Geschichtsquiz

Was hat unsere Geschichte geprägt? Von der Antike bis zum Mittelalter. Herausragende Ereignisse wie Zweiter Weltkrieg und Hiroshima, Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Erfindungen.


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Dhe
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Geschichtsquiz

21.12.2008 - 18:24

Ich habe gedacht, wir veranstalten mal ein kleines Geschichtsquiz der besonderen Art. Ich werde hier keine primitiven Fragen stellen alá "Ab wann regierte William the Conqueror England?" (1066), weil man sich sowas ergooglen kann wenn man es nicht weiß.
Mir geht es eher darum Fragen zu stellen, bei denen man auf einen bestimmten Gedankengang kommen soll, ungeachtet ob man dem zustimmt oder nicht.
Es geht also kurz gesagt darum, den eigenen Kopf zu bemühen und ein bißchen um die Ecke zu denken.

Damit man sich vorstellen kann hier eine Beispielfrage:"Warum sind die Türken daran schuld, daß George W. Bush Präsident der Vereinigten Staaten werden konnte?"
Eine gute Antwort wäre hier z.B. daß die Türken 1453 Byzanz eroberten wodurch den Europäern der Landweg nach Asien mehr oder weniger versperrt war, woraufhin sie nach Seewegen suchten und dabei zufällig Amerika entdeckten, wo sich später die USA entwickelten und Bush die Macht übernahm.

Natürlich ist mir klar, daß das ein wenig weit hergeholt ist und daß die historischen Zusammenhänge komplizierter sind. Aber nochmal: Es geht um den Gedankengang.

Hier also die aktuelle Frage:

Warum bewirkte die Verbreitung des Kompass gleichzeitig ein gehäuftes Auftreten von Hautkrebs?

Zu gewinnen gibt es übrigens: rein gar nichts!

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Thorismund
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21.12.2008 - 18:36

Sory ist das nicht eher wissenschaft

Ich rat mal , weil man um Affrika Fahren konnte
Hallo weis das auch doch .Jeder hat seine Meinung , darum las jedem seine Meinung die er hat

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Dhe
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21.12.2008 - 18:58

Konnte man vorher auch schon. Imm schön an der Küste lang, kein Problem. Braucht man keinen Kompass für.

XBZATU
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21.12.2008 - 19:02

Spielt es eine Rolle, zu welchem Zeitpunkt? Schließlich gab es mit der Zeit verschiedene Kompass-Arten.

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Dhe
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21.12.2008 - 20:10

Zeitpunkt ist ein gutes Stichwort, aber nicht aus dem Zusammenhang aus den du wahrscheinlich vermutest.

Aber um mal deine Frage genau zu beantworten, wir reden nicht über moderne Radargeräte oder exotische Materialien, die irgendeine vielleicht irgendeine Strahlung abgeben, sondern um Prinzip reicht schon eine Eisennadel in einem Stück Kork, die in einer Wasserschale schwimmt. Nix besonderes also.
Zeitlich würde ich das ganze etwa um 1400 einordnen. Ihr müßt natürlich wieder etwas abstrus und um die Ecke denken.

Ich gebe euch einen Tip: Es hat etwas damit zu tun, wie Schiffe in Europa vorher navigierten und was das zur Folge hatte.

spring
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21.12.2008 - 20:22

hhmmmm... vielleicht lags einfach daran, dass man sich vor dem Kompass die Sterne NACHTS angeguckt hat, für den Blick auf den Kompass aber das Tageslicht nutzte ????? und die Sonnenstrahlung auf dem Meer , durch die Reflektion , ist schädlicher als normales Tagesgeschehen an Land....
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alarich
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21.12.2008 - 20:23

Also ich gebe mal einen Tipp ab. Früher hat man vor allem nach den Sternen navigiert (was heute zwar noch jeder Seemann lernt, aber im Prinzip keine Sau mehr kann ;) )
Durch den Kompass war es auch besser möglich sich am Tag zu orientieren. Das hieß also das man mehr in der Sonne arbeitete konnte und wenn man sich ungeschützt der Sonne aussetzt, erhöht sich das Risiko auf Hautkrebs.

Allerdings würde das höchstens ein erhöhtes Hautkrebsrisiko bei Seefahrern bedeuten, wenn überhaupt. Denn auch wenn man etwas freier navigiert, musste man trotzdem tagsüber arbeiten.

Also wenn ich genauer darüber nachdenke, erscheint mir der Tipp ziemlich falsch aber ein Versuch ist es wert.
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Dhe
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21.12.2008 - 20:45

Im Wesentlichen ist das richtig, wobei ich aber wenig verwundert bin, daß ausgerechnet du das rausbekommen hast.

