SPD stürzt auf 20 Prozent im Bund

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thomasbr
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SPD stürzt auf 20 Prozent im Bund

24.07.2008 - 02:43

İch denke, SPD,die das Wahlergebnis 34.2 % bei der Bundestagswahl 2005 erreichte,wird ein schweres Wahldesaster bei der Bundestagswahl 2009 erleben,weil SPD unter ihrem Wahlergebnis 34.2 % der Bundestagswahl 2005 in allen aktuellen Umfragen ist.Wenn SPD ihren Kurs nicht verändert,wird sie ihre sozialdemokratische Parteimitglieder und Stammwähler verlieren.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... %2C00.html

04.06.2008

SPD stürzt auf 20 Prozent

Umfrage-Schock für die Sozialdemokraten: Nur noch 20 Prozent würden nach der neusten Forsa-Umfrage die SPD wählen. Der Abstand zu Lafontaines Linken - nur noch fünf Pünktchen. Die Nominierung von Gesine Schwan zur Präsidentschaftskandidatin half den Genossen offensichtlich nicht - im Gegenteil.


Hamburg - Viel trennt die SPD in den Umfragen nicht mehr von der Linkspartei. Die Sozialdemokraten sind laut einer Forsa-Umfrage auf ein Rekordtief in der Wählergunst gefallen und nähern sich einer immer stärker werdenden Linken an. In der wöchentlichen Befragung des Instituts für das Magazin "Stern" und den Sender RTL kamen die Sozialdemokraten nach der Nominierung ihrer Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan nur noch auf 20 Prozent (minus 3 Punkte).

Dies sei der niedrigste Wert, den Forsa bei den Wahlabsichten je für die SPD gemessen habe, teilte der "Stern" mit. Da sich die Partei Die Linke zugleich um einen Punkt auf 15 Prozent - ihren bislang höchsten Wert - verbessern konnte, beträgt der Abstand laut Forsa-Umfrage nur noch fünf Prozentpunkte. Die Union steigerte sich zuletzt um einen Punkt auf 36 Prozent.

Die FDP gewann einen Punkt und kommt nun auf 13 Prozent, die Grünen legten ebenfalls einen Prozentpunkt auf 12 Prozent zu. Für "sonstige Parteien" entschieden sich 4 Prozent der von Forsa Befragten (minus 1). Mit insgesamt 49 Prozent liegen Union und FDP damit wieder vor SPD, Linken und Grünen, die gemeinsam auf 47 Prozent kommen.

Bei den Wahlabsichten der Männer ist die SPD sogar nur gleichauf mit der Linken, hieß es: 17 Prozent gaben an, sie wollten die SPD wählen, ebenfalls 17 Prozent entschieden sich für die Linke, fast ebenso viele (16 Prozent) für die FDP.

Bei den Wahlabsichten der Männer ist die SPD sogar nur gleichauf mit der Linken, hieß es: 17 Prozent gaben an, sie wollten die SPD wählen, ebenfalls 17 Prozent entschieden sich für die Linke, fast ebenso viele (16 Prozent) für die FDP.

Laut Forsa-Chef Manfred Güllner hat der SPD unter anderem die Ankündigung Schwans geschadet, um die Stimmen der Linken werben zu wollen. "Viele Wähler fürchten, dass entgegen allen Beteuerungen von Parteichef Kurt Beck mit ihrer Kandidatur ein Signal für ein bundesweites Zusammengehen mit der Linkspartei gegeben wird." Den neuen SPD-Wert nannte Güllner einen "bis jetzt nicht für möglich gehaltenen Tiefpunkt".

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Thorismund
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24.07.2008 - 16:25

Hallo
was ich lernte Taktisch
da kann Leute motovieren doch zum Wählen zu gehen .
und vor der wahrl gehen sie nur noch aufwerts .

Das schillme ist das Futzt immer .
So sind immer die Kleinen Parteinen die Verlierer .

weil es heist immer es wird nur ganz kanpp entschieden .
und jeder Wähler meint seiner Frakzion zu wählen zu müßen
ob wohl er seiner Partei mal Denkzettel geben wollte .
So eine Kanppe meint er mit seiner stimme zu reten zu können
Hallo weis das auch doch .Jeder hat seine Meinung , darum las jedem seine Meinung die er hat

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Beroon15
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24.07.2008 - 21:16

Ich hoffe sogar darauf, dass die SPD eine derbe Wahlschlappe erleben wird. Seid über 10 Jahren ist die SPD jetzt an der Regierung und in dieser Zeit wurde nicht viel Bewegt. Der erwartete Aufschwung kam nicht bei den Menschen an.

