Gott

religiöse und spirituelle Themen wie Leben nach dem Tod, Religionen und Glaube sowie Jenseitskontakte und Religionen wie das Christentum, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.


Acker88
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Gott

26.03.2009 - 03:04

Ist einem mal in den sinn gekommen das es evtuell wirklich einen Gott gibt aber nicht so wie wir ihn uns vorstellen das wir evtuell ein Biologischer Computer sind der damals von irgend einem wessen hergestellt und programmiert wurde die währe auch eine Theorie das wir geschaffen wurden sind uns gegen den schöpfer wanten und nun ein freies leben führen.

Bogomiel
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26.03.2009 - 03:19

hi

also deiner Theorie zufolge kommt es mir fast so vor als beschreibst du die Matrix

Aber ich denke das jeder von Gott eine andere Vorstellung hat.

Acker88
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26.03.2009 - 03:28

Bogomiel hat geschrieben:hi

also deiner Theorie zufolge kommt es mir fast so vor als beschreibst du die Matrix

Aber ich denke das jeder von Gott eine andere Vorstellung hat.

Nein eig nicht aber ist auch ein gutes Thema im FIlm Matrix gibt es die Maschienen ich meine Damit das wir die Maschinen sind sozusagen aber ich habe garnicht an den Film gedacht ^^

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Dhe
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Re: Gott

26.03.2009 - 03:42

Acker88 hat geschrieben:... das wir evtuell ein Biologischer Computer sind der damals von irgend einem wessen hergestellt und programmiert...
Jup, und die Antwort ist 42.

Jetzt hast du was zum googlen.

Acker88
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Re: Gott

26.03.2009 - 03:55

Dhe hat geschrieben:
Acker88 hat geschrieben:... das wir evtuell ein Biologischer Computer sind der damals von irgend einem wessen hergestellt und programmiert...
Jup, und die Antwort ist 42.

Jetzt hast du was zum googlen.
Dhe Also dieser Post war unnötig wenn du was schreibst dann bitte was richtiges und nicht so nen misst danke

Bogomiel
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26.03.2009 - 04:23

nun als Biologischer Computer würde ich mich nicht sehen zumal ich dann sicherlich wüsste welche aufgabe ich hier auf dem Planeten habe.
Als frei denkendes Wesen macht man sich nunmal gedanken und sucht wenn auch immernoch Erfolglos nach dem Sinn des Lebens.
Über das sein, über das was wird sein wenn usw.
Wir werden sicherlich eine Aufgabe haben aber die Aufgabe ist mir bisher noch ersichtlich.

und ich denke auch nicht das Gott 6Mrd menschen zur Belustigung braucht.

LG
Bogo

XBZATU
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26.03.2009 - 08:05

Zu dem Thema gab es bereits Threads. Zu einem Ergebnis gekommen ist man natürlich nicht. Insofern halte ich das Erstellen eines neuen Threads in dieser Richtung für reichlich überflüssig.

Reddevil100
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Re: Gott

26.03.2009 - 11:20

Acker88 hat geschrieben:
Dhe hat geschrieben:
Acker88 hat geschrieben:... das wir evtuell ein Biologischer Computer sind der damals von irgend einem wessen hergestellt und programmiert...
Jup, und die Antwort ist 42.

Jetzt hast du was zum googlen.
Dhe Also dieser Post war unnötig wenn du was schreibst dann bitte was richtiges und nicht so nen misst danke
Acker88, dieser ganze Thread ist unnötig, und die Antwort auf DHE von dir, war auch unnötig...
Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart. Der wichtigste Mensch ist immer der, der gerade vor dir steht und um Hilfe bittet. Und das wichtigste und schönste Geschenk, dass dir jemals jemand geben wird können, das ist aufrichtige Liebe.

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Re: Gott

26.03.2009 - 12:20

Acker88 hat geschrieben:
Dhe hat geschrieben:
Acker88 hat geschrieben:... das wir evtuell ein Biologischer Computer sind der damals von irgend einem wessen hergestellt und programmiert...
Jup, und die Antwort ist 42.

Jetzt hast du was zum googlen.
Dhe Also dieser Post war unnötig wenn du was schreibst dann bitte was richtiges und nicht so nen misst danke
Ich denke eigentlich, so unnötig war die Antwort gar nicht. Wirf doch mal einen Blick in die Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)

Interpretiere Dhes Antwort doch einfach so: Du bist nicht der erste, der auf diese Idee gekommen ist ;)
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

Lycaner2412

Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus

26.03.2009 - 13:39

Diese tiefe Existenzangst und Todesangst (die jeder Mensch in sich trägt)hat die Menschen seit Urzeiten daran glauben lassen das es einen Gott geben muss!
Nur so konnte die Menscheit nach vorne sehen.Man stelle sich vor jeder müsste sich eingestehen,das es einfach nur nichts gibt,niemand der einen beschützt,zu dem man nach dem Tod gehen kann,wie sinnlos käme vielen das Leben vor.
Ich persönlich glaube nicht!
Denn wenn doch,müsste ich dem grössten Verbrecher,dem grössten Täuscher (Gott) ein paar Fragen stellen.Zum Beispiel wieso er sich in seiner angeblichen Allmacht nur für die Wunder und guten Taten brüstet und bei schlechten Dingen alles auf die kleinen Menschen schiebt.
Wieo er nicht mal auch dann eingreift wenn etwas schief läuft.Nein,es gibt keinen Gott oder ähnliches almächtiges Wesen,es ist nur unsere tiefe Angst im Tod ,in der Gefahr alleine zu sein.

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Nedlim
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26.03.2009 - 16:21

Um das mit der 42 mal aufzuklären ... det kommt aus "per Anhalter durch die Galaxie".
Kurzum ... Supercomputer wird gebaut nach dem Sinn des Lebens gefragt und Antwort ist 42 .... Ok Mist sowas kann passieren ... Supercomputer meint besseren Computer bauen das ist dann die Erde.
Würd weniger sagen wir sind nen Computer als vielmehr wir sind ein Gehirn.
Jeder Mensch stellt in dieser Vorstellung eine Zelle dar die mit anderen Zellen kommunizieren kann. Anfangs begrenzt dann durch Post, Medien und letzendlich I-Net immer schneller und effizienter. Wie im Menschlichen Gehirn gibt es auch auf der Erde Gebiete mit Inaktivität, bekannter Aktivität, unbekannter Aktivität und leider leider auch Krebs (bildlich gesprochen).

Edit: Ups das Gehirn ist ja sowas wie nen Biocomputer :D
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sliver
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26.03.2009 - 16:51

Hi
Lycaner2412 hat geschrieben:Wieso er nicht mal auch dann eingreift wenn etwas schief läuft. Nein, es gibt keinen Gott oder ähnliches allmächtiges Wesen, es ist nur unsere tiefe Angst im Tod, in der Gefahr alleine zu sein.

Nu Gott existiert nicht, aber er war/ist ein guter Trost.

Er füllt einfach das Innere der Menschen aus, auch wenn es nur eine Lüge war/ist.

Gott war/ist für die Menschen in ihrer Angst, in Ihrer Furcht, vor dem Alter und dem Tod und darüber hinaus (v. der unbekannten Finsternis) ein riesengrosser Trost.

Gott ist für viele der letzte Strohalm, auch wenn es nur eine Lüge ist, aber Lügen können nu mal süßer als die Wahrheit sein....*Trost*

Genau so sehe ich das nämlich. (,,,)^.^(,,,)-----

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Taurhin
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26.03.2009 - 16:54

nedlin da muss ich dich aber berichtigen beim "Anhalter" ist die Antwort "zum leben, das Universum und dem ganzen Rest"
schon 42 aber, die frage zur frage ist noch unbekannt deshalb wurde die Erde gebaut ^^

[edit]
@Sliver

glauben ist ja schön und gut, aber wen man praktisch die Leute verfolgt die nicht so glauben ist das nicht so toll.

heute werde ja noch Leute die es wagen sich als Atheisten zu outen mit Gewalt oder ewigen Höllen Qualen (ob wohl die Hölle für einen Atheisten ja nicht mal existiert) bedroht werden.
Zuletzt geändert von Taurhin am 26.03.2009 - 17:05, insgesamt 2-mal geändert.
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sliver
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26.03.2009 - 17:06

Hi
Taurhin hat geschrieben:nedlin da muss ich dich aber berichtigen beim "Anhalter" ist die Antwort "zum leben, das Universum und dem ganzen Rest"
schon 42 aber, die frage zur frage ist noch unbekannt deshalb wurde die Erde gebaut ^^
Yeahh Taurhin hat recht, Die allerletzte Antwort lautet 42.
Aber die Erde wurde gebaut um die Frage darauf zu finden *gg*. Sie lautet übrigens 6 x 7 = ?....

So langsam glaube ich, das ganze Forum hat den Schinken "Per Anhalter durch die Galaxie" gelesen^^.

Don`t panic

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Nedlim
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26.03.2009 - 17:07

Lol sry habs nen bischen verkürzt, durcheinandergebracht und mir nicht die Zeit genommen nochmal zu recherchieren. Danke für deine korektur an dieser stelle von mir.