In der Tat waren neben Karten, Landmarken (Küstenverlauf usw.) die Sterne das Hauptnavigationsmittel der Europäer.
Das nützt mir aber nur was, wenn ich sie auch sehen kann und in Europa ist es so, daß das Wetter im Winter beschissener ist. D.h. wenn es eine Woche lang im Winter nachts bewölkt ist, wird die Navigation schwerer zumal ich mir als Laie auch vorstelle, daß die Küste schlechter zu sehen ist.
In der Folge bedeutete das, daß Schiffe im Winter zwar nicht zwangsläufig im Hafen blieben, aber aufgrund von Aufzeichnungen diverser Handelskontore weiß man, daß deutlich weniger Seehandel getrieben wurde.

Als die Araber den Kompass nach Europa brachten und der im 15.Jhd. weiter verbessert wurde, konnte man das Problem umgehen und der Seehandel (sowie die seefahrenden Länder alá Spanien und Portugal) erlebten einen enormen Aufschwung.

Für die armen Seeleute bedeutete das aber, daß sie jetzt mehr Zeit in der gemeinen UV-Strahlung verbringen mußten, wodurch sie ihr Hautkrebsrisiko tendenziell erhöhte.

Alarich hat zwar Recht, daß davon nur Seefahrer betroffen waren, aber hey, gehäuft ist gehäuft.

Nächste Frage:

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem höchsten Berg Schottlands und der Entwicklung der Atombombe?

Ich schätze mal, da wird man ein bißchen recherchieren müssen.

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21.12.2008 - 20:54

Dhe hat geschrieben:Im Wesentlichen ist das richtig, wobei ich aber wenig verwundert bin, daß ausgerechnet du das rausbekommen hast.
:shock:
Meinst Du mich? Weißt Du, ich bin vielleicht vollkommen durchgeknallt, aber nicht vollkommen verblödet. :wink:
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21.12.2008 - 20:58

Dhe meint, daß er nicht verwundert ist, daß Du (oder Alarich) die Frage beantwortet hast.

Vermutlich hast Du gelesen:

Im Wesentlichen ist das richtig, wobei ich aber ein wenig verwundert bin, daß ausgerechnet du das rausbekommen hast.

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21.12.2008 - 21:38

XBZATU hat geschrieben:Dhe meint, daß er nicht verwundert ist, daß Du (oder Alarich) die Frage beantwortet hast.

Vermutlich hast Du gelesen:

Im Wesentlichen ist das richtig, wobei ich aber ein wenig verwundert bin, daß ausgerechnet du das rausbekommen hast.

:shock: :shock: :shock:

Du hast Recht!!!
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21.12.2008 - 21:53

Dhe hat geschrieben: Nächste Frage:

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem höchsten Berg Schottlands und der Entwicklung der Atombombe?

Ich schätze mal, da wird man ein bißchen recherchieren müssen.
Ganz einfach: es ist der Whiskey. Am Fuße des Ben Nevis (Name des Berges) gibt es eine Whiskey-Brennerei. Oak Ridge, die - offiziell nicht existierende - Stadt, in der die Atombombe entwickelt wurde befindet sich in Tennesee. Und wofür ist Tennesee berühmt?--- Tennesee Whiskey !! :wink:
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21.12.2008 - 23:41

Ich hab geschrieben "wobei ich wenig verwundert bin" und meinte alarich.

Was den letzten Teil angeht Ben Nevis natürlich als Berg erstmal richtig, der Rest von springs Vermutungen nicht.

Das Jahr in dem die ganze Geschichte begann ist 1894 und es hat etwas mit Wolken bzw. Nebel zu tun.

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alarich
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22.12.2008 - 00:06

Na mit dem Tipp war es schon ein bissel zu leicht, aber ohne wäre ich wohl nie drauf gekommn. ;)

1894 beobachtete Charles Thomson Rees Wilson das Wetter auf dem Ben Nevis (eben auch Koronas) und versuchte diesen Effekt im Labor nachzustellen.
Das gelang ihm auch ganz gut und er stellte wichtige Forschungen auf dem Gebiet der Elektronenforschung auf. Lisa Meitner wandte diese an und ihr gelang es zum ersten Mal theoretisch die Kernspaltung zu erklären.
Das nutzte wiederum Otto Hahn, welcher die Kernspaltung quasi als erster entdeckte. Und dadurch konnte später die Atombombe entwickelt werden.
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22.12.2008 - 12:39

Das ist richtig. Die haben seinerzeit dort erwähnte Halos und Koronas beobachtet und konnten sich nicht so richtig erklären wie die zustande kommen.
Wilson baute dann im Labor die erste Nebelkammer der Welt, mit der man Kleinstteilchen bzw. deren Auswirkung mehr oder weniger sichtbar machen kann, was Strahlenforschung überhaupt erst möglich machte.