Währendessen hat sich die SPD innerparteilich zerfressen. Die Linken stehen gegen die Konservativen. Die Annäherung an diese Neokommunisten von der Linken hat der SPD stark geschaded wie auch ihr Vorsitzender der sich vor Lügen und betrügen gar nicht mehr retten kann. Es bräuchte jetzt wieder einen Müntefering an der Spitze der SPD der die Partei in den Wahlkampf führt. Leider wird dieser Vorstand mit der Bestia Nahles keinen ordentlichen Wahlkampf machen. Die SPD wird nach links rücken und versuchen mit Grünen und PDS eine Regierung zu bilden ja sogar einen Bundespräsident zu wählen.

Die deutschen können nur hoffen, dass die CDU wieder erstärkt und ihre konservativen und wirtschaftspolitischen Werte wieder erkennt. Und die FDP im Wahlkampf weiter auf ihr starkes Programm setzt. Dann wird es eine starke CDU mit einer starken FDP schaffen ein "Mitte" Bündnis für Deutschland zu errichten.
Einstein:
Ich weiß nicht welche Waffen im 3 Weltkrieg eingesetz würden aber im 4 werden es Steine und Knüppel sein

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25.07.2008 - 10:36

Es gibt doch eh keinen Unterschied zwischen SPD und CDU. Sorry, aber die großen Parteien bauen beide den selben Mist; die CDU verkauft sich nur gerade besser. Derzeit reagiert eine große Koalition; der Mist, der läuft, wird von beiden verursacht.
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

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Thorismund
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25.07.2008 - 18:25

Erst wenn alle die Sonstige wählen würden
dann wrde sich was veränder
oder Ganz geziehlt 4 der Sonstige .
und die großen gerade über 5% kommen würde das währ was hilreiches

weil dann geht es um ihre Posten
dann kennen sie kein Freund mehr
Hallo weis das auch doch .Jeder hat seine Meinung , darum las jedem seine Meinung die er hat

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Beroon15
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Historischer Tag

29.07.2008 - 12:03

Das erste mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Christlich Demokratische Union (CDU) mehr Mitglieder als die SPD.
Damit ist die CDU nicht nur stärkste Kraft sondern ab heute auch größte Partei Deutschlands und hat die Sozialdemokratie abgelöst.

Hier sieht man den Niedergang der SPD die nach Links geschoben wurde von den Neokommunisten der Linken.
Einstein:
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Dhe
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29.07.2008 - 17:24

Beroon15 hat geschrieben: Das erste mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Christlich Demokratische Union (CDU) mehr Mitglieder als die SPD.
Damit ist die CDU nicht nur stärkste Kraft sondern ab heute auch größte Partei Deutschlands und hat die Sozialdemokratie abgelöst.
Rant an:

Herzlichen Glückwunsch an die CDU, die es in den letzten 10 Jahren dank grandioser Oppositionspolitik ("Ich habe mein Ehrenwort gegeben") geschafft hat lediglich 25% ihrer Mitglieder wegzuekeln, hat jetzt mehr Mitglieder als die SPD.

Das muß man schon bewundern. Da verbringen sie sieben Jahre in der Opposition, in einer Zeit in der die SPD immer schwächer wurde und ihre Sozialprogramme massiv in die Kritik gerieten, und als sie es dann doch mal schafften eine Wahl zu gewinnen taten sie das gegen einen extrem schwachen Gegner und konnten dabei eine glänzende Mehrheit von 4 (!) Sitzen erobern. Daß die auch nur zustande gekommen ist, weil die Schwesterpartei - wer hier an Inzucht denkt, ist ein Schelm - in Bayern fröhlich am rechtskonservativen (um nicht zu sagen nationalkonservativen) Rand fischen kann.