Öhm da der Mensch das einzige Lebewesen ist welches "Gott" huldigt würde ich mal annehmen "Gott" ist menschgemacht und nicht der Mensch ist"gottgemacht".
Ich seh das so ähnlich wie Sliver ... "Gott" ist einfach der Teil in uns den wir nicht fassen können.
Gott ist die Stimme in meinem Kopf die mir jeden Morgen verbal in den Arsch tritt damit ich aufstehe ... Gott ist die Freude die ich empfinde wenn ich meine Familie in den Arm nehme ... Gott ist der Teil von mir der mir sagt "Jung das wird schon wieder gib nicht auf" ...
In diesem Sinne wäre es töricht zu behaupten das ich nicht an Gott glaube aber ich glaube nicht an Gott wie er (warum eigentlich er und nicht sie oder es?) dargestellt wird.

Hier ausführlich darauf einzugehn was ich glaube und was nicht gehört aber auch nicht hier hin und wäre viel zu kompliziert da sich nicht mal die verschiedenen Aspekte von mir einig sind was und wie sie glauben.
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XBZATU
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08.04.2009 - 01:38

Da der TE über eine Theorie berichtet hat, die ihm durch den Kopf gegangen ist, mache ich das jetzt auch mal:

Vorab, ich bin Atheist. (spielt aber auch eigentlich keine Rolle)

Es ist vielmehr ein simples Gedankenspiel als eine richtige Theorie.

- Es gibt Menschen, die glauben an Gott
- Es gibt Menschen, die glauben an das Schicksal
- Es gibt Menschen, die glauben nicht an Gott, aber an das Schicksal
- Es gibt Menschen, die glauben nicht an das Schicksal, aber an Gott

Welche Rolle nimmt nun Gott, welche Rolle nimmt das Schicksal ein?

In meinem Spiel nehmen Gott und Schicksal die gleiche Rolle ein, man stelle sich die beiden als Masse vor, die equivalent zueinander ist.

Gott ist eine Implikation des Schicksals, nicht im grammatikalischen, im philosophischen Sinne. Und auch das Schicksal ist eine Implikation von Gott.

Wer an das Schicksal glaubt, der sollte, wenn es ihm ernst ist, auch an Gott glauben, weil das Schicksal selbst dann einen Gott verkörpert, der den Menschen steuert, genauer gesagt sein Leben.

Was ich damit eigentlich darlegen wollte, ist, dass Menschen, die behaupten, sie glauben nur an das Schicksal, die darf es eigentlich nicht geben. Auf der anderen Seite, Menschen, die an Gott glauben, nicht aber an ein Schicksal, die darf es ebenfalls nicht geben.

Sprich: In meinem Gedankenspiel sind die Sätze "Ich glaube an Gott, nicht aber an ein Schicksal" und "Ich glaube an ein Schicksal, nicht aber an Gott" paradox, sie stehen im Widerspruch zueiander.

Mawa
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08.04.2009 - 13:05

Nehmen wir einmal an, man könnte die Punkte zu 100% Beweisen

-Man stellt fest, es gibt keinen Gott oder ähnliches

-man stellt fest, dass unser Sinn des Lebens eigentlich nur die Fortpflanzung ist und sonst nichts.

-man stellt fest, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, dass
man einfach weg ist und es weder nen Himmel noch ne Hölle gibt.

-Es weder Geiser noch sonst mysteriöse Phänomene gibt.

Würde da der Mensch nicht einfach durch drehen?
Wenn der Mensch feststellt, egal was er auch tut, nichts einen tieferen Sinn hätte
Das würde dann auch heisse, dass es keinen Unterschied machen würde, ob jetzt jemand gut oder böse ist, weil wenn man stirbt, eh nichts weiter passieren würde


Und ich denke da liegt der springende Punkt. solange die Menschen
an etwas glauben, sei es Gott, Allah oder was auch immer, haben sie ein Gewissen welches sie von böse Taten abhält.
Klar gibt es Menschen denen es egal ist, was für Konsequenzen ihre Taten bringen. Sie sind krank, tiefe Depressionen.
Aber sind diese Menschen wirklich krank? Oder haben sie einfach
nur die Realität erkannt?

XBZATU
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08.04.2009 - 14:06

Hmm, ich wollte eigentlich keine weitere Diskussion lostreten, sondern nur mein kleines Gedankenspiel präsentieren und vielleicht auch damit deutlich machen, dass nicht jeder, der sagt, dass er an Gott glaubt, das auch wirklich tut beziehungsweise tun kann - aber von mir aus.
Mawa hat geschrieben:Nehmen wir einmal an, man könnte die Punkte zu 100% Beweisen

[...]

Würde da der Mensch nicht einfach durch drehen?
- Ich stelle für mich persönlich bereits fest, dass es keinen Gott gibt, indem ich nicht an einen glaube.

- Kritische Aussage, angenommen, Gott existiert, was ist denn dann der Sinn des Lebens? Ist es nicht möglich, die Vorstellungen von Gott in den Alltag zu integrieren, auch ohne dass man an ihn glaubt? Ist es da überhaupt wichtig, dem Leben einen Sinn - der von Gott ausgeht - zu geben?

- Ich stelle fest, dass ich nicht in der Lage bin, über den Tellerrand zu blicken, der sich "mein Vorstellungsvermögen" nennt. Ich weiss nicht, was danach passiert, ob etwas passiert, ob nichts passiert, ich bin nicht in der Lage, mir darüber Gedanken zu machen, die zu einen Ergebnis führen. Deswegen muss ich mir auch keine Gedanken darum machen.

- k.A.
Mawa hat geschrieben:Und ich denke da liegt der springende Punkt. solange die Menschen an etwas glauben, sei es Gott, Allah oder was auch immer, haben sie ein Gewissen welches sie von böse Taten abhält.
1. Ich glaube nicht an Gott - und begehe trotzdem keine bösen Taten.

2. Spontan fällt mir jetzt die Geschichte zu Zeiten Luther's ein, als die Kirche (selbstverständlich auf der Seite von Gott und deswegen nach deiner Aussage frei von Gedanken für böse Taten) Ablassbriefe für Geld verteilte, die den Bürgern, die nicht lesen oder schreiben konnten (und somit auch keine Ahnung hatten, was wirklich in der Bibel steht) die Sünden "abkauften". Man nutzte den blinden Glauben der Menschen aus.

Beispiel aus der heutigen Zeit: Islamisten (die an Allah, ein von dir angeführtes Beispiel glauben) töten bewusst Menschen.

Also, du siehst, dass das eine sehr sehr vage Behauptung ist.

Mawa
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08.04.2009 - 14:50

An XBZATU:

Ich glaube du hast mich ein bisschen falsch verstanden oder
ich habe es nicht gut formuliert.
Es gibt viele die nicht an Gott glauben. Ich tus auch nicht.
Aber ich glaube, dass irgend etwas da ist. Da es aber über meinen Tellerrand geht, verschende ich meine Gedanken erst gar nicht daran.
Was oder wo es sein könnte.

Ich habe von Menschen gerdet, die an gar nichts glauben
Du glaubst bestimmt auch an etwas (auch wenn es nicht Gott ist)
sonst währst du ja wohl nicht in diesem Forum ;-)

XBZATU
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08.04.2009 - 15:42

Hallo,
Mawa hat geschrieben: Da es aber über meinen Tellerrand geht, verschende ich meine Gedanken erst gar nicht daran.
Was oder wo es sein könnte.
Eben. Genau wie ich. :)
Mawa hat geschrieben:Ich habe von Menschen gerdet, die an gar nichts glauben
Du glaubst bestimmt auch an etwas (auch wenn es nicht Gott ist)
sonst währst du ja wohl nicht in diesem Forum ;-)
Das ist im Prinzip das, was ich mit meinem Gedankenspiel (s. Seite 3) zeigen wollte. Ich wollte zeigen, dass Menschen glauben, dass sie einen Glauben besitzen. Das halte ich oftmals aber einfach für falsch.

Ich denke, dass sich nicht nur eine "Theorie" in Form von "Gott <-> Schicksal" aufstellen lässt.

Ich kann mir also durchaus vorstellen, dass es Menschen gibt, die an nichts glauben - dessen sind sie sich aber nicht bewusst.

Wer sagt, er glaubt an Gott, nicht aber an das Schicksal, glaubt auch nicht an Gott, und als Resultat dessen womöglich auch an nichts Anderes, da er sich denkt, es würde "reichen", an Gott zu glauben.

Gruß ;)

Edit: Aber selbstverständlich verurteile ich solche Menschen nicht und ich halte es für richtig, dass, wie du auch gesagt hast, sie überhaupt an etwas glauben.

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Taurhin
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09.04.2009 - 13:24

Mawa hat geschrieben:An XBZATU:

Ich glaube du hast mich ein bisschen falsch verstanden oder
ich habe es nicht gut formuliert.
Es gibt viele die nicht an Gott glauben. Ich tus auch nicht.
Aber ich glaube, dass irgend etwas da ist. Da es aber über meinen Tellerrand geht, verschende ich meine Gedanken erst gar nicht daran.
Was oder wo es sein könnte.

