Nahtoderfahrung

religiöse und spirituelle Themen wie Leben nach dem Tod, Religionen und Glaube sowie Jenseitskontakte und Religionen wie das Christentum, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.


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Nahtoderfahrung

15.11.2005 - 14:01

In diesem Thread soll das Thema Nahtoderfahrung (Todesnäheerfahrung, engl. near-death experience, near death experience, kurz NDE) diskutiert werden.

Zum Einstieg mal einige verbreitete Berichte von Menschen, die bereits Nahtoderfahrungen hatten:

Menschen, die nach einer Phase des klinischen Todes reanimiert wurden, berichten vom Fortbestehen des Gefühls der eigenen Identität, einem Gefühl des umfassenden Begreifens und der universalen Erkenntnis oder der Gewissheit, Teil des Universums zu sein, mitunter auch von Wahrnehmungen wunderbarer Landschaften, einem veränderten Zeit- und Schweregefühl oder dem Eindruck rasender Geschwindigkeit, der Vision einer Grenze und zuletzt einer Phase der "Rückkehr" ins reale Leben.

Verbreitet sind auch Berichte, dass man seinen Körper verlassen konnte, durch eine Art Tunnel einem hellen Licht entgegenschwebte, vormals nahestehenden Verstorbenen begegnete, wie in einem schnellen Film auf das ganze vergangene Leben zurückblickte und grenzenlose Liebe in Form einer Lichtgestalt erfuhr.
Die Lichtgestalt wird je nach Religionszugehörigkeit identifiziert als Christus, einem anderen Propheten, einem Energieball oder Gott.


Die Überlebenden mit Nahtoderfahrungen berichten häufig, dass diese Erfahrungen eine sehr lange Zeit – etwa mehrere Wochen – zu dauern geschienen haben.

ABER: ein größerer Teil der klinisch Toten, die reanimiert werden konnten, hatte gar keine Nahtodeserlebnisse bzw. waren die Erfahrungen extrem negativ und riefen bei den Betroffenen Ängste hervor.
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HardCora@WArmUp
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15.11.2005 - 14:22

Also meine Mama ist bei einer Op auch fast gestorben und hat danach auch von dem tunnel mit dem hellen Lich am Ende erzählt.
Aber so viel ich weiss (wurde mir erzählt) passiert das wohl alles nur im Gehirn weil da irgendwas freigesetzt wird (weiss leider nicht mehr was) und das es wohl nicht so ist wie die Leute erzählen.Sonder wie schon mal gesagt ist der Tod wie schlafen.Ichwar ja selber noch nicht so weit also kann ich nur weitergeben was mir gesagt wird und was ich lese.... :) :wink:
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28.03.2007 - 20:14

(auch wenn der thread schon n bischen alt ist^^)

also im mom. bereit ich zu dem Theam ne GFS vor und da ich mich auch so privat dafür sehr interessiere hab ich mir jetzt schon einige Bücher dazu durchgelsen.
Das mit dem Gehrin hab ich auch schon n paar mal gelesen bzw. gehört, z.B das es ja einige Out-of-Body erfahrungen gibt. In diesen Erfahrungen schwebt der Klinisch Tote über seinem eigenen Köper und fühlt sich als ob er fliegen würde. Einige Forscher sagen das dieses Gefühl sich nur einstellt weil der Körper bzw. das Gehirn keine Empfindungen mehr von den Nerven bekommt. Wir fühlen uns als ob wir fliegen. Nur stellt sich mir da die Frage:
Wie können wir uns dann von oben sehen? Warum können wir uns dann noch "bewegen". Wie kann unser Gehirn diese Informationen speicher wo wir uns doch ein einem "Teifschalf" befinden.
Dazu ist noch zu sagen das dies damit abgetan wurde das der Doc. bei einem Toten bzw. Klinisch Totem die Pupillen auf Reaktion untersucht um zu schaun um diese noch eine Reaktion haben und das so die Informationen in unser Gehirn gelangen.... dazu müsste man nun einige Versuche machen um zu schaun ob das Gehirn in dieser Phase noch in der Lage ist Infrmationen aufzun nehmen.....

