Gibt es Gott?

religiöse und spirituelle Themen wie Leben nach dem Tod, Religionen und Glaube sowie Jenseitskontakte und Religionen wie das Christentum, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.


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Cihan
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13.11.2008 - 01:30

Schneeflocke,

ich habe deinen Beitrag gerade gelesen und festgestellt, dass deine Erklärung mir keineswegs die Augen geöffnet hat.
Erstens glaube ich nicht, dass Jesus Gott ist, sondern ein Prophet Gottes.
Zweitens halte ich es vollkomen für Nonsens, wenn du meinst Gott ist Vater-Gott, Sohn-Gottes, Heiliger Geist und das alles soll dann immer noch ein Gott sein.
Dann verstehe ich allerdings nicht, warum Jesus an einer Stelle sagt: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“
Führt Gott da ein Selbstgespräch? Da ja nach deiner Erklärung Gott eine Einheit sein soll, wieso redet dann dieser Gott mit sich selbst und stellt sich sogar selbst fragen. Wenn er ein Gott wäre, würde er sowas nicht tun.

Du redest dir etwas ein, das vollkommen widersprüchlich ist, nur hast du Angst darüber nachzudenken, denn wenn du nachdenken würdest, würdest du vielleicht daran zweifeln und das würde dein Gewissen belasten, weil du dann denken würdest, dass dein Gott-Vertrauen nicht vorhanden ist.
Aber wenn du an Gott glauben willst, dann solltest du auch keinen Quatsch glauben, denn diese Stellen die du da zitierst, erklären keineswegs diesen Widerspruch, den die Bibel mit seinen 3 Göttern hat.

In Wirklichkeit glaubst du doch selbst nicht, dass das stimmt, was du da geschrieben hast. Wenn es nur einen Gott gibt, dann gibt es auch nur einen Gott. Da gibt es kein Geist, Sohn oder sonstwas. Es gibt nur einen Gott und damit hat es sich!

Drittens woher willst du denn wissen, ob all diese Dinge, die du geschrieben hast, auch wirklich stimmen? Ich meine, das sind nur geschriebene Texte, deren Ursprung nicht nachweisbar ist.
Du kannst es nicht 100% wahr halten, da es mit der Zeit höchstwahrscheinlich nicht mehr alles in seiner ursprünglichen Erklärung wiedergibt. Selbst wenn, weißt du nicht, ob es tatsächlich Gottes Botschaften sind.

Jesus für Gott zu halten, ist für mich schon ziemlich gewagt und entspricht der kapitalistischen und reichen Kirchenvorstellung, dass man alles heilige irgendwie personifizieren und verkaufen kann.
Daher hat ja der Papst vor kurzem entschieden, dass auch ungetaufte verstorbene Kinder (wie es übrigens der Islam schon vorher so gehandhabt hat) in den Himmel kommen sollen.
Vorher hatte die Kirche gepredigt, dass diese Kinder ganz sicher in die Vorhölle kommen würden. Aber das passt ja wieder nicht zur christlichen Vorstellung des gütigen liebenden Gottes....

Die Kirche macht sich die Religion so wie sie es haben will.
Wenn du diesen - im Mittelalter noch "Die Erde ist ne Scheibe" Gläubigen- glauben willst, dann glaube ihnen ruhig, aber mit Gott haben diese Leute wenig zu tun.

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*M$*
Verschwörungsfreak
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13.11.2008 - 03:06

Scheeflocke hat geschrieben:... Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei
1. Mose 1,26a

Was ist mit dem "uns" gemeint? Engel? Dann hätte nicht Gott alleine Menschen geschaffen, was der Aussage Gottes im nächsten Vers widersprechen würde, dass Gott alleine den Menschen schuf:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
1. Mose 1,27

Der Schlüssel zur Problematik "Ein Gott oder drei Götter?" liegt in den beiden bereits zitierten Versen ...
  • Du magst Dir ja viel Mühe gemacht haben, die ganzen Bibelstellen herauszu-
    suchen, aber der Schlüssel der Problematik ist ein anderer. Das dieses "uns"
    mit der "drei Einigkeit" zu erklären wäre ist leider eine oft falsche Interprtation.


