Die Union

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Die Union

13.03.2009 - 22:08

Ich hatte ja schon einmal eine Geschichte hier veröffentlicht. Eigentlich sollten es mehr werden, aber irgendwie habe ich es bis jetzt verplant *g*. Diese Geschichte muss veröffentlicht werden, da George Bush eine Rolle spielt. Mit Obama als Präsident liest sich das irgendwie nicht so gut ^^

Wer sich das durchlesen möchte, dem empfehle ich dringend den Drucker. Am Ende des Textes findet sich ein Link, über den ihr den Text als Word-Dokument herunterladen könnt. Damit könnt ihr das Ding in einem gut lesbaren Format ausdrucken - Querformat, zwei Zeilen. Liest sich wie ein Buch.

Der eigentliche Text kommt in nachfolgenden Post. Ist besser als 'ne einleitende Zeile; so ein Text sollte eine in sich geschlossene Einheit bilden.
Zuletzt geändert von Moredread am 13.03.2009 - 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Den Raum für Freiheit zu schaffen ist Aufgabe der Politik.
Die Freiheit selbst zu verwirklichen, ist Sache aller und eines jeden.

Karl Theodor zu Guttenberg





„Die Union – Prozess gewonnen” titelte die Schlagzeile der Washington Daily. Ike Phearson nahm lediglich das Fettgedruckte wahr, dass er auf einer Schlagzeile des Zeitungsautomaten sah, der neben der Kreuzung stand. Er war ein wenig nervös, und das rote Licht der Ampel half auch nicht dabei, ihn zu beruhigen. Vorstellungsgespräche schlugen ihm immer auf den Magen, besonders, wenn es knapp mit der Zeit war, so wie heute.

Nur wenige Minuten später parkte er seinen Wagen vor dem Gelände der Microsoft Niederlassung. Er erklärte dem Pförtner am Eingang sein Anliegen, und der bat ihn darum, in der Wartehalle Platz zu nehmen. Kurz darauf erschien auch der Gesprächspartner, ein Schwarzer in den Mitt-Vierzigern, der nach eigenem Bekunden für die Personalabteilung der Systemprogrammierer arbeitete.

Zuerst musste Ike ein paar der üblichen Bewerbungsbogen ausfüllen, die offenbar darauf abzielten, seinen Intelligenzquotienten zu ermitteln. Es folgte eine Konversation, in der er erklären sollte, wieso er sich für einen Beruf als Programmierer entschieden hatte, und warum er denn ausgerechnet bei Microsoft angestellt werden sollte. Er hatte einen guten Tag, und nicht nur der Bewertungsbogen, auch die kleine Debatte hatten es seinem Gesprächspartner sichtlich angetan.

„Mr. Phearson, ich muss gestehen, sowohl der Bogen als auch Ihr Vortrag waren äußerst überzeugend. Wir würden Sie gerne anstellen – zu einem Bruttogehalt von 75.000 im Jahr.“

Ike war sprachlos. Sollte das vielleicht ein Scherz sein? Das war ein Gehalt, das man sich vielleicht als Abteilungsleiter erträumen konnte. Er hatte vielleicht mit der Hälfte gerechnet. Natürlich war er nicht so dumm, deswegen Bedenken vorzutragen.

„Allerdings“, sagte der Personalchef, „hat die Sache einen kleinen Haken.“

Aha! Also doch! Derartige Traumgehälter gab es nicht, und schon mal gar nicht von einem Marktriesen, der nicht nur die Preis auf dem Software Markt diktierte, sondern mittlerweile auch die Höhe der Löhne.

„Sie haben doch bestimmt von der Union gehört – in den letzten Monaten gab es ja einige Berichte in den Medien. Sie werden im Grunde nicht von Microsoft bezahlt, sondern von der Union. Daher wäre das Gehalt dann auch nicht 75.000 Dollar, sondern 75.000 Units.“

Was?

