Ich lese gerade ...

Literatur, Filme und andere interessante Medien zu den einzelnen Mystery-Themen.


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Ich lese gerade ...

21.02.2006 - 01:01

Da es hier ja schon einen "Ich höre gerade"-Thread gibt, darf eigentlich ein "Ich lese gerade"-Thread auch nicht fehlen.

Sollter ihr also Bücher lesen, dann lasst doch die anderen daran teilhaben was ihr gerade liest. Man erhält dann bestimmt Einblicke in interessante Bücher.

Also bei mir kommt es manchmal vor, dass ich bereits ein neues Buch lese, bevor ich das alte noch gar nicht beendet habe :D

Momentan sind es:
Die Bruderschaft der Runen von Michael Peinkofer - Beschreibung
Der Schwarm von Frank Schätzing - Beschreibung
Dämon von Matthew Delaney - Beschreibung
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mvs
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21.02.2006 - 01:12

Klick

At swim, two boys (von Jamie O'Neill, skurilles Englisch mit leicht irischem Umgangssprachen-Einschlag).


O'Neill hat 10 Jahre gebraucht, um das Buch zu schreiben (als Nachtportier eines Krankenhauses). Solange brauch ich wohl auch, um das Buch zu lesen ;-)

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HardCora@WArmUp
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21.02.2006 - 12:19

Ich lese gerade die Ansprache die Charls Taze Russell ( er is er Gründer der Zeugen.J) in einem geweihten Freimaurersaal gehalten hat von 1913
Ich wünsche mir Flügel, die mich tragen,
leicht und beschwingt,
über alle Grenzen, alle Hindernisse,
nicht um zu fliehen,
aber um anzukommen.

Esotante von Nebenan
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21.02.2006 - 12:29

Stephen King
"Das Mädchen"
=> ich lese NUR Stephen King ( und solche "Dokubücher" wie von Erich von Däniken und Charles Berlitz... )
siehe Forenregeln

mvs
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21.02.2006 - 13:28

Dann entgeht dir aber was ;-)
mvs hat den dienst quittiert. kontaktaufnahme via pm.

Esotante von Nebenan
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21.02.2006 - 13:42

Jo, mag sein, aber manchmal braucht man es, sich an andere Dinge zu klammern und will von dem Rest einfach nix wissen... ich muss aber sagen, dass ich mehr schreibe, als ich lese. Mein Computer steckt voll wirrer Gedichte, Kurzgeschichten, Rätseln und längeren Geschichten...
siehe Forenregeln

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24.02.2006 - 02:30

mvs hat geschrieben: O'Neill hat 10 Jahre gebraucht, um das Buch zu schreiben (als Nachtportier eines Krankenhauses). Solange brauch ich wohl auch, um das Buch zu lesen ;-)
Das Buch hat doch aber nur 643 Seiten - oder ist es so langweilig? :D
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mvs
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24.02.2006 - 03:09

Nicht so lang. Aber schwierig genug. Ich bin zwar sehr gut in Englisch, aber DAMIT hätte ich nicht gerechnet.

Esotante von Nebenan
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23.03.2006 - 18:22

S. King :D
-Colorado Kid-
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23.03.2006 - 19:23

Ich lese gerade Wares Dirie- Normadentochter
Ich wünsche mir Flügel, die mich tragen,
leicht und beschwingt,
über alle Grenzen, alle Hindernisse,
nicht um zu fliehen,
aber um anzukommen.

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Weezer25
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23.03.2006 - 19:50

Ich lese grade - Offizielles Lösungsbuch von San Andreas :lol:
Der Neid eines Feindes ist besser,
als das Mitleid eines Freundes.

Lehrer haben vormittags recht, und nachmittags frei.

mvs
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23.03.2006 - 20:51

Ich lese gerade ... mein Serverlog. HÄ? Was heißt'n das?

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Ich lese gerade War of the Worlds

Film kennt sicher jeder. :D
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mvs
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12.04.2006 - 18:40

Hatte ich mal angefangen. Hat mich aber gelangweilt.

Miya
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15.12.2006 - 19:30

Ich lese gerade Devil May Cry 1~ ^^

Tolles Buch. Teil 2 werde ich mir auch kaufen. Aber für Leute die das Spiel nicht gespielt haben WENIGER interessant, denk ich.

Skyrunner
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17.12.2006 - 00:02

Lese gerade:

-"Nationale Sicherheit - Die Verschwörung von Dan Davis

Hab gerade hinter mir:

-"Streng Geheim - Area 51 und die Schwarze Welt" von Andreas von Retyi
-"Wir sind nicht alleine, Signale aus dem All" von Andreas von Retyi

und noch vor mir:

-"Sind wir alleine? SETI und das leben im All"
-"Die Jagd nach Zero Point" von Nick Cook

Sind wirklich sehr Interressant und zum empfehlen!!

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12.02.2007 - 13:23

Lese Gerade:

Die Bruderschaft der Runen von Michael Peinkofer:

bei Amazon

Kann es weiterempfehlen. Ein historischer Roman, welcher sich mit der Geschichte Schottlands auseinandersetzt. Es geht um ein mysteriöses Zeichen, eine Rune.
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mvs
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15.02.2007 - 12:35

ich lese gerade das kursbuch der österreichischen bundesbahnen :D

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Dhe
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15.02.2007 - 18:50

Kernaussage: Es geht bergab, aber wenigstens pünktlich?

mvs
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18.02.2007 - 05:05

leider nicht - es geht zwar bergab, aber zumindest mit verspätungen :)

liona
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28.02.2007 - 12:10

ich lese gerade von "marjorie wallace:die schweigsammen zwillinge" totalgenial das buch....es ist ein krimi !übrigens die lese ich am liebsten :P
so bin ich nun mal!

elklos
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15.08.2007 - 12:54

Ich lese gerade alle Bücher von "Tom Clancy" im Moment bin ich an "Gandenloas" dran. Ich finde Clancy Bücher einfach genial, weil sie realistisch geschrieben sind, nicht in Sci-Fi abdriften und man viel über die Machenschaften und Methoden der USA erfährt.