    Die Erklärung für:
    • „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, dass uns gleich sei,...“
      „Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner .....“
    ist ganz einfach die die Sprache, mit der damal gesprochen wurde (wie z.B.
    hier im alten Germanien auch völlig anders gesprochen wurde, aber dazu
    später mehr).

    Grundsätzlich ist es richtig, der Polytheismus findet sich vielerorts im Alten
    Testament. Nur Dein ausgewähltes Beispiel ist falsch. Hier liegt im ersten
    Satz ein pluralis deliberationis vor, ein Plural der Selbstberatung und Selbst-
    aufforderung, wie wir ihn im Deutschen aus dem "Dann wolln wir mal" kennen.

    Und der zweite Plural "wie unsereiner" ist ein generischer Plural. Wir kennen
    den generischen Singular, etwa wenn wir "der Mensch" sagen und dabei die
    Menschheit / alle Menschen meinen. Man könnte immerhin annehmen, daß
    der generische Plural "wie unsereiner" so gemeint ist, daß eben mehrere Göt-
    ter oder wenigstens "Göttliche" (Engelwesen udgl.) als existent geglaubt wer-
    den, was für den Schöpfungsbericht durchaus stimmen könnte. Aber aus der
    Wendung selbst läßt sich das nicht folgern. Ein generischer Plural, auch wenn
    das Genus nur aus einem Exemplar besteht, ist durchaus möglich.


    Wie angekündigt, nun zu unseren Sprachwurzeln.
    Gotisch sprach man so zwischen 200 n.Chr. – 800. Da sah "das Vaterunser"
    in etwa so aus:
    • Atta unsar, þu in himinam, weihnai namo þein. Qimai þiudinassus
      þeins. Wairþai wilja þeins, swe in himina jah ana airþai. Hlaif unsar-
      ana þana sinteinan gif uns himma daga. Jah aflet uns þatei skulans
      sijaima, swaswe jah weis afletam þaim skulam unsaraim. Jah ni
      briggais uns in fraistubnjai, ak lausei uns af þamma ubilin. Unte þe-
      ina ist þiudangardi jah mahts jah wulþus in aiwins.
    Wohlgemerkt, haben die Menschen hierzulande so gesprochen und niemand
    der heutigen Generation würde die Menschen von damal auch nur ansatzwei-
    se verstehen können

    sinntreu *) und ursprüngliches von Martin Luther ( Mittelniederdeutsch (1200 –
    1600)) verwendetes Deutsch:

    • "Got, die dar is begin unde ende aller dinge, de makede to irst hemel
      unde erde, unde makede den minschen binnen ertrike, unde satte ine
      in dat paradies; die gebrak den gehorsam uns allen to scaden. Dar
      umme ginge wie irre alse de hirdelosen schape bit an die thied, dat
      he uns irloste mit siner matere. Nu aver we bekart sin unde uns got
      weder geladet hevet, nu halde we sine e unde sin gebot, dat sine wies-
      sagen uns geleret hebbet unde geistlike gude lüde, unde ok kerstene
      konige gesat hebbet."
    SO sah die Luther-Übersetzung aus dem Hebräischen aus und nicht so, wie
    die "Luther-Bibel", die Du Dir in der Buchhandlung gekauft hast !


    Bibelübersetzungen sollen eine Brücke von einer fremden, vergangenen Kultur
    und Denkweise zu modernen Lesern schlagen. Die alten, heute toten Spra-
    chen der Urtexte mit ihrer eigentümlichen Ausdrucksweise (Grammatik, Lexik)
    stellen hohe Anforderungen an die Übersetzungsarbeit. Im Falle des Alten Testa-
    ments kommt erschwerend dazu, dass außerhalb dessen kaum althebräische
    Schriften überliefert sind, die als Vergleichsmaterial dienen könnten. Neben
    sprachlichen spielen auch inhaltliche Verständnisschwierigkeiten bei der Über-
    setzung der Bibel eine Rolle. Schon die biblischen Schriften selbst bezeugen
    diese mehrfach (z. B. Gemäß 2 Petr 1,12-15 und 2 Petr 3,1 richtet sich der Brief
    an die gleichen Empfänger wie der erste Petrusbrief, also Christen in verschie-
    denen Gegenden von Kleinasien. Nach 2 Petr 1,1 richtet sich das Schreiben an
    alle Gläubigen, also an Juden- und Heidenchristen.).
Schneeflocke hat geschrieben: ... Maria wurde vom Heiligen Geist schwanger. Jesus ist GOTTESSOHN! Und er ist GOTT, denn Gott ist als Mensch zu uns auf die Erde gekommen! ...