„Ich weiß, ich weiß... das klingt zuerst einmal etwas ungewöhnlich. Lassen Sie mich das bitte ein wenig ausführen. Wie Sie sicherlich wissen, ist die Union ein neues Staatengebilde, das von einigen größeren Firmen und Personen gebildet wurde. Bekanntermaßen handelt es sich dabei um Microsoft, die bin-Laden-Group, Berkshire Hathaway Inc., die Gebrüder Albrecht, Prinz Abdulaziz, Sir Kenneth Thomson, Liliane Bettencourt, Ingvar Kamprad und Johanna Quandt. Die Währung wird innerhalb der Landesgrenzen der Union gedruckt, und sie wird weltweit von jedem unserer Gruppe angeschlossenem Geschäft als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Währung wird nächsten Monat eingeführt, und der Wert eines Units entspricht eins zu eins dem eines Dollars.“

Das war jetzt erst mal ein dicker Hund. „Entschuldigen Sie, aber heißt das nicht, dass ich mit diesem Geld – diesen Units – nur in ein paar ausgewählten Geschäften bezahlen kann?“

Der Personalchef lächelte. „Es dürfte wohl eher so sein, dass Sie nur in ein paar ausgewählten Geschäften alleine mit dem Dollar zahlen können. Die Units sind die Währung der Zukunft – übrigens, auch mein Gehalt wird nächsten Monat in dieser Währung ausgezahlt. Da es sich um das Geld aus unserem Staat und aus unserer Bank handelt, kann die amerikanische Finanzbehörde keinerlei Steuern dafür verlangen, ebenso wenig wie irgendein anderer Staat auf dieser Welt. Ihr Gehalt ist, wie man so schön sagt, Brutto für Netto. Machen Sie sich mal keine Sorgen: Von Walmart bis Esso, von Ikea bis McDonald – alle werden diese Währung akzeptieren. Es gibt nur wenige Firmen, die nicht Teil unseres Verbundes sind. Und die werden nachziehen, da können Sie sich sicher sein.“

Er versuchte, sich das ganze vorzustellen, aber irgendwie war der Teil in ihm, der ihm sonst immer gute Ratschläge gab, gerade gelähmt. Was dieser Mann ihm da vorschlug, übertraf einfach alles, was er bis jetzt erlebt hatte. Dabei war er lange Zeit selbständig gewesen und hatte schon einiges gesehen. Das hier stellte alles in den Schatten. Aber im Grunde genommen war es doch recht einfach, oder? Er bekam das vierfache des Gehalts, das er anvisiert hatte, nur konnte er damit in ein paar Geschäften nicht einkaufen. Er lächelte. „Wo muss ich unterschreiben?“

*****

„Präsident Bush sagte heute, dass die gerichtliche Anerkennung der Union nicht den völkerrechtlichen Standards entspricht. Er verweigert die Anerkennung des Staates, und droht mit militärischer Intervention, sollte die Union weiterhin auf ihre territorialen Ansprüche beharren. Er forderte...“

Tom Copper blendete die Stimme der Fernsehsprecherin aus. Diese Medienleute waren sowieso alle verrückt. Er war auch nicht den weiten Weg nach Washington geflogen, um hirnerweichendes Fernsehen über sich ergehen zu lassen. Als Vertreter der CSC sollte er hier einen Kontaktmann treffen, der einen geheimnisvollen Auftrag für ihn hatte. Eigentlich ließen sich die Söldner nicht auf solche Spielchen ein. Bis jetzt war die US-Regierung ihr größter Kunde gewesen. Aber es hatte sich etwas getan in der Führungsetage der CSC...

