Erscheinung vor 32 J. - noch immer in guter Erinnerung!

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Seashellpeter
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Erscheinung vor 32 J. - noch immer in guter Erinnerung!

09.10.2010 - 18:20

Hallo!
Ich bin neu in diesem Forum und würde Euch gerne von einem seltsamen und auch beeindruckenden Ereignis erzählen. Diese ungewöhnliche Erscheinung hatte ich vor 32 Jahren, in meiner ersten Wohnung in Wien. Damals war ich 20 Jahre alt, es war eine alte Zimmer-Küche Wohnung und das Haus (dieses gibt es schon lange nicht mehr) war ungefähr 150 Jahre alt. Es hatte nur eine Etage. Es war schon unheimlich in diesem Haus zu wohnen, das meinten auch meine Freunde. Es wohnten nur 3 Mieter in diesem Haus. Nach zwei Jahren fand ich eine freundlichere Wohnung.

Als alles begann:
An einem Abend - es war im Spätsommer 1978- saß ich an meinem Zeichentisch und malte. Vater und Mutter waren beide Grafiker und lernte mir das Zeichnen. Es war bereits dunkel - nur die verstellbare Allzwecklampe am Schreibtisch war das einzige Licht in der schmalen Zimmer-Küche Wohnung. Statt einer Türe zur Küche hatte ich einen Bambusvorhang.

Ich saß beim Zeichentisch und blickte zufällig nach links, zum Bambusvorhang (Küche). Als ich nach links blickte traute ich meinen Augen nicht, vor dem Bambusvorhang stand ein großer Mann mit blauem Kaftan. Er hatte lange schwarze schulterlange Haare und grinste mich an. Sein archaisch wirkendes Gesicht erinnerte mich an einen indischen Mystiker oder Saduh. Er schien um die 40 Jahre alt zu sein.
Im ersten Moment erschrak ich sehr - diese Erscheinung stand so real vor mir, so daß ich für kurze Zeit tatsächlich von seiner realen Existenz überzeugt war. Sofort dachte ich, ich hatte die Wohnungstüre vergessen zu schließen und er kam von draußen herein, ich wollte ihn schon fragen was er will.

Für eine Weile hielt ich inne - und mich übermannte eine große Angst, so daß ich aufsprang - an ihm vorbei huschte und auf den Gang lief. Die Schuhe zog ich mir noch schnell an, steckte mir Bleistift und Skizzenblock in die Jackentasche und lief aus dem Haus auf die Gasse. Damals wohnte ich in einem Außenbezirk von Wien (10 Minuten von Schönbrunn).

Es war bereits dunkel und es waren keine Menschen auf den Gassen zu sehen (das ist in den Außenbezirken ab 21 Uhr nicht ungewöhnlich, doch absolut niemand auf den Gassen ist auch dort selten.).
Ich blickte auch hinter mich - auf einmal sah ich, daß mir dieser ca. 1,90 m große Mann mit dem blauen Kaftan mir nachging. Er grinste mich ständig an und ich hatte natürlich Angst. Ich hatte auch Angst, daß ich durchdrehe. Ich wußte, daß diese Person nicht real ist, doch seine realistische Erscheinung machte mich fast verrückt.

Ich war damals erst 20 Jahre alt. Eine blühende Phantasie hatte ich schon als Kind, doch das war etwas anderes, das war mir etwas zu viel. Ich war absolut nüchtern und nahm nichts ein, auch keine Tabletten. Wenn ich etwas getrunken hätte oder ich hätte eine Tablette genommen, könnte ich mir das Ganze besser erklären. Ich war total wach und mein Geist war klar.

Als ich von daheim die Flucht auf die Gasse ergriff - nahm ich mir intuitiv einen Skizzenblock und einen Bleistift mit. Das hatte ich in der Jackentasche. Als Zeichner macht man das fast automatisch, daß man einen Skizzenblock stets bei sich hat.
Ich lief zum nächsten Park, wo ich auf Menschen hoffte. Es war interessant - wenn ich schneller ging, war auch er schneller hinter mir her. War ich langsamer, wurde auch er langsamer. Er passte sich meiner Geschwindigkeit stets an.

Ich wußte mir keinen Rat und telefonierte von einem Münztelefon (damals gabs noch keine Handys, FAX und PCs) und rief meinen Freund an, der mir eventuell helfen könnte. Ihm erzählte ich den ganzen Vorfall.....(während wir sprachen, schlich dieser Typ mit dem blauen Kaftan um die Telefonzelle herum, er hatte meist dieses eigenartige Grinsen, manchmal blickte er auch ernst). Also eine komische Sache, ich glaubte schon, ich drehe durch und sehe bald "weiße Mäuse".

Mein Freund am Telefon meinte, ich solle mich mit ihm anfreunden und gemeinsam ein neues Bild entwerfen - oder eine neue Geschichte niederschreiben - oder ein neues Lied auf der Gitarre komponieren. Ich bedankte mich für die guten Tips, doch ich hatte vor diesem Typ und vor mir selber zu viel Angst, um etwas zu malen oder zu schreiben.
Als ich im Park endlich vereinzelt Menschen sah, fühlte ich mich etwas erleichtert, trotzdem beobachete mich dieser Typ weiterhin, er ließ mich nie aus den Augen und er hielt stets den Abstand von 10-15 Meter ein.

