Satanismus

Okkultismus-Themen wie Telepathie, Telekinese, Astralreisen und Geheimlehren sowie Okkulte Gruppen, und Geisterbeschwörung. Hier geht es auch um Exorzismus und Paranormale Phänomene.


Ist in euren Augen der Satanismus...

... gefährlich (z.B.: für nicht Anhänger).
6
38%
... harmlos.
10
63%
 
Abstimmungen insgesamt: 16

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PAWFanatics
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Satanismus

26.05.2008 - 23:21

Hi there!

Mich nimmt mal wunder, wie ihr über den heutigen Satanismus denkt. Dabei will ich noch nicht genauer auf die einzelnen 'Arten' des Satanismus eingehen. Auch will ich offen lassen, ob ihr an eine einzelne Person oder einen 'Kult' denkt.

Ich stelle euch bei der Umfrage mal zwei Lösungen zur Wahl. Weitere könnt ihr Posten.

Grüsse, PAWF
Nein!

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*M$*
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26.05.2008 - 23:29

Tja, werde mich dann wohl nicht an der Diskusion beteiligen können.

Bin Atheïst.
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26.05.2008 - 23:44

Um das geht es ja garnicht. Weshalb kannst du dich aufgrund dessen nicht an der Diskusion beteiligen?
Nein!

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26.05.2008 - 23:50

Da Satanismus glaubensabhängig ist.
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27.05.2008 - 00:08

Nicht unbedingt... glaub mir, ich kenn mich aus :wink:

Und für eine gesunde Meinung braucht man eigentlich keine religiöse Überzeugung.
Nein!

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Araex
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27.05.2008 - 13:43

Solange wir nicht über den pathologischen Satanismus reden ist die Geschichte definitv harmlos.
Da Satanismus glaubensabhängig ist.
Gerade als Atheist dürfte dir das sehr liegen. Da Satanismus vor allem eine NICHT-Glaubenssache ist.

Cheops
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27.05.2008 - 13:57

Gut,

Wer hat den Teufel erfunden? Die Glaubensbücher. Da Satanisten gar nicht an solch eine Religion glauben, können sie eigentlich gar keinen Satanismus betreiben. Da sie es doch tun, sind solche Menschen, heute würden man sagen: Dumm.

Wenn sie doch an die Glaubensbücher glauben, dann müssten sie wissen, dass das Gute immer gegen das Böse gewinnt. Somit macht es keinen Sinn Satanismus zu betreiben. Folglich: Dumm

Fazit: Satanismus ist schon allein vom Prinzip unlogisch.

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27.05.2008 - 14:40

Nene, die modernen Satanisten (die sich nach der Bibel LaVeys richten), glauben weder an Satan in Person noch an einen Gott. Es geht um Individualität, Satan räpresentiert nur gewisse Aspekte. Es geht darum, nicht mit der Masse zu leben, eine Art Rebellion. Schwer zu erklären. Man mache sich frei von Dogmen und moralioschem Mainstream.

In meinen Augen hat es viel gutes im modernen Satanismus...

Was den religiösen Satanismus anbelangt, an einen Teufel zu glauben ist genauso falsch wie in Gott zu vertrauen.
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twix12
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27.05.2008 - 15:01

Da muss ich PAW recht geben. Ich räume zwar enorme Wissenslücken im Bereich des Satanismus' bei mir ein, aber wenigstens soviel weiß ich, dass Satanismus als Überbegriff nicht viel mehr beschreibt, als eine Glaubensrichtung, die sich von den Dogmen der (nicht zuletzt christlichen Kirche) abwendet. Die detaillierte Auslebung dieser Abwendung ist allerdings in jeder Satanismusrichtung anders.
Es gibt tatsächlich solche Verrückten, die den Teufel selbst anbeten, aber das ist doch mehr eine Minderheit. Soweit ich das in Erfahrung bringen konnte, ist Satanismus im Prinzip nicht als Religion zu verstehen, die einen "Bösen Gott" anbetet, sondern die Figur des Satans nicht als das Böse, sondern eben als Sinnbild für die Rebellion gegen kirchliche Dogmen angesehen wird. Im Prinzip ist Satanismus mehr eine philosophische Strömung (wenigstens in dieser Form).

