium), welches über das ebenfalls neu entdeckte Element 113 (Ununtrium) zu leichteren Kernen zerfiel. Ersteres ließ sich laut Aussagen der Forscher dabei relativ viel Zeit, was darauf hindeuten könnte, dass sich die Kernphysik einem theoretisch vorhergesagtem Bereich langlebiger, schwerer Elemente nähert, einer „Insel der Stabilität“. Die Resultate zu Element 115 müssen nun von weiteren Gruppen reproduziert werden, damit die beiden Elemente offiziell anerkannt und benannt werden können.
Zum physikalischen Inhalt von
Lazar's Aussage. Wenn man seinen Ausführungen folgt, basiert der Antrieb eines solchen Luftfahrzeuges auf mehreren – für den Laien schwer nachvollziehbaren – Prinzipien: „Element 115 befindet sich im Inneren des Reaktors und wird dort mit Protonen beschossen, wodurch es sich in das noch schwerere Element 116 umwandelt. Dabei entsteht auch Antimaterie, die innerhalb des Reaktors mit normaler Materie zusammentrifft und dabei ungeheure Energie freisetzt. Offenbar ist der Reaktor beinahe absolut verlustfrei, da entstehende Wärme in geradezu perfekter Weise in elektrische Energie umgewandelt wird, die wiederum mit Anwesenheit von Element 115 eine Gravitationswelle erzeugt. Das Objekt erzeugt praktisch sein eigenes Schwerefeld.“ Seine weiteren Ausführungen bezüglich Raum-Zeit Gefüge sind ebenfalls höchst interessant. So lieferte er sich und vielen Augenzeugen die Erklärung, warum das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln anderes aussah oder am Himmel unkontrolliert herumspringt: „Das ist einfach die Beugung des Lichtes im Schwerefeld“.ei den physikalischen Ungereimtheiten muss erwähnt werden, dass seine Angabe über Element 115, von dem nur wenige Gramm für Jahrzehnte ausreichten, aufgrund einer simplen Rechnung widerlegt werden kann. Nicht umsonst lagert auf S-4 (Zitat Lazar) 450 kg dieses Elements.
Die wichtigste Aussage von ihm ist aufgrund neuer Erkenntnisse der Transuran-Forschung als klare Unwahrheit hinzustellen. Ob dies absichtlich oder aufgrund der damals noch nicht so weit fortgeschrittenen Forschung passiert ist, ist nicht klar. Lazar behauptete, dass Element 115 nicht auf der Erde künstlich hergestellt werden kann. Vielmehr stammt es laut seinen Schilderungen aus Massenreichen Sternen, die in ihrer letzten Phase solche schweren Elemente produzieren und ausstoßen. Seit Februar 2004 ist zumindest erster Teil widerlegt, denn Ununpentium – so der vorläufige Name für Element 115 – wurde – wie bereits im vorigen Teil erwähnt – bereits künstlich hergestellt. Wenn auch nur drei äußerst kurzlebige Atome zustande kamen, und die Ratifizierung noch ausständig ist, weicht diese – ungefähr 20 Jahre nach seiner Aussage herausgefundene – Tatsache von Lazars Schilderungen ab.
Allerdings lassen sich auch Hinweise für einen teilweise möglichen Wahrheitsgehalt finden. Hier müssen wir wieder in die Chemie zu den Transuranen abschweifen.
Von den drei hergestellten Atomen (und auch bei allen anderen vom selben Element), besitzen alle 115 Protonen im Kern und 115 Elektronen in den Schalen (daher die Ordnungszahl 115). Lediglich die Anzahl der Neutronen im Kern unterscheidet die so genannten Isotope von einander. Die drei Elemente hatten je 176, 173 und 172 Neutronen, wodurch Massenzahlen (Ordnungszahl + Neutronen) von 291 bzw. 288 und 287 erreicht werden; Außerordentlich schwere Elemente also. Das von Lazar beschriebene Isotop von Ununpentium hatte Massenzahl 299, was zu einer Neutronenzahl (299-115) von 184 führt. 184 bzw. 126 sind „magische Zahlen“ bei Neutronen, da sie jeweils die Grenzen zwischen Neutronen Energie Level darstellen. 126 bzw. 184 Neutronen füllen sieben bzw. acht Energie Level was theoretische Stabilität zur Folge hätte. Ähnlich magische Kennzahlen gibt es auch bei Protonen. Hier füllen 82 bzw. 114 Protonen sechs bzw. sieben Proton Energie Level zur Gänze, was bedeuten würde, dass Element 115 ein einzelnes Proton im achten Level hätte. Analoge Eigenschaften mit nur einem Level weniger hat Bismut (Element 83), das sehr einzigartige Gravitations-Eigenschaften hat.
Das von den Entdeckern als theoretische Maximal-Masse angegebene Element enthält jedoch immer noch acht Neutronen weniger, als Lazars Behauptung. Somit lässt sich schwer beurteilen, ob es dieses – erst kürzlich entdeckte – Element 115 auch noch schwerer gibt, oder wirklich die genannte Maximal-Masse die Obergrenze darstellt.
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