Ich habe von Menschen gerdet, die an gar nichts glauben
Du glaubst bestimmt auch an etwas (auch wenn es nicht Gott ist)
sonst währst du ja wohl nicht in diesem Forum ;-)
da müssen wir uns erst mal einigen was du mit "glauben" meinst.
etwa das

ich glaube an Gott

oder das ?

ich glaube das es morgen Regent

weil viele mischen das gern um ihre Position zu stärken.
Alle Kreter sind Lügner. -Epimenides der Kreter-

XBZATU
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09.04.2009 - 13:36

Taurhin hat geschrieben:
Mawa hat geschrieben:An XBZATU:

Ich glaube du hast mich ein bisschen falsch verstanden oder
ich habe es nicht gut formuliert.
Es gibt viele die nicht an Gott glauben. Ich tus auch nicht.
Aber ich glaube, dass irgend etwas da ist. Da es aber über meinen Tellerrand geht, verschende ich meine Gedanken erst gar nicht daran.
Was oder wo es sein könnte.

Ich habe von Menschen gerdet, die an gar nichts glauben
Du glaubst bestimmt auch an etwas (auch wenn es nicht Gott ist)
sonst währst du ja wohl nicht in diesem Forum ;-)
da müssen wir uns erst mal einigen was du mit "glauben" meinst.
etwa das

ich glaube an Gott

oder das ?

ich glaube das es morgen Regent

weil viele mischen das gern um ihre Position zu stärken.
Hallo,

ich denke, dass auch ich die Frage beantworten kann. ;)

Sie setzt schließlich darauffolgend in Klammern, dass es nicht Gott sein muss. Das impliziert wohl, dass es aber eventuell etwas Anderes ist, an das man glaubt, etwas, das Gott ersetzt - gesprochen wird also von "dem Glauben".

Gruß ;)

XBZATU
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12.04.2009 - 17:22

Vielleicht mal, um den Gedanken in den Raum zu werfen..

Selbstverständlich laufe ich Gefahr, mir mein eigenes Grab auszuheben, da ich - wie erwähnt - selbst Atheist bin, dennoch halte ich es für wichtig, sich diese Frage zu stellen:

Ist Atheismus nicht in gewisser Weise eine Form des Faschismus?

Atheismus besitzt auf jeden Fall totalitäre Züge, da dieser versucht, den Menschen von dem Glauben an Gott abzubringen oder dass man diesen einfach für falsch hält.
Zweiteres, dass ich es für falsch halte, trifft auf mich persönlich zu, tolerieren, dass es dennoch Menschen gibt, die an Gott glauben, tu ich allemal.

Die Frage ist jetzt, wie weit sich Atheismus von einer faschistischen Ideologie abgrenzen kann und darf.

Wenn ich daran denke, dass Atheisten vor Kurzem noch versuchten, die Busgesellschaften davon zu überzeugen, dass sie auf ihre Busse "There is no god" (oder so ähnlich) schreiben, dann finde ich das zwar nicht ungewöhnlich, Atheismus eben, aber ich halte es für leicht rechtsextrem.

Selbstverständlich ist das Ganze eher passiv ausgerichtet, größtenteils gewaltlos, aber ich könnte mir vorstellen, dass das nicht für immer so bleiben wird.

Es ist ähnlich mit dem Patriotismus. Auch diesen versucht man, möglichst weit vom Nationalsozialismus weg zu bewegen, aber ob das überhaupt möglich ist?

Vielleicht durch die Tatsache, dass Patrioten ihre Anschauung nicht mit Gewalt durchsetzen, aber sobald man eine Ebene höher geht, sobald man auch nur Fäuste benutzt, um diese Anschauung durchzusetzen, schon dann gilt man als nationalsozialistisch. (.. könnte ich mir jedenfalls vorstellen)

Meinungen?

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Taurhin
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12.04.2009 - 19:01

XBZATU hat geschrieben: Ist Atheismus nicht in gewisser Weise eine Form des Faschismus?

Atheismus besitzt auf jeden Fall totalitäre Züge, da dieser versucht, den Menschen von dem Glauben an Gott abzubringen oder dass man diesen einfach für falsch hält.
Dann ist ja auch jeder Missionarische glaube wie das Christentum oder der Islam Faschistisch, sie sagen doch entweder du glaubst oder du wirst für alle Ewigkeit unvorstellbare Quallen erleiden.

Und ich darf doch noch sagen dürfen das die Gottes-Hypothese sehr unwahrscheinlich ist oder etwa nicht ?
XBZATU hat geschrieben: Die Frage ist jetzt, wie weit sich Atheismus von einer faschistischen Ideologie abgrenzen kann und darf.

Wenn ich daran denke, dass Atheisten vor Kurzem noch versuchten, die Busgesellschaften davon zu überzeugen, dass sie auf ihre Busse "There is no god" (oder so ähnlich) schreiben, dann finde ich das zwar nicht ungewöhnlich, Atheismus eben, aber ich halte es für leicht rechtsextrem.
Meinst du die In England ? die wurde nämlich als gegen Werbung zu den Massen von Christlicher Werbung die in England so Rum schwirren gedacht.
XBZATU hat geschrieben:
Selbstverständlich ist das Ganze eher passiv ausgerichtet, größtenteils gewaltlos, aber ich könnte mir vorstellen, dass das nicht für immer so bleiben wird.
Der Atheismus ist jetzt wieder aktiv weil die Leute sich nicht mehr schämen wollen weil sie Atheisten sind und andern Atheisten zeigen wollen "hey du bist nicht allein".
XBZATU hat geschrieben:
Vielleicht durch die Tatsache, dass Patrioten ihre Anschauung nicht mit Gewalt durchsetzen, aber sobald man eine Ebene höher geht, sobald man auch nur Fäuste benutzt, um diese Anschauung durchzusetzen, schon dann gilt man als nationalsozialistisch. (.. könnte ich mir jedenfalls vorstellen)

Meinungen?
Es gibt ja keine Atheistische Anschauung das einzige wo die Atheisten über ein stimmen ist das es keinen Gott oder Götter gibt,
du kannst ja auch nicht davon aus gehen das alle Religion die selbe Anschauung haben nur weil alle an Etwas übernatürliches glauben.
Alle Kreter sind Lügner. -Epimenides der Kreter-

XBZATU
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12.04.2009 - 19:36

Taurhin hat geschrieben: Dann ist ja auch jeder Missionarische glaube wie das Christentum oder der Islam Faschistisch, sie sagen doch entweder du glaubst oder du wirst für alle Ewigkeit unvorstellbare Quallen erleiden.

Und ich darf doch noch sagen dürfen das die Gottes-Hypothese sehr unwahrscheinlich ist oder etwa nicht ?
Da verstehst du was falsch. Ich setze Faschismus nicht mit Totalitarismus gleich. Weiter sagte ich, dass er "bloß" totalitäre Züge besitzt. Hier mal ein kleines Zitat aus Wikipedia:

Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen &#8222;neuen Menschen&#8220; gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen.

Ich beziehe mich darauf, dass der Atheismus eben versucht, die Leute von ihrem Glauben abzubringen und sie damit "zu einem neuen Menschen formt". Das soll nicht gleich bedeuten, dass ich die Leute für Faschisten halte.

Und Christentum: Wirklich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kirche heute noch so darauf besteht, jeden einzelenen unter seine Fittiche zu nehmen. Früher war das sicherlich anders. "Ablassbriefe" nenne ich als Stichwort im Bezug auf "in der Hölle schmoren". Mit der Zeit haben sich aber immer mehr Menschen von der Kirche abgewandt. Ich denke, es ist leichter, Leute von dem Glauben abzubringen, als Leute zu einem Glauben zu bewegen.

Islamismus: Lesen.. ;)

Taurhin hat geschrieben:Meinst du die In England ? die wurde nämlich als gegen Werbung zu den Massen von Christlicher Werbung die in England so Rum schwirren gedacht.
Und? Fällt dir was auf? ;)

War im Übrigen nicht nur in England geplant, soweit ich weiss.

Taurhin hat geschrieben:Der Atheismus ist jetzt wieder aktiv weil die Leute sich nicht mehr schämen wollen weil sie Atheisten sind und andern Atheisten zeigen wollen "hey du bist nicht allein".
Wieder falsch verstanden. Wie die Atheisten versuchen, Leute von ihrem Glauben abzubringen, das ist eher passiv ausgerichtet, wie eben zum Beispiel durch die Werbung. Das war meine Rede. "Aktiv" würde für mich mit Gewalt bedeutet, damit wir uns da jetzt richtig verstehen.
Taurhin hat geschrieben:Es gibt ja keine Atheistische Anschauung das einzige wo die Atheisten über ein stimmen ist das es keinen Gott oder Götter gibt,
du kannst ja auch nicht davon aus gehen das alle Religion die selbe Anschauung haben nur weil alle an Etwas übernatürliches glauben.
Zuerst: Der Atheismus selbst ist eine Anschauung. Nämlich, dass man nicht an Gott glaubt und dass man den Glauben anderer für falsch hält. Insofern gibt es auch eine "atheistische Anschauung".