Wenn Satanismus nicht durch Medien und Hollywoodfilme als das Ausleben dunkler Rituale mit Opferungen und dem Beschwören des Weltunterganges im Blick der breiten Masse stehen würde, würde diese Umfrage sicher 90% ungefährlich tendieren.

Leider Gottes gibt es auch Idioten wie das Satanistenpärchen aus dem Ruhrgebiet, die vor ein paar Jahren einen Menschen ermordet haben und in Sondershausen verhaftet wurden. Aber gottlob sind diese Irren eine kleine Minderheit


Achja: falls ich irgendwas falsch dargestellt oder in falsche Zusammenhänge gestellt habe, bitte richtig stellen - wie gesagt weiß ich nur relativ oberflächlich über Satanismus bescheid.
"Viel quälender wird für dich später die Frage sein: Hättest du die Vase auch zerbrochen, wenn ich nichts gesagt hätte?"

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27.05.2008 - 15:17

Satanismus ist nicht gleich Teufelsanbeterei. In den Kreisen die ich kenne werden solche 'Teufelsanbeter', die Rituale mit Blut machen als möchte-gerne Satanisten betrachtet, die nichts mit dem Satanismus am Hut haben (und genauso wenig im Kopf).

Dabei wird auch oft an den sogenannten Jugendsatanismus gedacht, bei dem es sich aber mehr darum dreht, 'schrecklich', 'cool' und 'böse' zu sein. Eine Modeerscheinung, wie der Gangster-Rap :roll:
Nein!

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Araex
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27.05.2008 - 16:17

twix12 hat geschrieben: Leider Gottes gibt es auch Idioten wie das Satanistenpärchen aus dem Ruhrgebiet, die vor ein paar Jahren einen Menschen ermordet haben und in Sondershausen verhaftet wurden. Aber gottlob sind diese Irren eine kleine Minderheit
Bei solchen Fällen wird meist, leider erst im Nachhinein, eine schizophrene Psychose diagnostiziert. Diese Menschen hören Satan mit sich reden - zumindest bennen sie diese Stimmen so. Dabei handelt es sich um eine ernste psychische Störung und führt auch ausserhalb der "Satanistenscene" zu dramatischen Ereignissen.

Mit Satanismus an sich hat dies nicht viel zu tun, man ordnet solche Fälle aber in die, bereits von mir erwähnten, pathologischen Satanisten ein. Menschen die sich mit Satan identifizieren und einen religiösen Satanismus ausleben gepaart mit einer offensichtlichen schizophrenen Störung und meist obendrein noch eine überhöhten Gewaltbereitschaft. Sowohl das Ehepaar Ruda wie auch Hendrik Möbus sind in diese Gruppen einzuordnen. Bei Möbus sieht man sehr offensichtlich, dass das nichts mit Satanismus zu tun hast. Der hat nach dem Mord von "seinem" Satanismus zum Rechtsextremismus gewechselt und macht genau gleich weiter. Da ist die Person krank und nicht der Satanismus.

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alarich
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27.05.2008 - 16:31

ICh habe bis jetzt leider nur Kinder-Satanisten getroffen. Also Leute die mir erzählt haben, das sie ihrem dunklen Herren der Finsterniss folgen und das sie ja sooooo verdorbene Seelen sind.


Übrigens, noch ein interressanter Punkt:
Luzifer hat enorme Ähnlichkeit mit dem Wort Gluzifer, was so viel wie Lichtbringer heißt.
Einige Wissenschaftler nehmen deshalb an, das der verstoßene Engel auf Prometheus beruht, der ja den Menschen das Licht (Feuer) gebracht hat.
: ה' רעי לא אחסר

ואם לא עכשו אימתי

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27.05.2008 - 16:45

Soviel ich weiss, war Satan, oder die Herren der Unterwelt einst nicht schlecht angesehen... das mit dem Satan dem bösen ist glaube ich recht modern...

