Die Schwarze Welt
Der Begriff „Schwarze Welt“ ist weder politischer Natur noch hat er etwas mit den Rassenmerkmalen des Menschen zu tun. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein verborgenes Netzwerk militärisch-nachrichtendienstlich-industrieller Geheimhaltung im Dienste der Führungselite der Vereinigten Staaten von Amerika. Soll heißen: Jede mehr oder weniger geheime Basis, sei es nun zum Testen neuer (geheimer) Luftfahrzeuge oder zum Lagern von Atomwaffen fällt in diesen Überbegriff. Dazu gehört sowohl die
Nevada Test Site im Süden New Mexicos, die wohl mit der
Area51 die populärste aller Militärbasen beinhaltet, als auch die staatlichen Nachrichten- und Geheimdienste der USA. Der Auslandsgeheimdienst CIA (Central Intelligence Agency) hat hier ebenso seine Finger im Spiel wie die NSA (National Security Agency), die weniger bekannte NRO (National reconnaissance Organisation), sowie die staatlichen Organisationen Luftwaffe, Marine und Regierungsbehörden wie das
DoE (Department of Energy) beziehungsweise das Verteidigungsministerium
DoD (Department of Defense), besser bekannt als Pentagon.

Um auf ein Beispiel einzugehen, in dem die eher harmlos klingenden Organisationen
DoE und
DoD mitwirkten, schweifen wir kurz nach Albuquerque, New Manzano Mexico. Genauer gesagt auf den so genannten Manzano-Distrikt (siehe Grafik) auf dem Gelände der Kirtland-Luftwaffenbasis. Manzano (indisch und heißt Apfel) ist ein Berg, der bereits Anfang der 50er-Jahre zu durchtunneln begonnen wurde. Ziel war damals die sichere Lagerung nuklearer Sprengköpfe. Heute teilen sich oben genannte Organisationen diese zu 90 % unterirdische Anlage, auf der - Gerüchten zufolge - illegale Drogen gelagert sind.
Solche Anlagen sind Paradebeispiele für Projekte der Schwarzen Welt. In den unbebauten Weiten New Mexicos kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass jeder zweite, größere Berg wie ein Schweizer Käse innerlich komplett durchhöhlt mit Tunnelsystemen ist.
Die Öffentlichkeit weiß von solchen Projekten ebenso wenig wie manche Politiker auf Bundesebene. „Need-To-Know“ heißt das Zauberwort, welches besagt, dass unter den Geheimnisträgern jeder nur soviel wissen darf und muss, wie er unbedingt zur Erfüllung seiner unmittelbaren Aufgaben benötigt. Und das trifft sicher nicht auf den durchschnittlichen Bürger zu.
Die Schwarze Welt wird aus dem durchaus großzügigen „Schwarzen Budget“ finanziert. Die Gesamtsumme beläuft sich seit der Jahrtausendwende um 100 Milliarden Dollar, wobei dies nur die „offiziell“ bekannten Ziffern sind. Denn viele private Konzerne – Lockheed allen voran – finanzieren gewisse Projekte selbst oder steuern zumindest Geld bei. Was genau mit diesen Geldern geschieht ist nicht ersichtlich, da es hinter Codenamen und Kürzeln versteckt wird. Hinter den hohen Mauern des Schweigens ist im Prinzip alles möglich.
(basiert auf einem Artikel von
Alexander Müller)
Es gibt keine Kommentare auf dieser Seite. [Kommentar hinzufügen]