Würde ein Atomangriff nachts erfolgen?

Liegt es in der Natur des Menschen sich selbst zu zerstören? Wie ist die Atomare Bedrohung 2020 wird es Atomkriege geben und welches Szenario für einen Holocaust gibt es. Hier geht es um Atomwaffen, radioaktive Strahlung und die Folgen wie nuklearer Winter.


Boris
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Würde ein Atomangriff nachts erfolgen?

17.05.2008 - 18:26

Hi ich kann mir vorstellen, dass man in den 80er Jahren geplant hatte einen Atomangriff nachts durchzuführen, was haltet ihr davon, ich meine das wäre ein Überraschungsangriff, wonach die Politiker dann kaum Zeit gehabt hätten zu reagieren.

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Dhe
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17.05.2008 - 18:35

Das ist so richtig. Meines Wissens nach, war es bei den Planspielen während des kalten Krieges so, daß die NATO davon ausgegangen ist, daß ein Atomangriff in den frühen Morgenstunden zwischen 3 Uhr und 6 Uhr erfolgen würde. Die meisten Entscheidungsträger lägen dann schlafend im Bett, sodaß sich die Reaktionszeit verlängert.

Kommt aber auch auf die Perspektive an. Wenn es in Washington 3 Uhr ist, ist es in Bonn, London und Paris bereits um 9, vorrausgesetzt ich habe mich gerade nicht verrechnet.

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herrscholz
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18.05.2008 - 01:39

Es gibt wohl einige Spielfilme, die einen Atomkrieg aus Versehen, bzw. aus heiterem Himmel thematisieren, aber das ist völliger Unsinn. Zur Kuba-Krise '62 wurde DEFCON 2 ausgerufen und das hat eine Tage gedauert, bis es soweit kam. Wann auch immer so ein Angriff mit Atomwaffen dann geschehen wäre, die wichtigen Leute wären dann garantiert schon in ihren Regierungsbunkern abgetaucht, oder in die "Doomsday Planes" umgestiegen.

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*M$*
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18.05.2008 - 02:25

Wenn die Halbwertzeit heutiger Nuklearwaffen bei "nur" 30 Jahren läge, dann könnten die Regierungsbosse FRÜHESTENS nach 60 Jahren die Bunker verlassen, wobei die Strahlung dann immer noch 1/4 der, der bei der Detonation freigesetzten Strahlung entspricht, was freilich auch dann nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Fazit:
Atombunker sind "lebendige" Gräber. Man wird sie nach einem atomaren Krieg nicht mehr verlassen können.
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Dhe
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18.05.2008 - 03:40

herrscholz hat geschrieben:Wann auch immer so ein Angriff mit Atomwaffen dann geschehen wäre, die wichtigen Leute wären dann garantiert schon in ihren Regierungsbunkern abgetaucht, oder in die "Doomsday Planes" umgestiegen.
Das mag sein. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie 3 Uhr morgens schllafen höher, als 12 Uhr mittags.

Davon mal abgesehen geht es ja auch nicht nur um Politiker oder Militärs. Wenn Feuerwehrleute, Ärzte, Polizisten sprich die halbe Infrastruktur zum Zeitpunkt eines Angriffs mehr oder weniger indisponiert ist, bleibt das für den Angreifer, zynisch wie er nunmal ist, auch wünschenswert.
Und weil er nicht nur ein Zyniker sondern auch ein Schwein ist, freut er sich hämisch darüber, daß die normale Zivilbevölkerung auch erstmal wach werden muß, bevor sie in den Keller rennen kann.

Tendenziell bedeutete also ein Angriff in der Nacht eine Verkürzung der rund 30 minütigen Vorwarnzeit.