TronamdoXL
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15.08.2007 - 13:34

O'really Einführung in PHP 5
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Daywalker
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31.08.2007 - 18:12

Moin Moin !
bin neu hier, deshalb hier gleich mal (als teil meiner vorstellung) was ich so lese:

von Stephen King grade wieder mal die reihe vom "Dunklen Turm" angefangen, Erich v. Dänicken und Peter Moosleitners Interessantes Magazin :wink:

hab mich aber auch schon durch einige andere sachen durchgeackert, z.b.
Shakespeare das ein oder andere werk (english), als letztes die "Tintenherz"- reihe von Cornelia Funke und jede menge von Wolfgang Hohlbein.

Harald
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31.08.2007 - 23:44

Im Moment grade den 2. Teil von "Die Elfen" (wenn ich Zeit finde).
Davor die Sternengeist-Reihe von Poul Anderson.
Kann ich eigentlich jedem empfehlen der Science Fiction mag. Kommt ohne Überlichtantriebe usw. aus und eine interessante Version der Zukunft der Menschheit.

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hanuta
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12.09.2007 - 13:23

Bild

Sam13
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12.09.2007 - 17:13

Ich lese gerade von Thomas Harris, "Hannibal". Geniales Buch, jedem weiterzuempfehlen, beinhaltet in gewisser Weiße eine Verschwörungstheorie über Kannibalen, die ihre Opfer enthäuten. :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
Schön das du da bist und nicht hier!

jared leto

12.09.2007 - 19:03

Ich lese gerade von der Autorin Stephenie Meyer das Buch "New Moon (Twilight)"! Das Buch ist echt Hammer gut, kann ich nur weiterempfehlen!!

Wer ein Fantasy Fan ist, wird es lieben!!! :D

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Mysterious Chris
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12.09.2007 - 19:50

Ich lese gerade "Schlafes Bruder" von Robert Schneider :)
"Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt."

depeche
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12.09.2007 - 19:51

Dann schließ ich mich mal an:
Stephen Kind:
"Menschenjagt"
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es


"Warum begegnen Ufos immer nur Durchgeknallten?"

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Iud3x
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18.11.2007 - 20:30

Ich lese grade "Die Pfeiler der Macht", von Ken Follett.
Fast alle Menschen stolpern irgendwann einmal in ihrem Leben über die Wahrheit.
Die meisten springen schnell wieder auf, klopfen sich den Staub ab und eilen ihren Geschäften nach, so, als ob nichts geschehen sei.
(Winston Churchill)

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18.11.2007 - 20:35

ich lese gerade "Geheimbasis Area 51 Die Rätsel von >>Dreamland<< von Andreas von Rêtyi"
Bild
Albert Einstein sagte ,,Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen."

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Dhe
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16.11.2010 - 03:03

Drei Jahre. Der Analphabetismus hat offenbar um sich gegriffen.

Bin gerade mit The Forever War von Joe Haldeman fertig geworden. Das Buch ist vom Setting entfernt mit Starship Troopers vergleichbar nur mit erzählerischer Qualität und ohne "Yuppie, was ist die Armee schön" und "Rumsdiekatz, wir machen Käfer platt".

Story: Ende des 20.Jhd. entdeckten die Menschen einen Weg große Entfernungen innerhalb des Universums zu überwinden. Der Nachteil besteht darin, daß man sich immer noch für kurze Teile des Weges mit relativistischen Geschwindigkeiten bewegen muß. Wir erinnern uns: Wenn ein Raumschiff sich nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegt, vergehen für den Astronauten vielleicht nur ein paar Wochen, außerhalb des Raumschiffs aber Jahre.

Die Menschen haben angefangen Kolonieschiffe auszusenden und wenige Zeit später werden die "Taurans" entdeckt, eine außerirdische Spezies, die sich etwa auf dem gleichen technischen Niveau befindet.

Wie das in Sci-Fi-Geschichten so ist, bricht natürlich der Krieg aus.

Das Ganze wird aus der Perspektive von Private (später Major) Mandala erzählt. Der war einer der Ersten, die Ende des 20.Jhd. in den Krieg gezogen sind.

Kernmotiv der ganzen Geschichte ist neben der allgemeinen Merkwürdigkeit des Militärs, die Zeitverzerrung, die bei interstellaren Reisen auftritt: Mandalas erster Einsatz dauert nur ein paar Monate, auf der Erde sind aber über zwanzig Jahre vergangen und er kehrt in eine Welt zurück, die er nicht wieder erkennt und in der er sich nicht mehr zurecht findet. Folgerichtig und vollkommen naiv verpflichtet er sich daher für eine zweite Dienstzeit.

Nachdem diese vorüber ist, sind auf der Erde weitere dreihundert Jahre vergangen und er ist vollkommen entwurzelt, hat keinen Bezug mehr zu der Welt auf der er geboren wurde und erst Recht keinen Bezug mehr zu dem Krieg den er für diese Welt führen muß.

Nach seinem letzten Einsatz hat er dann nach nach Erdzeit mehr als 1000 Jahre alt.

Das ganze ist eine Allegorie auf die Erfahrungen, die der Autor bei seinem Einsatz in Vietnam und nach der Rückkehr in die USA gemacht hat und sehr lesenswert. Hat in den 70ern sowohl den Hugo als auch den Locus Award gewonnen.

Wer wissen will, wie es ausgeht, muß es selbst lesen. Ich kenne die deutsche Übersetzung nicht, komme aber zunehmend zur Überzeugung, dass viele Übersetzungen grottenschlecht sind. Daher sei Interessierten die englische Fassung ans Herz gelegt. Ließt sich relativ einfach und flüssig.