Nebelkammern kann man sich heute praktisch in jedem größeren Technik oder Naturkundemuseum anschauen. Finde ich übrigens immer wieder faszinierend.

Nächste Frage:

"Wie leistete der Webstuhl Vorarbeit bei der Entwicklung der ersten Computer?"

EDIT: Ihr könnt die Antwort ziemlich leicht rausbekommen, indem ihr einfach bei Wikipedia "Webstuhl" eigebt, was ich nicht gedacht hätte. Vorher solltet ihr euch aber den Spaß machen selbst drauf zu kommen.

spring
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22.12.2008 - 13:00

So viel ich weiß, wurden die Muster,die entstehen sollten,auf LOCHKARTEN gespeichert. Auch die ersten Computerprogramme wurden in Lochkarten codiert und vom Computer dann abgearbeitet. Die Ablaufsteuerung beim Computer durch die Lochkarte war im Grunde genommen identisch mit der Ablaufsteuerung durch die Lochkarte im Webstuhl.



Das haben wir sogar in der Schule gelehrt bekommen, im Zusammenhang mit der Industrialisierung und den Weberaufständen. Und später nochmal auf der Wirtschaftsschule im Zusammenhang mit den betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Folgen, wenn menschliche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt wird (gut für einen Betrieb, da Kosten gespart werden können, schlecht für den Arbeitsmarkt, da weniger Leute gebraucht werden.....usw.usf. blablabla).
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22.12.2008 - 16:09

Hey, ich hoffe Dhe hat nix dagegen wenn ich auch mal ne Frage stelle. Ich halte das schon für ein komplexes Rätsel, mal gucken ob ihr das genauso schnell löst.

Warum würde der offizielle Bericht über JFKs Ermordung ohne die Kreuzzüge so (also 100% in dieser Form) nicht existieren?

Als kleine Hilfestellung hier mal der Link zu diesem Bericht. http://www.archives.gov/research/jfk/wa ... on-report/
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Dhe
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22.12.2008 - 17:10

Springs Antwort ist natürlich richtig.

In Europa wurde es etwa im 18 Jhd. Mode Seidenkleidung zu tragen, die besonders komplizierte eingewebte Muster hatte. Diese am Webstuhl herzustellen ist wesentlich komplizierter als meinethalben Wolle oder Leinen zu verarbeiten. Wenn dabei vom Menschen ein Fehler gemacht wird (was bei den damaligen Arbeitsbedingungen nicht weiter verwunderlich war) konnte man meistens den ganzen Seidenballen wegwerfen. Das war ärgerlich weil Seide damals schweinisch teuer war.

Ein schlauer Kerl aus Lyon, dessen Vater automatische Orgeln und Glockenspiele baute, kam auf die Idee, daß man den gleichen Steuerungsmechanismus (eine Drehwalze), der Orgeln steuerte auch für den Webstuhl verwenden könnte.
Später wurde das dann zu Lochkarten aus Holz und Metal weiterentwickelt, mit denen man Webstühle nicht nur automatisieren, sondern auch beliebig "programmieren" konnte.

Die Idee wurde dann in den USA wieder aufgegriffen. Bekanntlich rollten im 18.Jhd riesige Einwanderungswellen über das Land. Die Einwanderer wurden zwar bei der einreise registriert, aber bei den Volkszählungen die alle 10 Jahre erhoben werden mußten, war es relativ aufwändig alles per Hand durchzuzählen und zu sortieren.

