Globale Energielinien

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XBZATU
Rat der 33
Rat der 33
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23.07.2010 - 01:00

Dhe hat geschrieben:
XBZATU hat geschrieben:[...]könnte auch dort Nachholbedarf für die Evolution bestehen.
Vielleicht, aber die Evolution ist ein Prozess die sich nicht für Zeitfenster von 5000 Jahren, in denen der Mensch jetzt in einer Hochkultur und insofern sicherer lebt, interessiert. Wir sprechen uns in 2 Millionen Jahren nochmal.
Jep. Und deswegen schrieb ich auch:
Aber man weiß ja auch nicht, wie sich die Gesellschaft noch entwicklen wird.
Natürlich, der Prozess der Evolution findet nicht von heute auf morgen statt, der Wandel der Menschheit meiner Meinung nach dagegen schon, womit ich wieder zu der Ausgangsfrage in diesem Punkt der Diskussion komme, inwieweit der Mensch für das Leben in Bezug auf seine Emotionen und Instinkte in einer derartigen Form von Gesellschaft ausgelegt ist (und ich hatte ja auch von der heutigen menschlichen Erscheiungsform gesprochen)
Dhe hat geschrieben:
So gesehen habe ich die Wahl, nach meinen Emotionen zu handeln oder nach meinem Wissen.
Ich denke das glauben wir gerne, aber inwieweit wir das wirklich tun...ich gewinne zunehmend den Eindruck, daß der überwiegende Teil menschlichen Handelns - und das beziehe ich ausdrücklich nicht ausschließlich auf politische Entscheidungen - emotional und nicht rationell motiviert ist.
In der Situation, wie ich sie beschrieben habe, ist es dem Menschen sicherlich möglich, nach seinem erworbenen Wissen über juristische Folgen zu handeln. Ganzeinheitlich betrachtet, also zum Beispiel ein gesamter Tag, ist aber sicherlich von 2 Seiten durchzogen: Entscheidungen basierend auf Wissen und Entscheidungen basierend auf Emotionen. Das fängt meiner Meinung nach schon im Bett an, wenn man nach einem Grund sucht, warum man die Beine auf den Boden setzen sollte. Eigentlich setze ich meine Beine doch nicht auf den Boden, weil ich weiß, dass der Gang in die Schule/zur Arbeit wichtig ist, sondern weil ich unterbewusst über die Folgen einer Verweigerung jenem handeln gegenüber zur Folge Bescheid weiß: Wenn ich nicht bei der Arbeit erscheine, verliere ich meinen Beruf und somit meinen Verdienst, mein Dach über dem Kopf (wenn wir mal davon ausgehen, dass Hilfe vom Staat seit diesem Monat nicht mehr existiert) und muss dann auf der Straße leben.
Die Frage über den negativen Wirkungsgrad, den das auf das eigene Leben hat, ist aber von einem bestimmten Faktor abhängig: Wie stehe ich selbst dazu? Wenn es mir nichts ausmacht, auf der Straße zu leben, dann ist die eigene Motivation, die Beine auf den Boden zu setzen, tatsächlich nicht vorhanden. Dass man auf der Straße landet, ist eine Option, gibt sicherlich noch andere erzählbare Handlungsstränge. Aber langfristig betrachtet ist es eben nicht das vermeintliche Wissen über die Bedeutung eines Berufes ausschlagebend, sondern die eigene Einstellung - also die Emotionen - der Punkt. Mit rationalem Denken lässt sich der Grund für das Aufstehen und das Ausführen eines Berufes nicht erklären, wenn dann resultiert es aus dem Bewusstsein darüber, was passiert, wenn man es nicht tut.
Kurz und knapp:
Würde es einen Menschen nicht stören, würde es ihm gar gefallen, auf der Straße zu hausen, so findet sich kein Grund, warum er arbeiten sollte. Vielleicht schämt er sich ein bisschen für die bösen Blicke von Passanten, die ihm unmissverständlich klar machen wollen, dass er sich 'n Job suchen soll - das war's aber auch. Ein Beruf hat also nur einen Wert aufgrund von Emotionen. Auch die Perspektive nach materiellen Gütern könnte den Menschen antreiben, zu arbeiten. (Drang nach materiellen Gütern, Spaß mit den Gütern, Stolz auf jenen Besitz [...] eben auch emotionsbedingt)
Wut ist beispielsweise eine dieser Emotionen, deren Sinn mir missfällt zu verstehen.
