Meine Geschichte

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Meine Geschichte

20.01.2007 - 16:15

Der Herr Maier

Eigentlich hatte es gar nicht weh getan. Herr Maier war über die Straße gegangen, hatte es quietschen gehört, sich alarmiert umgedreht – da war er schon durch die Luft gewirbelt. Er hatte mit einem Male auf der Nase gelegen, ganz verdattert, und war aufgestanden. Und da stellte er fest, dass es ihm eigentlich ganz gut ging, es war noch alles dran und nichts schmerzte. Er sah zwei Jugendliche auf sich zukommen, ein Pärchen. Mit einem Male blieben sie abrupt stehen. „Oh mein Gott“, hauchte sie. „Der is´ hinüber“, sagte ihr Freund abgeklärt. Von wem redeten die da? Hatte der Verrückte noch jemanden über den Haufen gefahren? Herr Maier blickte sich um. Und sah ihn. Oder besser, sah sich. Oder um es ganz genau zu nehmen, er sah, was noch von ihm übrig geblieben war nach dem Unfall. Er drehte sich noch einmal zu dem Fahrzeug um, dessen Fahrer jetzt auf ihn... oder es... oder was auch immer, zuging. Das Auto war ziemlich im Eimer.
Und er auch – fürs Erste. Oder, wie es aussah, fürs Letzte. Da erst begann er wirklich zu begreifen, was vorgefallen war. Was sagte man in so einem Augenblick? „Oh mein Gott“, entfuhr es ihm – damit stand er immerhin auf der sicheren Seite. „Hilfe?“ – das war einen Versuch wert. Er ging auf das Pärchen zu, das jetzt da stand und diskutierte. „...und dann Peng, verstehst du, der Kerl hat einfach nicht auf die Straße geguckt. Ich glaube, der hatte ein Handy...“, sagte er gerade zu ihr. „Hallo?“, probierte Herr Maier es noch einmal hoffnungsvoll. Als die Beiden nicht reagierten und begannen, über das Handyverbot am Steuer zu schwadronieren, schwenkte er seine Hand vor den Augen des Mädchens. Keine Reaktion.

Herr Maier seufzte. Was sollte er denn jetzt machen? Er musste erst einmal zur Polizei und... aber halt, die konnten ihn ja gar nicht sehen. Ob die Beamten für so einen Fall vorgesorgt hatten? Dann fiel ihm ein, dass Leute, die tot waren, in der Regel keinen Kontakt zu den Lebenden pflegten. Der letzte Fall, der ihm bekannt wäre, war bereits 2000 Jahre her und... aber halt. Wenn das stimmen sollte, hätte dann nicht jemand erscheinen sollen, um, na ja, mit einer Waage seine guten Taten gegen seine Sünden aufzuwiegen oder etwas in der Art? Aber es war nichts Dergleichen passiert (im Geiste zählte er seine Kirchenbesuche und kam zu dem Entschluss, dass das auch gut so war). Er stand immer noch hier herum und das konnte doch nur bedeuten, dass... ja, was eigentlich? Er seufzte. Das war alles viel zu hoch für ihn. Hatten die Fragen denn nie ein Ende? Was sollte er denn jetzt machen? Er überlegte ein Weilchen und fasste schließlich den Entschluss, nach Hause zu gehen. Was sollte er denn sonst auch tun?
Er griff in die Innentasche seiner Jacke. Wo waren denn bloß die Autoschlüssel? Er dachte nach: Als er das Gebäude verlassen hatte, befanden sich die Schlüssel in seiner Hand. Unmittelbar danach fand der Unfall statt. Dann müssten die Dinger jetzt wo sein? Sein Blick schweifte über die Straße. Er ärgerte sich gerade, dass er keinen Mantel trug, denn es war tiefster Winter. Er wollte ja bloß die Straße überqueren, um in sein Auto zu steigen, ursprünglich. Da fiel ihm auf, dass er gar nicht fror, kein Stück, um genau zu sein. Warm war ihm auch nicht. Offensichtlich war ihm das Kältegefühl zusammen mit seinem Körper abhanden gekommen. Immerhin etwas, das es nicht zu bedauern galt. Er begann, die Straße abzusuchen und entdeckte den Schlüsselbund, der zwanzig Meter weiter im Rinnstein lag. Er bückte sich, um ihn aufzuheben. Seltsam, sehr seltsam. Als er ihn aufhob, blieb er liegen. Moment mal - er hatte den Schlüssel aufgehoben, der war irgendwie durch seine Hand geglitten und auf dem Boden liegen geblieben. Aber gleichzeitig hatte er jetzt auch einen Schlüssel in der Hand. Der sah genau so aus wie der am Boden, aber er war ein bisschen durchsichtig. Er blickte noch einmal zum Boden, ging alles im Geiste durch und entschloss, dass es keinen Sinn hatte, sich weiter damit zu beschäftigen.
Aber er musste, denn das Thema hatte die Eigenart, sich aufzudrängen. Am Auto angelangt stellte er nämlich fest, dass die Tür nach dem Aufschließen recht eigenartig reagierte. Es erinnerte ihn an den Schlüssel, aber an den wollte er ja nicht denken, also gab es nichts Vergleichbares, und er beschloss, sich zu Hause damit zu befassen. Als er den Schlüssel nämlich eingesteckt hatte, war erst einmal wie gewohnt der Knopf herausgefahren. Aber dieses Mal war er transparent. Das wäre ihm aber gar nicht aufgefallen, ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Schloss beim Öffnen irgendwie gleichzeitig verriegelt blieb. Aber es war völlig unmöglich, das ganze bei der Wagentür zu ignorieren. Als er sie aufsperrte, blieb sie gleichzeitig geschlossen. Die offene Tür war, wie schon zuvor der Schlüssel, leicht transparent. Die geschlossene Tür hätte ihn am Betreten des Wagens gehindert, und er wollte doch nach Hause, um über alles nachzudenken, und außerdem war die Wagentür ja offen, und darum stieg er in den Wagen.
Fahrzeug anlassen, Kupplung, Gang einlegen... ein Schrei entfuhr seinen Lippen. Beim losfahren hatte er sich durch etwas bewegt. Was...? Er bremste und sah in den Rückspiegel. Dort sah er sein Auto stehen. In welchem Auto saß er dann gerade? Verwirrt sah er sich um. Entgegen seiner Vorsätze dachte er nach. Er war tot, körperlos. Er konnte offenbar durch feste Materie, also zum Beispiel eine Autotür, gehen. Dann der Schlüssel. Dann das Auto... also, wenn er das richtig verstanden hatte, dann war er jetzt eine Seele. Dann war der Autoschlüssel... die Seele eines Autoschlüssels und das Auto, in dem er saß,...
Im Geiste hatte er eine Audienz beim Papst. „Benedikt“, hörte er sich sagen, „du versprichst den Menschen Seelenheil. Aber was ist mit den Autos und ihren Schlüsseln? Kannst du auch ihnen Erlösung verschaffen?“. Der Papst in seiner Vorstellung sah ihn erstaunt an.
Maier war sich ganz sicher, dass es im Christentum keine Autoschlüssel mit Seelen gab. Gab es überhaupt eine Religion, in der es so etwas gab? Ihm fiel keine ein, womit er wieder in einer geistigen Endlosschleife gefangen war, die er durchbrach, indem er sich sagte, dass er ins traute Heim fahren würde, um endlich einmal über alles nachgrübeln zu können. Er startete den Wagen.