Eines Tages kam jemand auf die Idee das mit Lochkarten zu machen. Man legte ein genormtes Stück Papier in ein kleines Gerät das an bestimmten Stellen kleine Löcher machte. Diese Löcher bzw. die Stellen an denen sie lagen entsprachen bestimmten statistischen Kriterien. Z.B. weiß, männlich, verheiratet, aus New York usw.usw.
Die fertige Lochkarte legte man dann in eine andere Maschine, in der kleine Federn auf das Papier gedrückt wurden. Trafen die Federn dabei auf ein Loch stellte sich ein Kontakt zu einer darunter liegenden Metallplatte her und ein Stromkreis wurde geschlossen, der ein automatische Zählwerk beim betreffenden Kriterium auslöste. Die Zählung verlief also teilautomatisch.
Tatsächlich wurde sogar die Sortierung teilweise automatisiert. Wollte man zum Beispiel wissen, wieviele weiße Männer es in New York gibt, konnte die Maschine so programiert werden, daß sie in einem "Schrank" immer dann ein Fach öffnete wenn eine Person mit entsprechenden Kriterien ausgezählt wurde. Die bearbeitenden legten dann die entsprechende Karte in das Fach und am Ende des Tages konnte man alle Karte rausnehmen, durchzählen und wußte beispielsweise, daß in New York 10000 weiße, verheiratete Männer aus Italien im Alter zwischen 35 und 40 lebten.
Das ist also der erste Fall einer zumindest halbautomatischen Datenauswertung.
Bis zum ersten echten Computer war es von da an zumindest kein riesiger Gedankensprung mehr.

Zu der Frage von alarich würde ich vermuten, daß es vielleicht irgendwas mit dem Secret Service, also mit Leibwächtern zu tun hat. Richtig?

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alarich
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22.12.2008 - 17:32

Das könnte vielleicht richtig sein, ist aber nicht das was ich suche. Ich gebe mal einen Tipp: Wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen (auch kriegerisch) übernimmt die eine auch manchmal Teile der Sprache.
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Araex
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22.12.2008 - 19:52

Aufgrund des Hinweises gehe ich davon aus, dass du das Wort "Assassin" meinst, welches irgendwo aus dem arabischen Raum aus der selben Zeitspanne der letzten Kreuzzüge stammen dürfte.




Ich gebs zu, Computerspielewissen... Aber ich glaub es kommt hin.

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alarich
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23.12.2008 - 02:25

Genau, sehr gut gemacht. Das Wort "Assassination" beruht auf der islamischen Attentätergilde der haschīschiyyīn .
Die gab es zwar schon vor den Kreuzzügen, aber nach Europa (und somit in den westlichen Raum und europäischen Sprachgebrauch) kam das Wort erst dann. Und somit konnte man sagen "Assassination of President Kennedy"
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Dhe
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23.12.2008 - 03:30

Neue Frage:

Bis in das 15.Jhd. war das Langhaus bzw. dessen Abkömmlinge die bevorzugte Bauform von Wohnhäusern in Nordeuropa (wozu ich auch Deutschland, Frankreich, England usw. zähle). Diese Häuser waren im Wesentlichen nach dem gleichen Schema aufgebaut: Eine große Halle in der eine oder mehre Familien wohnten und in denen sich das ganze Leben abspielte. Seperate Räume z.B. Schlafzimmer, Esszimmer, Bäder usw. gab es im Grunde genommen nicht.

Das alles änderte sich etwa ab dem 15.Jhd.
Häuser wurden in mehrere kleinere Räume aufgeteilt, so wie wir es heute kennen, die alle einen bestimmten Zweck erfüllten.

Warum kam es zu dieser Veränderung im nordeuropäischen Hausbau?

Tip: Man könnte zwar vermuten, daß bestimmte soziale Faktoren etwas damit zu tun haben z.b. die Verstädterung oder das Verhältnis von Adel, Bürgertum und Bauern und das spielt sicherlich alles eine gewisse Rolle, der auslösende Faktor war aber etwas anderes.

Wenn ihr nich drauf kommt gebe ich euch einen weiteren Tip, der euch definitiv in die richtige Richtung lenken sollte, es aber fast schon zu einfach macht. Daher als verborgener Text. Zum Lesen die nächste Zeile markieren:
Sucht bei Google mal nach dem Gemälde "Heimkehr der Jäger" von Pieter Brueghel aus dem Jahr 1565.

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Thorismund
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23.12.2008 - 12:48

Hat es mit der Brangefahr zu tun weil ie Städte zusammen getrenter wurden , weil die Häuser zwischen den Stadtmauern gebaut wurden .
Da Befölkerung in den Städten in dieser Zeit immer Größer wurden
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Dhe
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23.12.2008 - 14:25

Nein, nichts mit Brandgefahr. Aber im weitesten Sinn etwas mit Feuer.

Kijeranos
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23.12.2008 - 15:47

Ich rate mal ... Ich könnte mir vorstellen, dass mehr Zimmer eingebaut wurden, um die Wärme besser im Raum zu speichern. Bei einem Grossem Raum wird ja mehr Wärme benötigt. Teilt man diesen dann in kleinere Räume auf, Bracuth man für jeden Raum nicht mehr so viel Wärme.