Ich setzte mich schließlich auf die Parkbank und schrieb das Ereignis auf Papier, auch die Gefühle die ich im Moment hatte. Es waren bereits 20-30 Minuten vergangen, seit ich ihn das erste Mal in der Wohnung sah. Durch das Schreiben wurde ich innerlich etwas stärker und das Schreiben half mir, meine Gedanken etwas zu ordnen.

Interessant war schließlich folgendes: Als ich mich langsam wohler fühlte und die Angst kleiner wurde, so wurde auch der Abstand zu diesem "Kaftan-Geist" größer und er verschwand langsam in der Dunkelheit der Gassen. er entfernte sich immer mehr bis ich ihn kaum mehr sah. Von Minute zu Minute fühlte ich mich wohler und stärker. Der Abstand zu ihm wurde immer größer bis er völlig aus meinem Blickfeld verschwand.

Nie mehr in meinem Leben kehrte er zurück. Diese Befürchtung hatte ich damals, daß er mich in Zukunft immer verfolgen könnte.
Doch ich habe ihn bis heute in lebhafter Erinnerung.

Dieses Geistwesen oder Erscheinung war weg, ich saß noch auf der Parkbank und ich hatte wieder einen klaren Kopf. Auf der Parkbank schrieb ich einige Seiten über dieses Erlebnis, dann begab ich mich langsam auf den Heimweg. Der Park ist nur 500 Meter von der Wohnung entfernt. Nun war es mir egal ob Menschen in der Nähe waren oder nicht. Ich fühlte mich wieder stärker und selbstbewußter. Auf dem Heimweg hatte ich natürlich die Befürchtung, daß ich ihn in der Wohnung wieder sehen werde.

Als ich die Wohnungstür aufsperrte, machte ich sofort das Licht an. Doch ich sah von ihm nichts mehr. Es war schon spät, wusch mich und legte mich ins Bett und schlief seelenruhig ein. Bis zum Einschlafen hatte ich die Befürchtung, daß er wieder vor dem Bambusvorhang in Erscheinung tritt - doch ich sah diese Gestalt nie mehr wieder, in meinem ganzen Leben nicht mehr.

Interessant ist auch, daß ich ihn bis heute klar und deutlich in Erinnerung habe. Meine Augen waren offenbar wie ein Fotoapparat, jede Falte und jede Einzelheit habt ich bis heute in Erinnerung. Dieses Erlebnis werde ich den Rest meines Lebens nicht vergessen. Einerseits schien es total verrückt zu sein - andererseits war ich froh, daß ich so etwas Außergewöhnliches erleben durfte. Zu diesem Zeitpunkt war es wirklich beängstigent und noch viele Tage danach, hoffte ich, daß so etwas nicht wiederkehrt. Ich kann mir vorstellen, wenn man das jeden Tag hat, wird man mit der Zeit verrückt.

Ungefähr 5 Jahre später malte ich ein großes schönes Bild von ihm - denn seinen Gesichtsausdruck, seine Anatomie, seine Bewegungen und vieles mehr kann ich bis heute nicht vergessen.

Mit jedem konnte ich nicht darüber sprechen, das ist klar. Vor allem die ersten Monate wollte ich mit vielen darüber reden und nur manchmal fand ich jemanden im Freundes- und Bekanntenkreis, der das Verständnis dafür hatte. Im Laufe der Jahre hatte ich kein Bedürfnis mehr darüber zu sprechen und ich dachte immer seltener an ihn. Doch die Erinnerung an sein Gesicht ist noch immer so frisch wie vor 32 Jahren.
Jene Leute, welche ich sehr gut kannte und dafür Verständnis hatten, fragte ich, was sie davon halten. Ich hörte die unterschiedlichsten Ansichten.
Einige meinten, daß er für mich eine Botschaft hatte, er wollte mich auf etwas aufmerksam machen. Andere sprachen von Traum und Realitäts Verschiebung. Wieder andere vermuteten, daß es eine reine "Geistererscheinung" war.

Heute denke ich, daß dieser blaue "Kaftan-Geist" mit dem archaischen Gesichtsausdruck mich auf etwas aufmerksam machen wollte, wovor ich stets davongelaufen bin.

Dieses Ereignis wollte ich Euch gerne erzählen und hoffe, daß es für Euch interessant ist. Möglicherweise habe ich etwas übersehen oder Ihr habt eine weitere Ansicht oder Meinung, was das gewesen sein könnte.

Auf jeden Fall war das wirklich "starker Tobak" für mich! Was mich so entsetzte, war sein realistisches Aussehen. Diese Person war nicht verschwommen oder in einem Zwielicht. Ich sah jede Haarsträne und jede Falte von ihm, sogar die Augenfarbe. Nun rückblickend war das realistische Aussehen sehr beeindruckend. In dieser Situation war es natürlich beängstigent - und ich hoffte, daß ich nicht den Verstand verliere.
Meine Story war ein bißchen lang, doch ich wollte es so schlidern wie ich es wirklich erlebte - mit allen Einzelheiten.
Liebe Grüße!



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