Es gibt übrigens auch einen belgischen Comic zum Buch, der graphisch und inhaltlich in Ordnung ist und Ridley Scott arbeitet gerade an einer Filmumsetzung, die natürlich eine Katastrophe wird.

Als nächstes liegt "Boneshaker" von Cherie Priest auf dem Stapel.

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twix12
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16.11.2010 - 12:49

Hey Dhe,

erstmal Glückwunsch zum 5jährigen Forenjubiläum.

Deiner Buchempfehlung werde ich demnächst mal nachgehen, derzeit lese ich gesammelte Kurzgeschichten von Theodor Storm und Fachliteratur zu Werkstoff- und Schweißtechnik sowie Thermodynamik...

Eine Kurzgeschichte Storms sei hervorgehoben: "Im Brauerhause". Im Gegensatz zu sonstigen Werken von Storm ist diese Novelle direkt aus dem Leben gegriffen und eigentlich gar nicht verschlüsselt, wie es für Storm sonst üblich ist. Die Geschichte handelt von einer angesehenen Brauerfamilie, die durch Gerüchte und Gerede im Dorf um einen angeblichen Finger in einem Bierfass (angeblich abgeschnitten von der Hand eines hingerichteten Mörders) fast in den Ruin rutscht. Gerade Leute vom Dorf werden in der Geschichte Bekanntes wiederfinden, insgesamt kein wichtiges Werk aber doch angenehm zu lesen.

Ich finde es übrigens gut, dass dieser Thread reanimiert wurde, hoffen wir, dass er nicht wieder ins Nirvana rutscht.
"Viel quälender wird für dich später die Frage sein: Hättest du die Vase auch zerbrochen, wenn ich nichts gesagt hätte?"

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Morbid-Fascination
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16.11.2010 - 21:28

bernhard hennen-die elfenkönigin

kann mir jemand eine angenehme leichte lektüre empfehlen, was man auch gut im krankenhaus lesen kann? muss nämlich nächste woche donnerstag für ein paar tage hin und kann danach auch erstmal nicht viel machen. :(

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Dhe
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17.11.2010 - 05:01

Definiere mal leicht und angenehm.

Ansonsten halt die üblichen Verdächtigen: Pratchett (Scherbenwelt), Adams (Anhalter).

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Morbid-Fascination
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vielleicht was amüsantes. ncihts was mit krankenhäusern zutun hat, wenn es geht nicht zu dick...

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twix12
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17.11.2010 - 15:22

Jörg Juretzka - Der Willy ist weg.

Ich hatte noch kein Buch, das mich bereits auf Seite zwei in einen Lachanfall versetzen konnte, außer diesem hier. Im Link sind Inhaltsangaben und Kundenrezessionen zu Hauf.
"Viel quälender wird für dich später die Frage sein: Hättest du die Vase auch zerbrochen, wenn ich nichts gesagt hätte?"

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Nedlim
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18.11.2010 - 12:59

Vieleicht was von A. Lee Martinez oder Cameron Pierce ... oder guckst mal einfach bei "Kunden die das gekauft haben haben auch das gekauft"... :D
Victor Gischler soll auch ganz gut sein ...
Meine Freunde werden kommen und dich holen!

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alarich
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29.11.2010 - 15:08

Ich glaube ich muss noch mal ein Wort zu dem Buch "Starship Troopers" sagen.
Das Buch ist vom Setting entfernt mit Starship Troopers vergleichbar nur mit erzählerischer Qualität und ohne "Yuppie, was ist die Armee schön" und "Rumsdiekatz, wir machen Käfer platt".
1. Hat das Buch meiner Meinung nach enorme, erzählerische Qualität. Gerade der manchmal zugegeben etwas simple Erzählstil sorgt dafür das sich das Buch schnell weglesen lässt. Was nützt mir ein tief gehender Inhalt wenn das Buch so kompliziert geschrieben ist das ich drei von fünf Worten erstmal im Lexikon nachschlagen muss.

2. Ist die Darstellung des Militärs keineswegs sooo positiv wie dem Buch manchmal unterstellt wird. Erstens sind die faschistischen Zustände dort eher abschreckend als Werbewirksam. Zweitens gibt es in diesem Buch nicht das übliche Klischee von den bösen Aliens. Gerade weil man über die nur wenig erfährt (und sie sind übrigens im Buch nicht die dämlichen und bestialischen Mörderviecher wie man sie aus dem Film kennt, sondern durchaus intelligent begabte Wesen) lernt man ziemlich schnell das es hier kein "Gut" und "Böse" in der klassischen Form gibt.


Alles in allem ist dies ein sehr gutes Buch. Natürlich kann meine Interpretation auch falsch sein, aber ich persönlich finde es ja immer störend wenn ein Buch Moral rüber bringen will in dem sie in jedem zweiten Satz betonen das dieses oder jenes eine ganz schlimme Sache ist. Vielleicht sieht sich ja jemand der Faschismus und Militarismus klasse findet durch dieses Buch bestätigt, aber ich als Otto-Normal Dödel unterstelle Heinlein hier einfach mal das dies eine sehr gut geschriebene Kritik an den Sachen ist die in diesem Buch so gefeiert werden.
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Dhe
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03.12.2010 - 03:12

Zugegeben ist es schon eine ganze Weile her, dass ich Starship Troopers gelesen habe. Werde das demnächst mal ändern. Wo ich mir einigermaßen sicher bin, ist dass die Gesellschaft die Heinlein in dem Buch entwirft ziemlich seinem Idealbild einer Gesellschaft entspricht.

Und die Struktur des Staates in Starship Troopers ist nunmal ein militaristisch, wenn nicht gar faschistisch.

Im Grunde genommen habe ich das Buch aber nur erwähnt damit man einen Eindruck der Einstiegssituation von "The Forever War" bekommt. Beide Bücher sind letztlich vollkommen unterschiedlich: Heinlein erzählt eine relativ klassische Kriegsgeschichte, während Halderman eine Geschichte vor dem Hintergrund eines Kriegs erzählt.