Drei Kreuzungen lang ging alles gut. An der vierten Kreuzung hatte er rot und blieb stehen. Im Rückspiegel sah er den Laster, der ihn offenbar nicht sah. „Nein, nicht schon wieder“, entfuhr es ihm, als der Aufprall unvermeidlich schien. Aber es gab keinen Knall, bloß hatte er auf einmal Fußpedale und die dazugehörigen Füße vor Augen und den kölschen Dialekt mit „...dä FC hät su ne richtije driss jespeelt...“ in den Ohren. Da begriff er endlich die Folgen seiner Körperlosigkeit und der seines Fahrzeugs, obendrein die der Unsichtbarkeit, als er sich die Szene mit dem Mädchen vor Augen rief, das auf seine Hand nicht reagiert hatte. Er musste sich an keine Straßenregeln mehr halten!
Die weitere Fahrt durch Köln war äußerst Amüsant. Mit dem Fuß auf dem Gaspedal rauschte er durch Köln. Die Erbauer der Kiste hatten aus irgendeinem Grund, vermutlich Ironie, ein Tacho eingebaut, das zweihundertzwanzig Stundenkilometer anzeigte. Im Leben war das Fahrzeug niemals schneller als hundertdreißig gefahren. Und das auch nur bergab mit Rückenwind, im Windschatten eines schnelleren Fahrzeugs. Das Geisterauto, wie er es getauft hatte, kannte diese Beschränkungen nicht. Bei zweihundertzwanzig Sachen gab die Tachonadel langsam nach und verbog sich. Und das Fahrzeug nahm Kurven nicht mehr als bedauernswerte Ereignisse, sondern eher stilvoll und souverän wahr. Trotzdem bremste er ab, als er an den Kreisverkehr kam, der zur Autobahn 555 nach Wesseling führte. Am Straßenrand an der Autobahnauffahrt neben der Tankstelle stand ein Tramper. Voll jugendlichem Übermut hielt er scherzeshalber neben dem Anhalter an, kurbelte das Fenster runter und sagte zu ihm: „Na, wohin soll’s denn gehen?“. Der Anhalter, ein älterer Typ mit langen Haaren und Jeansklamotten, sah ihn an und sagte: „Wohin immer mich die Suche nach Erkenntnis bringen mag.“
Herr Maier stutzte: „Ähm, Moment... Sie können mich sehen? Und hören?“.
Der Anhalter sah ihn leicht belustigt an und sagte: „Nein, ich führe nur Selbstgespräche und das passt alles rein zufällig zu dem, was Sie gerade gesagt haben... nur ein Spaß, natürlich kann ich Sie sehen.“
Warum können Sie mich sehen?“
„Weil Sie da sind.“
„Das, ähm, also...“, Herr Maier versuchte, einen komplizierten Satz zu formulieren, der erklären sollte, dass er die komplexe Situation noch nicht ganz erfassen könne und dass ein wenig Kooperation betreffs der Definition der Seinszustände doch recht hilfreich wäre, als der Tramper ihm in den Gedanken fiel:
„Also, wenn’s Ihnen nicht passt, ich kann auch später wiederkommen. Sie wollen doch nach Hause fahren, richtig?“.
„Ja, warum?“
„Ich habe ihre Telefonnummer. Ich kann Sie dann ja einfach noch mal anrufen und komme dann vorbei, wenn es Ihnen passt.“
Maier ließ es sich durch den Kopf gehen. Er hatte in der Verwaltung gearbeitet und wusste, wie schnell ein „kleiner Fall“ vergessen werden konnte. „Ach“, sagte er also, „ich habe nichts Wichtiges vor. Kommen Sie doch einfach mit. Haben Sie ein Problem damit, wenn ich ein bisschen Gas gebe?“.