Aber hey, ist ja prima. Denn seither zeichnet sich die größte Volkspartei Deutschlands hauptsächlich durch eine Politik aus, die soviel Substanz besitzt wie eine dreimal aufgekochte Tütensuppe. Macht aber auch nichts, immerhin ist es so süß, daß sich die Angie für den Klimaschutz einsetzt und gleich mal 22 neue Kohlkraftwerke bauen läßt und darüber hinaus sogar noch die Zeit findet sich ganz putzig zu freuen, sobald die wackeren Recken des Herrn Löw ne tote Kuh ins Tor getreten haben.

Bananenrepublik fällt mir dazu ein. Sonst nichts.
Hier sieht man den Niedergang der SPD die nach Links geschoben wurde von den Neokommunisten der Linken.
Rööööchtög. Daß die CDU den gleichen Linksruck vollzogen hat, das denken wir uns mal kurz weg.

Ernsthaft, wer sich darüber freut, daß die Volksparteien (egal welche) immer schwächer werden, der hat sie einfach nicht mehr alle beisammen. Der einzige Effekt, der dadurch eintritt ist nämlich, daß die Regierungsbildung, insbesondere die Bildung stabiler und handlungsfähiger Regierungen, in Deutschland immer schwieriger wird. Effektiv ist es ja bereits jetzt so, daß die Grünen und die FDP tote Parteien sind. Sie merken es nur noch nicht.

Und übrigens ist es historisch nachvollziehbar, daß immer dann, wenn die SPD extrem schwach wird, in Deutschland ganz besonders rosige Zeiten anrechen. Erinnern wir uns mal, wie das '33 war.

Die CDU, die eigentlich nur ein Zusammenschluß aus dem verbliebenen bürgerlich-konservativem Lager (aka "des Führers Steigbügelhalter") ist, hatte nie diese Probleme. 1949 fiel ihnen der Marshallplan in den Schoß und 1990 die Einheit. Prima!

Sobald ihnen in den 60ern aber mal ein marginaler wirtschaftlicher Einbruch gegenüberstand und dann noch ein paar protestierende Studenten dazu kamen waren sie ratlos.

Wer hat denn die sozialen Probleme im Zuge der '68er Proteste zumindest ansatzweise gelöst, wer hat Deutschland halbwegs unbeschadet durch die Ölkrise und den deutschen Herbst manövriert? Ganz sicher nicht Franz Josef Strauß ("Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam.") oder Helmut Kohl (""Die neue Armut ist eine Erfindung des sozialistischen Jet-sets.").

Ich gäbe einiges darum, wenn es heute Politiker mit dem Profil eines Helmut Schmidt oder Herbert Wehner gäbe. Dann bräuchte es keine inhaltsleere Merkel oder keinen Schäuble, der die Schicksalsschläge der eigenen Biographie jetzt auf der Bevölkerung abwälzen will und en passant gleich mal die bürgerlichen Freiheiten abschafft.

Und ganz nebenbei würden die Leute vielleicht zweimal überlegen, bevor sie sich darüber freuen, daß die Kuh schneller stirbt als der Esel.

Rant aus!

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alarich
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29.07.2008 - 23:04

Hm, so langsam formt sich ein Bild von dir in meinem Kopf, Dhe. SPD-Wähler aus der Mitte.

Tatsächlich ist das einzige worüber sich die CDU freuen kann, das die SPD noch schneller absackt als sie. Das Problem hierbei ist allerdings nicht das die ehemaligen Wähler und Mitglieder nun zu den kleineren Parteien wie Grüne und FDP gehen (was sie nämlich nicht tun) sondern ganz aufhören zu wählen. Dadurch gewinnen wieder die Linkspartei und das Faschopack.