Lies mal Halderman. Ich kenne zwar die deutsche Übersetzung nicht, aber ich würde fast dafür garantieren, dass es dir besser gefällt als Starship Troopers.

Das dazu. Zwei neue Sachen die ich gelesen habe, nachdem ich mich nach den ersten paar Seiten dazu entschieden habe "Boneshaker" erstmal zu den Akten zu legen.

1. "Nichts" - Janne Teller

"Nichts" ist ein Jugendbuch, das zum ersten mal vor zehn Jahren in Dänemark veröffentlicht wurde und seitdem relativ kontrovers diskutiert wird.

Die Geschichte beginnt damit, dass in einem kleinen dänischen Ort die Sommerferien vorbei sind und eine siebte Klasse mit der üblichen Begeisterung in die Schule zurückkehrt.
Am ersten Tag Pierre-Anthon die Klasse, weil er erkannt hat, dass "nichts eine Bedeutung hat und es sich deshalb nicht lohnt irgendwas zu tun" und vertreibt sich die Zeit indem er fortan auf einen Baum klettert und die restlichen Kinder mit Pflaumen und seinen nihilistischen Ansichten bewirft.

Die sind darüber entrüstet, weil es nicht sein kann/darf, dass nichts etwas bedeutet, weil sonst alles was sie tun und was ihnen die Erwachsenen erzählt haben keinen Sinn hätte.

Also beschließen sie Pierre-Anthon zu beweisen, dass es doch Bedeutung gibt und wollen einen "Berg der Bedeutung" zusammentragen. Dazu muß sich jedes Kind von einer wichtigen Sache trennen, die auf den Berg gelegt wird. Wer etwas abgelegt hat darf bestimmen, wer was als nächstes auf den Berg legen soll.

*Spoiler*
Das fängt alles relativ harmlos mit Fahrrädern und Lieblingssandalen an, geht dann über zum Kruzifix aus der örtlichen Kirche und dem Sarg beziehungsweise Leichnam des kleinen Bruders und endet bei der Unschuld eines Mädchens und dem kleinen Finger eines Jungen der gern Gitarre spielt.

Schließlich muß die Polizei einschreiten und der Berg erfährt ein weltweites Medienecho. Ein Kunstmuseum aus New York will den Berg als Kunstwerk kaufen, wozu sich die Kinder einverstanden erklären.
Pierre-Anthon ist darüber relativ unbeeindruckt und erklärt, dass wenn der Berg jemals Bedeutung hatte, er spätestens in dem Moment in dem sie ihn verkauft haben, selbige verloren hat.

*Spoilerende*

Das Ende ist relativ vorhersehbar. Was das Buch gut macht, ist der Umstand, dass man selbst feststellt, dass man eigentlich auch keine Antwort auf die Frage hat, was denn jetzt Bedeutung ist und das relativ drastisch gezeigt wird, dass die Dinge, die man Kindern als furchtbar wichtig ans Herz legt im Grunde genommen, wenn man alles Beiwerk von der Oberfläche weg kratzt, eigentlich auch nicht wichtig sind und keinen Sinn machen.

Als Jugendbuch scheitert der Roman natürlich grandios. Ich wage mal in Zweifel zu ziehen, dass die Zielgruppe über die notwendige Erfahrung verfügt um zu begreifen, dass die Problematik des Buches nicht einfach mit eine pauschalen Satz abtun kann.
Im Spiegelartikel äußert ein junger Leser folgende Meinung zum Buch: "Das Leben bedeutet etwas. Dass man Spaß hat, etwas erreicht, und dass es immer weitergeht. Die größten Bedeutungen kann man ja sowieso nicht auf den Berg legen: Freundschaft und Familie".

Teller geht es genau darum zu zeigen, dass es leider nicht so einfach ist.

Wenn man aber etwas älter ist, begreift man das eher, was den Roman sehr lesenswert macht.

Hat ungefähr 150 Seiten und kann aufgrund des einfach Stils locker in einem Rutsch durchgelesen werden. Kostet etwa 13 Euro.



2. "Castro" - Reinhard Kleist

"Castro" ist ein Comic (oder wie es aus Vermarktungsgründen jetzt heißt: Graphic Novel) der unlängst zur Frankfurter Buchmesse veröffentlicht wurde.

Der Comic versucht auf rund 300 Seiten ein Portrait von Fidel Castro zu zeichnen, beginnend in dessen Jugend über die Zeit der Revolution bis hin zu seiner Abdankung in den letzten Jahren.

Inhaltlich wird man da nicht viel Neues über Castro oder die Revolution erfahren aber wenn man eine Biographie als Comic veröffentlicht ist ja frei nach Marshall McLuhan das Medium die Botschaft.

Graphisch ist das Ganze in Schwarz-Weiß gehalten und gehört zum Besten, das ich bisher im Comic gesehen habe. Konnte leider kein anderes Beispiel in vernünftiger Auflösung finden, aber man möge mir trotzdem glauben.

Der Comic hat nur auf den ersten 200 Seiten ein entscheidendes Problem: Kleist kann ums Verrecken keine Dialoge schreiben, was mir schon bei früheren Werken aufgefallen ist. Das ist alles hölzern und gestelzt. Menschen reden nicht so miteinander, was dazu führt, dass man nie wirklich tief in die Geschichte einsteigt. Für einen Comic ist das tödlich.

Im letzten Drittel wird das aber besser und der Comic fängt an Spaß zu machen. Besonders die letzten 30 Seiten und das allerletzte Panel sind extrem gut.

Wer bisher noch keine Comics, oder allenfalls Asterix und Micky Maus, gelesen hat dem würde ich abraten, weil das eher kein Einstiegscomic ist.
Aber Leuten die Freude an den wie gesagt grandios guten Zeichnungen haben, sei das Buch ans Herz gelegt.

