Globale Regierung/Perfekte Gesellschaft

Politische Themen und Diskussionen


ist eine Globale Regierung für die Gesellschaft hilfreich?

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nein
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Thanatoss
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05.01.2008 - 10:33

Hallo wiedermal.
Ich denke nicht das eine Weltregierung/Wirtschaft , Planwirtschaft voraussetzt aber umgekehrt. Damit Planwirtschaft richtig funktionieren kann muss es weltweit sein.

Und ja Planwirtschaft jemandem aufzuzwingen kann nicht funktionieren, ABER auch umgekehrt, Demokratie und Kapitalismus jemandem aufzuwzingen funktioniert genauso wenig, siehe Irak/Afghanistan/Afrika.
So etwas muss "natürlich" entstehen, und wenn in eine "geordnete",natürliche, Diktatur ist manchmal (aber nur manchmal, nicht immer) besser als eine erzwungene und unfreiwillige Demokratie

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05.01.2008 - 15:55

Harald hat geschrieben:Nuja, per Definition war der Kommunismus keine Diktatur. Wie er real praktiziert wurde, ist wieder was anderes.
Nichts anderes habe ich gesagt. Du hast aber gesagt, Kommunismus spräche gegen eine weltweite Demokratie, was er an sich nicht tut. Und das ich nicht für einen per Diktatur durchgesetzten, weltweiten Kommunismus bin, sollte klar sein, guckt man sich an, was unter Diktatoren so passiert. Desweiteren verweise ich auf meine Antwort auf schuhmie01's Beitrag auf Seite 4 des Threads.
Aber davon mal abgesehen denke ich immer noch das eine Weltregierung keine Planwirtschaft braucht (was auch immer man genau darunter versteht, Pläne gibts in jeder Regierung zu nem gewissen Mass icon_wink.gif )
Dann schlag mal bitte etwas anderes vor. Und bitte nicht Kapitalismus! Eine auf freie Marktwirtschaft basierende Gesellschaft ist immer darauf angewiesen, schwächere Teile der Welt auszunutzen. Ansonsten müsste es so etwas wie Fair-Trade-Abkommen gar nicht geben. Aber wen willst du ausnutzen, wenn alles "dein Land" ist?
Ferner ist Marktwirtschaft darauf angewiesen, dass die Wirtschaft stetig, zumindest prozentual über einen bestimmten Zeitraum (kleinere Rezessionen einbegriffen) wächst. Im Kommunismus mussten nicht ganze Ernten vernichtet und die Bauern dafür entschädigt werden usw., einzig damit die Preise stabil bleiben.
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05.01.2008 - 16:26

Thanatoss hat geschrieben:Hallo wiedermal.
Ich denke nicht das eine Weltregierung/Wirtschaft , Planwirtschaft voraussetzt aber umgekehrt. Damit Planwirtschaft richtig funktionieren kann muss es weltweit sein.
Ich glaube zwar nicht, dass es weltweit sein müsste...aber ja, es müsste schon einen genügend großen Teil der Welt vereinnahmen, um alle Bodenschätze zu haben, die eine moderne Gesellschaft braucht, günstige Lage von Feldern usf.
Thanatoss hat geschrieben:Und ja Planwirtschaft jemandem aufzuzwingen kann nicht funktionieren, ABER auch umgekehrt, Demokratie und Kapitalismus jemandem aufzuwzingen funktioniert genauso wenig, siehe Irak/Afghanistan/Afrika.
So etwas muss "natürlich" entstehen, und wenn in eine "geordnete",natürliche, Diktatur ist manchmal (aber nur manchmal, nicht immer) besser als eine erzwungene und unfreiwillige Demokratie
Mit dem ersten Teil dieses Zitats laufe ich teilweise konform. Was Planwirtschaft angeht, kann man sie einem Volk aufzwingen und zwar durch Diktatur. Das ist sicherlich nicht wünschenswert, aber in der ehemaligen UdSSR hat es funktioniert; das Volk hat sicherlich nicht gemeinschaftlich für die Abschaffung des Zarenreichs gestimmt.
Auch Kapitalismus könnte man im Zuge einer Diktatur einem Volk aufzwingen - es hieße dann nur wahrscheinlich nicht wie in der Planwirtschaft: "Produziere oder du wirst erschossen", sondern "Produziere/dienstleiste usw. oder du verhungerst." Wobei ich zugebe, dass Kapitalismus + Diktatur in dieser Zusammensetzung schwer vorstellbar ist.
Demokratie - da hast du Recht - ist sicherlich niemandem aufzwingbar und zwar ganz einfach, weil ihr viel zu viele freiheitliche, selbstbestimmende Elemente immanent sind.