Während der schnellen Heimfahrt knirschten die Zahnräder im Schädel der Maier’schen Seele. Kannte er diesen Kerl nicht von irgendwo her? „Realschule Medinghoven“, ließ sich sein Beifahrer vernehmen. Schule? Was meinte er? Genauer betrachtet hatte er eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Religionslehrer, der dort einmal unterrichtet hatte. War er am Ende vielleicht - „Herr Kaspari?“
„Ja?“
Also tatsächlich, sein alter Religionslehrer. Irgendwas war doch mit dem gewesen? Er versuchte, sich daran zu erinnern. Sein Lehrer war ein angenehmer Typ gewesen, der hervorragend mit den Kindern zurechtgekommen war. Während der achten Klasse war er auf einmal verschwunden. Man hatte ihnen gesagt, Herr Kaspari wäre krank und würde lange fort sein. Tatsächlich kam der Mann nie wieder. Jahre später hatte er dann ein altes Klassenmitglied getroffen, das ihm erzählt hatte, Herr Kaspari wäre damals an Krebs erkrankt und drei Wochen später gestorben. Man hatte es damals den Kindern nicht erzählen wollen, zu beliebt war der Lehrer gewesen. „He, Sie sind tot!“, entfuhr es ihm, eigentlich wollte er das gar nicht gesagt haben. Aber der Mund war schneller.
„Na, und Sie erst“, antwortete sein Beifahrer und zwinkerte im grinsend zu. „Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran, auch an das Gerede der Leute.“ Das ließ Herrn Maier innerlich zu Eis erstarren. Er dachte an seine Frau. „Tut mir Leid“, sagte Herr Kaspari, „ich glaube, meine Worte waren ein wenig unbedacht. Woran denken Sie gerade?“.
„Ich denke an meine Frau. Werde ich jetzt beerdigt und all das?“
„Na ja, ich weiß ja nicht, was Sie so veranlasst haben, aber ich denke, genau das wird passieren, ja.“
„Und sie kann mich nicht mehr sehen und wird deshalb um mich trauern?“
„Ich fürchte ja. Das eine sind die Regeln, das andere normale Gefühle“
„Wie heißt der Blödmann, der die Regeln für dieses Spiel aufgestellt hat?“
„Ich fürchte, das waren Sie selbst“, sagte sein alter Lehrer und schaute ihn dabei nachdenklich an. Darauf erwiderte Herr Maier nichts. Das war ihm ein zu unsicheres Terrain. Er dachte wieder an seine Frau. Ein wenig verwundert stellte er fest, dass er keine Trauer feststellen konnte. Es war auch nicht das eisige, lähmende Gefühl eines emotionalen Schocks. Es war eher vergleichbar mit der Tatsache, dass er Kälte nicht mehr spürte, weil ihm die Nerven dafür abhanden gekommen waren. Scheinbar war irgendwie auch die Trauer verschwunden. Und er musste doch trauern! Er würde seine Frau nie wieder sehen! Aber da war... nichts. „Sagen Sie mal“, begann er, „warum verspüre ich keine Trauer?“.
„Das“, sagte Herr Kaspari, „ist eine interessante Frage. Es gibt gleich zwei Gründe dafür. Erstens, wie Sie sicherlich schon gemerkt haben, sind sie tot. Sie haben keinen Körper mehr und damit auch nicht mehr die Hormone, die für viele Gefühle notwendig sind. Und zweitens, was noch viel wichtiger ist, auf Grund ihres jetzigen... Daseinszustandes erleben Sie nicht mehr die alltäglichen Beschränkungen des Lebens. Ganz tief in Ihnen schlummert nämlich das Wissen, wie es sich um all das verhält. Und dieses Wissen verleiht Ihnen, wenn es auch noch tief in Ihnen verborgen sein mag, die Einsicht, dass es gar keinen Grund für eine solche Trauer gibt.“
Herr Maier überlegte, ob er diese Antwort gelten lassen konnte. „Also, das mit dem Körper verstehe ich, glaube ich. Gefühle bestehen also nur aus Hormonen. Keine Hormone mehr, keine Gefühle mehr, richtig?“.
„Nein, falsch. Hormone sind verantwortlich für bestimmte Ausdrucksformen des menschlichen Gefühlslebens. Und sie sind Ausdruck der tiefer sitzenden, echten Gefühle, den Gefühlen der Seele. Als Mensch erlebt man Gefühle meistens nur durch seine Hormone. Das heißt aber nicht, dass es keine anderen Gefühle gibt. Das bedeutet nur, dass wir sie seltener wahrnehmen. Und messen oder wiegen kann man sie auch nicht, weshalb einige Wissenschaftler tatsächlich glauben, Gefühle wären bloß Hormone. Aber das stimmt so nicht. Sie haben gerade Ihren Körper verloren und damit viele Ihrer gewohnten Gefühle. Die sind aber noch da, nur, sagen wir mal, sie fühlen sich jetzt anders an und Sie sind noch nicht daran gewohnt. Sie empfinden doch Freude am schnellen Fahren?“.