Ist im Hardcover bei Carlsen erschienen und kostet etwa 20 Euro.

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Dhe
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06.12.2010 - 21:53

The Road - Cormac McCarthy (2006)

McCarthy ist hierzulande vielleicht als Autor der Romanvorlage von "No Country for Old Men" bekannt. "The Road" ist sein bisher jüngster Roman, und wahrscheinlich sein wichtigster. Von der Kritikern wurde er hoch gelobt, Entertainment Weekly ging sogar soweit, es als das beste Buch der letzten 25 Jahre zu bezeichnen. Folgerichtig hat er 2007 den Pulitzer-Preis gewonnen.

Hintergrund ist der Geschichte ist, dass die Welt durch irgendein apokalyptisches Ereignis zunehmend unbewohnbar wird. Es gibt keine lebende Vegetation mehr, keine Tiere, kaum noch Menschen und die Zivilisation ist zusammen gebrochen. Was genau passiert ist, ob es ein Krieg war oder irgendeine Naturkatastrophe, wird in dem Buch nicht erwähnt. Es spielt auch keine große Rolle.

Hauptdarsteller sind ein Vater und sein Sohn, die verzweifelt versuchen vor der Kälte nach Süden zu flüchten. Auf dem Weg müssen sie sich einerseits gegen die Widrigkeiten der Umwelt zur Wehr setzen und andererseits gegen die verbliebenen Mitmenschen. Die sind vielfach zum
Kannibalismus übergegangen.

*Spoiler*
So begegnen sie zum Beispiel Leuten, die andere Menschen im Keller halten um sich von ihren Gliedmaßen zu ernähren oder eine Mutter, die ihr neugeborenes Baby umbringt, weil sie Hunger hat.
*Spoilerende*

Das klingt natürlich alles nach einem simplen Horror/Slasherbuch. Das ist es aber nicht. Worum es McCarthy wirklich ging, war die Beziehung zwischen Vater und Sohn zu beleuchten und zu erzählen, wie sie mit der Hoffnungslosigkeit in einer sterbenden Welt umgehen. In kurzen Rückblenden erfährt man z.B. das die Mutter des Sohnes sich umgebracht hat, weil sie nicht mehr in dieser Welt leben wollte und zuvor den Vater angefleht hat, ihr zu gestatten den Sohn mitzunehmen.

Es gibt unter dem Strich viele Bücher die sich mit der "Was wäre wenn"-Frage bei einer Apokalypse beschäftigen. Die guten schaffen es dabei, dass man mit den Figuren mitfühlt, ohne immer wieder den Zeigefinger zu erheben und zu betonen, dass mit der Welt etwas ganz Furchtbares passiert ist.

McCarthys Buch ist in der Hinsicht mit weitem Abstand das beste Buch vor dem Hintergrund einer postapokalyptischen Welt, das ich kenne und ohne Umschweife auch eines der generell besten Bücher das ich bisher gelesen habe. Nachdem man damit fertig ist, vergisst man es nicht mehr.

Lange Rede kurzer Sinn: Hat etwa 250 Seiten und kostet 20 Euro. Wer es nicht liest stirbt deutlich dümmer und wie üblich möchte ich Interessierten das englische Original ans Herz legen.

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Dhe
Verschwörungsfreak
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12.01.2011 - 04:30

Joe Haldeman - "Forever Free"

Vor ein paar Wochen hatte ich über "The Forever War" gesprochen. "Forever Free" ist die Fortsetzung dazu. Wer den ersten Teil bisher nicht gelesen hat und nicht ausschließt das irgendwann zu tun, sollte den in Spoiler gesetzten Teil nicht lesen. Leider ist es aber unmöglich den zweiten Teil zu besprechen ohne das Ende vom ersten zu verraten.

In medias res:

*Spoiler*

Wir erinnern uns: Ein Kernthema in "Forever War" war die Zeitdilatation. D.h. wenn man sich schnell bewegt, mit annähernd Lichtgeschwindigkeit, vergehen subjektiv vielleicht nur ein paar Monate, im Universum vergehen aber Jahre oder Jahrhunderte.

So war es auch für den Protagonisten William Mandala am Ende des ersten Buches: Sein letzter Einsatz dauerte für ihn ein paar Jahre auf der Erde war aber nach seiner Rückkehr mittlerweile das Jahr 3000 angebrochen und der Krieg, in dem er in den letzten 1000 Jahren gekämpft hatte, war vorbei.

Die Menschheit im eigentlichen Sinn existiert nicht mehr, sondern hat sich gewandelt, in eine Spezies, die zwar optisch noch identisch ist, sich aber Mittels cloning fortpflanzt und über ein Kollektivbewußtsein verfügt. In diesem gibt es keine eigentlichen Individuen mehr sondern im Prinzip nur noch ein Individuum mit vielen physischen Inkarnationen, das sich folgerichtig "Man" nennt.

Mandala wird sich bewußt, das nicht mal mehr Reste der Gesellschaft bestehen aus der er im 20. Jhd. entsprungen ist und weiß zunächst nichts mit seiner Situation anzufangen.
Hinzu kommt, dass sein letztes Verbindungsstück zu seinen Wurzeln, nämlich seine Freundin Marygay, mit der zusammen er am Ende des 20 Jhd. zu seinem ersten Einsatz aufgebrochen war und mit der er später eine Beziehung angefangen hatte, nicht wie üblich mit ihm auf seinen letzten Einsatz geschickt wurde.
Weil Mandala ein paar Monate länger unterwegs sein würde, gingen beide wegen der oben angesprochenen Zeitdilatation völlig realistisch davon aus, dass sie sich nie wieder sehen würden.