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23.12.2008 - 16:41

Das ist exakt der Grund. Ab etwa dem 15 Jhd. begann die sogenannte "kleine Eiszeit" und die Temperaturen in Europa (und der ganzen Nordhalbkugel) sanken deutlich. Im Zuge dessen wurde der Kamin mit direkt angeschlossenem Schornstein erfunden. Die waren damals zwar noch ein bißchen anders als man sie heute kennt, aber das Prinzip war im Gegensatz zur offenen Feuerstelle das gleiche.
Häuser konnten damit effektiver und letztlich auch billiger beheizt werden, aber nur wenn man die Räume unterteilt und kleiner macht.

Die ganze Sache ist deshalb signifikant, weil das, was wir als "Privatsphäre" kennen zumindest außerhalb des Hochadels durch diese Veränderung im Hausbau erst möglich gemacht wurde. Vorher wurde in den Siedlungen alles mehr oder weniger gemeinsam in der Haupthalle der Langhäuser gemacht. Sex, Baden, Kacken, Essen usw. waren alles Gruppenereignisse, an denen mehrere Leute teilhatten.

Damit man sich eine Vorstellung machen kann, wie kalt es damals teilweise wurde, kann man sich nochmal das Bild anschauen, das ich als Tip gegeben habe. Wir sehen offensichtlich eine Winterlandschaft, in der es so richtig schön knackig kalt zu sein scheint. Man könnte jetzt denken, aha vielleicht Norwegen, Schweden oder irgendwo in den Alpen, aber der Scherz ist, daß Brueghel aus Holland kam und da auch die wesentlichen Teile seines Lebens zugebracht hat.
Solche Winter wie sie in dem und vielen anderen Bildern aus der Zeit dargestellt wurden, waren nicht die Ausnahme, sondern eher Standard. Das wird auch von anderen, schriftlichen Zeitzeugenberichten bestätigt.
Wärmer wurde es dann erst wieder ab etwa dem 18. bzw. 19. Jhd.

So, ich breche gleich über die Feiertage nach Paris auf. Deshalb habe ich keine Zeit mir Gedanken über eine neue Frage zu machen. Wird aber nachgereicht sobald ich wieder im Lande bin. Bis dahin wünsche ich schonmal ein paar angenehme Feiertage.

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Thorismund
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23.12.2008 - 16:59

So früh
Das ist mir auch neu gewesen
Um Napolen sind die Gletscher gewachsen .
aber Grönnland ist so 11 oder 12 Jahrunder untergeangen im Eis
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Dhe
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27.12.2008 - 23:24

Neue Frage:

Was hat Charles Mountbatten-Windsor (Prinz von Wales), mit Octavian (d.i. Augustus) dem ersten römischen Kaiser zu tun?

Tip: Wer nach irgendwelchen Verwandschaftsbeziehungen oder Parallelen in der Biographie sucht, verschwendet (vermutlich) zumindest in Hinsicht auf diese Frage seine Zeit.

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Thorismund
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28.12.2008 - 01:33

Kirchengrüder zu seinen Gusten
Augustus machte mit neuem Glauben Poletik , und Stürtze den alten Glauben
Selbst war er gar kein Christ , wahrscheilich war sein Vorgänger anderer Chris da gibt es schon andere Theorien

Heinrich spaltete seine Neue Kirche weil der Papst zu seinen Frauen Geschichten eine neue Heirat nicht zu gelassen hat ?????????
So machte er sich selbst Oberherr
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28.12.2008 - 06:22

Es geht um Charles, den aktuellen Prinzen von Wales. Den Ex von Diana.

spring
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28.12.2008 - 12:10

Octavian hat behauptet, die Republik wieder herrstellen zu wollen. In Wirklichkeit aber, war es eine Monarchie! Es war die Grundlage für das Herrschaftssystem, wie es heute noch in England besteht.
Prinz Charles ist ,wie damals Octavian, der durch das Prinzipat etablierte "erste Bürger" der monarchischen Republik.
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28.12.2008 - 18:04

Das ist im Grunde genommen richtig. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war das "Prinzipat". Wie spring schon richtig sagte hat es Augustus (wie schon Caesar vor ihm) penibel vermieden, seine Herrschaft als Königstum zu bezeichnen, obwohl sie im Endeffekt darauf hinauslief.
Stattdessen bezeichnete er er sich als "princeps", was auf das Amt des "princeps senatus" anspielt.

Worauf meine Frage eigenlich abzielte war weniger Charles - ich hätte genauso gut Prinzessin Leia oder sonst irgendeinen Prinzen nennen können - als viel mehr der Titel "Prinz". Der leitet sich nämlich vom "princeps" bzw. dem von Augustus begründetem "Prinzipat" her.