„Oh ja!“
„Sehen Sie... und finden Sie nicht, dass es sich ein wenig anders anfühlt?“
„Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht. Aber jetzt, wo Sie es sagen...“ Es war tatsächlich irgendwie anders als sonst. Wäre er normalerweise mit so einer Höllengeschwindigkeit durch den dichten Verkehr gerast, hätte sich zum Beispiel sicherlich noch die Bitterkeit eines schlechten Gewissens mit eingeschlichen. Oder überhaupt alles, der ganze alltägliche Ärger, der einen wie ein Nebel umgab. Aber diese Freude war so rein. Nichts trübte den Spaß am Fahren. Er hatte das tatsächlich auf die Tatsache geschoben, dass er keinen Unfall verursachen konnte. Aber wenn man mal alle Fakten zusammenzählte und alles genauer betrachtete, war diese Freude wirklich anders als die anderen Male, wo er sich an etwas erfreut hatte. Vage schwebte die Erinnerung an das Gefühl, das er als Kind bei der weihnachtlichen Bescherung gehabt hatte, vor seinem inneren Auge. „OK, ich glaube, das habe ich verstanden. Ein paar Gefühle habe ich noch, ich kann mich freuen. Und die Trauer ist ein Auswuchs der Hormone, und deshalb ist sie weg. Ich denke, damit kann ich leben. Punkt zwei habe ich gar nicht verstanden. Wie war das?“.
Sein Gesprächspartner seufzte. „Also, für Ihre Interpretation von Punkt eins erhalten Sie eine drei minus, aber auch nur, weil ich eine Mitleidvolle Seele bin, wie ihr damals immer gesagt habt. Und zu Punkt zwei: Sie wissen mehr als das, woran Sie sich jetzt erinnern. Aber das kommt schon noch mit der Zeit.“
Damit konnte er leben. Aber Zeit war ein gutes Stichwort gewesen... „Hören Sie mal, ich habe eine wichtige Frage. Das stört mich doch irgendwie noch... wann sehe ich meine Frau wieder? Oder besser, wann kann meine Frau mich wieder sehen? Mein Gott, das könnte 50 Jahre dauern...“. Er hörte sich beunruhigter an, als er sich fühlte. Er begriff intuitiv den logischen Fehler der Frage. Aber er konnte es nicht greifen, nicht in Worte fassen. War das eine von diesen Erinnerungen, von denen sein Begleiter sprach?
„Keine Sorge“, lautete die Antwort, „Sie werden ihre Frau schon bald wieder sehen – es dauert nicht mehr lang.“
„Was?“, rief Herr Maier alarmiert aus, „Wird sie auch sterben?“
„Aber nein, aber nein, keine Sorge. Es hängt mit der Zeit zusammen. Wir betrachten sie aus einem anderen Blickwinkel.“
Schon wieder so eine Antwort, deren Sinn sich ihm nicht erschloss. Aber nun gut, immer der Reihe nach. Er hatte das unbestimmte Gefühl, so langsam ein System zu erkennen.
„Gibt es eigentlich irgendetwas, das Sie sehen möchten, einen Ort oder ein Ereignis?“
„Um ehrlich zu sein“, antwortete der frisch Verstorbene, „würde ich gerne mein Begräbnis sehen. Ist das absonderlich?“.
„Nein“, antwortete sein Ex-Lehrer mit einem resignierten Gesichtsausdruck, „absonderlich ist das nicht, das wollen praktisch alle. Aber es ist bescheuert. Das eigene Begräbnis ist für die meisten eine scheußliche Sache. Die Hormone sind weg, aber die Erinnerungen daran sind noch frisch. Aber ich kann es Ihnen ja doch nicht ausreden. Na, dann biegen Sie hier mal rechts ab.“ Herr Maier setzte den Blinker: „Hm, da geht es doch zum Friedhof?“.
„Genau.“ Schlagartig wurde es taghell.
„Was...“, entfuhr es Maier, als er die Sonne am Himmel bemerkte.
„Na, Sie wollten doch zu Ihrem Begräbnis. Dort drüben anhalten... bitteschön, hier sind wir!“ Tatsächlich standen vor dem Friedhof, vor dem sie jetzt standen, die Autos einer Menge Leute, die er kannte: „Wolfgang, Monika, Jörg, die ganze Verwandtschaft, ha, sogar Tante Else, die alte Hexe.“ Aber die altbekannte Missgunst wollte nicht aufflammen. Offenbar war Familiengroll auch etwas, das er zurückgelassen hatte. Er stoppte den Motor, und beide stiegen aus dem Wagen. Er beschloss, ihn diesmal nicht abzuschließen.

