Bibelcode - Attentat auf Jitzhak Rabin

Ist unsere Zukunft vorherbestimmt? Was hat es mit dem Bibel Code in der Bibel auf sich?


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Bibelcode - Attentat auf Jitzhak Rabin

28.09.2005 - 13:26

Michael Drosnin behauptet ja, dass er etwa ein Jahr vor dem Attentat auf Jitzhak Rabin in der Bibel etwas gefunden hat, was dieses Attentat voraussagt.

Daraufhin, behauptet Drosnin, habe er alles versucht Rabin zu warnen und ihm sogar einen Brief geschrieben. Dieser hätte aber alles ignoriert.
Nachdem das Attentat verübt war, ist Drosnin nochmals aktiv geworden und hat den Code in der Bibel auf den Namen des Mörders durchsucht.
Dabei kam laut Drosnin folgendes heraus:

Bild

Nun es gibt soweit ich weiß keine Beweise, dass Drosnin tatsächlich vor dem Attentat etwas gefunden hat oder Rabin mit einem Brief gewarnt hat. Da Rabin tot ist, konnte dieser einen Brief ja auch nicht bestätigen.

In der Grafik sieht man den Namen "Amir", mich überzeugt das ganze aber nicht sonderlich, Amir ist ein sehr kurzer Name, der überall auftreten könnte. Der einzigste Beweis wäre, wenn der Brief noch bei einem ehemaligen Sicherheitsberater von Rabin liegen würde.

Apocalyptica
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04.10.2005 - 00:53

Also ich traue der Geschichte nicht so ganz.
Über vielleicht stattgefundene Treffen mit Personen die schon tot sind, kann man viel erzählen.
Da müsste es nähere Beweise, wie Aussagen der Sicherheitsleute von Rabin, Flugtickets bzw. Infos der Fluggesellschaften geben, damit Drosnin mit so etwas kommen kann.

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Das Ausgangsverfahren mutet simpel an. Zunächst wird der (geprüfte) Thora -Text ab Diskette in den Computer eingelesen. Dabei werden alle Leerstellen zwischen den Wörtern und Kapiteln eliminiert. Auf diese Weise entstand eine "zweidimensionale Reihe" von insgesamt 304'805 hebräischen Buchstaben [Drosnin 27]. Nun wurden daraus neue Buchstabenketten gebildet, indem alle x-ten Buchstaben ( also beispielsweise jeder vierte oder jeder zwölfte oder auch jeder 2'378. Buchstabe) "herausgepickt" und aneinandergereiht wurden. Diese Buchstabenreihen wurden dann computermässig darauf abgesucht, ob in ihnen bestimmte vorgegebene Wörter zusammenhängend auftreten, also beispielsweise die achtbuchstabige Sequenz J-Ts-Ch-Q- R-B-J-N für "Jitzhak Rabin". Allein zum Suchen dieses Namens standen somit ausser der Grundreihe noch 38'100 weitere Buchstabenreihen mit einem Inhalt von 8 bis 152'402 Zeichen als Ausgangsfeld zur Verfügung. Eine ganz erhebliche Erweiterung des Suchfelde besteht nun darin, dass eine beliebige Zeilenlänge zwischen 2 und 152'402 Buchstaben festgelegt wird. Am Ende jeder Zeile wird der restliche Datenstrang abgeknickt und gegenläufig unter der jeweils vorangehenden Zeile plaziert. Das Ergebnis ist jeweils eine bustrophedone Matrix ( Zickzackband) mit stets 304'805 Buchstaben Inhalt, die sich jedoch bei jeder neuen Zeilenlänge in ihrer vertikalen Zusammensetzung vollständig verändert. Die letzte Zeile wird jeweils vom verbleibenden Rest gebildet. Jeder Buchstabe besitzt in einer solchen Matrix ein kleines quadratisches Feld wie in einem Kreuzworträtsel. Deshalb kann nun ein vorgegebenes Suchwort zusätzlich auch noch vertikal oder diagonal zu finden sein und das jeweils noch vor- oder rückwärts sowie auch hier mit konstanten Zwischenräumen. Das Suchfeld erweitert sich auf diese Weise ins schier Unermessliche. Schliesslich wurde noch ein Sonderfall konstruiert, um die Suchfeld-Möglichkeiten nahezu vollständig auszureizen [Drosnin 249]. Hierbei wird die Matrix wie ein Blatt Papier zylindrisch derart zu einer Röhre geformt, dass sich der rechte und der linke Rand berühren. Damit können nun Suchbegriffe auch noch "über den Rand hinaus" aufgespürt werden. Das hebräische Alphabet besteht aus lediglich 22 verschiedenen Buchstaben, die ausnahmslos Konsonanten sind. Durch die Reduktion der Suchbegriffe auf Konsonanten verringert sich die Buchstabenzahl erheblich, was den Sucherfolg begünstigt. Dazu kommt als weiterer Vorteil, dass unsere Buchstabengruppen Sch, Ch, Ph, Th usw. im Hebräischen durch ein einziges Zeichen ausgedrückt werden. Unter diesem Aspekt und angesichts eines unvorstellbar grossen Suchfeldes ist die Wahrscheinlichkeit eines Sucherfolges für beliebige hebräische Wörter mit 4 bis 8 Buchstaben ganz ausserordentlich hoch. Das gilt aber ebenfalls für das Auffinden bestimmter Kalenderdaten " in der Nähe" des gefundenen Suchwortes. Denn jedem hebräischen Buchstaben entspricht ein bestimmter Zahlenwert und jede Buchstabenmatrix verkörpert damit zugleich auch ein riesiges Zahlenmeer. So erklärte der US-Computerwissenschaftler Bruce David Wilner wohl zu Recht, "nach dieser Methode könne man in jedem besseren chinesischen Text das komplette Rezept für 'Ente à l'orange' entdecken (Spiegel 23/1997). Es gibt also wenig Grund, an der statistischen Korrektheit der präsentierten Ergebnisse zu zweifeln, ganz im Gegenteil: Wenn bekannt werden würde, dass das Rips/Drosnin-Team ganz bestimmte Suchbegriffe nicht gefunden haben sollte, müsse man sogar fragen, wieso das überhaupt möglich ist. Damit wird deutlich, dass der Gegenbeweis zum "Bibel Code", wie Rips/Drosnin ihn vorlegen, nicht auf statistischer Ebene angetreten werden und damit auch nicht aus den Reihen der Mathematiker kommen kann.