Übrigens ist es in dem Zusammenhang erwähnenswert, daß das deutsche Wort "Prinz" anders verwendet wird, als das Äquivalent in anderen Sprachen. Ein Prinz oder eine Prinzessin ist bei uns das Kind von irgendeinem Fürsten. In England, Frankreich oder Italien ist Prinz aber die Bezeichnung des Fürsten selbst.
Machiavellis Hauptwerk "Il Principe" wird deshalb ins Deutsche übersetzt auch vollkommen korrekt als "Der Fürst" und nicht etwa "Der Prinz" bezeichnet.

Neue Frage:

Warum führte die Trockenlegung von Erdlöchern dazu, daß ein Schotte heute als ein Gründungsvater der modernen Welt gelten kann und warum müßte sich dieser Schotte seine Lorbeeren eigentlich mit drei weniger bekannten Leuten teilen, die bereits einige Jahre vor ihm aktiv waren?

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alarich
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04.01.2009 - 23:04

Alles klar, ich versuche mal einen Schuß ins Blaue.
Der Schotte den du meinst ist James Watt, der gemeinhin als Erfinder der Dampfmaschine angesehen wird.
Diese wurden zum abpumpen von Wasser genutzt (also zur Trockenlegung), wozu auch die erste, lauffähige Dampfmaschine 1712 konstruiert wurde. Diese jedoch von Thomas Newcomen, der erste der weniger Bekannten.
Vor ihm hatten schon andere Menschen an der Dampfmaschine geforscht, von denen die berühmtesten Denis Papin und Thomas Savery waren.

Die drei unbekannten sind also Thomas Newcomen, Denis Papin und Thomas Saver und die Erfindung ist die Dampfmaschine welche James Watt bekannt machte.
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04.01.2009 - 23:46

Ich möchte noch ergänzen das die Watt die Schiebersteuerung der Dampfmaschine entwickelt hat. Damit konnte man einen Gesamtwirkungsgrad von maximal 9% erreichen, vorher lag dieser bei etwa 1%. Es konnten damit die ersten wirklich brauchbaren Maschinen gebaut werden.

**EDIT** Mein 23stes Posting macht mich zu einem Ulli Maniti :D
Hilfe! Die benutzen meine Gadanken!

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07.01.2009 - 01:02

Korrekt. Worum es offensichtlich ging, war, daß James Watt die Dampfmaschine nicht erfunden hat (wie oft fälschlich behauptet) sondern "nur" entscheidend verbessert.

Weil mir gerade nichts besseres einfällt:

Warum kann man vermuten, daß wenn ein ganz bestimmtes Reitervolk heute noch existieren würde, es auf Arschgeweihe stünde?

Zwei Tipps: Es geht darum herauszufinden welches Volk ich meine (Mongolen und Hunnen sind beide falsch) und eben um das "warum", d.h. welche Tatsache mich bzw. jeden anderen auch in die Position versetzt vermuten zu können, daß die Schlampenstempel mögen würden.

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07.01.2009 - 18:25

Wahrscheinlich meinst du einen der nordamerikanischen Indianerstämme etwa die Lakota welche Wapitis verehrten.

Einziges Problem an diesem Lösungsvorschlag ist, dass du davon sprichst, dass dieses Volk nicht mehr existiert - die Indianerstämme existieren allerdings auch heute noch. Wenn auch in anderer Form als früher.

Alternativ hätte ich noch die Skythen als Vorschlag, die hattens mit Tätowierungen (zugegeben hab ich das gegooglet, ich wusste nicht ob die Skythen tatsächlich tätowiert waren - scheinbar ists aber so) und Elche gibts in den Kreisen ebenfalls.

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Thorismund
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Das könnten so auch die reiterinen sein
die Mongolen aufgingen
Die Berüchtigt am Schwarzen Meer wahren und gefürchtet
Die Männer nur so lange dulteten bis zur erzeugnis .
dann Brauchten Sie ihre Männer nicht
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07.01.2009 - 19:00

Die Skythen habe ich auch in Verdacht. Die Steißbein-Tätowierungen (Arschgeweihe) sind ja sogenannte Tribals. Diese Tribals waren früher Stammeszeichen. Das bedeutet also, mehrere verschiedene Stämme hatten die, auch z.B. in Nordafrika, oder auch Japan.
Vielleicht spielst Du mit dem Wort "Schlampenstempel" ja auf die Ainu an, da dort insbesondere die Prostituierten tätowiert waren.. ??