*) Sinntreu heißt, daß die Übersetzer bemüht waren, bei allen Texten so nah
wie eben möglich am Original zu bleiben, d.h. auch – soweit dabei die Verständ-
lichkeit der neuhochdeutschen Übertragung gewahrt bleiben konnte – den
Wortlaut und die Wortstellung möglichst genau einzuhalten, um die Verwandt-
schaft des Wortschatzes und der Strukturen durchsichtig zu machen.
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Cihan
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13.11.2008 - 03:22

@ M$:
Gute Erklärung von dir.
Aber ich habe selbst in eigener Recherche bemerkt, dass selbst bei sinntreuen Übersetzungen vieles verloren gegangen ist.
Es gibt Begriffe für die es in unserer Sprache keine Wörter gibt bzw. die man mit Wörtern übersetzt hat, die nicht exakt dem Originalwort entsprechen.
Und hier geht es immerhin um Texte aus sehr alter Zeit.
Wenn wir uns eine Synchronisation eines englischen Films ins Deutsche ansehen, merken wir auch oft, dass zwar sinngemäß übersetzt wurde, aber bestimmte Dinge weggelassen wurden, weil es im Deutschen keinen Sinn haben würde.
Und dabei handelt es sich nur um einen Film.
Doch die Problematik bleibt dieselbe.

Hannes
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15.11.2008 - 02:22

Liebe Schneeflocke,

zunächst einmal vielen Dank, daß Du Dir hier die große Mühe gemacht hast, den vielen Ignoranten des Glaubens diesen näherbringen zu wollen, Du siehst allerdings, daß Du Perlen vor die Säue geworfen ( Matth. 7, 6 ) hast, leider, hab ich auch schon oft getan, aber Gott verstockt, wen er will ( Röm. 9, 18 ).
Daher hilft bei ihnen nur beten, daß Gott ihre Verstockung lösen möge, amen.

@ Cihan,

so nun mal raus damit:
Bist Du Moslem?

@M$,

hahaha, jetzt spielt er Sprachwissenschaftler, na was kannste denn außer Deutsch... und das auch nur mehr schlecht als recht, hahaha ?

Apropos Luther-Bibel-Text:
Na dann schau Dir mal die Original-Übersetzung von 1534 oder 1545/1546 an!!!
Gott segne und behüte Euch in Ewigkeit. Amen.

Herzliche Grüße,

Hannes

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alarich
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15.11.2008 - 03:28

wieso willst du wissen ob Cihan ein Moslem ist? Willst du ihn als Terroristen melden, Schnucki?
: ה' רעי לא אחסר

ואם לא עכשו אימתי

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Cihan
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15.11.2008 - 04:40

Hannes,

was geht dich das an, ob ich Moslem bin?
Ich habe meinen Glauben zu Gott und ob das mit dem Islam, Judentum oder sonstigem im Einklang ist, ist mir ehrlich gesagt egal.
Ich habe schon mal gesagt, dass ich glaube, dass alle Religionen mit der Zeit verfälscht worden sind und dass man eben kritisch sein muss.

Hannes
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18.11.2008 - 23:27

Chian,

hab mich ja auch geoutet, weil ich ehrlich bin und mich nicht verstecke!!!
Deine Antworten kamen mir irgendwie moslemisch geprägt vor, deshalb die Frage.
Außerdem hab ich nichts gegen Moslems, denn :idea: gläubige Moslems sind sicher letztendlich eher im Himmelreich zu finden als falsche Christen :lol: :lol: :lol: :!: :!: :!:
Gott segne und behüte Euch in Ewigkeit. Amen.

Herzliche Grüße,

Hannes

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Cihan
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18.11.2008 - 23:44

Wie kommst du denn jetzt zu dieser Erkenntnis, erleuchteter Christ?
Sind die Moslems oder Buddhisten, Juden oder Hindu nicht die bösen Ungläubigen?
Du machst uns und allen falschen Christen Angst, wenn du so schlimme Sachen schreibst. Wenn wir nicht ins Himmelreich kommen, wohin kommen wir denn dann?
Gibt es eigentlich im Himmel mehrere Stufen?