Schaue man die Dämonen der Ars Goetia an... nicht alle bringen Verderben.

Auch Hades ist keine böse Gestallt. Teufel, der verführer und Höllenfürst ist eine Geschichte der Bibel.

Korrigiert mich, wenn das nicht stimmt...
Nein!

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Araex
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27.05.2008 - 17:24

PAWFanatics hat geschrieben:Soviel ich weiss, war Satan, oder die Herren der Unterwelt einst nicht schlecht angesehen... das mit dem Satan dem bösen ist glaube ich recht modern...

[...]

Korrigiert mich, wenn das nicht stimmt...
Mach ich doch:
Satan als gefallener Engel und Herr der Unterwelt findet sich bereits in der Schrift Ezechiel im alten Testament. Aus der christlichen Anschauung existiert Satan also bereits einiges länger.

Die Islamisten zogen dann später nach. Im Koran ist Iblis (heute Satan) ein elementarer Teil der Entstehungsgeschichte welcher seit je her das Böse und die Sünden verkörpert.

"Neu" ist eigentlich nur dieses Gruftiimage.

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27.05.2008 - 22:39

Gruftiimage? Also ist Satan als Platzhalter einer Philosophie eher modern? Ist das mit dem gefallenen Engel nicht eine (christliche) geschlossene Geschichte für sich?
Nein!

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27.05.2008 - 22:41

Naja, eine große Gefahr sehe ich in dem LaVey-Satanismus nicht wirklich.

Was mich nur stört ist ein gewisser sozialdarwinistischer Aspekt. LaVay betrachtet den Menschen ja als Tier und fordert ihn dazu auf dieses Tier-sein auszuleben, absolut frei von jeder moralischen Korsage und ganz nach den eigenen Gelüsten.

Ein Satanist, in diesem Sinne, hätte absolut keine Verpflichtungen seiner Umwelt gegenüber, auch nicht zu den Menschen die auf der Strecke blieben. Ich will betonen, das ich damit nicht die "psychischen Vampire" meine, sondern schlicht die Menschen die mit ihren Nöten allein gelassen werden und vielleicht grade aus Stolz sich deshalb zurückziehen.

P.S.: Kann sein das ich bestimmte Dinge missverstanden habe, bisher habe ich die "Satanische Bibel" nicht gelesen.

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Araex
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28.05.2008 - 08:55

PAWFanatics hat geschrieben:Gruftiimage? Also ist Satan als Platzhalter einer Philosophie eher modern?
Ja ist es. Auch wenn man es in Filmen häufiger sieht, wie bereits im Mittelalter "Satanszirkel" existieren und Rituale vollzogen haben so gibt es bis heute nicht einen einzigen Nachweis, dass jemals so ein Zirkel bestanden hat. Es gibt keine Geschichten, keine Legenden und auch sonst nichts was darauf hindeuten würde. Die Menschen früher fürchteten sich damals vor anderen Dingen, nicht vor Satanszirkeln. Diese ganzen Geschichten sind alle erst im 19. Jahrhundert entstanden.
Ist das mit dem gefallenen Engel nicht eine (christliche) geschlossene Geschichte für sich?
Nein. Der Islam kennt Satan ebenfalls. Im Koran wird der Dschinn Iblis(ein Dschinn darfst du dir ähnlich vorstellen wie den christlichen Engel. Es gibt Unterschiede, aber im Groben kommt das hin. Es sind Diener Gottes.) aufgrund einer schweren Sünde von Gott verbannt. Iblis ist vor Gott in Ungnade verfallen und ist seither das Gegenstück zum Guten im Islam. Er verkörpert die Sünden.
Ein Satanist, in diesem Sinne, hätte absolut keine Verpflichtungen seiner Umwelt gegenüber, auch nicht zu den Menschen die auf der Strecke blieben.
Das ist nur bedingt korrekt. Auf Tier und Umwelt muss durchaus Rücksicht genommen werden. Der Mensch steht über den Tieren, ja - Das legt ihm allerdings auch eine Gewisse Verpflichtung gegenüber den Tieren in die Wiege. Was allerdings korrekt ist, dass sich durch alle Schriften von LaVey ein sozialdarwinistischer Grundgedanke zieht. Wie dieser ausgelebt wird unterscheidet sich allerdings relativ stark von den ursprünglichen Ideen LaVey's. LaVey ist nicht unfehlbar - im Gegenteil. LaVey war ein Spinner. Sein Buch ist geklaut von anderen Autoren, sein Name nicht echt und den Doktortitel den er trug hatte er gar nie erworben. Sein Auftreten als liebevoller Familienvater stellte sich nach seinem Tod als Trugbild heraus. Was man ihm allerdings zu Gute halten muss ist, dass er zu einem grossflächigen Umdenken und vorallem Überdenken verholfen hat.