@Dhe
Nun, die FDP ist tatsächlich nur noch eine kleine Randnotiz in der Parteienlandschaft, aber die Grünen würde ich nicht so einfach wegreden. Natürlich ist ihre Macht gering, im Gegensatz zu den beiden Großen. Allerdings haben sie den Vorteil, das sie derzeit nicht so viele Leute verlieren wie die Anderen. Deshalb muss man sie bei fast jeder Regierungsbildung auf dem Zettel haben. Sogar die CDU musste ja mit ihnen in Hamburg gemeinsame Sache machen. Und ihr Ding haben sie durchgezogen. Immerhin waren sie der Haupttreibepunkt für den Atomausstieg. Über denn kann man jetzt denken wie man will, aber Fakt ist das sie diese Sache durchgebracht haben und das die CDU jetzt alle Mittel aufbringen muss um das alles wenigstens abzumildern.
Die Grünen sind Wadenbeißer. Sie gehen in Koaltionsverträgen eine Menge Kompromisse ein, gezwungenermaßen. Aber sie haben immer einige Punkte die sie durchbringen, koste es was es wolle.
Ob man diesen Punkten zustimmt ist wie gesagt eine andere Sache. Aber sie ziehen auf jeden Fall ihr Ding durch, soweit sie können und verkaufen sich nicht so wie die FDP (die ja um jeden Preis regieren wollen)
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Dhe
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30.07.2008 - 01:32

alarich hat geschrieben:Hm, so langsam formt sich ein Bild von dir in meinem Kopf, Dhe. SPD-Wähler aus der Mitte.
Tatsächlich ist das richtig. Aber weniger aus Überzeugung, als aus Mangel an Alternativen. Gäbe es in Deutschland eine echte und relevante liberale Partei, dann würde ich die wählen.
Die FDP bezeichnet sich zwar als freiheitlich, ist aber in meinen Augen bestefalls neoliberal bzw. marktfundamentalistisch.
Geht aber auch nicht anders, weil in Deutschland (anders als beispielsweise in England oder den USA) dafür die liberale bzw. demokratische Tradition fehlt.
Wenn du es also genau wissen willst, dann halte ich mich für einen Liberalen (in der Tradition von bspw. Hume, Kant und Locke), der meistens individuelle Freiheiten vor dem Gemeinwohl einordnet. Ich schätze man könnte auch sozialliberal dazu sagen, aber ich hab nie kapiert was das so richtig bedeuten soll. Zumindest halte ich aber die Koalition unter Helmut Schmidt bis heute für die vernünftigste Regierung die Deutschland je hatte.
Aber sie haben immer einige Punkte die sie durchbringen, koste es was es wolle.
Und das ist genau der Punkt, an dem du dich, wie ich glaube irrst. Gar nicht so sehr was die Faktenlage angeht. Es mag durchaus sein, daß die Grünen in diversen Koalitionsverträgen einige Punkte durchpressen können.
Wofür ich mir aber meistens Hitze abhole, ist wenn ich sage, daß die Grünen der Union im Prinzip näher stehen als jede andere Partei in Deutschland. Um zu verdeutlichen wie ich darauf komme, ein kleiner historischer Abriss:
Die Grünen sind bekanntlich aus der Friedensbewegung/Umweltbewegung der frühen 80er bzw. übrig gebliebenen 68ern hervorgegangen. Man könnte zwar auch sagen, daß es weinerliche Pussies und Baumknutscher waren, die Angst vorm NATO-Doppelbeschluß bzw. Grundremmingen hatten, aber das wäre ja Polemik.
Jedenfalls waren das damals relativ junge Leute, die zu dem Zeitpunkt eher unterdurschnittlich verdient hatten, aber im Zuge waren eine überdurchschnittliche Bildung zu genießen. Die Wählerstruktur setzte sich lange Zeit aus angehenden/ausgebildeten Akademiker zusammen.
Jetzt ist es aber kein Geheimnis, daß Akademiker erstens älter werden und zweitens meistens besserverdienend sind, was eigentlich die Musterdefinition der klassischen Bürgerlichen ist. So, und wer wählt traditionell CDU? Richtig, klassisch Bürgerliche.

Natürlich ist das alles pauschal und ich will auch weiß Gott nicht sagen, daß Wähler der Grünen auf CDU wechseln sobald sie 45 sind (obwohl es mich auch nicht wundern würde). Auch glaube ich nicht, daß die Grünen der ersten Generation alá Fischer (die die also im Gegensatz zu bspw. Herbert Gruhl aus 68er Bewegung stammen) gemeinsame Sache mit Union gemacht hätten. Dafür waren die zu ideologisiert, was in dem Fall ausnahmsweise mal was Gutes war.
Mittlerweile aber gibt es die nicht mehr und ich sehe eigentlich, wenn ich ehrlich bin, nicht nur in der Wählerstruktur der beiden Parteien, sondern auch inhaltlich keine großartigen Unterschiede mehr. Naja gut, Dosenpfand, Türkeibeitritt und gleichgeschlechtliche Ehe. Aber wenn man ehrlich ist, sind das eigentlich nur Nebenkriegsschauplätze, zumal die CDU - jedenfalls die Chefetage - es relativ geschickt vermeidet irgendwelche konkreten Aussagen zur Klimapolitik zu machen. Ganz zu schweigen von konkreten Aktionen.