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*M$*
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19.11.2008 - 02:44

Hannes hat geschrieben:... hab mich ja auch geoutet, ...
  • Du, Dich geoutet...?
    **Gelächter verbreitet sich**

    Hätt' ich nicht weiter recherchiert, würdest Du noch immer vorgeben
    Dekan zu sein.

    Und ...
Hannes hat geschrieben:... weil ich ehrlich bin ...
  • ... eh' ich beleidigend werde (wie es Deiner Einer hier ständig macht),
    kommentiere ich das mal nur mit:

    Das spottet jeder Beschreibung.
Hannes hat geschrieben:... hahaha, jetzt spielt er Sprachwissenschaftler, ...
  • Ich habe weder einen akademischen Titel, noch muß ich hier irgend-
    jemand was vorspielen. I am, what I am.
Hannes hat geschrieben:... na was kannste denn außer Deutsch... und das auch nur mehr schlecht als recht, hahaha ? ...
  • Nur schade, daß Du bei MIR noch keine grammatikalischen Fehler fin-
    den konntest, sondern reitest lediglich darauf herum, als wüßtest Du es
    nicht besser. Denn im Gegensatz zu Dir, benutze ich mein Gehirn und
    nehme mir nichts "Vorgekautes " an.
Hannes hat geschrieben:... Apropos Luther-Bibel-Text:
Na dann schau Dir mal die Original-Übersetzung von 1534 oder 1545/1546 an!!!
*M$* hat geschrieben:... sinntreu *) und ursprüngliches von Martin Luther ( Mittelniederdeutsch (1200 – 1600)) verwendetes Deutsch:
  • Das schließt dann ja wohl auch die Zeit von 1534 - 1546 mit ein, oder...?

    Denn, die Lutherbibel ist eine Übersetzung des Alten und Neuen Testa-
    ments der Bibel aus der althebräischen, der aramäischen bzw. der alt-
    griechischen Sprache in die deutsche Sprache. Die Übersetzung wurde
    von Martin Luther unter Mitarbeit weiterer Theologen angefertigt. Im Sep-
    tember 1522
    war eine erste Auflage des Neuen Testamentes fertig,
    Und eben aus der habe ich (grün) zitiert.
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Cihan
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19.11.2008 - 18:40

@ M$: Moment mal, willst du damit sagen, dass dieser wahrhaftige Christ, ähm Hannes, hier in diesem öffentlichen Forum gelogen haben soll?
Aber heißt es in der Bibel nicht irgendwo, dass man nicht lügen soll?

Oh Mann, Hannes, ich hoffe, Dein Gott (Vater-Gott + Sohn-Gottes alias Jesus Christus + Heilige Geist) vergeben dir.
Dein Missionierungseifer in allen Ehren Hannes, aber wenn das Ganze schon mit einer Lüge beginnt, und das auch noch zu deiner eigenen Person, na dann...Halleluja. :wink:

Hannes
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22.11.2008 - 01:54

@ M$

Diakon bin ich und nicht Dekan, mein Lieber, nicht verwechseln...!!!
Zum Rest ist schon alles gesagt.

@ Chian

Um obiges ging es eine Zeit lang, denn man unterstellte mir, daß ich kein Diakon sei ... und jetzt verwechselt M$ das auch noch, was seinerseits auch tief blicken läßt :roll: :!: :!: :!:
Gott segne und behüte Euch in Ewigkeit. Amen.

Herzliche Grüße,

Hannes

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Dhe
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22.11.2008 - 03:04

Freunde, ich bin es leid immer wieder die großen Diskurse des Mittelalters garniert mit neuzeitlichen Spitzen miterleben zu dürfen. Daher habe ich mich entschlossen, dieser ganzen Geschichte bis auf Weiteres die Plattform zu entziehen und betreffende Threads zu schließen.
Neue Topics, die in die gleiche Richtung gehen (denn de facto haben wir ja mittlerweile drei oder vier Threads zum gleichen *Thema*), werde ich zumindest in den nächsten Wochen genauso behandeln.



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