Echt, die Frage ist sehr verwirrend. Ich wette, da ist wieder eine Ecke drin, auf die ich nicht komme..... :?
Die jetzt lachen und sich freun, werden es noch sehn. Sie werden wie Schnee vergehn

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twix12
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08.01.2009 - 00:10

@spring: das dachte ich auch erst, aber die Ainu gibts erstens noch, und zweitens sind sie kein Reitervolk.Von daher ist das wohl leider falsch, aber was besseres fällt mir auch nicht ein.
"Viel quälender wird für dich später die Frage sein: Hättest du die Vase auch zerbrochen, wenn ich nichts gesagt hätte?"

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Dhe
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08.01.2009 - 01:40

Die Skythen sind richtig und es ging nur um die Tattoos. Wobei man euch aber zu eurem kreativen Denken gratulieren darf: Weder an Wapiti noch an die Ainu hatte ich gedacht, obwohl das beides zumindest wenn man die Frage so nimmt, wie ich sie formuliert habe, gar keine schlechten Ideen sind.

Das besondere an den Skythen ist jetzt gewesen, daß sie fast keine Schrift hatten, zumindest aber keine direkt skythischen schriftlichen Zeugnisse vorhanden sind. Alles was wir an schriftlichen Berichten haben, kommt aus Assyrien, der Bibel, Rom und Griechenland. Mit anderen Worten Sekundärquellen, denen man in dem Zeitrahmen ohnehin nur bedingt trauen darf.

Wenn ihr jetzt noch erklärt, warum wir aber trotzdem genau und ohne Zweifel wissen, daß Tattoos bei den Skythen so hohen Stellenwert hatten, daß es sogar Ganzkörpertätowierte gab, habt ihr auch den zweiten Teil der Frage beantwortet und mir etwas Zeit gegeben mir bis morgen eine neue Frage einfallen lassen zu können.

spring
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08.01.2009 - 14:03

Es gibt mehere Gründe der Ganzkörpertätowierungen bei den Skythen.
Als Zeichen für:
- die Stammeszugehörigkeit
- den Status innerhalb des Stammes
- den Familienstatus

Und ausser dass es auch als Schmuck diente, wurde festgestellt, dass es Tattoos gibt, die an Lokalisationen klassischer Akkupunktur liegen. Ötzi z.B. schien Rheuma gehabt zu haben, und wurde mit seinen Tätowierungen aus der Sicht der Akkupunktur entsprechend therapiert.
Wer sich dafür interessiert, kann ja mal
HIER
nachlesen.
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Dhe
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21.06.2009 - 13:06

Hier hatten wir aber auch schon lange nichts mehr. Na gut:

Welche Entdeckung machte es überhaupt erst möglich, daß die Benutzung von Geld (d.h. Bargeld) möglich und praktisch wurde?

Ich gebe euch gleich mal ein paar Tips:

-wir reden über den Zeitraum von ca. 700-600 v.Chr.
-es ist kein soziales Phänomen, kein Paradigmentwechsel oder irgendwas, sonder hat eher etwas mit Chemie und Physik zu tun
-es geht offensichtlich nicht um Papiergeld. Woraus wurden die ersten Münzen gemacht und welche Probleme hätte das mit sich gebracht, wenn man nichts von der hier gesuchten Entdeckung wüßte? Denkt hier nicht an Inflation oder irgendwas wirtschafstwissenschaftliches sondern ganz praktisch
-Webseiten, die ihr euch vielleicht anschauen wollt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lydien
http://de.wikipedia.org/wiki/Assay

Nirgendwo dorten steht die Lösung, aber zumindest die zweite ist ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl.
Von da aus könnt ihr dann weiterdenken.

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alarich
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22.06.2009 - 18:46

Hat es etwas mit der Erkennung von Falschgeld zu tun?
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twix12
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22.06.2009 - 19:01

Geht es darum, dass man auf die Idee kam die Münzen probeweise zu sulfidieren um zu unterscheiden, ob die Münzen aus Gold oder Elektron sind?
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Hm, das wiegen von Gold unter Wasser, um mithilfe des Auftriebs das spezifische Eigengewicht ermitteln zu können?
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

depeche
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Um mal kurz vom Gold wegzukommen, vllt die Anfänge der Eisenverhüttung in klein Asien, die ja auch ganz neue Möglichkeiten der Metallverarbeitung hervorgebracht haben?
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es


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23.06.2009 - 07:09

alarich hat geschrieben:Hat es etwas mit der Erkennung von Falschgeld zu tun?
Ja.
Geht es darum, dass man auf die Idee kam die Münzen probeweise zu sulfidieren um zu unterscheiden, ob die Münzen aus Gold oder Elektron sind?
Vielleicht, aber was chemisch da abläuft weiß ich nicht genau. Ich weiß nur, was passiert, wenn man eine Goldmünze zusammen mit dem Ding benutzt, das die gefunden haben.
Hm, das wiegen von Gold unter Wasser, um mithilfe des Auftriebs das spezifische Eigengewicht ermitteln zu können?