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Jennifer
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Hallo,

du sprichst hier von einem Rips/Drosnin-Team.
So wie ich das mitbekommen habe, distanziert sich Rips von Drosnins Entdeckungen, während Drosnin in seinen Ausführungen Rips immer miteinbezieht um seinen Aussagen eine Stütze zu geben.

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Das ist meiner Meinung nach Ansichtssache. Nichts ist wie es scheint oder? Man streitet sich ja auch darüber, ob der Mensch schon auf dem Mond war oder nicht. Daher betone ich gerne die "Exegetische Würdigung".
Unter "Exegese" versteht man die Auslegung von interpretationsbedürftigen Texten, insbesondere von heiligen Schriften. Das ist die Hohe Kunst der Schriftgelehrten, die sehr viel mehr mit Semiotik zu tun hat, als man gemeinhin annimmt. Das Judentum kennt hierzu die "32 Middoth (Schriftdeutungsregeln) des Rabbi Ismael" [Bischoff 33], doch das Rips-Verfahren der bustrophedonen Matrix und des spiralförmigen Zylinders dürften wohl kaum darunter zu finden sein. Das wäre indes kein trifftiger Grund für eine Ablehnung, da jede neue Exegesemethode erlaubt ist, sofern sie tatsächlich zu Erkenntnissen führt und wichtige Grundregeln nicht verletzt. Um das Rips-Verfahren diesbezüglich zu prüfen, muss etwas ausgeholt werden.
Rips/Drosnin können ihre exegetische Leistung gegenüber den Christen mit einem "gemeinsamen" Zitat aus der Bergpredigt des Neuen Testaments rechtfertigen. In Mt 5,18 heisst es nämlich: "Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist" [Stemberger 991]. Auch innerhalb der eigenen Reihen scheinen sie unangreifbar zu sein, denn im rabbinischen Schrifttum heisst es analog: "Als Rabbi Meir, so überliefert der Talmud, den Text der Thora abschrieb, wurde er von seinem Lehrer Rabbi Jischmael ermahnt. 'Gib acht. Wenn du ein einziges Wort auslässt oder hinzufügst, kannst du die Welt zerstören'" (zitiert in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom 13.9.1993).
Doch wer die Bibel gründlich studieren oder gar zum Zweck der Urteilsfindung heranziehen möchte, dem sei dringend von der "Einheitsübersetzung" von 1980 abgeraten, für die der renommierte Wiener Judaist und Professor Günter Stemberger als Herausgeber verantwortlich zeichnet und aus der das obige Zitat Mt 5,18 stammt. Denn es wurde hier ein wesentlicher Bestandteil des obigen Satzgefüges einfach weggelassen:
"Bis dass Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis dass es alles geschehe".
Professor Stemberger hat offensichtlich mit dem "Tüpfelchen" nicht viel anfangen können und so diesen Satzteil ohne weitere Hinweise willkürlich unterdrückt. In einem Gutachten von Professor Hermann Wirth Roeper Bosch, das dieser 1957 für das Landgericht Berlin erstellte, heisst es zur Thora-Lesung in der jüdischen Synagoge: "Nach orthodoxem Glauben darf 'kein Tittel oder Jota' fortgelassen werden [Glagau 153]. Mit "Jota" ist hier "der kleinste Buchstabe (Mt 5,18) des hebräischen Alphabets gemeint, also das Jod, und damit zugleich alle Konsonanten. Das "Tüpfelchen" oder "Tittel" steht hier für das "Titel" aus der unrevidierten griechischen Urschrift des Neuen Testaments, wo es "Pünktchen, Tüttel" bedeutet [Büchmann 29]. bei diesem Tüpfelchen, Tüttelchen oder Tittel muss es sich also zwingend um etwas anderes handeln als um Buchstaben, denn sonst wäre die ausdrückliche Betonung überflüssig. Im hebräischen Urtext der Thora gibt es ausser den Buchstaben tatsächlich noch ein Zweites, nämlich das Zeichen für den Vers-Schluss, den Doppelpunkt, das zweifache "Tüttelchen". Es kommt 5'845 mal vor und bildet zusammen mit den hebräischen Konsonanten den unangreifbaren Urtext der Thora, also ihre semiotische Grundstruktur, an der niemand rütteln darf.
Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass alles was in der Bibel steht, nur so scheinen könnte oder gegenwärtig wäre. Im Amärischen nennt man so etwas "Atbash"! Nichts ist wie es scheint...!

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Ich möchte anmerken:
Das von Rips entwickelte und von Drosnin ausgewertete statistische Analyseverfahren unterdrückt bei der Computereingabe des hebräischen Urtextes das "Vers-Mass", indem nicht nur die Leerstellen, sondern auch die das Versende anzeigenden Doppelpunkte weggelassen werden. Damit wird die semiotische Grundstruktur des Thora-Textes in grobfahrlässiger Weise beschädigt und zerstört. Die in den Computer eingegebene Buchstabenkette ist damit nicht mehr identisch mit dem Urtext der Thora, sondern hat diese Identität vollständig aufgegeben. es ist nun nur noch ein statistisch verfügbarer Buchstabensalat. Was würde das Rabbinertum sagen, wenn jemnad auf die Idee käme, gleichermassen mit der Mischna zu verfahren?
Es ist prinzipiell egal, ob beim Input ein oder 5'845 Zeichen fehlen, der Verstoss gegen Mt 5,18 lässt "Himmel und Erde vergehen", d.h. er löst die vorgegebene Ordnung auf. Denn der vollständige Thora-Text besteht nicht aus insgesamt 304'805 Buchstaben, sondern, um die 5'845 Doppelpunkte erhöht, aus 310'650 (= 19 x 109 x 150) semiotischen Zeichen. Jedes dieser Zeichen hat dabei einen festgelegten Stellenwert. Wenn nur eines dieser Zeichen fehlt, verschiebt sich beispielsweise die vertikale Struktur jeder daraus ermittelten Matrix in unzulässiger Weise, so dass dann die jeweilige Positionierung der verbleibenden Zeichen ebenso falsch ist wie alle daraus abgeleiteten "Erkenntnisse". Die trotzdem gefundenen "Antworten" sind somit statistische Zufälligkeiten und nicht etwa Strukturen und Muster, die bereits in der Urschrift vorgesehen waren.
Andererseits mussten diese Doppelpunkte bei der Eingabe "aus Systemgründen" weggelassen werden, da sich sonst bei der Methode der "konstanten Buchstabenfolge" hin und wieder und viel zu oft ein Doppelpunkt gezeigt hätte, der für den beabsichtigten Analysezweck aber höchst störend gewesen wäre. Ergebnis: Die vertikale und diagonale Interpretation einer Matrix, die aus den Buchstaben der Thora gebildet wird, hat nichts mit einer Exegese der Thora zu tun, dafür sehr viel mit statistischer Willkür. Dass Rips und Drosnin diese technische Spielerei mit der Thora vornehmen, ist eine Verunglimpfung zumindest des Christentums sowie eine unvertretbare Anmassung seitens der Autoren.
Dies ist der erste Gegenbeweis zum "Bibel Code", wie ihn Rips/Drosnin marktschreierisch betiteln, um diese seichte Sache kommerziell ausschlachten zu können. Mein zweiter Gegenbeweis wird keine Verneinung sein, sondern eine Bejahung, d.h. die Aufdeckung des tatsächlich existierenden "Bibel Code", der durch die Arbeit von Rips und Drosnin noch mehr zugeschüttet wurde als ohnehin schon. Dieser eigentliche und echte "Bibel Code" aber baut gerade auf dem auf, was das Rips/Drosnin -Team unterdrückt hat, nämlich auf der ewigen Struktur der Thora-Verse.