Selbstverständlich könnte man ähnliche Sachen über die SPD sagen und man hätte meistens Recht, weshalb es im Grunde genommen genauso sinnlos sein kann, die zu wählen.
Dazu kommt noch, daß die Partei momentan in einem furchtbaren Zustand ist, was schon einer gewissen Komik nicht entbeehrt: Ultimativ treffen sie die richtigen Entscheiden - sei es beim Nato-Doppelbeschluß oder bei der Agenda 2010 - und werden dafür jedes mal mit Abspaltungen bestraft. So geschehen bei den Grünen und der Linken.
Naja gut...damals bei der Entstehung der USPD haben sie es verdient, aber witzigerweise gerade dorten geschafft die Wähler wieder zu integrieren, woran sie heute verzweifeln.
Insofern wähle ich die also (wenn auch zähneknirschend) weil ich einerseits hoffe, daß da irgendwann mal wieder der rationalistische, sozialliberale Teil (ja, es gibt ihn noch) das Ruder übernimmt und weil ich ums Verrecken keine schwarz/grüne, schwarz/gelbe oder Jamaikakoalition haben will. Außerdem will ich die Notwendigkeit von Ampel oder rot/rot so gering wie möglich halten.

Ob sie es schaffen sich vor der eigenen Bedeutungslosigkeit - denn diese Gefahr sehe ich erstmals in der fast 150 jährigen Geschichte wirklich - zu retten, weiß ich nicht.
Wenn nicht, halte ich es aber ernsthaft für eine der größten Katastrophen, die der politischen Landschaft in Deutschland passieren könnten.

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alarich
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30.07.2008 - 02:47

Ich sehe wir haben ähnliche Ansichten ;) Ich bin auch kein Grüner weil ich sie so toll finde, sondern weil die anderen Parteien noch viel beschissener sind.

Nun Quasi als Insider der grünen Partei kann ich dir in einem Punkt zustimmen. Die Mitglieder setzten sich aus zwei Gruppen zusammen. Idealiste und Realisten (dazu später mehr), welche meist Akademiker sind.
Allerdings beeinhaltet der Punkt, das man aus der selben Schicht wie die CDU-Wähler stammt nicht das man die selben Ansichten hat.
Und gerade die Verlagerung auf Nebenkriegsschauplätze ist ihre Stärke.
Sie haben auf dem Feld der Homoehe enorme Erfolge geleistet. Das ist für eine Menge Menschen in Deutschland extrem wichtig. Gleichzeitig sind die vor allem auf Lokal- und Landespolitischer Ebene sehr gut. Kohlekraftwerke kriegt man mit ihnen nicht durch.
Klar ist aber auch das sie sich nicht mit den großen Parteien messen können- Und ich würde auch nicht sagen das sie gemeinsame Sache mit der Union machen. Ich bin wirklich kein Fan der CDU, aber ich finde es gut das sie in Hamburg mit der Union zusammen arbeiten. So kriegen sie wenigstens ein paar ihrer Sachen durch und es ist auch gut in Bezug auf ihre Beziehung mit der SPD. Denn die haben die Grünen ja immer als eine Art kleine SPD gesehen. Das war ein ziemlicher Schuß vor dem Bug für sie, das die Grünen zeigten. Wir können auch anders. IN zukünfitgen Koalitionsverhandlungen haben sie dadurch deutlich mehr Spielraum gegenüber den Sozialdemokraten ihre Forderungen durchzubringen.
Gleichwohl würde ich bei einer Schwarz/Grünen Bundesregierung mein Parteibuch zurück geben, das ist klar.
Sich unter der Tarnung des Pseudo-Idealismus hinstellen, das Blaue vom Himmel fordern aber nicht bereit sein an der Regierung mitzuarbeiten ist eher das Niveau der Linkspartei. (was ihnen erschreckende Wählererfolge bringt)
Ich behaupte sogar das die Grünen durchaus mit den Großen mitspielen könnten, wenn sie sich nicht selbst in diesen dämlichen Flügelkämpfen aufreiben würden. Mit dem Weggang von Büti (übrigens ein sehr sympathischer Mensch. Ich habe ihn mal getroffen) wird das noch schlimmer werden. Claudia Roth zum Beispiel wirft zwar gerne mit großen Worten um sich, aber wirklich was drauf hat sie nicht.
Die meisten Parteien sind mehr oder weniger ein homogener Haufen und wem was nicht passt, der tritt aus. Bei den Grünen ist das anders. Da sind die Unterschiede zwischen linkem, zentralen und rechtem Flügel so groß das man sich fragt wieso die überhaupt alle in einer Partei sind.