Hätten sie wohl machen können, aber es wäre ein bißchen unpraktisch gewesen, wenn jeder Händler einen Eimer Wasser zum Markt hätte mitschleppen müssen um zu überprüfen, ob die Münzen, die man ihm andrehen will, echt oder verschnitten sind.
Um mal kurz vom Gold wegzukommen, vllt die Anfänge der Eisenverhüttung in klein Asien, die ja auch ganz neue Möglichkeiten der Metallverarbeitung hervorgebracht haben?
Es geht tatsächlich um Gold.

Nochmal zwei weitere Hinweise. Der Name Lydien, also die Region in der heutigen Türkei, ist nicht nur interessant, weil dorten offenbar zum ersten mal Münzgeld benutzt wurde...

Und die Sache, die sie gefunden haben, ist heutzutage in den erweiterten Sprachgebrauch eingangen, ohne daß sich jemand Gedanken darüber macht. Also nicht der wissenschaftliche Name, der etwas mit Lydien zu tun hat, sondern der Trivialname.

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Dhe
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19.08.2009 - 15:06

Oki....ihr denkfaules Pack.

Die Antwort ist der Prüfstein.

Zur Erklärung:

Die grundsätzliche Form des Handels war bekanntlich der Tauschhandel. Händler A hat eine Ziege, die ich gerne hätte und will dafür einen Sack Kartoffeln, den ich nicht habe.

Aber, ich habe einen Sack Orangen, die Händler B gerne hätte und mir dafür einen Sack Kartoffeln gibt, die ich zu Händler A schleppe um mir meine Ziege zu holen.

Ein bißchen unpraktisch immer über Ecken handeln zu müssen. Wenn es doch nur irgendwas gäbe, das man einem festen Gegenwert zuordnen könnte....hm...wie wäre es z.B. mit einem seltenen Metall....Gold beispielsweise.

Dann könnte man sagen, eine Ziege ist zehn kleine Goldstücke wert, und man müßte nicht mehr von Skylla nach Charybdis rennen um einen einfachen Handel vorzunehmen.

Aber Moment mal...woher will ich als Händler denn wissen, daß die Goldmünze nicht mit einem weniger wertvollen Metall, z.B. Silber, verschnitten, d.h. vermischt ist, wenn sie mir überreicht wird. Wenn ich doch nur irgendwas hätte, womit ich den Reinheitsgrad einer Münze prüfen könnte.

Das dachte man sich auch im Altertum. Die Lösung des Problems fand man in einer Region in Kleinasien. Dorten wurde eine Art von Gestein gefunden, auf dem, wenn man ein Goldstück daran reibt, ein Streifen in einer bestimmten Farbe bleibt.
Das besondere daran war, daß die Farbe bzw. der Farbton für ein verschnittenes Stück Gold anders war. D.h. wenn man so einen Stein besaß, konnte man überprüfen ob bzw. wie rein (ein gewisses Maß von Verschnitt war akzeptiert) eine Goldmünze war.

Die Region in der das erstmals praktiziert wurde - übrigens auch das Land in der westlichen Welt, das (bestimmt nicht aus Zufall) laut Herodot auch erstmals Münzen prägte - hieß Lydien. Lag in der heutigen Türkei.

Daher ist die wissenschaftliche Bezeichnung für den Prüfstein (neben "Radiolarit") "Lydit".

Find ich bemerkenswert, wie man heute teilweise das Wort Prüfstein benutzt (z.B. "Die Bundesregierung steht auf dem Prüfstein") ohne daß überhaupt noch einer weiß, was so ein Prüfstein überhaupt ist, oder sich Gedanken darum macht.

Einerlei, neue Frage:

Was für eine Maschine sieht man auf untem verlinkten Bild bzw. wofür ist sie gut?

Bild

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alarich
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20.08.2009 - 21:29

Das ist ja wohl eindeutig ein Z3, der wohl erste lauffähige Digitalrechner.
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Dhe
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20.08.2009 - 21:49

Geht in die richtige Richung, aber nein.

Hinweis: 108 Jahre vorher.



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