Anschrift des Verfassers: Postfach 3105, CH-2500 Biel 3

Literaturverzeichnis: Bischoff, Erich: "Die Kabbalah. Einführung in die jüdische Mystik und Geheimwissenschaft", Leipzig 1917
Büchmann, Georg: "Geflügelte Worte. Der klassische Zitatenschatz", 36.Auflage, Frankfurt/Main/Berlin 1986
Buhl, Frants: " Kanon und Text des Alten Testaments", Leipzig 1891
Drosnin, Michael: "Der Bibel Code", München 1997
Glagau Erich: "Der Babylonische Talmud. Ein Querschnitt. Teil 1 und 2",Würenlos 1996
Schneider, Wolfgang: "Grammatik des biblischen Hebräisch", 7.Auflage, München 1989
Stemberger, Günter: "Die Bibel. Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung"; Stuttgart 1980
Weinreb, Friedrich: "Der göttliche Bauplan der Welt", 5. Auflage, Bern 1978

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31.10.2005 - 18:46

Ich darf hinzufügen,
Einen derartigen Gegenbeweis an Rips/Drosnins Theorie/Erkenntniss wie auch immer, muss keine prinzipielle Richtigkeit haben. Durch labile und forsche Kundgebung beider Parteien sei uns nicht die ganze Wahrheit auf den Tisch geknallt. Wem glaubt man heut zu Tage eigentlich noch? Was kann man überhaupt noch glauben und an was? Ob es neue Geschichten von unserem ach so großen Propheten Nostradamus sind oder neue Briefe einer intergalaktischen Erfindung aus Nazi-Deutschland, man nimmt nur das wahr, was man wahr nehmen will. Oder glauben Sie mir, wenn ich Ihnen nun erzähle, dass hinter Ihnen ein Geist steht???? =)
In diesem Sinne...!

Kolumbus
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06.09.2006 - 07:36

Frage:
Wie hoch ist die Möglichkeit, dass ein israelischer Politiker Ziel eines
Attentates wird?
Ich würde sagen, die liegt nahezu bei 100%. Denn von den frühzeitig vereitelten erfährt die Öffentlichkeit nie etwas.
Dazu bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten

Harald
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06.09.2006 - 12:57

@Judaeist: Danke für deine ausführlichen Post, in denen du wissenschaftlich begründet hast, was ich ja schon immer sage: Das ganze is Schwachsinn, weil ich aus einem genügen großen Text so ziemlich alles herauslesen kann, was ich will.

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alarich
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07.09.2006 - 18:17

Hehe. Genau. Vorrauszusagen das ein Israeli Opfer eines Anschlags wird ist wie Fische aus einem Aquarium fischen. Klingt traurig, ist aber so.



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