Sie gingen beide durch die offene Hauptpforte. Ungefähr fünfzig Meter weiter sah er seine Trauergemeinde. Der Pfarrer rasselte eine Grabrede runter. Sein Bruder Peter hielt seine Frau in den Armen, die tränenüberströmt und untröstlich vor dem Grab stand. „Peter“, knurrte er, „der miese Hund wollte immer schon was von Anna.“
„Er trauert selber. Und er will sie trösten.“
Das stimmte. Und das wusste er. Aber woher? Es war verblüffend. Irgendwie wie Gedankenlesen, aber ganz anders. Er wusste nicht, was Peter dachte, nicht die Bohne. Aber er war sich völlig bewusst, welche Emotionen hinter seinen Handlungen standen. Es war, als könnte man auf das innerste Selbst der Person blicken, den Kern, der alles ausmacht. Der gläserne Mensch. Verblüffend. Und beunruhigend: Da stand seine Frau, völlig am Ende – es berührte ihn nicht, kaum jedenfalls. Dann seine Tante – die ließ ihn völlig kalt. Und dann die Erkenntnis über die Absichten seines Bruders, der ihm ein Leben lang ein Rätsel geblieben war, der als das schwarze Schaf der Familie galt. Die traurigen Freunde. Die Gewissheit, diese Leute nie wieder oder für lange Zeit nicht mehr zu sehen – und das Versprechen, es würde bald der Fall sein andererseits. Zu vieles stürmte auf Herrn Maier ein.
„Ich würde jetzt gerne gehen“, sagte er mit einem Zittern in der Stimme zu Herrn Kaspari.
„Habe doch gesagt, das hier ist keine gute Idee“, ließ der sich vernehmen, „Gehen wir.“
„Woher wussten Sie, dass es eine schlechte Idee war?“
„Erfahrung. Mein eigenes Begräbnis war auch nicht sehr lustig. Begräbnisse sollte man verbieten. Aber es hört ja keiner auf uns.“ Jetzt grinste er.
„Genau. Hinterher ist man immer klüger.“ Er konnte bereits wieder lachen – herrlich, so unbetrübt zu sein. Als sie den Friedhof verließen, stieg er wieder in das Auto ein.
„Wohin wollen Sie fahren?“, fragte Kaspari beim Einsteigen. „Ich weiß noch nicht – wie wäre es mit einer Runde durch die Eiffel?“.
„Um ehrlich zu sein, bevorzuge ich persönlich eher beschauliche Orte für die Unterhaltung. Eine Bank im Park. Oder eine Lichtung im Wald. Aber na gut, ein Platz auf dem Beifahrersitz tut es auch.“ Mit diesen Worten stieg Herr Kaspari in den Wagen ein, während Herr Maier freudestrahlend begann, den Fußboden des Fahrzeugs mit dem Gaspedal zu malträtieren.
„Herr Maier, was glauben Sie, warum ihnen das Autofahren so eine Freude bereitet?“
Die Frage war verwirrend. Er sah an dieser Stelle keinen kausalen Zusammenhang. Das Fahren an sich war spaßig. Wieso brauchte man für so etwas einen Grund? „Keine Ahnung“, sagte er deshalb.
„Ich werde es Ihnen erklären“, sagte Kaspari. „Sie sind praktisch unmittelbar nach dem Unfall in das Auto gestiegen und haben kurz darauf gemerkt, dass Sie die anderen Verkehrsteilnehmer genauso ignorieren können, wie die es bei Ihnen tun. Dann haben Sie aufs Gas getreten. Die erste Freude, die Sie dabei empfanden, das war bloß eine Erinnerung an das Erlebnis schneller Fahrten, als Sie noch lebendig waren. Aber Freude an sich ist auch ein Urgefühl der Menschen. Kinder empfinden sie. Und die haben Sie auch verspürt in diesem Augenblick – das Gefühl der Urfreude, das Lachen Ihrer Seele. Und wissen Sie, was das Beste ist? Sie brauchen gar nicht Auto zu fahren dafür – das Gefühl ist immer da, wenn Sie es brauchen. Lassen Sie mich das demonstrieren, bitte.“ Er schnippte mit dem Finger.