Ein Mann mittleren Alters nahm an seinem Tisch Platz. Hellgrauer Anzug, Krawatte, randlose Brille, Mausgesicht. Ein Anwalt. Er hasste Anwälte. Er musste immer an seine arme Mutter denken, und an seinen Vater, dieses Schwein. Die Besuche des Rechtsverdrehers bei seiner Mutter, angeblich, um die Rechte seines Vaters klarzustellen. Es ging aber immer nur darum, dass sein Vater sich vor seinen Pflichten drücken wollte. Er würde das Mausgesicht einmal so richtig auflaufen lassen, und malte sich genüsslich die entsetzte Verwirrung aus, die sich über die arrogante Visage ausbreiten würde. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, das dass die Verhandlung mit einer Zahl begann.

„Eine Billionen.“

Er hatte alles erwartet, nur nicht das. Was sollte man denn darauf antworten? „Äh... tausend Milliarden?“ Verdammt, hatte er nicht etwas ganz anderes sagen wollen?

„Ganz genau. Das ist der Betrag, den wir bereit sind zu zahlen. Ich verhandele hier als Vertreter der Union. Uns wurde damals der Status eines eigenständigen Staates eingeräumt. Jetzt läuft es aber nicht so, wie Mr. Bush sich das vorgestellt hat, und nun möchte er unsere Autorität mittels militärischer Gewalt untergraben. Wir würden gerne die Truppen der Computer Sciences Corporation engagieren, um unsere Interessen zu wahren. Für den Einsatz der gesamten Corporation zahlen wir 100 Milliarden Dollar, dazu kommen 900 Milliarden Units. Außergewöhnliche Aufwendungen werden selbstverständlich getrennt behandelt; es handelt sich bei diesen Beträgen nur um die Bezahlung der Truppe.“

Copper war kein Rechenkünstler, aber das war bei diesen Zahlen auch gar nicht nötig. Er musste gerade daran denken, wie die Vorstandsetage auf dieses Angebot reagieren würde. Vermutlich würden sie eine Party schmeißen. „Hören Sie, Mister“, raunte er, „es gibt da natürlich ein paar Probleme. Unsere Kräfte sind unter anderem im Irak und im Kosovo gebunden. Wir müssten...“

„Ich bin mir sicher, Sie werden eine Lösung für dieses Problem finden. Die CSC ist dafür bekannt, Unmögliches möglich zu machen. Denken Sie, der Vorstand würde einem solchen Anliegen zustimmen?“

*****

„Amerika erwägt den Einsatz von Nuklearwaffen gegen die Union“, las Johanna Quandt mit besorgter Miene. „Mr. Gates, dazu hätte es nie kommen dürfen! Haben Sie auch dafür eine Lösung an der Hand?“ Gates lächelte nur. Die Schlagzeile aus der Internetseite seines eigenen Unternehmens schien ihn nicht im geringsten zu beunruhigen.
Prinz Abdulaziz warf ein: „Der Präsident wird doch keine Kernwaffen benutzen? Die Union liegt im Landesinneren der USA. Ein solcher Schlag würde...“
Er wurde vom Gelächter des Microsoft CEO und Präsident der Union unterbrochen. „Natürlich werden sie das tun. Es ist die einzige Möglichkeit, ihre Interessen zu bewahren. In kaum zehn Jahren werden die USA pleite sein. Dann können sie sich nicht einmal mehr ihre Armee leisten – ein verzweifelter Versuch, das Ruder noch herumzureißen.“
Der stets finster dreinblickende Ingvar Kamprad warf ein: „Ich verstehe nicht, was es da zu lachen gibt. Bis jetzt lagen Sie mit Ihren Einschätzungen richtig. Der Angriff der Special Forces konnte dank der CSC abgewehrt werden. Gegen eine Kernwaffe hingegen sind wir machtlos.“
Verschmitzt sah Gates ihn an. „Sind Sie sich da ganz sicher? Lassen Sie mich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Vor über zehn Jahren trat der amerikanische Staat an meine Firma, mit der Bitte, die Streitkräfte mit einem adäquaten Betriebssystem auszurüsten. Dabei ging es weniger um ein System für Personal Computer. Vielmehr verlangte man nach einem Kontrollsystem für die amerikanische Flotte, einem Netzwerk zur Koordinierung der landesweiten Radarüberwachung und einem Zielsystem für THEL.“ Gates lächelte still in sich hinein. Er wollte seinen Triumph auskosten.
Mit hochrotem Kopf warf Sir Thomson ein: „Sind Sie wahnsinnig? Wenn sie diese Systeme deaktivieren, könnten die Russen oder die Chinesen einmarschieren. Damit zwingen sie die Regierung zu einem Atomschlag!“