Dhe hat geschrieben:Wut kann - im Guten wie im Schlechten - ein ausgesprochen produktiver Zustand sein. Die Deutschen waren wütend auf Ihre Situation in den späten 20ern und frühen 30er Jahren und basteln das dritte Reich. Die Schwarzen in Südafrika waren wütend auf das Apartheidsregime und basteln ein relativ demokratisches Südafrika.
Ich bin wütend über die Qualität bestehender Software XY, schreibe eine neue Version und verdiene mich dumm und dämlich.
Ja, und jetzt stellt sich mir eben die Frage, ob die Evolution in der Lage ist, das du differenzieren. Derartige Strukturen auf der Welt, wie wir Menschen sie haben, besitzen andere Lebewesen auf diesem Planeten nicht. Kein Lebewesen teilt Gebiete in Staaten auf, kein Lebewesen schafft sich derartige politische und wirtschaftliche Strukturen. Die Evolution ist kein Objekt, welches jenes handeln der Menschen erkennt, sie kann zwar stupide ausgedrückt bewerten, was der Mensch braucht und was er nicht braucht, um zu überleben, jedoch weiß die Evolution nicht um die Strukturen, die wir Menschen auf diesem Planeten besitzen. Und wie du ja auch schon sagtest, ist die Evolution ein langer Prozess, die Gesellschaft in der Form existiert aber noch nicht so lange. Wir sind also rein biologisch überhaupt nicht auf das Leben in einer Gesellschaft ausgelegt. Somit ist der Gebrauch von Wut (um das Beispiel fortzuführen) möglicherweise auch nicht auf die Gesellschaft definiert, auch wenn das nach deinen Beispielen so klingt.
Zum Leben in dieser Gesellschaft ist eigentlich keine einzige Emotion und kein einziger Instinkt notwendig. Mir als Mensch bietet sich die Möglichkeit, 5 Tage in der Woche von 8 Uhr - 18 Uhr am Abend zu arbeiten, anschließend nach Hause zu fahren, einmal im Monat meinen Gehaltsscheck in Empfang zu nehmen, gelegentlich den Geschlechtsakt ausführen, um die Kette nicht zu unterbrechen, mir von meinem Geld Lebensmittel besorgen, die ich zum Überleben benötige, und irgendwann im Laufe der Zeit dahinzuraffen.
Dhe hat geschrieben:Ja, aber du brauchst irgendeine Motivaiton das zu tun und ich wage zu behaupten, daß das im Urpsrung immer eine Emotion ist. Ob diese positiv oder negativ belegt ist spielt keine Rolle. Wenn du beispielsweise keine Angst vor der Arbeitslosigkeit, und dem finanziellen Abstieg hättest oder wenn dir deine Arbeit keinen Spaß machen würde, dann würdest du morgens nicht aufstehen.
Möglicherweise benötigen wir aber keine Motivation, wenn Arbeit in der Form wie wir sie kennen [EDIT s. unten] biologisch vorgegeben wäre. Wie sieht es denn beispielsweise bei Bienenvölkern aus? Bienen leben nicht lange, werden aber mit dem Ziel geboren, ihrer Königin zu dienen, welche die Brut gebährt, wodurch sich das Volk vergrößert. Und da die Biene nicht lange lebt, müssen solche Vorgaben bereits biologisch integriert sein, oder nicht? Quasi auch ein Instinkt. Oder handeln sie so, weil es ihnen ein gutes Gefühl gibt, der Königin zu dienen? Weil es sie stolz macht, weil sie Anerkennung bekommt? Weiß nicht, ob der Horizont einer Biene so weit reicht. Aber da kann ich mich auch gerade auf dem Holzweg bewegen.

Edit: Eine biologische Vorgabe, die darauf ausgelegt ist, Arbeit in der Form wie wir sie kennen zu verrichten, wäre nach meiner eigenen Erkenntnis, dass die Evolution nicht um die Strukturen in der Gesellschaft weiß, ja vollkommener Blödsinn. Es müsste wohl eher auf einem allgemeinen Drang nach Arbeit oder Fürsorge, wie bei dem von mir angesprochenen Bienenvolk, basieren. Und natürlich auch nach dem Prinzip der Selbsterhaltung, Hunger stillen zu müssen.
Dass einige Menschen wegen dem fehlenden Instinkt Angst und mangelender Intelligenz eine falsche Entscheidung treffen, ist für das System auch kein Problem - das wird wie ein schweizer Uhrwerk weiterlaufen.
Dhe hat geschrieben:Das tut es doch auch jetzt.
Ja, aber die Frage war, ob es das auch tut, wenn die Emotionen nicht mehr vorhanden wären - und ich denke schon. Auch wenn die Frage nach der Motivation nocht nicht geklärt ist.



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