Sie saßen mit einem Male in einem großen, auf verträumte Weise entspannt wirkenden Wohnzimmer auf einer riesigen, bequemen, weißen Couch. Auf einem Poster an der Wand war das Gesicht von Jimi Hendrix zu sehen. „Das hier“, setzte Herr Kaspari an, „ist ein Ort, den ich Ihrem Auto vorziehe.“
„Oh... kein Autofahren mehr?“
„Versuchen Sie doch bitte einmal, sich einen Augenblick an das Autofahren zu erinnern. Denken Sie an das Gefühl, das Sie dabei hatten. Eigentlich müssten Sie es ziemlich leicht festhalten können.“
Tatsächlich, das funktionierte. Herr Maier spürte das Gefühl wie eine Art hellen Faden in seinem Kopf. Er konnte es greifen, einen besseren Ausdruck fand er nicht dafür. Es war vergleichbar mit dem Umstand, der eintrat, wenn einem ein Wort auf der Zunge lag, man es aber eben nicht „greifen“ konnte. Nur, wenn man es dann greifen konnte, dann hatte man kein Wort auf der Zunge, sondern... den Faden. Es war überwältigend. Wenn er intensiver daran „zog“, fühlte es sich irrsinnig gut an. „Wow, was ist denn das?“ „Och, bloß Sie selbst. Ich sagte doch, das Auto war bloß Mittel zum Zweck. Wollen Sie immer noch Auto fahren?“
“Nein, ich glaube, ich will das erst mal in aller Ruhe verarbeiten.“ In diesem Moment zerrte etwas an ihm. Er konnte es nicht richtig zuordnen. Vor Augen hatte er einen Magneten, der eine Metallkugel anzog. „Meine Frau... ich würde gerne mit meiner Frau sprechen. Geht das? Bitte!“
„Hey, immer mit der Ruhe, das ist kein Problem. Anna?“
Seine Frau betrat den Raum, die Kugel berührte den Magneten. „Anna!“ Er konnte es nicht fassen! “Du hier? Wie... bist du auch gestorben?“
Seine Frau lächelte ihn an. „Ja. Irgendwann sterben wir alle.“
„Aber er“ - er deutete auf Herrn Kaspari - „hat gesagt, dass dir nichts passieren würde!“.
„Ich bin mit 87 Jahren gestorben.“
„Hä? Was?“ Verwirrt musterte er die beiden.
„Wie soll ich ihm das denn erklären?“, setzte seine Frau an. Herr Kaspari erwiderte: „Lassen Sie es mich einmal versuchen. Herr Maier, denken Sie daran, wie wir zum Begräbnis gekommen sind. Es war Nacht und auf einmal war es Tag... Zeit hat hier nicht die gleiche Bedeutung. Ihre Frau ist Jahrzehnte nach Ihnen gestorben – und schon viel länger hier als Sie. Das ist hier kein Problem.“
„Dann... ist meine Frau jetzt 87 Jahre alt? Anna, kannst du dich überhaupt noch an mich erinnern?“
„Nein, nein“, antwortete ihm sein Gastgeber, “Das ist die Seele ihrer Frau aus der Zeit, als Sie verstorben sind. Sie ist kaum einen Tag älter als damals. Mensch, was sie damals alles verpasst hat, ihre Frau! Da ist es doch nur fair, dass sie eine Möglichkeit erhält, es nachzuholen oder?“.
Maier wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er war überrumpelt von so vielen guten Neuigkeiten. Er verstand zwar nicht, wie es funktionieren sollte, aber es klang gut. Aber eine Sache war noch nicht ganz klar: „Also, dein, wie soll ich sagen, älteres Ich, Anna, das hast du einfach vergessen? Oder wie funktioniert das?“.
„Ich habe nichts vergessen. Ich bin ein Ausdruck meiner Seele.“
„Ein Ausdruck?!? Wie von einem Computer?“
Anna musste lachen: „Das habe ich immer so an dir geliebt, deinen Humor, deine Fragen. Also pass auf: Du bist auch ‚nur’ ein Ausdruck deiner Seele. Jeder Mensch auf der ganzen Erde ist das – die Lebenden wie die Toten. Eine Seele vermag viel und sie hat nahezu unendlich viele Ausdrucksformen. Viele davon verkörpert sie in der Welt der Lebenden – die Menschen nennen es Reinkarnation. Dabei ist es weniger so, dass die Seele durch viele Körper wandert. Es ist eher so wie bei einem Baum. Stell dir die Seelen als Blätter vor – alle Teile eines Baums, doch jedes ist anders.“
„Und wenn ein Blatt abfällt, ist die Seele tot?“
Sie musste wieder lachen. „Nein, mein Beispiel war wohl nicht besonders gut gewählt. Die Blätter des Baumes hätten halt manchmal einen Körper gehabt...“
„...vielleicht ein Käfer? Die Biester sitzen manchmal auf einem Blatt...“
„Sei still“, kicherte sie, „also, manchmal hat so ein Blatt einen Körper, manchmal auch nicht. Und manchmal treibt es Schösslinge oder spaltet sich sogar. Und trotzdem ist da immer die Einheit mit dem Baum. Hm, hast du jetzt verstanden, was ich dir sagen wollte?“.
Herr Maier überlegte einen Augenblick. „Wir sind Teil eines, äh, größeren Ganzen?“
„Ja.“ Sie strahlte.