Weiter verstehe ich jetzt nicht, was du mir sagen willst. Ich bezog mich in diesem Teil meines Textes nichtmal auf den Atheismus.. :?

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Taurhin
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14.04.2009 - 14:27

XBZATU hat geschrieben: Da verstehst du was falsch. Ich setze Faschismus nicht mit Totalitarismus gleich. Weiter sagte ich, dass er "bloß" totalitäre Züge besitzt. Hier mal ein kleines Zitat aus Wikipedia:

Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen &#8222;neuen Menschen&#8220; gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen.

Ich beziehe mich darauf, dass der Atheismus eben versucht, die Leute von ihrem Glauben abzubringen und sie damit "zu einem neuen Menschen formt". Das soll nicht gleich bedeuten, dass ich die Leute für Faschisten halte.
Das ist mir neu das Atheisten in Großen Stil Leute "bekehren" wollen, einzelne schon möglich aber es gibt bei den Atheisten ja keine Leitlinie wie sie mit jemanden umzugehen haben.
Es gibt je nicht mal eine Atheistische Ideologie.
XBZATU hat geschrieben: Und Christentum: Wirklich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kirche heute noch so darauf besteht, jeden einzelenen unter seine Fittiche zu nehmen. Früher war das sicherlich anders. "Ablassbriefe" nenne ich als Stichwort im Bezug auf "in der Hölle schmoren". Mit der Zeit haben sich aber immer mehr Menschen von der Kirche abgewandt. Ich denke, es ist leichter, Leute von dem Glauben abzubringen, als Leute zu einem Glauben zu bewegen.
Das Christentum ist und bleibt Missionarische Religion, und das erste anliegen ein Missionarische Religion ist es Leute zu missionieren, auch wen sie es in Europa nicht mehr so scharf machen wie früher aber nur weil sie es nicht mehr können.

Jemanden der glaubt kann man nicht von glauben abringen, nur jemanden der beginnt seinen glauben zu verlieren kann man unter Umständen einen Ausweg auf zeigen.
XBZATU hat geschrieben:
Taurhin hat geschrieben:Meinst du die In England ? die wurde nämlich als gegen Werbung zu den Massen von Christlicher Werbung die in England so Rum schwirren gedacht.
Und? Fällt dir was auf? ;)

War im Übrigen nicht nur in England geplant, soweit ich weiss.
ja das man nach deiner Ansicht Christliche Werbungen machen darf Atheistieche aber nicht.

Und die IBKA versucht es noch in Deutschland.
XBZATU hat geschrieben: Wieder falsch verstanden. Wie die Atheisten versuchen, Leute von ihrem Glauben abzubringen, das ist eher passiv ausgerichtet, wie eben zum Beispiel durch die Werbung. Das war meine Rede. "Aktiv" würde für mich mit Gewalt bedeutet, damit wir uns da jetzt richtig verstehen.
Kannst du mir mal sagen wo genau die Atheisten versuch Leute vom Glauben abzubringen.
das mit der Werbung Zählt nicht,
weil es nur eine Meinung wie Käse schmeckt gut, wen das das schon reicht jemandem vom glauben abzubringen dann war er aber nicht besonders gefestigt.
Alle Kreter sind Lügner. -Epimenides der Kreter-

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14.04.2009 - 15:19

Taurhin hat geschrieben: Das ist mir neu das Atheisten in Großen Stil Leute "bekehren" wollen,


Wäre mir auch neu. Und deswegen sagte ich auch, dass man mit einer gewissen passiven Art, einfach die Tatsache, dass man nicht an einen Gott glaubt, diesen Glauben für falsch hält, die Leute dazu bewegt, einmal zu überdenken, an wen/was sie glauben.
Würden sich immer mehr Leute finden lassen, die zum Atheismus wechseln, ist das durchaus eine Art der "Bekehrung". (wie du es nennst) Nenn' es von mir aus "passiver Widerstand".
Taurhin hat geschrieben:Es gibt je nicht mal eine Atheistische Ideologie.
Okay, nochmal: Der Atheismus selbst ist eine Ideologie. Die Aufassung, dass kein Gott existiert, das ist eine Weltanschauung. (oder eben als Synonym dafür eine Ideologie)

Taurhin hat geschrieben:Jemanden der glaubt kann man nicht von glauben abringen, nur jemanden der beginnt seinen glauben zu verlieren kann man unter Umständen einen Ausweg auf zeigen.
Jemand, der beginnt, seinen Glauben zu verlieren - das könnte ein Resultat der Einwirkung der Atheisten sein. Diese Person hatte dann vorher einen Glauben, und hat diesen schließlich durch die Ansichten des Atheismus verloren.

Taurhin hat geschrieben: ja das man nach deiner Ansicht Christliche Werbungen machen darf Atheistieche aber nicht.
Gäbe es keine christliche Werbung, dürfte man meiner Meinung nach atheistische Werbung machen. Je nachdem, wer zuerst da war.
In diesem Fall wäre es allerdings so, dass sich zwei Ideologien gegenseitig auf die Füße treten. Und ich denke, dass das nicht sein muss.

Taurhin hat geschrieben:Kannst du mir mal sagen wo genau die Atheisten versuch Leute vom Glauben abzubringen.
das mit der Werbung Zählt nicht,
Jep, siehe oben.

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14.04.2009 - 16:48

Ich glaube, die ganze Diskussion wäre einfacher, wenn eine Differenzierung zwischen Atheisten und Antitheisten durchführt: Atheisten glauben nicht an die Existenz eines (oder mehrerer) übernatürlicher Superwesen, die Einfluß auf das Universum haben. Damit hat es sich aber auch.

Antitheisten setzen sich aktiv gegen alle Religionen und Superwesen ein. Welches Ausmaß das hat, kann unterschiedlich sein. Von einfacher Rhetorik bis hin zu (staatlichen) Repressalien.

Um ein Beispiel zu geben: Die DDR verstand sich als atheistischer Staat. Tatsächlich war sie aber antitheistisch. D.h. daß Leute, die Mitglied in einer Kirche waren, deutlich schlechtere berufliche und staatliche Aufstiegschancen hatten, was auch von den höchsten Entscheidungsträgern so forciert wurde.

Wobei man hier natürlich hinzusagen muß, daß das nicht nur eine Frage der Ideologie war, sondern auch ganz praktische Gründe hatte. Nämlich um zu verhindern, daß ein unabhängier "Staat im Staate" entsteht, für die Obrigkeit also ein Raum, den sie schwer kontrollieren konnte.
Insofern hinkt das Beispiel also, aber es ging ja nur ums Prinzip.

Um auf der anderen Seite mal ein Beispiel zu geben (das genauso sehr hinkt): Die USA sind eine latent theistische Gesellschaft. Nicht so extrem wie Afghanistan unter der Taliban oder Saudi Arabien, aber in Grundzügen durchaus erkennbar. Z.b. kann man in bestimmten Regionen der USA ganz schnell auf der sozialen und auch beruflichen schwarzen Liste landen, wenn man sich als Atheist zu erkennen gibt. Ich persönlich - und das ist nur mein subjektiver Eindruck - glaube, daß sich das in den letzten acht Jahren verstärkt hat. Einfach deshalb, weil die letzte Regierung einen bestimmten Teil ihrer Wählerschaft aus der religiösen Rechten und aus dem bible belt rekrutierte.
Genau das ist auch der Grund, warum Atheisten meiner Meinung nach im angelsächsischen Raum immer ostentativer auftreten. Mehr eine Reaktion als eine Aktion.
Mal ganz abgesehen davon, daß es vermutlich in den letzten 15 Jahren leichter geworden ist eine (kommunikative) Plattform zu finden.

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Dhe hat geschrieben:Ich glaube, die ganze Diskussion wäre einfacher, wenn eine Differenzierung zwischen Atheisten und Antitheisten durchführt: Atheisten glauben nicht an die Existenz eines (oder mehrerer) übernatürlicher Superwesen, die Einfluß auf das Universum haben. Damit hat es sich aber auch.
Richtig. Auf der einen Seite zweifeln Atheisten die Existenz eines übernatürlichen Wesens an. Auf der anderen Seite aber halten sie es für irrational, dass Menschen einen Glauben besitzen - womit sie sich an die Gesellschaft richten.

Und das ist das, worauf diese Diskussion aufbaut:

In welchem Rahmen darf sich das Ganze bewegen, in welchem nicht?

Und ich sage: Es darf sich in dem Rahmen bewegen, dass sich Atheisten passiv gegenüber den Gläubigen verhalten - eben nur mit ihrer Meinung.
Die Kirche versucht die Leute schließlich heute auch nicht mehr, die Leute zu einem Glauben zu zwingen. Im Mittelalter hatte die Kirche einen viel höheren Stellenwert. Wer damals nicht an Gott glaubte, schien ein Verräter zu sein. Heute ist dies aber anders und die Kirche hat nicht mehr den starken Einfluss auf die Gesellschaft, den sie einst hatten.
Die Kirche kann also nicht die Leute zwingen, der Atheismus kann es auch nicht. Man sollte beide Seiten tolerieren.
Ich finde es für mich selbst vertretbar, dass ich es irrational finde, einen Glauben zu besitzen, aber ich trete damit niemandem direkt auf die Füße, weil ich nicht durch die Straßen spaziere und mich über jeden lustig mache, der einen Glauben besitzt - passiv eben.
Gläubige finden es für sich schließlich auch vertretbar, einen Glauben zu besitzen und viele würden es irrational finden, dass es Menschen gibt, die keinen Glauben besitzen - aber auch hier gilt: passiv.

