Bedrohung durch Terroristen und "Schurkenstaaten"?

Liegt es in der Natur des Menschen sich selbst zu zerstören? Wie ist die Atomare Bedrohung 2020 wird es Atomkriege geben und welches Szenario für einen Holocaust gibt es. Hier geht es um Atomwaffen, radioaktive Strahlung und die Folgen wie nuklearer Winter.


Jan
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Bedrohung durch Terroristen und "Schurkenstaaten"?

31.05.2003 - 23:40

Also ein möglicher Auslöser des dritten Weltkrieges, könnten meiner Meinung nach mit Nuklearwaffen ausgerüstete Terroristen sein, denen ein sog. "Schurkenstaat" unterschlupf gewährt.

Das attackierte Land würde nicht zögern, das unterschlupfgewährende Land sofort mit einem größeren Gegenschlag zu attackieren. Durch schnelle unüberlegte Aktionen könnte so eine ganze Region mit reingezogen werden und es letztendlich in einem atomaren Weltkrieg enden. Noch schlimmer würde es kommen, wenn der Verantwortliche für den Nuklearschlag nicht sofort ausgemacht werden kann. Jedes in Frage kommende Land wäre ein Ziel und müsste gute Argumente haben um dies zu verhindern.

Eines steht fest:
Länder wie Nordkorea, Iran und Syrien versuchen mit aller Gewalt atomar aufzurüsten um (hauptsächlich) die Amerikaner abzuschrecken.
Einige Terroristen versuchen ebenfalls an Nuklearwaffen zu kommen - aber nicht nur zur Verteidung sondern hauptsächlich zum Erstschlag ( Man stelle sich den 11. September mit einem Nuklearanschlag anstatt mit Flugzeugen vor!).

Hauptziel für einen Atomangriff dürfte für die Terroristen neben der USA und seine europäischen Verbündeten, Israel sein (selber Atommacht).

Hoffen wir dass es so weit nicht kommt!

BlackEye
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02.06.2003 - 17:28

An die Waffen zu kommen dürfte für große Terrororganisationen ja kein Problem darstellen.

Es heißt ja in Russland seien die Kartoffen besser bewacht als die Atomwaffen!
Das ganze Leben ist ein Spiel - aber mit verdammt guter 3D Grafik.

Jan
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03.06.2003 - 08:14

hoffen wir dass die Kartoffeln dort besser bewacht sind als in Deutschland :)

Ich bezweifle es allerdings

mistergruenebrille
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09.07.2006 - 04:28

( Man stelle sich den 11. September mit einem Nuklearanschlag anstatt mit Flugzeugen vor!).

Es ist aber auch umstritten das dass am 11.Sept einfach nur terroristen waren..........
Wer sagt das die USA das nicht sogar wollten? (zumindestens Bush und seine anhänger....)
Warum wurden die Verwandten von Bin Laden kurz nach dem Anschlag ausgeflogen und wo raus. USA?! Schon ein bischen fragwürdig.

Und wofür eine Atombombe die Terroristen hätten doch eigentlich nur mit einem Flugzeug in ein Atomkraftwerk hineinfliegen müssen wäre doch viel einfacher!!!!

Ausserdem Nukleaares Matrial zu Schmuggeln ist nicht immer so einfach
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Dhe
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10.07.2006 - 14:02

mistergruenebrille hat geschrieben: Und wofür eine Atombombe die Terroristen hätten doch eigentlich nur mit einem Flugzeug in ein Atomkraftwerk hineinfliegen müssen wäre doch viel einfacher!!!!
Weil,

1. die Wirkung in keinem Fall mit dem einer Atombombe verglichen werden kann
2. es keineswegs gesichert ist, daß so ein Flugzeug das Containment eines Leichtwasserreaktors westlicher Bauart überhaupt durchbrechen kann.
3. es zwar wahrscheinlich ist, daß etwas Schlimmes passiert, wenn ein Flugzeug das Containment durchbricht, aber es nicht 100% sicher ist. (Ich weiß ja, daß man hier immer Tschernobyl im Hinterkopf hat, was ja auch berechtigt ist, aber man muß beachten, daß in Tschernobyl ein "Graphitreaktor" geschmolzen ist, dessen Prinzip sich gewaltig von westlichen Systemen unterscheidet, bei denen eine derartige Katastrophe, zumindest in der Form, nicht möglich gewesen wäre)

Insofern zeigte also die Kosten/Nutzen Rechnung für die Terroristen in eine ganz andere Richtung.