„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum, aber ich bin mir sicher, ich soll ein Teil davon werden. Ich weiß aber gar nicht, ob ich das will. Ich will mich nicht in etwas auflösen.“
Sie sah ihn ein wenig erstaunt an. „Auflösen? Wie kommst du darauf? War meine Erklärung wirklich so schlecht? Nein, diese Einheit ist eher wie... hm... du warst ein Deutscher. Und damit ein Teil der Bundesrepublik Deutschland. Du warst Teil des Landes, deine Arbeit brachte etwas für dich, und die Gemeinschaft gab dir etwas zurück. Und in der Regel galt: Je mehr du gegeben hast, umso mehr erhieltest du zurück. Hattest du das Gefühl, dich in deiner Eigenschaft als Deutscher irgendwie aufzulösen?“
„Öhm.. nein, eher nicht.“
„Na also. Und genauso ist es bei der Wiedervereinigung mit deiner Seele. Du lernst etwas, du bekommst etwas. Und deine Seele lernt etwas von dir und erhält auch etwas von dir: deine Gefühle, Erfahrungen und Erinnerungen.“
„Moment mal...“, warf er ein, “so etwas wie Big Brother mit mir in der Hauptrolle? Eine Art DVD-Box mit der Beschriftung ‚Der Herr Maier’? Und die gebe ich dieser… Seele, die ich gar nicht kenne? Ich weiß nicht, ob ich das will.“
„Du gibst nichts an jemanden, den du nicht kennst, im Gegenteil. Du gibst es dir selbst zurück und erhältst eine neue Sichtweise der Dinge.“
„Das war jetzt alles etwas viel“, sagte Herr Maier, „ich fasse mal zusammen: Alles bleibt beim Alten, abgesehen von dem, was da Neues kommt. Richtig?“.
„Äh ja, das war eine sehr eloquente Zusammenfassung, Liebling.“
„Danke, mein Schatz. Herr Kaspari, ich hätte da eine Frage an Sie.“
„Ja bitte?“
„Erinnern Sie sich? Ich hatte Sie gefragt, welcher Idiot die Spielregeln aufgestellt hätte. Sie haben mir gesagt, das wäre ich selbst gewesen. Können Sie mir das jetzt einmal erklären?“
Herr Kaspari kratzte sich am Kopf. „Muss das sein? Wenn Sie sich mit Ihrer Seele vereinigen, ist das so ziemlich die erste Sache, die Ihnen einleuchten wird. Sie lässt sich wahnsinnig schwer mit Worten erklären. Wenn Sie eins sind mit ihrer Seele, ist es Ihnen sozusagen mit einem Male selbstverständlich.“
„Ich würde es aber gerne auf die altmodische Art begreifen.“
„Ich und meine große Klappe“, brummte Herr Kaspari. „Na schön, wo fange ich an? Ah ja: Sie wissen ja, was ein Theaterstück ist. Da gibt es die Bühne, auf der die Schauspieler in ihrer erträumten Welt leben. Es gibt Akteure hinter den Kulissen - so wie mich - und die Zuschauer. Das Leben ist ein Theaterstück, Herr Maier. Und zwar auf der größten Bühne, die es überhaupt gibt. Sie werden auf der Bühne geboren, lernen, lieben und sterben auf ihr. Zeitweise sitzen sie im Zuschauerraum. Sie sehen sich die Stücke an – manchmal auch ein eigenes – und lassen sich so für weitere Vorstellungen inspirieren. Die Zuschauer geben sich untereinander Tipps, aber sie dürfen nicht mit den Schauspielern sprechen, wenn diese auf der Bühne stehen. Das ist eine der Theaterregeln. Das Theaterstück, das aufgeführt wird, ist nämlich irrsinnig komplex. Und jeder Eingriff seitens des Publikums würde den gewünschten Effekt vernichten – die Erforschung der Gefühle durch das Leben, die Weisheiten, die nur Sterblichkeit vermitteln kann. Da die Besucher des Theaters auch gleichzeitig dessen Erbauer sind, haben sie auch die Regeln festgelegt. Und Sie, Herr Maier, sind ein Besucher, der bis gerade eben auf der Bühne stand. Sie sind noch ganz verwirrt in der Welt des Spiels verfangen, von den Bühnenlichtern geblendet und können das Publikum nicht erkennen. Haben Sie Vertrauen, tappen Sie hinter Ihrer Frau her in das Dunkel, und nehmen sie Platz auf einem Zuschauersitz.
Erinnern Sie sich an das Begräbnis? Sie wussten Bescheid über Ihren Bruder. Sie sitzen zwar noch nicht bei den Besuchern, aber Sie sind auf dem Weg dort hin und irgendjemand hat Ihnen bereits das Textbuch zum Theaterstück in die Hand gedrückt.“
Seine Frau nahm seine Hand: „Sollen wir?“.
„Was muss ich denn tun?“
„Schließ einfach die Augen - spürst du etwas?“ Er befolgte ihren Rat und bemerkte, wie sich eine Wärme in seinen Händen ausbreitete, die Arme erfasste, schließlich den Kopf. Trotz der geschlossenen Augen vermeinte er, einen goldenen Schein zu vernehmen. Und darin war etwas. Wie schon zuvor der Faden der Freude. Aber im Vergleich zu diesem war es in etwa so, als ob man einen Leuchtkäfer mit der Sonne vergleichen würde. Was er da in diesem Licht sah, war atemberaubend schön.
„Greif zu“, flüsterte seine Frau und drückte ihm die Hand.