Die Grenze ist für mich persönlich also, dass sowohl Gläubige als auch Nicht-Gläubige ihre Meinung besitzen, diese für richtig halten, aber nicht versuchen, die andere Seite dumm dastehen zu lassen.

Und das ist eben das, was mich beispielsweise an der Bus-Werbung störte. Wenn die Kirche viel Werbung macht, so stört mich das vielleicht als Atheist, aber wenn man Gegenmaßnahmen ergreift, wirkt das Ganze für mich leicht totalitär.

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Das mit den Werbeplakaten ist eine Frechheit! :evil:

Mit meiner Meinung über Gläubige bleib ich hier mal fern, sonst fallen wieder einige ins Loch.

Was das mit dem passiven Verhalten anbelangt... tja.

So täuscht manches in vielen Fällen.
Nein!

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PAWFanatics hat geschrieben:So täuscht manches in vielen Fällen.
Zum Beispiel?

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Es gab es schon mehr als zweimal, dass ich von irgendwelchen Gläubigen angesprochen wurde.

Nicht nur auf der Strasse. Ich habe auch schon zeitweise bei streng Gläubigen gelebt. Es wird schnell deutlich, in welche Ecke man passt...
Nein!

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PAWFanatics hat geschrieben:Es gab es schon mehr als zweimal, dass ich von irgendwelchen Gläubigen angesprochen wurde.

Nicht nur auf der Strasse. Ich habe auch schon zeitweise bei streng Gläubigen gelebt. Es wird schnell deutlich, in welche Ecke man passt...
Wenn du damit sagen möchtest, dass ihr Verhalten alles Andere als passiv war, so kann ich zu meiner Verteidigung sagen:
XBZATU hat geschrieben:Die Grenze ist für mich persönlich also, dass sowohl Gläubige als auch Nicht-Gläubige ihre Meinung besitzen, diese für richtig halten, aber nicht versuchen, die andere Seite dumm dastehen zu lassen.
So wäre es für mich passend, ob das Ganze in der Gegenwart auch so aussieht, kann ich nicht zu 100% beurteilen.

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XBZATU hat geschrieben:Und das ist eben das, was mich beispielsweise an der Bus-Werbung störte. Wenn die Kirche viel Werbung macht, so stört mich das vielleicht als Atheist, aber wenn man Gegenmaßnahmen ergreift, wirkt das Ganze für mich leicht totalitär.
Kann ich nicht nachvollziehen. Die Kirche macht Werbung für ihren Glauben, die Atheisten für den ihren. Es gibt da keinerlei Unterschiede. Und nein, der Atheismus ist keine neuzeitliche Erfindung, den gibt es nachweisbar so lange, wie wir Schriftzeugnisse haben. Schon bei den alten Griechen haben viele Leute an der Existenz göttlicher Wesen gezweifelt.

Tut mir leid, ich kann Deinen Ausführungen da in keinster Weise folgen.
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

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Moredread hat geschrieben:
XBZATU hat geschrieben:Und das ist eben das, was mich beispielsweise an der Bus-Werbung störte. Wenn die Kirche viel Werbung macht, so stört mich das vielleicht als Atheist, aber wenn man Gegenmaßnahmen ergreift, wirkt das Ganze für mich leicht totalitär.
Kann ich nicht nachvollziehen. Die Kirche macht Werbung für ihren Glauben, die Atheisten für den ihren. Es gibt da keinerlei Unterschiede. Und nein, der Atheismus ist keine neuzeitliche Erfindung, den gibt es nachweisbar so lange, wie wir Schriftzeugnisse haben. Schon bei den alten Griechen haben viele Leute an der Existenz göttlicher Wesen gezweifelt.

Tut mir leid, ich kann Deinen Ausführungen da in keinster Weise folgen.
Selbstverständlich gab es schon immer Leute, die an die Existenz einer Gottheit gezweifelt haben. Diese waren aber im Vergleich zu heute sehr rar gesät. Und wirkten als Resultat dessen sehr unglaubwürdig. Nicht, weil es zu wenige von denen, sondern "zu viele" von den Gläubigen gab.

Und auch heute ist es eben so, dass es mehr Leute gibt, die konkret sagen, dass sie einen Glauben besitzen, als Leute, die es total irrational finden und sich dafür einsetzen würden, diese Meinung auch in der Gesellschaft durchzusetzen.

Sicherlich, die Bus-Werbung ist vielleicht kein Grund, den Atheismus zu verurteilen. Man selbst weiss aber nie, wie sich das Ganze in den nächsten Jahren entwickelt.
Du selbst kannst nie wissen, ob das Durchsetzen einer Atheismus-Werbung nicht im Endeffekt zu einem Konflikt zwischen Glauben und Nicht-Glauben führt.
Und nein: Damit möchte ich nicht sagen, dass die Atheisten ihre Meinung nicht kundtun dürfen, das wäre schließlich nicht fair, nur der Gedanke, dass das auch nach hinten losgehen kann, der beschäftigt mich.

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XBZATU hat geschrieben:Selbstverständlich gab es schon immer Leute, die an die Existenz einer Gottheit gezweifelt haben. Diese waren aber im Vergleich zu heute sehr rar gesät. Und wirkten als Resultat dessen sehr unglaubwürdig. Nicht, weil es zu wenige von denen, sondern "zu viele" von den Gläubigen gab.
Das glaubst Du, kannst es aber schwerlich beweisen. Wir wissen vergleichsweise wenig darüber, was die Leute vor zig Tausenden von Jahren dachten. Klar ist aber auch, das viele Leute ihren Glauben nur vorgeben, um in der Gemeinschaft nicht aufzufallen. Ich wäre mir nicht so sicher, ob es nicht doch mehr Leute gibt, die Atheisten sind.


XBZATU hat geschrieben:Und auch heute ist es eben so, dass es mehr Leute gibt, die konkret sagen, dass sie einen Glauben besitzen, als Leute, die es total irrational finden und sich dafür einsetzen würden, diese Meinung auch in der Gesellschaft durchzusetzen.
Du vergleichst da gerade Äpfel und Birnen. Entweder vergleichst Du Atheisten und Gläubige. Oder aber, Du vergleichst Leute, die andere zu ihrer Religion bekehren wollen mit solchen, die andere vom Atheismus überzeugen wollen. Was genau meintest Du?


XBZATU hat geschrieben:Sicherlich, die Bus-Werbung ist vielleicht kein Grund, den Atheismus zu verurteilen. Man selbst weiss aber nie, wie sich das Ganze in den nächsten Jahren entwickelt.
Du selbst kannst nie wissen, ob das Durchsetzen einer Atheismus-Werbung nicht im Endeffekt zu einem Konflikt zwischen Glauben und Nicht-Glauben führt.
Und nein: Damit möchte ich nicht sagen, dass die Atheisten ihre Meinung nicht kundtun dürfen, das wäre schließlich nicht fair, nur der Gedanke, dass das auch nach hinten losgehen kann, der beschäftigt mich.
Ich verstehe nicht ganz. Was bereitet Dir Sorgen? Das unter dem Namen des Atheismus irgend etwas fürchterliches passiert? Dafür bist Du bereits zu spät, das ist schon lange geschehen. Oder das Atheismus wieder offensiver auftritt?

Versteh mich nicht falsch, das aus so etwas Probleme entstehen können ist mir klar. :) Nur schätze ich das ganze auf einer weltweiten Gefahrenliste so ungefähr an der zehn Milliardensten Stelle... sprich, ich würde mir über ganz andere Sachen Sorgen machen. Z.B. ökologische Völkerwanderungen oder meinetwillen den Yellowstone-Nationalpark.
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15.04.2009 - 18:16

Moredread hat geschrieben:Klar ist aber auch, das viele Leute ihren Glauben nur vorgeben, um in der Gemeinschaft nicht aufzufallen. Ich wäre mir nicht so sicher, ob es nicht doch mehr Leute gibt, die Atheisten sind.
In dem Punkt sind wir uns einig. Schau' mal auf Seite 2. Dort habe ich ein Gedankenspiel zu dem Thema veröffentlicht, sofern du das noch nicht gelesen hast. Zugegeben: Es ist in dieser Fassung ein bisschen kurz geraten, habe das Ganze noch ein wenig weiter ausgearbeitet.
Moredread hat geschrieben:Du vergleichst da gerade Äpfel und Birnen. Entweder vergleichst Du Atheisten und Gläubige. Oder aber, Du vergleichst Leute, die andere zu ihrer Religion bekehren wollen mit solchen, die andere vom Atheismus überzeugen wollen. Was genau meintest Du?
Ich vergleiche Atheisten mit Gläubigen. Aber bei dem Verhältnis von Gläubigen zu Nicht-Gläubigen sind wir uns ohnehin nicht einig und werden vermutlich auch zu keinem Ergebnis kommen.
Moredread hat geschrieben:Ich verstehe nicht ganz. Was bereitet Dir Sorgen? Das unter dem Namen des Atheismus irgend etwas fürchterliches passiert? Dafür bist Du bereits zu spät, das ist schon lange geschehen. Oder das Atheismus wieder offensiver auftritt?