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10.07.2006 - 16:13

Warum haben eigentlich die "Schurkenstaaten" so wie sie hier bezeichnet werden Atomwaffen ?

Weil Amerika diese auch hat . Wenn ich Staatschef von z.B. dem Iran wäre hätte ich auch Atomwaffen weil Amerika hat diese auch - da fängt das Problem an !!

Ich denke nicht das ein "Schurkenstaat" eine Atombombe zünden würde weil Amerika schießt danach zurück,... und in kürzester Zeit wäre alles im A.... !

Wenn einer mit einem Atomkrieg beginnt dann die USA ( haben sie in ausgiebigen Tests schon bewiesen !! ) !
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mistergruenebrille
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10.07.2006 - 16:40

Dann kann man es den Länder ja garnicht verüblen das sie auch alle nach Atomwaffen streben , so könnten sie sicher gehen das sie nicht Opfer des waren Terroristen Bush werden.
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Harald
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10.07.2006 - 18:39

Wobei mann dann davon ausgehen muss, das diverse Menschen, wie der Führer von Nrodkorea oder des Irans rational denkende Menschen sind so wie wir.
Was aber leider nicht gegeben ist. Wenn wir das Pech haben, das zb im Iran ein religiöser Fanatiker an die Macht kommt (sofern jetzt im Moment nicht sowieso schon einer an der Macht ist) dann ist es einer solchen Person scheißegal, wenn danach sein Land atomar verglüht, kommen ja sowieso alle ins Paradies, Hauptsache man hat vorher ein paar hunderttausend Ungläubige gekillt....

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Dhe
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10.07.2006 - 19:48

mistergruenebrille hat geschrieben:Dann kann man es den Länder ja garnicht verüblen das sie auch alle nach Atomwaffen streben , so könnten sie sicher gehen das sie nicht Opfer des waren Terroristen Bush werden.
Nimms mir nicht übel, aber das ist blödsinniger Antiamerikanismus. Ich mache dir da persönlich gar keinen Vorwurf, weil ich das noch als Nachwehe des letzten Irakkrieges betrachte, wo die Amerikaner tatsächlich auf mehrere Arten gewaltige Scheisse gebaut haben, nur ist die Situation hier ganz anders:

1. Wir wissen, daß der Iran ein Atomprogramm unterhält.

2. Es steht zu vermuten, daß dieses Programm nicht ausschließlich zur Stromerzeugung dient, was unter anderem daraus ersichtlich wird, daß der Iran die russischen Vorschläge zur gemeinsamen Urananreicherung abgelehnt hat und im Allgemeinen schon seit einem halben Jahr eine Politik verfolgt, die mehr und mehr wie eine Hinhaltestrategie erscheint.
Hätte er sich nur einen schönen Leichtwasserreaktor hingestellt, hätte keiner was gesagt.

3. Dadurch, daß der Iran wie eben bereits erwähnt offenbar auch Nukleartechnologie auf militärischer Ebene verfolgt, verstößt er gegen den Atomwaffensperrvertrag. Der ist zwar nur ein Kaugummiprodukt, aber hey, pacta sunt servanda (was übrigens einer der wichtigesten Rechtsgrundsätze überhaupt ist)

4. Muß man sich überlegen, ob man tatsächlich will, daß überhaupt ein Staat seine Finger an Massenvernichtungswaffen bekommt, der in der wahrscheinlich instabilsten Region der Erde liegt (was dann aber analog auch für Israel gelten müsste*). Dieser Punkt wird nur umso wichtiger, wenn mam sich den Umstand überlegt, der über mir bereits angesprochen wurde. Nämlich, daß die iranische Führung wirklich nicht so ganz knusper zu sein scheint.