Fischer hat damals erkannt das man nicht ewig als Straßenkämpfer Politik machen kann. Gleichwohl war er einer der wenigen Politiker die sich auch mal getraut haben zu sagen wie scheiße wirklich alles ist. Er hat sich nicht in Schmeicheleien ergeben, er hat gesagt was ihm stank. (er war nicht umsonst das beliebteste Mitglied von rot/grün beim Volk) Sogar Schröder hat zu ihm gehalten, selbst als er sich mit den Grünen überworfen hatte. (Er hat es irgendwie so ausgedrückt das die Grünen alles Spinner sind, außer Fischer der in der falschen Partei ist)
Er hat das zur Situation mal genial ausgedrückt, 200 auf dem Parteitag der Partei.
"Ein bisschen Solidarität, nict nur wenn es aufwärts geht, täte auch nicht schlecht"
Das ist meiner Meinung nach das Kernproblem der Grünen.
weiter gute Zitate von ihm sind:
"Excuse me, Mr. Rumsfeld, I am not convinced."
und natürlich der Klassiker.
"Mit Verlaub Herr Präsident Sie sind ein Arschloch!"
Aber genug von den Grünen. Kommen wir zur SPD:
Das Problem bei ihnen ist nichtmal das sie schlechtere Politik als noch vor vier oder fünf Jahren machen. Das Problem ist das es inzwischen Pseudo-Alternativen gibt. Die Linkspartei spricht genau die niederen Triebe an die wir alle haben. Hey, ich bin eigentlich für sie. Ich will auch mehr Geld, mehr Arbeitsplätze usw. Das Problem ist nur das sie das nie realisieren können, weil sie ein absolut schrottiges Wirtschaftskonzept haben das klingt als hätte es sich ein Fünftklässler ausgedacht. Trotzdem wandern die Wähler der SPD zu ihnen ab (wenn es nicht zu totaler Politikverdrossenheit kommt). Das Problem ist auch, das die Ex-PDS jetzt im Westen Gesellschaftsfähig ist.
Ich sehe auch nicht das sich dieser Trend aufhalten lässt.
Bei der CDU ist es ähnlich:
Ich knirsche mit den Zähnen, aber die brauchen wir auch. Sie sind das Sammelbecken das soweit rechts steht, wie es meiner Meinung nach noch in Ordnung ist (auch wenn ich die Ansichten nicht teile, erkenne ich an das es Leute gibt die es tun) Allerdings macht ihr Rechtsruck, denn ihr Vorreiter CSU ja schon so schön vollzieht , mir wirklich Sorgen. Aber auch die CSU geht langsam aber sicher den Weg abwärts. Sehen wir es realistisch. Vor ein paar Jahren haben noch fast alle in Bayern sie gewählt (weshalb sie auch immer über 51% erreichten) und das mit Stoiber. Ich meine der war kein wirklicher Politiker. Der konnte nicht mal ordentlich eine Rede halten (gebt euch mal auf youtube seine gestammelten Werke, besonders das über den Hauptbahnhof.) Niemand wusste was er eigentlich wirklich wollte, aber es hat gereicht wenn er einmal im Jahr auf dem Oktoberfest das Fass angestochen hat. Doch was die Linkspartei für die SPD ist, sind die ultrarechten für die CDU/CSU. Sie liefern einen Sündenbock.