Zum zweiten Teil des Zitats: Ich denke, dass ist mal wieder ein eindrucksvoller Beweis für die fehlende Reflektion von Menschen, die in einem ihnen wohlgesonnenen System leben. Es gibt in Diktaturen keine Meinung, die nicht Regimemeinung ist. Das bedeutet: Ob du nun DIE IDEE zur Verbesserung der eigenen Wirtschaft hast oder auch nur ein Spiel der Lakers auf einem verbotenen Fernsehsender sehen willst: Du wirst dafür günstigenfalls mit Repressionen belegt, ungünstigenfalls liquidiert. "Die da oben" sagen dir, was du zu tun hast. Sie sagen dir, was du zu denken hast. Sie sagen dir, wie du zu sein hast.
Wenn du der Meinung bist, um den Preis oft blutig niedergeschlagener Aufstände gegen eine derartige Gleichschaltung aller in dem Staat lebender Individuen und der Einbüßung fast jeglicher in Deutschland herrschender Grundrechte wie freie Meinungsbildung, Religionsfreiheit etc. sowie der faktischen Aufgabe sogar jeglichen regimefeindlichen Denkens (denn das ist das erklärte, wenn auch meist unausgesprochene Ziel einer jeden Diktatur) sei ein "ordentlich" gelenkter Staat wünschenswert, liegen wir mit unseren Meinungen derart weit auseinander, dass man sich jede weitere Diskussion darüber sparen sollte.
Noch einmal ganz deutlich: Diktatur ist immer schrecklich. Immer. Und was du mit "natürlicher" Diktatur meinst, ist mir ebenfalls schleierhaft. Ich finde es unvorstellbar, dass alle Menschen eines Staates zur Person X hingehen und sagen: "Wir möchten von nun an bitte eine Diktatur. Nimm uns alle Rechte und sag uns bitte, was wir tun sollen." Solltest du mit "natürlich" gemeint haben, dass bspw. Stämme in Afrika immer größer werden und die Stammesältesten diktatorische Linien in ihrem Führungsstil einbauen (könnten), so sei diesem zum einen erwidert, dass dies definitiv keine "modernen Gesellschaften" sind und zum anderen sei wiederholt, was ich bereits festgestellt habe: Diktatur ist immer schrecklich. Immer.
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05.01.2008 - 17:59

Ich glaube das man da im differenzieren sollte zwischen Diktatur und Tyrannei. Eine Diktatur, muß genausowenig zwangsläufig eine Tyrannei sein, wie der Kommunismus undemokratisch sein muß.

Richtig ist, daß die meisten Diktaturen - eigentlich fällt mir keine Ausnahme ein - tyrannisch waren. Die beiden Begriffe sind aber eigentlich nicht synonym. Zumindest theoretisch wäre es vorstellbar, daß es einen Diktator gibt der seiner Bevölkerung zwar Grund und Menschenrechte zuspricht, sie aber nicht wählen läßt und Judikative, Exekutive und Legislative auf sich vereint. Das wäre dann zwar eine Diktatur, aber zumindest in meinen Augen keine waschechte Tyrannei.

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05.01.2008 - 18:27

Die Diktatur (v. lat. dictatura) ist eine Regierungsform, bei in der Regel ein einzelner Diktator politische Herrschaft ohne Einschränkungen ausübt.

Quelle: wikipedia.de
Dem muss man eigentlich gar nichts hinzufügen, wenn man es zuende denkt.
Wenn jemand einer anderen Auffassung ist innerhalb der Diktatur als der Diktator selbst, übt er keine Herrschaft ohne Beschränkungen aus.

Und die Liquidation eines solchen Querdenkers ist dann keineswegs Tyrannei. Ein Tyrann ist für mich eher jemand, der sein Volk grundlos tyrannisiert und nicht aus dem Motiv des Machterhaltes heraus.
Wenn man das abgeschwächter sieht, wohnt Tyrannei allen Diktaturen inne, was keine Verwendung der Tyrannei als Synonym für Diktatur ist.

Ein Grundrecht ist z.B. das Recht auf einen gesetzlichen Richter - das setzt unabhängige Justiz voraus...und schon MUSS der Diktator dieses Grundrecht abschaffen. Man könnte etliche andere Beispiele erdenken, um zu untermauern, dass Diktatur Grundrechte zwingend (aus ihrer Erscheinungsform selbst heraus) beschneiden und abschaffen MUSS.
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