Insofern ist es meiner Meinung nach also nicht gerechtfertigt auf die bösen Amis zu schimpfen, weil hier tatsächlich etwas mehr im Busch zu sein scheint als 2003 im Irak. Sicherlich wäre es zwar zu begrüßen, wenn niemand das Bedürfnis verspüren würde, Atomwaffen zu besitzen, nur meine ich, daß man hier aufpassen muß, daß Idealismus nicht in Blauäugigkeit abdriftet. Nützlicher wäre es die Situation nüchtern und realistisch zu betrachten. Und realistisch gesehen, macht mir ein Iran mit Atomwaffen - auch ungeachtet der vollkommen blödsinnigen Schurkenstaatendeklaration des Herrn Bush - ziemliche Kopfschmerzen.



*wobei die natürlich nie ZUGEGEBEN haben Atomwaffen zu besitzen, aber Herrn Vananu, dem nützlichen Trottel, auch nie wiedersprochen haben
Zuletzt geändert von Dhe am 10.07.2006 - 22:15, insgesamt 1-mal geändert.

mistergruenebrille
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10.07.2006 - 21:23

Wollen wir nur hoffen das es alles gut ausgeht und nicht die USA wieder voreilig angreift, womöglich einen Atomschlag gegen den Iran das würde auf der Erde einiges Verändern aber wollen wir hoffen das es dazu garnicht erst kommt.
dieter der alte mieter

haderlump
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11.07.2006 - 07:18

Hallo
Wenn ich mir die Geschichte so betrachte, stelle ich fest, dass Atomwaffen de Facto Kriege verhindern. Klingt sehr gewagt, aber ich will das auch begründen.
Früher haben die Mächtigen Kriege aus geringstem Anlass angefangen, man bedenke nur, dass der erste Weltkrieg egen einem Attentat auf einen Tronfolger begonen hat.
Heute käme kein Mensch mehr auf die Idee, z.B. mit Rußland einen Krieg zu beginnen, blos weil z.B. ein russischer Mafiosi die Bundeskanzlerin ermordet hätte.
Die Kubakriese wäre ohne das Vorhandensein von Nuklearwaffen zicher zu einem Weltkrieg geworden.
Und gar manche Streitereien zwischen den Supermächten im Kalten Krieg hätte ohne Nuklearwaffen sicher zu einem Krieg geführt.
Noch nie hat Europa eine so lange Friedliche Zeit gehabt, wie in den letzten 60 Jahren.
Ob Israel nun Atomwaffen hat, oder nicht spielt eigentlich keine Rolle. Allein die Überzeugung der Gegner, dass sie welche haben, verhindert dass es zu einem Krieg zwischen Israel und den Nachbarstaaten gekommen ist.
Wären die Amerikaner im Irak einmarschiert, wenn Saddam die Atombombe gehabt hätte? Wohl eher nicht.
Hätte Saddam damals mit dem Iran Krieg geführt, wenn Iran die Bombe gehabt hätte? Wohl eher auch nicht.
Natürlich stellt so eine Waffe in der Hand eines Idioten, wer immer es auch sei, eine große Gefahr dar.

Das beste wäre wohl, dass jeder vom anderen glaubt, der hätte Atomwaffen. Dann gäbs wohl keine Kriege mehr !?!?
Einer der weiß dass er nichts weiß, weiß mehr als einer der nicht weiß, dass er nichts weiß

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11.07.2006 - 15:22

haderlump hat geschrieben:Wenn ich mir die Geschichte so betrachte, stelle ich fest, dass Atomwaffen de Facto Kriege verhindern.
Prinzipiell stimmt das, wenn es sich a)um symmetrische Konflikte handelt (z.b. den Kalten Krieg) und wenn b)innerhalb dieser Koflikte (oder besser: potentiellen Konflikte) gewisse Prämissen erfüllt sind, für die keine Seite eine Änderung anstrebt.