Versteh mich nicht falsch, das aus so etwas Probleme entstehen können ist mir klar. :) Nur schätze ich das ganze auf einer weltweiten Gefahrenliste so ungefähr an der zehn Milliardensten Stelle... sprich, ich würde mir über ganz andere Sachen Sorgen machen. Z.B. ökologische Völkerwanderungen oder meinetwillen den Yellowstone-Nationalpark.
In diesem Punkt möchte ich einmal daran anknüpfen, was ich vorher gefragt habe - ob Atheismus nicht mit einer Form des Faschismus zu vergleichen ist.
Und die Bus-Werbung, allgemein der Gedanke, ob etwas passieren könnte - das knüpft alles an die Frage an, was das Ganze mit Faschismus zu tun hat. Und ob etwas passiert, eben weil der Atheismus faschistische Züge enthalten könnte.
Diskutiert wurde darüber bereits, einig wurde man sich nicht.

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16.04.2009 - 19:31

Wenn sich die Atheismuswerbung durchsetzen würde, so fände ich das den ersten Schritt in die richtige Richtung.
Die Christen sollten da nichts, aber rein GAR NICHTS zu sagen haben!
Legen die Christen Wert auf einen Konflikt deswegen, so ist dies nur wieder der Beweis, dass sie noch immer so denken wie früher...
Nein!

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16.04.2009 - 21:06

PAWFanatics hat geschrieben:Wenn sich die Atheismuswerbung durchsetzen würde, so fände ich das den ersten Schritt in die richtige Richtung.
Die Christen sollten da nichts, aber rein GAR NICHTS zu sagen haben!
Legen die Christen Wert auf einen Konflikt deswegen, so ist dies nur wieder der Beweis, dass sie noch immer so denken wie früher...
Und hier meine Damen und Herren sehen sie ein Musterbeispiel für die ersten möglichen Folgen eines solchen "Machtkampfes":

Verbaler Schlagabtausch

Dürfte ich Sie nun bitten, Ihre Blicke nach rechts schweifen zu lassen?
Dort sehen Sie eine wütende Meute, die versucht, diese Aussage zu widerlegen und für "schlecht" zu erklären.
Im Regelfall sind dies Christen selbst - aber auch Leute ohne Glauben finden ihre eigene Meinung nicht unbedingt in dieser Aussage wieder.

Hey PAWF,

es hat doch keinen Sinn, in solch einer Form gegen das Christentum zu wettern. Du sagst, dass die Christen keinen Wert auf einen Konflikt legen sollten, da es unnötige Folgen für sie hätte.
Was mich daran stört, ist, dass die Atheisten selbst - deiner Meinung nach - dem Konflikt dagegen offen gegenüber treten sollten, ohne dass sie sich dafür schämen müssen.

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PAWFanatics
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16.04.2009 - 22:20

Habe ich das behauptet? Sie sollten keine Rücksicht auf die Meinung der Christen nehmen, warum sollten sie auch? Tun die Christen mit ihren Werbeplakate auch nicht.

Und was Konflikte anbelangt: Fiat iustitia et pereat mundus! Rein prinzipiell sollten Atheisten genauso ihre Plakate auswerfen dürfen, ohne das ein Konflikt zu stande kommt. Das tut es auch nicht, wenn es so wäre, wie du sagtest mit dem 'passiven'.

Und wenn doch. Konflikte gehören zu der Menscheit seit wir im stande waren, einen Rivalen zu beissen. Wären die Christen ihren Geboten so treu, und die Atheisten mit ihren Plakaten zufrieden, sollte es doch gut gehen, meinst du nicht?
Nein!

nassbirne
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus

17.04.2009 - 02:14

Lycaner2412 hat geschrieben:Diese tiefe Existenzangst und Todesangst (die jeder Mensch in sich trägt)hat die Menschen seit Urzeiten daran glauben lassen das es einen Gott geben muss!
Nur so konnte die Menscheit nach vorne sehen.Man stelle sich vor jeder müsste sich eingestehen,das es einfach nur nichts gibt,niemand der einen beschützt,zu dem man nach dem Tod gehen kann,wie sinnlos käme vielen das Leben vor.
Ich persönlich glaube nicht!
Denn wenn doch,müsste ich dem grössten Verbrecher,dem grössten Täuscher (Gott) ein paar Fragen stellen.Zum Beispiel wieso er sich in seiner angeblichen Allmacht nur für die Wunder und guten Taten brüstet und bei schlechten Dingen alles auf die kleinen Menschen schiebt.
Wieo er nicht mal auch dann eingreift wenn etwas schief läuft.Nein,es gibt keinen Gott oder ähnliches almächtiges Wesen,es ist nur unsere tiefe Angst im Tod ,in der Gefahr alleine zu sein.
:roll:

Hallo Zusammen,

ich muss lycaners Ansicht doch sehr kritisieren. Deine Theorie ist zwar die, in diesem Thema, am weitesten gediehene, aber leider völlig falsch. Abgesehen davon hat deine Theorie einen sehr absoluten Unterton, der bei diesem Thema ein wenig unpassend ist!
Und nun zur (richtigen) Erklärung zum Gottesglauben und der Erfindung der Religion.

DIe Menschen haben einen Gott bzw. Gottesglauben nicht aufgrund der "Todes-", sowie "Existenzangst" erfunden! Diesbezüglich ist darüber hinaus auch anzuzweifeln, dass alle Menschen einer permanenten Todes- und Existenzangst unterworfen sind bzw. es schon immer waren!!!!
Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe. Sein Leben bestand in der Nahrungsmittelbeschaffung und dem puren Überleben. Aufgrund der Tatsache, dass der Hominide noch KEINEN vollständigen Humanoiden ausmacht, muss man sich mit der Frage beschäftigen was der Grund zur "Menschwerdung" des Hominiden war. Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich.

Und genau diese Fragen wurden damals ( 40,000 BC), wie auch heute am Ende immer mit der Frage nach einem Gott beantwortet. Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht. Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest. Darüber hinaus haben sich über das "Gotteskonzept" auch sämtliche Religionen entwickelt. Somit stellt die Erfindung / Erforschung des Glaubens einen wichtigen, wenn nicht sogar den WICHTIGSTEN, Meilenstein im zivilisatorischen Entwicklungsprozess des Menschen dar! Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!!

Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich ! :idea: :idea: :idea:

PS: ist schon gut wenn der eigene Opa einer der weltweit anerkanntesten und renomiertesten Prähistoriker ist, der in den letzten Jharen viel zu dem Thema "Menschwerdung" geforscht hat!
Ich kann Jedem, der wissenschaftlich fundierte Anworten zum Thema Erfindung des Glaubens bzw. der Religion und der Menschwerdung haben möchte nur wärmstens das kleine Buch "[/i] Archäologische-Christliche Reflexionen", von Hermann Müller Karpe, Habelt Verlag Bonn, empfehlen.

Ich persönlich habe einen Glauben in dem ein Gott oder eine höhere MAcht auf jeden FAll im Mittelpunkt steht. Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht. An den kirchlichen Gott glaube ich nicht,
da er viel zu viele "menschliche" und somit nicht-göttliche Eigenschaften hat. Ferner sehe ich in einem Gott auch keinen "barmherzigen Strippenzieher" der die Schicksale der Menschen lenkt. Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. Jede unintelligente, sowie intelligente MAterie, jeder immaterielle geist und Gedanke ist meiner Meinung nach nichts anderes als Gott. Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens. Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts bzw. diese leere Menge (um es mal mathematisch auszudrücken)!!!!!!!!!!!!!!

In diesem Sinne

Das FSM hat eben doch alles erschaffen :lol: [/i]
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus

17.04.2009 - 11:56

nassbirne hat geschrieben: ...dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe...

Der Mensch doch auch
nassbirne hat geschrieben: dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich.
Es gibt ja auch Annahmen das die Gläubigkeit nur daraus resultiert weil der Mensch toten Gegenständen eine handlungs Absicht unterstellt.

z.b. von einem Berg kommt Geröll herunter, die Menschen die am Fuss des Berges leben glauben der berge ist sauer also muss er beschäftigt werden.
nassbirne hat geschrieben: Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht. Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest.
Das ist ja seltsam wo doch die meisten Wissenschaftler Atheisten sind oder meinst du das etwa in einen Panteistsichen sinn ?
nassbirne hat geschrieben: Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens.
Falsch,
Nichtraucher sind ja auch nicht eine andere form des rauchen es oder ?