Wie sieht nun die Situation in 10-20 Jahren aus, wenn sich nicht bald was tut. Bei der nächsten Bundestagswahl werden sie noch relativ glimpflich davon kommen und uns drohen vier weitere Jahre große Koaliton. Aber 2013 könnte es im ungefähren so aussehen. (Wahlbeteiligung 53%)
SPD: 23%
CDU/CSU: 25%
FDP: 5%
Grüne: 8%
Linkspartei: 19%
NPD/DVU/andere Nazischeiße: 13%
andere: 7%

Das hieße also das sogar ein Vierbund aus den drei Bürgerlichen Parteien nur 58% (bzw. 60-62% der Sitze, wenn man die anderen wieder ausklammert) schafft. Das reicht zwar noch für eine Regierungsbildung, aber nicht mehr um wirklich eine handlungsfähige Regierung ist das nicht. (die Parteien stimmen nicht immer geschloßen ab usw.)
Ähnliches ist 2002 passiert. Rot/Grün war einfach nciht mehr handlungsfähig. Sie konnten so gut wie garnichts ohne das abnicken der CDU machen, die schön zusahen wie alles den Bach runterging. Einer der Hauptgründe wieso Schröder bereits 2005 das Handtuch warf.
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alarich hat geschrieben:[...]weil sie ein absolut schrottiges Wirtschaftskonzept haben das klingt als hätte es sich ein Fünftklässler ausgedacht. [...]
Alarich, ich finde es nicht nett, wenn Du so viele Kinder auf einmal beleidigst...
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20.09.2008 - 16:30

In einem Punkt gebe ich euch ja Recht.
alle Parteien in Deutschland schauen nur noch auf sich selbst und nicht mehr auf die Menschen. Aber im Gegenteil zu euch glaube ich noch an eine Politische Richtung die zwar in der Geschichte auch Fehler gemacht hat aber die immer einen richtigen Kurs gefahren ist. Ich erhoffe mir für 2009 lieber so ein Ergebnis:
SPD : 26%
CDU: 39%
FDP: 14%
Grü: 10%
Link: 4%
And: 7%

Es stimmt ja dass alle Konstelationen keinen Richtigen Weg für Deutschland eingehen werden. Doch lieber sehe ich ein starkes bürgerliches Bündnis als diese SED Kommunisten Gysi und Lafontain zusammen im Kanzleramt. Die anderen Parteien sollten sich zusammenschließen um die Linke anzugreifen ihr Programm in Frage zu stellen und dann die Partei zu spalten.

Und wenn ich hier Stimmen höre von "verbietet die NPD" sage ich ja richtig aber dann verbietet die "Linke" gleich mit. Wir brauchen in Deutschland keine dreckigen Kommunisten mehr die den Menschen das Gold vom Himmel versprechen.

Und wenn ihr es über die kleinen Parteien habt. Schreibt die FDP nicht ab. Nach Möllemann hat sich die Partei gewandelt. Ihr neues Programm bietet wirklich gute Ansätze was man vom Programm der Grünen nicht sagen kann. Also wenn ihr fragt Grüne oder FPD dann eindeutig FDP. Die Grünen sind für mich die "Hippi Partei" der 90er und mehr nicht. Ihre politischen Ideen würden Deutschland in den Ruin bringen.


Ich denke und hoffe trotz eurer Kritik auf ein bürgerliches Bündnis nach der BTW 2009. CDU und FDP
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Das Schwert
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Das Programm der FDP

21.09.2008 - 09:42

lautet auf den Wahlplakaten bei uns in Bayern:

Gelb ist der deutlichste Konstrast du Schwarz :confused: .

~ ~ ~ :roll: ~ ~ ~
"Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden" (Matthäus 5, 9)

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21.09.2008 - 15:41

@beroon15
Also wenn ihr fragt Grüne oder FPD dann eindeutig FDP. Die Grünen sind für mich die "Hippi Partei" der 90er und mehr nicht. Ihre politischen Ideen würden Deutschland in den Ruin bringen.
Spezifizier doch mal welche Ideen du meinst und wie sie Deutschland in den Ruin treiben würden.
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