Solche Prämissen aus b wären z.b. Frühwarnsysteme, das Nichtvorhandensein eines Raketenschildes bzw. von flächendeckenden Bunkereinrichtungen die 100% der Bevölkerung ausreichend schützen würden und die öffentliche Formulierung einer klaren Strategie.
Formulierung heißt hier, daß man öffentlich klar macht, welche Situation eintreten muß, damit man die eigenen Atomwaffen einsetzt. Zuletzt hat das Chirac ich glaube im Januar gemacht, als er erklärt hat, Frankreich würde sich das Recht vorbehalten die "force de frappe"* einzusetzen, wenn ein Angriff mit Nuklearwaffen auf Frankreich erfolgt, selbst wenn das außerhalb eines globalen Rahmens geschehen würde. Das war übrigens nichts neues, nur war der Zeitpunkt interessant, weil er sich dadurch explizit an den Iran gerichtet hat.

Israel hat nie eine Nuklearstrategie formuliert. Konnten sie ja auch nicht, weil sie nie zugegeben haben Atomwaffen zu besitzen. Prinzipiell kann man aber auch hier die These gelten lassen.

Die Frage ist nun, inwieweit Atomwaffen den Frieden auch in asymetrischen Konflikten sichern können. Ich persönlich denke das ist nicht möglich, denn wie du schon andeutest, kann man nicht mehr ausschließen, daß es irgendwo Schwachsinnige gibt, die bereit sind Atomwaffen einzusetzen und auf eine Antwort spekulieren, die ihren Staat überlebensfähig ließe. Oder es wäre ihnen einfach scheißegal.
Ich denke, im Prinzip ist die Gefahr eines globalen Atomkriegs nach dem Ende des kalten Krieges zwar wirklich gesunken, aber die Benutzbarkeit von Atomwaffen (in kleineren Rahmen) ist gestiegen.


*Nebenbei bemerkt steht auch Deutschland (und wahrscheinlich auch andere Länder) unter dem Atomschutz Frankreichs. D.h. Frankreich würde seine Nuklearwaffen einsetzen, wenn Deutschland mit Atombomben angegriffen werden würde.

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11.07.2006 - 15:48

Desweiteren Besitz Deutschland zwar keine eigenen aber es sind Amerikanische Atomsprengköpfe in Deutschland stationiert.......
Glaub nicht alles was du siehst

Harald
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11.07.2006 - 16:14

Desweiteren Besitz Deutschland zwar keine eigenen aber es sind Amerikanische Atomsprengköpfe in Deutschland stationiert.......

Äh is das offiziell? Bin ja jetzt nu kein Deutscher, aber das is das erste mal das ich das höre und es würde mich schon sehr wundern, wenn die deutsche Regierung das erlaubt hätte.

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11.07.2006 - 16:46

Sagen wir mal halboffiziell. Soweit ich weiß, hat sich nach der Wende keine Bundesregierung offiziell dazu geäußert, aber die (tatsächlich offizielle und bekannte) Strategie der nuklearen Teilhabe innerhalb der Nato gilt auch nach dem Ende des kalten Krieges, wenngleich auch in abgewandelter und reduzierter Form, weiter. D.h. daß meines Wissens nach in Ramstein und Büchel Sprengköpfe und auch sofort verwendbare Fallbomben gelagert sind, für deren Einsatz die Bundesregierung sowohl über ein theoretisches Mitspracherecht als auch über Trägersysteme (in dem Fall Tornados)verfügt.

Guckst du hier auf Seite 8 oder hier.
Zuletzt geändert von Dhe am 11.07.2006 - 16:50, insgesamt 1-mal geändert.

Harald
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11.07.2006 - 16:47

kk, glaubs ja, wusste es nur nicht ;)

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11.07.2006 - 17:25

Ist aber auch logisch Deutschland ist ein strategisch wichtiger Punkt und da wir keine eigenen Besitzen dürfen glaube ich zu mindestens, haben halt die Amis paar hier ist aber auch meiner meinung nach nicht verkehrt. :!:
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