Harald
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18.05.2008 - 09:26

Ja M$, aber die Erde würde ja auch nicht überall gleich stark verstrahlt werden Gefährlich wäre wohl primär der Staub, wenn sich der mal gelegt hat, wär das Leben gleich viel "rosiger"

Cheops
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18.05.2008 - 14:54

Harald hat geschrieben:Ja M$, aber die Erde würde ja auch nicht überall gleich stark verstrahlt werden ...
In der Tat wäre über den Meeren die Verstrahlung um ein vielfaches geringer, weil nicht nur die Staubkonzentration geringer ist, sondern es auch ineffektiver wäre auch dort Bomben abzuwerfen. Vorzugsweise wird dies in Ballungszentren geschehen. Da wo es viele Menschen betreffen würde.
Weil die Staubkonzentration über Land aber wesentlich höher ist und sich ein Bunkerbau nur fernab jeglicher Zivilisation als effektiv erweist, sind Bunker hier in Europa, und überall auf der Erde wo eine höhere Bevölkerungsdichte ist, unsinnig.

Wirkunsvollere Bunker wären da die Tundren im nordöstlichen Asiens und Nordamerika; den Regenwäldern Afrikas und Südamerikas; in den Wüsten der Sahara, Namib und Australien; sowie unter dem Eis Grönlands und der Antarktis.

Bei allen anderen Orten wäre die Staubkonzentration - und damit die Radioaktivität - zu hoch, um die Bunker schon nach Ablauuf von 30 Jahren verlassen zu können.

Gefährlich wäre wohl primär der Staub, wenn sich der mal gelegt hat, wär das Leben gleich viel "rosiger"
Dies ist ein Trugschluß. Staub legt sich nicht, sondern wir haben täglich auf's Neue mit ihm zu kämpfen. Oder was meinst Du woher der Staub auf Deinen Schränken oder unter Deinem Bett herkommt...?
Selbst wenn man noch so behutsam Staubwischen würde - um zusätzliche Verwirbelungen zu vermeiden - hättest Du nach einer Woche erneut eine feine Staubschicht.

Herkunft des Staubes ist ja nicht nur unsere Industrie, sondern auch das Weltall, weshalb die Masse unserer Erde jedes Jahr um einige Tausend Tonnen zunimmt.

Cheops hat geschrieben:Am besten gar nicht...
Natürlich !
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herrscholz
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18.05.2008 - 18:53

Ob ein paar von unseren überbezahlten Politmarionetten der vom großen Bruder kontrollierten, scheindemokratischen Abnickbuden in solch einer Krisenlage noch in der Pofe liegen, oder nicht, ist unerheblich. Man sollte ihnen auch ein bisschen Ruhe nach den anstrengenden Partys zur Abschaffung der Demokratie gönnen, denn staatstragend Sektgläser zu schwenken und freche Meineide zu leisten, kann mit dieser feudalherrlichen Überheblichkeit nun mal nicht jeder. Diese gekauften Vasallen entscheiden sowieso nicht über Krieg und Frieden.

Ob irgendein Angriff, welcher Art auch immer, um drei Uhr morgens, oder um drei Uhr nachmittags erfolgen würde, ist daher bedeutungslos. Die Überwachung dieses Planeten ist in Wahrheit lückenlos. Beim Militär gehen die Lichter sowieso nie aus-weder 1980, noch 2008, noch irgendwann. Das ist die Realität des 24 Stunden Kampftags.

Der vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit den willigen Helfern der Nachrichtennetworks vorsätzlich konstruierte Anschein, man könnte die mit Strahlenwaffen und hypnotisierten Zombiesoldaten am besten gerüstete Armee in diesem Teil der Galaxis mit Äxten und Steinschleudern-respektive entführten Flugzeugen, oder selbstgebastelten Atomkrachern-in Verlegenheit bringen, ist eine gemeine Lüge, um den unbedarften Massen ins Gehirn zu scheissen!

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Dhe
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18.05.2008 - 19:01

Thema verfehlt.

Harald
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18.05.2008 - 23:55

@M$: Staub "legt" sich sehr wohl, es entsteht eben ständig neuer.

Radioaktiver Fallout ist am gefährlichsten wenn er sich in der Luft befindet, da er dann eingeamtet wird.

Wartet man ein paar Wochen, ist der Großteil am und im Boden und um Größenordnungen harmloser.

Soll nicht heißen, das es dann wieder kuschelig ist, aber zumindest, das man sich vermutlich raustrauen kann.



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