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Neurotikus
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28.05.2008 - 20:10

Araex hat geschrieben:
PAWFanatics hat geschrieben:Gruftiimage? Also ist Satan als Platzhalter einer Philosophie eher modern?
Ja ist es. Auch wenn man es in Filmen häufiger sieht, wie bereits im Mittelalter "Satanszirkel" existieren und Rituale vollzogen haben so gibt es bis heute nicht einen einzigen Nachweis, dass jemals so ein Zirkel bestanden hat. Es gibt keine Geschichten, keine Legenden und auch sonst nichts was darauf hindeuten würde. Die Menschen früher fürchteten sich damals vor anderen Dingen, nicht vor Satanszirkeln. Diese ganzen Geschichten sind alle erst im 19. Jahrhundert entstanden.
Das Mittelalter ist sicherlicherlich zu früh angesetzt, aber in der frühen Neuzeit gab es mit Catherine Monvoisin doch schon ein paar Ansätze für Teufelsanbeterei (auch wenn diese noch lange nicht die Hexenverfolgung rechtfertigen).

Auch Ansätze für den "richtigen" Satanismus lassen sich denke ich auch schon beim "Hellfire Club" ausmachen. Eben meist kleine geheime Zirkel, in denen man sich jenseits der gesellschaftlichen Konventionen ausleben konnte (was ja in einem gewissen Rahmen durchaus seine Berechtigung hat).

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28.05.2008 - 23:04

Satanismus ist nicht gleich Satanismus.
Am bekanntesten sind da wohl die Anhänger von Crowley und LaVey.
Definiere Satanismus.

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Araex
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28.05.2008 - 23:18

Neurotikus hat geschrieben:
Das Mittelalter ist sicherlicherlich zu früh angesetzt, aber in der frühen Neuzeit gab es mit Catherine Monvoisin doch schon ein paar Ansätze für Teufelsanbeterei (auch wenn diese noch lange nicht die Hexenverfolgung rechtfertigen).

Auch Ansätze für den "richtigen" Satanismus lassen sich denke ich auch schon beim "Hellfire Club" ausmachen. Eben meist kleine geheime Zirkel, in denen man sich jenseits der gesellschaftlichen Konventionen ausleben konnte (was ja in einem gewissen Rahmen durchaus seine Berechtigung hat).
Da ergibt sich das Problem, dass Satanismus nicht einhergeht mit der Teufelsanbeterei. Wo ich dir Recht gebe, dass man den Hellfire Club als eine satanistische Gruppierung einstufen kann. Viel ist mir über diesen Zirkel nicht bekannt - genau genommen hab ich bis eben nie davon gehört. Aber was sich auf die schnelle findet geht schon eng mit den Grundgedanken des heutigen Satanismus einher. Catherine Monvoisin hingegen habe ich nur im Zusammenhang mit der Hexerei kennengelernt und ich denke, dass sie thematisch auch dort einzuordnen ist.



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