Atheisten glauben nicht das es keinen Gott gibt, sonder sagen so lange es keine beweise gibt die die Gottes-Hypothese untermauert, solange ist es unvernünftig anzunehmen das es einen Gott gibt.
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus

17.04.2009 - 12:35

nassbirne hat geschrieben:DIe Menschen haben einen Gott bzw. Gottesglauben nicht aufgrund der "Todes-", sowie "Existenzangst" erfunden! Diesbezüglich ist darüber hinaus auch anzuzweifeln, dass alle Menschen einer permanenten Todes- und Existenzangst unterworfen sind bzw. es schon immer waren!!!!
Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war. Der Hominide war im wahrsten Sinne des Wortes nichts anderes als ein sehr intelligenter Affe. Sein Leben bestand in der Nahrungsmittelbeschaffung und dem puren Überleben. Aufgrund der Tatsache, dass der Hominide noch KEINEN vollständigen Humanoiden ausmacht, muss man sich mit der Frage beschäftigen was der Grund zur "Menschwerdung" des Hominiden war. Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!! Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich. Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen. Es ist einfach nur die Frage der eigenen Herkunft bzw. die Frage nach der Herkunft von Allem (Heute wie aber auch schon vor 40.000 Jahren), der Natur, des Himmels (Universum), folglich der Existenz an sich.
Nichts davon lässt sich wissenschaftlich wasserdicht belegen. Was den Glauben der Menschen vor x-10.000-Jahren angeht, wissen wir praktisch nichts. Ein paar Gräber mit Blumen, Hölleninschriften und ein paar Statuen reichen zu diesem Zweck nicht aus.


nassbirne hat geschrieben:Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!!
In einem Wort: Blödsinn. Um noch ein zweites hinten dran zu hängen: Unbeweisbar.


nassbirne hat geschrieben:Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich ! :idea: :idea: :idea:
Daraus folgere ich, das Du behauptest, das man auch ohne "Geistbefähigung" einen Gottesglauben haben kann. Das wirst Du sicherlich beweisen können - welche Tierart ist denn für ihre Gebete bekannt?


nassbirne hat geschrieben:Ich persönlich habe einen Glauben in dem ein Gott oder eine höhere MAcht auf jeden FAll im Mittelpunkt steht. Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht. An den kirchlichen Gott glaube ich nicht,
da er viel zu viele "menschliche" und somit nicht-göttliche Eigenschaften hat. Ferner sehe ich in einem Gott auch keinen "barmherzigen Strippenzieher" der die Schicksale der Menschen lenkt. Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist. Jede unintelligente, sowie intelligente MAterie, jeder immaterielle geist und Gedanke ist meiner Meinung nach nichts anderes als Gott. Darüber hinaus ist auch das "Nichtglauben", dem viele Leute in diesem Forum hier anhängen, eine Form des Glaubens. Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts bzw. diese leere Menge (um es mal mathematisch auszudrücken)!!!!!!!!!!!!!!
Da irrst Du. Atheismus ist eigentlich ein Glaube, das ist richtig, nämlich der Glaube daran, in einem gottlosen Universum zu leben. Nichtsdestotrotz gibt es durchaus Leute, die gar nichts glauben. Die interessiert es einfach nicht die Bohne, was nach dem Tod mit ihnen passiert - oder es sind Agnostiker.
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Re: Gott,eine Erfindung aus der Angst heraus

17.04.2009 - 12:38

Taurhin hat geschrieben:Atheisten glauben nicht das es keinen Gott gibt, sonder sagen so lange es keine beweise gibt die die Gottes-Hypothese untermauert, solange ist es unvernünftig anzunehmen das es einen Gott gibt.
Ein Atheist ist jemand, der sagt, das es keinen Gott gibt. Das, was Du beschreibst, ist eher ein Agnostiker. Das ist jemand, der sich nicht festlegt, ob es ein göttliches Wesen gibt oder nicht, weil er keine Beweise kennt oder nicht mal einen Anlass sieht, nach welchen zu suchen.

Die Definition für Atheismus ist allerdings ein bisschen schwammig. Völlig Unrecht hättest Du also auch nicht - auch fehlender Gottesglaube kann als Atheismus bezeichnet werden.
In Religionskriegen geht es darum, wer den cooleren imaginären Freund hat.

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17.04.2009 - 19:05

nassbirne hat geschrieben:Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist.
Versteh' ich nicht - bitte um eine Definition. Bin da nicht so auf der Höhe.

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18.04.2009 - 00:51

Ich habe mich schon gefragt, wie lange es wohl dauert, bis es hier kontrovers wird. Guddie, dann leiste ich mal meinen Beitrag.
nassbirne hat geschrieben:Vielmehr ist die "Erfindung Gottes bzw. eines Gottglaubens auf die Tatsache zurückzuführen, dass der paläontolitische Urmensch, der sogenannte Hominide (Vormensch) sich seiner Umgebung (der Welt) einfach nicht bewusst war.
Ist das so?

Heutige Affen, sind sich ihrer Umgebung sehr bewußt und manipulieren selbige (in bestimmten Umfang) auch. Und da hört das ja nicht auf.
Ein Beispiel: Als ich so acht, neun Jahre alt war hatte ich ein Aquarium. Immer wenn ich (oder sonstwer) mit dem Gesicht nahe an die Scheibe gekommen ist, sind die Fische auf das Gesicht zugeschwommen. Warum? Weil sie "begriffen" haben, daß wenn ein Gesicht (oder jedenfalls irgendeine größere optisch identifizierbare Masse) auf der anderen Seite der Scheibe auftaucht, es meistens Futter gibt. Mit anderen Worten, sie haben eine Kausalverbindung konstruiert. Ob die mich deshalb für den lieben Gott gehalten haben, weiß der Geier.
Worauf ich hinauswill ist, daß selbst solche relativ "primitiven" Tiere offenbar ein sehr genaues und zumindest in dem Fall exaktes Bewußtsein von ihrer Umgebung halten. Und Guppies sind vermutlich einigermaßen blöder als es der Homo erectus war.

Zu sagen, der Vormensch hatte kein Bewußtsein von seiner Umgebung ist also ein bißchen salopp formuliert. Er hatte ein anderes.
Und der ist ganz einfach! Die "Menschwerdung" des Hominiden ist mit dem Umstand verwoben, dass der paläontolitische Urmensch irgendwann vor ca. 40.000 bis 50.000 Jahren angefangen hat seine Umwelt zu hinterfragen, zu durchleuchten, zu erkennen zu erforschen!!
Vielleicht. Wobei aber auch nicht geklärt ist bzw. überhaupt klärbar ist, was diesen Paradigmenwechsel ausgelöst hat.
Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Forscher bzw. zum Philosophen! Und Erst ab diesem Zeitpunkt war die Befähigung zur Selbsterkenntnis des Menschen überhaupt erst möglich.
Affen, Elstern, Delfine und Elefenaten haben erwiesenermaßen auch ein "Ich-Bewußtsein". Jedenfalls zeigen sie z.B. auf sich wenn man sie lange genug vor den Spiegel setzt, oder versuchen sich (und nicht dem Spiegelbild) Aufkleber vom Körper zu entfernen die man an ihnen angebracht hat.
Um einen Gott bzw. Gottesglaube zu konziepieren bedurfte es noch nie ausgefeielter Technologie oder großes Fachwissen.
Dann widersprichst du dir aber selbst, weil der Cro-Magnon-Mensch, sich technologisch nicht großartig vom Homo erectus unterschieden hat.
Gott ist halt immer die letzte Instanz wenn man die Herkunft aller Dinge erforscht.
Naja gut...zu behaupten etwas wäre eine Tatsache, macht es nicht zur Tatsache.
Selbst heute wo Forscher(Physiker,Mathematiker, Astronomen etc.) dermaßen in die Tiefe gehen, was die Erforschung des Universums betrifft, steht für viele dieser Forscher am Ende die Existenz einer übernatürlichen bzw. noch unerklärlichen MAcht ("Gott") fest.
Mag sein, daß es für "viele" - was auch immer das zahlenmäßig bedeutet - so ist. Die Mehrzahl der Wissenschaftler glaubt aber nicht an die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes. Das kann ich übrigens statistisch untermauern, ich bin mit Blick auf die Uhr nur gerade zu faul in der Literatur zu kramen. Im Bedarfsfall kann ich das aber nachreichen.
Darüber hinaus haben sich über das "Gotteskonzept" auch sämtliche Religionen entwickelt.
Worüber hätten sich denn sonst Religionen entwickeln sollen?
Somit stellt die Erfindung / Erforschung des Glaubens einen wichtigen, wenn nicht sogar den WICHTIGSTEN, Meilenstein im zivilisatorischen Entwicklungsprozess des Menschen dar!
Warum? Erklär mir mal bitte den Zusammenhang.
Und ohne das Erkennen des Glaubens bzw. das Erkennen eines übermächtigen Schöpfers (oder einer Schöpfungsmacht) würde der Mensch immer noch jagend und ohne eigene Geistbefähigung durch die Wälder rennen!!!
Die ganze Argumentation hat ein konzeptionelles Problem: Indem man sagt, daß der glaube an einen Gott, der konstituieren Faktor der letztendlichen Menschwerdung ist, interpretiert man das ganze kulturhistorisch.
Ich bin jetzt zwar nicht so naiv zu glauben, daß eine kulturhistorische Sichtweise an einem bestimmten Punkt der Anthropologie nicht zwangsläufig würde, aber in dem konkreten Fall begeht man nach meiner Ansicht einen Kategorienfehler. Und zwar indem man Begriffe der Zoologie mit denen der Kulturgeschichte vermischt. Das klingt vielleicht gut, ist aber in meinen Augen eine verflachte Sichtweise.