Nun stellt sich aber raus, daß "Man" für den Fall daß sich sein Genom irgendwann erschöpft, oder irgend etwas Unvorhergesehenes passiert, absichtlich ein paar Kolonien gegründet hat, auf denen Menschen auf traditionelle Art leben. D.h. mehr oder weniger wie im 20. Jhd. nur mit fortgeschrittener Technologie. "Man" bietet allen Veteranen des "Forever War" an entweder zurück zur Erde zu kommen oder auf eine der Kolonien zu gehen. Außerdem entdeckt Mandala in seiner Akte, die ihm nach seinem Ausscheiden aus dem Militär überreicht wird, einen kurzen Brief von Marygay.
Die ist anders als von Mandala befürchtet nicht tot, sondern hatte sich entschieden auf ihn zu warten indem sie zusammen mit anderen Veteranen ein Schiff mietet (Zinsen auf den Sold aus 2500 Jahren machen es möglich), daß mit Lichtgeschwindigkeit im Kreis fliegt und alle paar Jahre anhält um diejenigen Veteranen rauszulassen, für die genug Zeit vergangen ist um sich mit ihren Bekannten und Freunden wieder zu treffen.

Mandala entschließt sich auf eine der Kolonien zu ziehen.

Der letzte Absatz von "The Forever War" ist ein Zeitungsartikel in dem berichtet wird, dass Marygay, die zweitälteste Bewohnerin des Planeten "Middle Finger" einen gesunden Jungen zur Welt gebracht hat.

Die Handlung von "Forever Free" setzt ungefähr zwanzig Jahre später ein.

Mandala und Marygay sind biologisch etwa 50 Jahre alt und haben neben ihrem Sohn außerdem noch eine Tochter bekommen.

In den ersten paar Kapiteln wird beschrieben, daß "Middle Finger" nicht ganz so rosig ist wie er von "Man" beschrieben wurde. So ist der Planet selbst im Grunde genommen eine permanente Tundra die nur in Äquatornähe bewohnbar ist. Die Winter dauern etwa drei Erdjahre.

Das ist zwar nicht schön aber dank der Technik doch relativ problemfrei aushaltbar. Die eigentliche Schwierigkeit stellt "Man" dar. Der/die sind zwar nicht wirklich unfreundlich, betrachten die klassischen Menschen aber in etwa wie man Nutztiere betrachtet. Man hat nichts gegen Sie und hilft ihnen bei der Lebensbewältigung, aber man tut das nicht aus Zuneigung sondern aus Kalkül und bewahrt dabei seine freundliche Distanz soweit es nur geht.
Außerdem gestattet "Man" den klassischen Menschen zwar formal sich an der Regierung zu beteiligen, aber es wird ziemlich schnell klar, wer die Fäden wirklich in der Hand hält. Vereinfacht gesagt: Die Menschen werden zwar nicht im eigentlichen Sinne unterdrückt, aber doch absichtlich in Abhängigkeit gehalten.
Darüber hinaus stößt es einigen Veteranen des "Forever War" ziemlich sauer auf, daß sich "Man" mit den "Taurans" also den ehemaligen Feinden ganz prima zu verstehen scheint.

Ein Zirkel aus rund 50 Veteranen, dem auch Marygay und Mandala angehören berät sich in der Folge was man tun könnte.
Offene Revolte scheidet aus, weil sie erstens keine Aussicht auf Erfolg hätte und zweitens, weil sie im Grunde genommen auch nicht angebracht erscheint.
Mandala hat schließlich die Idee, daß wenn man die Gesellschaft schon nicht verändern kann, man solange warten könnte, bis sie sich selbst verändert hat. Dazu soll man einfach das weiterhin im Orbit geparkte Raumschiff mieten und einfach mal 40000 Jahre in die Zukunft fliegen.

Die Gruppe legt den Vorschlag "Man" vor, der zunächst zustimmt, aber die abschließende Antwort des gesamten Kollektivbewußtseins von der Erde abwarten möchten. Mit dieser ist aufgrund der großen Entfernung erst nach ein paar Monaten zu rechnen.
In der Zwischenzeit steht es den Menschen frei mit der Vorbereitung für ihr Unternehmen zu beginnen. "Man" stellt nur die Bedingung, daß ein Vertreter von ihm selbst und ein Vertreter der "Taurans" mit an Bord soll und hilft ansonsten bei den Vorbereitungen, weil es von dem Experiment selbst ganz angetan ist und davon ausgeht, daß sich die Gesellschaft in 40000 Jahren tatsächlich radikal verändert haben wird.

Ein paar Monate später trifft die Antwort von der Erde ein und wider Erwarten lehnt diese ab. Ausschlaggebend war ein Veto der "Taurans" dessen Gründe erst im späteren Verlauf mehr oder weniger erklärt werden.

Weil ein Nein aber keine Antwort ist, beschließen Marygay und Mandala beziehungsweise der Rest der Gruppe ganz einfach das Schiff zu kapern und der Kolonie damit buchstäblich die Pistole auf die Brust zu setzen. Das gelingt nach einigen Wirrungen auch und der örtliche Ableger von "Man" stimmt schließlich - wenn auch etwas zähneknirschend - zu das Projekt wie geplant, d.h. mit einem "Man" einem "Tauran" und rund 100 Menschen, starten zu lassen.

Die Gruppe fliegt los und zunächst funktioniert alles wie geplant. Nach ein paar Monaten taucht aber Unerklärliches auf. So entsteht z.B. in einem Schrank jeden Tag ein Vakuum ohne das jemand den Grund dafür finden könnte. Richtig kritisch wird es aber, nachdem das Schiff ohne jegliche ersichtliche Ursache innerhalb kürzester Zeit seine Antimaterie und damit seine Energiequelle verliert.

Der Flug muß abgebrochen werden und die Gruppe kehrt in Rettungsboten nach "Middle Finger" zurück. Entgegen der geplanten 40000 Jahre sind erst 24 Jahre vergangen.

Der Planet hat sich aber trotzdem ordentlich verändert: Er ist leer.