Gates Grinsen wuchs in die Breite. „Oh, entschuldigen Sie bitte, das muss wohl das Alter sein. Ich vergaß, ein System zu erwähnen. Wir haben der amerikanischen Regierung zusammen mit der Northrop Grumman Corporation noch ein viertes zur Verfügung gestellt. Eigentlich eine Kleinigkeit, so etwas vergisst man gerne mal, denn es handelte sich lediglich um ein paar Daten.“ In dem Schweigen, dass auf diese Worte folgte, hätte das Geräusch einer Nadel, die zu Boden fällt, Ohrenbetäubend gewirkt. „Es handelt sich um die Daten für das TERCOM System, mit dessen Hilfe die atomaren Trägerraketen ihr Ziel finden. Sollte die USA sich dazu gezwungen sehen, uns mit einer A-Waffe anzugreifen, wird es einen bedauerlichen Unfall geben.“

*****

„Kurz nach dem durch eigenes Versagen verschuldeten Atomwaffenunfall in Washington D.C. ergaben sich die USA dem ehrwürdigen Weisen Gates und schlossen sich der Union an. Weitere Volkswirtschaften folgten in den nächsten Jahren, bis schließlich im Jahre 2035 der letzte autonome Staat, Australien, Teil der Union wurde. Der Ehrwürdige schaffte die überflüssigen Sozialsysteme ab, verbot die verbrecherischen Gewerkschaften und führte das Höchstalter ein. Wir verdanken ihm alles, ohne seine Weitsicht wäre die Welt ins Chaos gestürzt.“ Trevor schloss seinen Vortrag mit einem hoffnungsvollen Blick auf seine Lehrerin. Er hoffte, auch wirklich an alles gedacht zu haben.
„Das ist richtig, Trevor, danke, eine hervorragende Hausarbeit. Hat noch jemand Fragen zu dem Thema? Phil?“
„Frau Lehrerin, stimmt das? Wurden die Menschen damals wirklich so alt, wie sie wollten?“
Die Lehrerin rückte die Brille auf der Nase zurecht. „Ja, das stimmt. Vor der Einführung des Höchstalters von fünfzig Jahren wurden die Menschen einfach immer älter, bis sie irgendwann von ganz alleine starben.“
„Bäh, das ist ekelhaft. Also ich hätte mich damals mit Fünfzig erschossen. Was haben sich die Leute bloß gedacht?“ Phil schloss seinen Einwurf mit einer Geste seiner Hand ab, die den Selbstmord mit einer Pistole symbolisieren sollte.
„Hm, das ist schwer zu sagen, Phil. Die Leute waren in diesen Zeiten halt noch nicht so klug, wie sie es heute sind. Auch gab es da noch nicht den Hohen Rat. Die Leute mussten ohne den ehrwürdigen Weisen Gates auskommen. Das hat sich natürlich, dank der moralisch überlegenen Gesetze der Union, geändert, sonst würden wir heute immer noch unter diesen fürchterlichen Bedingungen leben.“
„Pah, ich hätte mich trotzdem...“ Das Schrillen der Pausenglocke unterbrach Phil, so dass er nicht mehr ausführen konnte, was er trotzdem gemacht hätte. Die Klasse verließ schreiend und tobend den Raum.

Die Lehrerin sah den Kindern nachdenklich hinterher. Die Frage hatte sie berührt. Sie war neunundvierzig Jahre alt.










Das Word-Dokument zum Ausdrucken gibt es hier:

http://rapidshare.com/files/208865416/D ... n.doc.html
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Dhe
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14.03.2009 - 02:09

Warum wurde das "Höchstalter" eingeführt?