Ich gebe dir ein Beispiel: Du sagst, die Entwicklung eines Gottesglaubens ist letztendlich das, was den Menschen zu hören Geistesleistungen befähigt hat. Das ist schon rein konzeptionell nicht zu falsifizieren und daher unwissenschaftlich.

Ein Atheist (oder Agnostiker) auf der Gegeseite könnte aber folgendermaßen argumentieren: Vor ca. 50.000-100.000 Jahren kam es in Afrika zu Klimaveränderungen, die eine ganz bestimmte Mutation der Hominiden begünstigte. Diese Mutation ging von einer reinen Jäger/Sammlergesellschaft über bestimmte halbnomadische Mischzustände zu einer Gesellschaft von Ackerbauern und Viehzüchtern über. Die Ursache für diesen Übergang waren:
1. Die erwähnten veränderten Umweltbedingungen welche zur ersten (naja, eigentlich zweiten) Völkerwanderung führten, wodurch die Mutation in geografische Gebiete vordrang, in denen ertragreicher Ackerbau (ohne echte Vorkenntnisse) überhaupt erst möglich war.
2. Die Mutation hatte im Gegensatz zu ihren Vorfahren einen psychologischen Defekt, der die Befähigung zur Herstellung von Kausalbeziehungen begünstigte. Das führte einerseits dazu, daß die Mutation komplexere Konzepte bei der Veränderung ihrer Umwelt entwickeln konnte ("Die Pflanze hat Körner. Wenn die Körner auf die Erde fallen kommen neue Pflanzen raus. Wenn ich die Körner absichtlich in die Erde stecke, kann ich also bestimmen ob ich im Herbst was zum Essen habe") und andererseits anfing Kausalbeziehungen zu sehen wo keine waren ("Wenn ich mit einem Knüppel an den Baum haue, gibt es ein Geräusch. Also muß jedesmal wenn es beim Gewitter donnert jemand mit einem sehr großen Knüppel gegen einen sehr großen Baum hauen"). Einer der Gründe für die Befähigung zur Herstellung dieser Kausalbeziehung, waren zum Beispiel Veränderungen im Kehlkopf, die den Menschen zur (komplexen) Sprache befähigten, die ich letztlich als Merkmal der Menschwerdung für tausendfach wichtiger halte als den Glauben an Übernatürliches.

Mit anderen Worten: Gottesglaube ist möglicherweise nichts anderes als ein Abfallprodukt unserer psychologischen bzw. neurologischen Grundstruktur.

Der Unterschied zu deiner Theorie ist folgender: Man kann nachweisen, daß sich im entsprechen Zeitraum das Klima verändert hat, man kann nachweisen, daß es zur Völkerwanderung kam, man kann nachweisen, daß
sich sesshafte Stämme entwickelten, man kann nachweisen, daß Ackerbau und Viehzucht in Mode kam usw. Das ändert zwar nichts daran, daß auch diese Sichtweise nur eine Hypothese ist, es macht sie aber wissenschaftlicher und diskutierbarer weil sie fester umrissene Rahmbedinungen hat.

Auf der anderen Seite, wäre es aber naiv zu behaupten, daß der Gottesglaube nicht einen bestimmten Anteil an der Konstituierung unserer Bewußtseinsstruktur hatte. Schon allein deshalb, weil er - noch lange vor der Herausbildung von primitiven Stammesreligionen - bestimmte soziale Vorteile mit sich brachte. Als auslösenden oder gar bestimmenden Faktor der Menschwerdung sehe ich ihn trotzdem nicht.
Daraus lässt sich ableiten: Selbsterkenntnis=Geistbefähigung --> diese ist ohne Gottesglauben jedoch nicht möglich !
Ich habe schon einige Leute kennengelernt - Religiöse wie Atheisten - die wesentlich weniger Geistbefähigung als meine Guppies hatten.
Ich denke allerdings Gott ist ein Konzept, dass alles beschreibt was wir Menschen uns nicht erklären können und was über unseren Verstand hinaus geht.
Bevor du das sagst, mußt du erstmal klären, was "Verstand" ist. Daran zerbrechen sich die Philosophen seit 4000 Jahren und neuerdings auch die Soziologen, Psychologen, Neurologen und Linguisten den Kopf. Demnächst kommen noch die Kybernetiker im großen Stil dazu.

Wenn du Verstand als reines "Bewußtsein" verstehst, ist die Aussage leer, weil - einem konstruktivistischem Ansatz folgend - nichts außerhalb des Bewußtseins existiert.
Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist.
Äh ja. Gott ist also ein Schnitzel, eine Zigarrette, ein Hitler, ein Kassenzettel von der Tankstelle und gar nichts...

Wenn etwas "nichts" ist, dann ist es genau das: "nichts". Bedeutungslos.

Nimms mir nicht übel, aber einer meiner alten Dozenten hatte in solchen Fällen immer einen Spruch parat: Jetzt haben sie zwar ein Geräusch gemacht, aber nichts gesagt.

Eine Aussage kann nicht zugleich wahr und falsch sein, es sei denn sie ist paradox oder logisch nicht folgerichtig. Das kann man dann entweder mystisch verklären, mit Wittgenstein nehmen oder einfach als Fehler anerkennen.
Selbst wenn jemand hier glaubt, dass nach dem Tod einafch NICHTS IST, so glaubt er doch halt an dieses Nichts
Vieleicht, na und? Atheisten glauben nicht an höhere Wesen. Das heißt aber nicht, daß sie ansonsten keine Hypothesen aufstellen dürften.
Würden sie an nichts glauben, wären sie Nihilisten. Das ist ein Unterschied.

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18.04.2009 - 12:10

Dhe hat geschrieben:Wenn etwas "nichts" ist, dann ist es genau das: "nichts". Bedeutungslos.
Hach, Dhe. Die Aussage von mir da oben, ich würde das nicht verstehen, das habe ich deshalb geschrieben, damit er selbst mir die Antwort darauf gibt. ;) Wäre ein relativ amüsantes Unterfangen geworden.

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06.05.2009 - 21:28

Eine Aussage kann nicht zugleich wahr und falsch sein, es sei denn sie ist paradox oder logisch nicht folgerichtig.
die frage ob gott existiert ist aus logischer sicht ungultig.
wenn man diesen umstand ausser acht lässt, ist das paradoxon unausweichlich.
der wahrheitsgehalt der behauptungen, gott existiert/gott existiert nicht, lässt sich nicht überprüfen. insofern kann man auch nicht wissen, ob nicht beide aussage gleichzeitig gültig bzw. ungültig sein können. :schlumpf:

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PAU NAY LORON hat geschrieben:
die frage ob gott existiert ist aus logischer sicht ungultig.
Schön. Nur war das nicht seine Aussage. Ich mache das mal etwas zerstückelt. Nassbirne hat gesagt:
Ich glaube einfach, dass Gott Alles und zugleich gar Nichts ist.
Wenn wir das sprachlich auseinander nehmen, und das Attributive des Satzes weglassen, bleibt übrig: "Ich glaube, dass Gott [...] ist."

D.h. in der Aussage ist bereits implizit, daß er existiert. Es geht nur darum in welcher Ausgestaltung. Dagegen habe ich nicht mit der Logik argumentiert.

Meine Aussage richtete sich gegen den Teil " Alles und zugleich gar Nichts".

Was Nassbirne gesagt hat ist Folgendes. Gott hat zwei Eigenschaften A und B. Beide treten gleichzeitig auf. Oder logisch: Gottes Eigenschaften = wahr wenn A^B .

Der Witz an der Geschichte ist daß A=!B bzw. umgekehrt B=!A denn "Alles" ist das genaue Gegenteil von "Nichts" und umgekehrt.

Daraus ergibt sich daß gelten soll (A^!A) = wahr bzw. B^!B = wahr. Und das ist rein logisch betrachtet einfach falsch.

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07.05.2009 - 05:15

Wenn wir das sprachlich auseinander nehmen, und das Attributive des Satzes weglassen, bleibt übrig: "Ich glaube, dass Gott [...] ist."
wenn er sagt, gott ist nichts, bringt er damit zum ausdruck, es gibt keinen gott, (die formulierung ist ungeschickt). oder hab ich was übersehen? (ich frag nur.)

Und das ist rein logisch betrachtet einfach falsch.
100% übereinstimmung.

der begriff "gott" ist derart unlogisch, (ich will damit nichts über seine existenz sagen), dass wenn den begriff annimmt, beinahe zu jedem beliebigen ergebnis kommen kann.

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