Herr Maier griff zu.


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Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen :). Wenn ihr Fragen habt, schiesst los.

ciao

JM
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

CONFUSED
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22.01.2007 - 15:54

Geschichte! Die lässt sich mit tausend Theorien, die ich mir schon überlegt habe vereinbaren.

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Araex
Rat der 33
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22.01.2007 - 16:32

Schön.

Viel mehr kann und will ich nicht sagen.

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Moredread
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Schön :) es freut mich, das sie euch gefällt.
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Vin Diesel
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25.01.2007 - 23:04

sehr langggggggggggggeeeeeeeeeeeeeeeeee

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Moredread
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26.01.2007 - 13:50

Na, Du kannst die Story gerne kürzen, aber dann bitte so, das inhaltlich nichts verloren geht. Zudem, was heisst lang - schonmal ein Buch gelesen? In einem normalen Taschenbuch wären das hier knapp 8 Seiten; selbst für eine Kurzgeschichte ziemlich kurz ;)

ciao

JM
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YinundYan
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02.05.2007 - 19:55

Die geschichte is supa mehr kann ich nicht sagen
Unsre Sprache ist entweder – mechanisch – atomistisch – oder dynamisch. Die echt poetische Sprache soll aber organisch lebendig sein. Wie oft fühlt man die Armut an Worten – um mehrere Ideen mit Einem Schlage zu treffen.

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Vin Diesel
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02.05.2007 - 20:02

Ja in eienm Buch kann mans besser lesen.

der Ferengi
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02.05.2007 - 20:43

Habe (mit Moredread's freundlicher Genehmigung) schon vor längerer Zeit eine pdf-Datei draus gemacht und ein wenig "aufgepeppt".
Diese kann man von meiner (kleinen) HP unter Downloads herunterladen.

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Moredread
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03.05.2007 - 00:01

Freut mich, das es euch gefällt. Muss beizeiten mal wieder was neues reinstellen :)

ciao

JM
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

Molay
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23.08.2007 - 16:44

Die Geschichte ist einfach super schön und toll!
Die wünsche der menschen sind traurig, aber gerecht und so schön ihre erfüllung ist, so teuflisch kann sie auch sein

-Hunter-
Grand Orient
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23.08.2007 - 17:42

echt tolle kurzgeschichte !
solltest buchautor werden und ein phantasy oder esotherikbuch schreiben :-)

hier , das könnte helfen :-)
http://www.bod.de/
Ich bin ein Alien , alle meine Beiträge sollen nur ablenken, euch verwirren.Aber durch diese Signatur will ich euch auf uns vorbereiten , und euch langsam an den Gedanken auserirdischen Lebens gewöhnen.

der Ferengi
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23.08.2007 - 17:55

Ich habe die Geschichte formatiert und als pdf konvertiert.
Und so durfte ich sie (mit Erlaubnis von Moredread auf
meiner Seite
zum download bereitstellen.

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Moredread
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Ich weiß ja nicht, wer hier im Forum noch online ist, der damals die Geschichte gelesen hatte. Nun ja... ich wollte ja auch bloß sagen, das ich dabei bin, den zweiten Teil der Geschichte zu schreiben. Ja, doch! Ehrlich! Mir erschien es damals unmöglich. Nicht, das ich kein Konzept dafür hätte, aber mir fehlten einfach die Worte, um dieses Konzept verständlich auszuformulieren. Das ist mittlerweile anders. Es wird also definitiv einen zweiten Teil geben. Im Kopf ist dieser zweite Teil schon fertig. Er ist nur noch nicht niedergeschrieben worden, was daran liegt, das dieser Prozess zum einen etwas dauert und zum anderen das feilen am Roheisen der Geschichte auch noch ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Ich darf aber soviel versprechen:

Der zweite Teil wird der Hammer :). Alle, denen der erste Teil gefallen hat, verspreche ich auf all das eine Antwort, was im ersten Teil noch ein wenig nebulös im dunklen gelegen hat. Ich verspreche klare Antworten - ehrlich. Als ich das Konzept fertig hatte, war es in meinen Augen so dermaßen klar, das ich gar nicht verstehen konnte, warum ich die Geschichte nicht gleich in dieser Form niedergeschrieben habe.

Ich schätze, das dauert mindestens zwei Tage, maximal eine Woche. Das eigentliche Tippen der Rohfassung dauert höchstens ein oder zwei Stunden, aber die Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaachbearbeitung ist ein langsamer Prozess. Ist aber wichtig, damit das Teil nicht so klingt wie eine Titelstory der Bildzeitung. Es soll ja nicht nur inhaltlich interessant sein, sondern sich auch gut lesen lassen.

Bis sehr bald!
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25.09.2010 - 22:32

Moredread hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, wer hier im Forum noch online ist, der damals die Geschichte gelesen hatte. [...]
  • Natürlich gehöre ich noch zu den Stammusern (auch wenn
    ich als Ferengi hier nicht mehr schreiben kann
    ). Ich werde
    den zweiten Teil an den ersten "anheften" und den neuen
    Link hier posten (wenn's recht ist).
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Klaro isses recht :)
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