Von den ursprünglichen Millionen von Einwohnern ist keiner mehr da. Die Infrastruktur ist aber intakt, d.h. eine Katastrophe oder ein Krieg kann ausgeschlossen werden. Außerdem stellt sich raus, daß alle Bewohner exakt in dem Moment verschwunden zu sein scheinen, in dem auch auf dem Schiff die Antimaterie verschwand.

Man versucht die umliegenden Kolonien von "Man" und den "Taurans" zu kontaktieren, nachdem man aber keine Antwort bekommt entschließt man sich kurzerhand mit den verbliebenen Rettungsboten zur Erde zu fliegen um zu schauen ob es dort noch jemanden gibt.

Da angekommen stellt man fest, daß auch hier die Infrastruktur intakt ist, der Planet aber keine Bewohner mehr hat.

Damit ansatzweise klar wird, warum ich gleich davon abraten werde das Buch zu lesen, spoilere ich jetzt auch das Ende.

Es stellt sich nach kurzem Hin und Her raus, das die Menschen seit Anbeginn den Planeten zusammen mit Gestaltwandlern geteilt haben, die öfters mal eine gute Tat für die geistige Evolution der Menschen getan haben, indem sie z.B. als Isaac Newton oder Albert Einstein in Erscheinung traten. Was mit den "Menschen" oder den "Taurans" passiert ist, wissen sie aber auch nicht.

Just nachdem dies über den Leser ergossen wurde, fangen die Protagonisten an zu explodieren. Buchstäblich.

Auf den letzten paar Seiten taucht dann ein Wesen auf, das uncharmant und effektiv Gott ist und nach eigenem Bekunden die Galaxis aus Langeweile als Experiment geschaffen hat. Es konnte nicht zulassen, daß Marygay, Mandala und ihre Gruppe die Galaxie beziehungsweise die Zeit verlassen, weil das wie eine Ratte wäre die aus dem Labor ausbricht. Deshalb hat es alle intelligenten Lebewesen in Stasis gelegt.

Nach einer halbherzigen Diskussion läßt sich das Wesen dazu überreden den Status quo wieder herzustellen, wenn alle versprechen die Galaxis nicht zu verlassen.


*Spoilerende*

Ernsthaft.

So geht das Buch aus.

Klassischer "deus ex machina".

Ich war selten so enttäuscht von einem Buch, wahrscheinlich deshalb weil mir der erste Band so gut gefallen hat und mir die Figuren nicht unsympathisch waren.

Die ersten zwei Drittel sind durchaus lesenswert, zumal einige gute Ideen darin stecken und Haldeman einen Erzählstil hat, der mir prinzipiell zusagt. D.h. er schreibt ein bißchen wie Hemingway: Kurz, prägnant, nicht ewig auf der Suche nach eine verschnörkelten Sprache, aber trotzdem nicht brachial oder banal.
Außerdem ist er handwerklich solide. Das heißt Figuren und Dialoge sind trotz des schrägen Settings durchaus glaubhaft und sympathisch.

Das Problem ist, daß Haldeman wahrscheinlich keine Idee hatte, wie er das Buch enden lassen oder was er eigentlich sagen will. Wahrscheinlich hat er sich ohnehin nur zu einem überflüssigen Sequel 25 Jahre nach dem ersten Teil überreden lassen, weil er das Geld brauchte.
Einen erzählerischen Grund für die Fortsetzung hat er jedenfalls nicht geliefert.

Wäre das Ganze nur eine 0815-SciFi-Groschengeschichte, ein Star Trek oder Star Wars Roman meinethalben, dann wäre es schon in Ordnung so wie es ist. Da es aber eine Fortsetzung von "The Forever War" ist, der sich mittlerweile zu einem Klassiker der SciFi-Literautr gemacht, muß sich das Buch gefallen lassen, das eben diese Messlatte angelegt wird.
Und dabei versagt es jämmerlich.

Kurzum, wer es lesen will, der möge Spaß haben und über das Ende hinweg sehen. Ich rate aber ab.

Die deutsche Fassung ist unter dem sinnreichen Titel "Am Ende des Krieges" erschienen kostet ungefähr 10€ und dürfte so um die 330-350 Seiten haben.

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alphanostrum
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Ich kann euch das Buch "Die Deutschlandakte" ans Herz legen. Wenn ihr das gelesen habt, dann seht ihr unser Land mit anderen Augen. Unsere Demogratie ist nur ein Konstrukt der Verblendung!

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alarich
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30.07.2012 - 16:41

Hab neulich auf dem Krabbeltisch mal "Das Buch der verrückten Experimente" von Reto U. Schneider erstanden.

Ist durchaus zu empfehlen, nette Klolektüre. Auf knapp 280 Seiten knapp 200 Fälle, manche nur kurz angerissen andere etwas ausführlicher beschrieben, vor allem soziologische Experimente.

Ist nicht alles zu einhundert Prozent genau recherchiert und geht auch nicht besonders in die Tiefe. In vielen Fällen verliert der Autor sich auch in amateurpsychologischen Analysen der Wissenschaflter.

Aber es informiert einen über ein paar nette Dinge die man dann noch einmal ausgiebiger recherchieren kann.

Wenn ihr es mal günstig irgendwo seht, greift zu, bei Amazon darf man da ja schon horrende Preise für hinlegen. Mehr als 10 Euro ist es nicht wert, aber die auf jeden Fall.
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ich lese gerade "fight club" von chuck palahniuk.. klassiker ;D
When you're taught to love everyone, to love your enemies, then what value does that place on love?

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Mein momentaner lesestoff ist Musashi :)
Mache ich etwas richtig, merkt es keiner. Mache ich etwas falsch, vergisst es keiner.

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alarich
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26.10.2012 - 09:48

Ich habe kürzlich günstig die drei forever Bücher geschossen. Forever War habe ich durch und leider kann ich dhe's Begeisterung nicht teilen. Das Buch ist leider nicht so besonders toll.