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Nedlim
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14.03.2009 - 08:18

Warum wurde das "Höchstalter" eingeführt?
Ist bei Science Fiction eigentlich nicht so wichtig :D .
Ich vermute mal um der Überbevölkerung Herr zu werden oder damit keine Renten mehr gezahlt werden müssen. Aber liest sich schon toll ... auch der werdegang der Union ...
Und nen überraschendes Ende ... ich finde die Geschichte gut.
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Dhe hat geschrieben:Warum wurde das "Höchstalter" eingeführt?
Naja, wenn Du die Weltherrschaft anstrebst, schlägst Du auf diesem Wege drei Fliegen mit einer Klappe.

Das erste ist beinahe offensichtlich. Stell Dir ein Koordinatensystem vor. Nach oben hin den Preis, nach Rechts das Alter der Menschen. Bedingt durch unser Rentensystem und durch die Gesundheitsvorsorge geht die Kostenkurve ab einem bestimmten Alter steil nach oben.

Das zweite ist sehr perfide. Die Alten in unserer Gesellschaft sind Zeitzeugen, Menschen, die sich schon ein sehr langes Leben lang mit gesellschaftlichen und sozialen Problemen befassen. Man könnte sagen, die Alten sind die Mahner einer Gesellschaft. Sie geben - das sieht man sogar bei Urwaldvölkern - das Wissen der alten Generation an die Junge weiter. Naja, und es ist ziemlich blöd, wenn sich die Leute daran erinnern, das alles mal ganz anders war. Wenn Du ständig Stimmen im Hintergrund hast, die Einfluss haben und die Umstände anprangern. All das wirst Du los.

Und drittens löst Du das Problem der Ressourcenfrage. Eine nette Methode, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Ich könnte mir in dem Zusammenhang durchaus eine Geschichte vorstellen, in der es darum geht, warum das Höchstalter in Afrika niedriger ist...
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15.03.2009 - 17:27

Ich weiß nicht, mir mutet das nur - wenn du die Kritik gestattetst - nur bedingt glaubwürdig an, daß das einfach so von den Betroffenen akzeptiert würde. Ich würde das in der letzten Passage ausarbeiten, wie es dazu kam, daß die Maßnahme eingeführt wurde, ohne daß die 49-Jährigen und ihre Familien auf die Barrikaden gestiegen sind.

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Mir leuchtet Dein Einwand natürlich ein. Ich wollte diesen Teil allerdings der Fantasie der Leser überlassen. Der Fokus der Geschichte lag eigentlich eher bei dem mahnenden Finger; es ist ein überspitztes worst-case-Szenario. In diesem Rahmen sind Details vergleichsweise unwichtig.

Es gibt auch einen Gegenentwurf zu dieser Dystopie. Der sollte in Romanform kommen, und da werden auch solche Kleinigkeiten behandelt (sofern ich das alles mal zu Papier bringe, ich brauche da nämlich für die Kleinigkeiten einen Arzt und einen Rechtsanwalt). Bei "Die Union" ist mit voller Absicht dieser Stil gewählt worden; der Leser soll gar keine Zeit bekommen, groß zu reflektieren, zu schnell folgen die Ereignisse aufeinander.

ciao

JM
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16.03.2009 - 18:13

Moredread hat geschrieben:[...] Es gibt auch einen Gegenentwurf zu dieser Dystopie. Der sollte in Romanform kommen, und da werden auch solche Kleinigkeiten behandelt [...]
  • Die Romanform wirst Du hier wohl nicht veröffentlichen können.

    Ich könnte mich aber dazu bereit erklären den Text zu formatie-
    ren und in ein PDF-Dokument zu konvertieren, ebenso wie ich
    es schon mit Deiner ersten Geschichte " Der Herr Mayer " ge-
    macht habe und auf meiner Seite im Download-Bereich der
    Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben.
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