Zunächst einmal gefällt mir diese Sache mit der temporären Relativität nicht, worauf ja das ganze Buch aufbaut. Mag sein das es nach Physiklehrbuch korrekt ist, aber ich krieg davon Kopfschmerzen. Es ist auch nicht wirklich gut umgesetzt. In Ansätzen ganz interessant, aber die großen Veränderungen auf der Erde werden dann einfach hingeworfen wie ein Knochen und gerade mal in ein oder zwei Nebensätzen erklärt. Klar, die Idee das plötzlich alle homosexuell sind und Heteros als abartig angesehen werden ist interessant, aber nicht gut umgesetzt. Außerdem fehlt irgendwie der rote Faden, Haldemann springt irgendwie von einem Punkt zum nächsten. Nebenfiguren werden eingeführt um dann zwei Seiten später wieder vergessen zu werden.

Außerdem stört mich doch der zu arg erhobene Zeigefinger und schließlich wie sich am Ende der ganze Krieg aufklärt. Toll, hier wurde mal wieder perfekt das Konzept von Gut und Böse umgesetzt (und wirklich überraschend war es ja nicht, wer die "Bösen" waren)
Das hat Heinlein in Starshop Troopers besser gelöst wo es im Prinzip heißt. "Hey, die Bugs sind vielleicht nicht böse, aber sie besetzen die selbe ökologische Nische wie wir. Also müssen wir sie weg putzen. Und sie denken das selbe über uns." (was ja im Prinzip auch das Grundprinzip jedes Krieges ob bei Mensch oder Tier ist. Gut und Böse sind ja nun einmal abstrakte Konzepte die in der modernen Außenpolitik nicht vor kommen)

Positiv anzumerken ist das der Stil relativ gut ist und das es am Ende nicht dieses melodramatische Ende gibt, wie es bei belehrenden Büchern ja normalerweise üblich ist, sondern so etwas was man als Happy End gelten lassen könnte.
Bevor man mich jetzt falsch versteht, das Buch ist keineswegs Schund. Aber wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung zu hoch. Ich rate doch eher zu Arthur C. Clarke wenn man anspruchsvollen SciFi lesen will.

Die beiden anderen forever Bücher werde ich mir wohl trotzdem mal reinziehen, auch wenn ich speziell bei der Fortsetzung nicht viel erwarte. Denn das Buch hat schon ein recht befriedigendes Ende und bedarf eigentlich keines weiteren Teils.
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26.10.2012 - 11:38

Da hier so ausführlich von alarich geschrieben wurde. Abseits von meinem normalen Studienlehrstoff finde ich gerade ab und zu Zeit "Shantaram" von Gregory Roberts zu lesen.

Leicht biographisch angehauchtes Buch über sein bzw. das Leben seiner Figur . Abseits der Diskussion ob er es so erlebt hat, ich finde es auf jeden Fall lesenswert. Gut geschrieben, läuft relativ leicht in den Schädel. Wir sind zwar schon was dahinter, aber als Reisebuch würde ich es definitiv mit nehmen ;)
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es


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30.11.2012 - 16:43

Tja, forever free ist nun auch ausgelesen. Uiuiui kann ich dazu nur sagen. Wie gesagt, der erste Teil hat mir ja schon nicht wirklich gefallen. Der zweite macht zu Beginn vieles besser, eingeführte Figuren ziehen sich konstant durch die Handlung und haben zum Teil auch einen gewissen Wiedererkennungswert, auch wenn sich das übliche Kanonenfutter wieder dazwischen reiht (Hm, wer war dsa jetzt der da gestorben ist? Ach egal, sowieso nicht wichtig)

Aber dann kommt dann der Inhalt...

SPOILER

Das Konzept zu Beginn gefällt mir relativ gut. Der schwellende Konflikt zwischen den "alten" Menschen und den neuen Menschen bzw. den Tauriern (die irgendwie einerseits ein Kollektivbewusstsein, aber andererseits auch nicht haben. Naja, ist nicht so wichtig) und der daraus resultierenden Flucht in die Zukunft ist gut umgesetzt. Man merkt schon das die Protagonisten selber gar nicht wissen ob sich dadurch ihre Situation verbessert, sondern das sie nur irgendetwas tun wollen. Haltermann gelingt es sogar richtiggehend Spannung aufzubauen, als die Flüchtlinge gezwungenermaßen zurück kehren und alle Menschen/Taurier verschwunden zu sein scheinen. Bis zum Moment der Rückkehr auf die Erde ist es eigentlich ein ziemlich gutes Buch. Aber dann... erst werden die Omni eingeführt, als Gestaltenwandler welche die Entwicklung der Menschen und Taurans immer wieder beeinflusst haben (aus welchem Grund auch immer) und kommen dann mit der tollen Idee der/des Nameless. Aha, sagt sich der geneigte Leser jetzt, die also. An diesem Moment ist sowieso alles egal, weil man durch die ganze Omni-Sache sowieso schon gaga ist. Vollkommen nutzlose Einführung dieser Rasse. Gut, man kann sich irgendwie schon zusammen reimen das dies wohl Gott sein soll. Der taucht dann auch noch auf, schnippt mal mit dem Zeigefinger und alles ist wieder toll. Lustigerweise wird noch angedeutet das er noch einen hat der über ihn steht. Jedenfalls ist dieser Ausflug in die Metaphysik vollkommen unnötig und wenn man es ganz genau nimmt, nimmt er dem ersten Teil auch vollkommen die Moral der Geschichte.

Soweit dazu, das dritte Haldeman-Buch habe ich hier auch noch herum liegen. Ist ja zum Glück kein Sequel sondern eine Parallelerzählung. Im Moment ist die Motivation das zu lesen jedoch nicht allzu groß. Ich kann mich dhe's Meinung also nur anschließen. Finger weg.
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