Also ich muss dazu sagen das ich nicht an Gott glaube aber nun ja diese NTE geben ir schon zu denken.....???!!

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Oki
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Hi

29.03.2007 - 09:35

So sehen es die Mediziner,aber wie man erkennt aus dem Artikel von Wiki sind das auch nur Vermutungen!

Medizinische Deutung

Die Medizin deutet die Erlebnisse als Halluzinationen, die in erster Linie durch die DMT-Ausschüttung im Gehirn des klinisch Toten hervor gerufen werden. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Versuchspersonen, denen hohe Dosen von DMT intravenös zugeführt wurden, von Nahtodeserfahrungen und mystischen Erlebnissen berichteten[1]. Auch unter LSD-Einfluss kommt es zu vergleichbaren Halluzinationen. Weitere Untersuchungen an Piloten und Astronauten, die hohen Beschleunigungen ausgesetzt gewesen sind und dabei für kurze Zeit ihr Bewusstsein verloren haben, berichten von ähnlichen Wahrnehmungen.

Eine Theorie von Shawn Thomas (2004) schlägt vor, dass der Neurotransmitter Agmatin ((4-aminobutyl)guanidin) die Schlüsselsubstanz für Nahtod-Erfahrungen ist [2].

Derzeit werden Nahtod-Erfahrungen von der "International Association for Near Death Studies" (IANDS) untersucht.
Sie können sich trotzdem nicht diesen fall und viele andere erklären:
Nahtoderfahrungen von Hirntoten

(Pam-Reynolds-Fall) Berichten zufolge können auch hirntote Menschen Nahtoderlebnisse haben. Als Beispiel sei der Fall Pam Reynolds angeführt (USA 1991). Während die Patientin einer Gehirnoperation unterzogen wurde, zeigten mehrere Messinstrumente eindeutig, dass im Gehirn medikamentenbedingt keinerlei Aktivität vor sich ging. Und obwohl die Augen der Patientin zugeklebt und die Ohren wegen der Hirnstrommessungen zugestöpselt waren, konnte Reynolds hinterher detailgenau berichten, was sie etwa zwei Meter über dem OP-Tisch schwebend erlebt hatte. Sie konnte die Gespräche während der Operation wiedergeben und von den Eingriffen an ihrem Gehirn berichten. Die Faktenlage dieses von der BBC und der ARD dokumentierten Falls ist allerdings umstritten. Eine kritische Auseinandersetzung findet sich in folgendem Artikel:
Und hier nochmal deutlich warum solche Annahmen von NTE Erfahrungen zumeist belächelt werden oder in die esoterische Ecke geschoben werden:

Grenzerfahrung auf dem Operationstisch

Michael Schröter-Kunhardt zur Abneigung der Schulmediziner [Bearbeiten]In einem Telepolis-Interview auf die Frage der unabhängigen Forschungsmittel und seine Reputation angesprochen sagt Dr. Schröter-Kunhardt:

Besonders von Schulmedizinern wird man schnell als Esoteriker abgestempelt – und noch mehr in der Psychiatrie, wo häufig alles, was religiös gefärbt ist, als krankhaft abqualifiziert wird. Einerseits fehlt es am Geld, andererseits hat die Wissenschaft geradezu Angst vor solchen Erfahrungen. Das Thema ist einfach zu heikel. Um ein Beispiel zu nennen: Der Heidelberger Ärzteschaft habe ich einmal diese Thematik als Fortbildung angeboten. Dabei wurde mir versichert, dass meine Offerte dem Vorstand unterbreitet werden würde. Doch gerade die psychotherapeutischen Mediziner lehnten dies mit dem Hinweis ab, dass das NDE-Phänomen letzten Endes reine Weltanschauung sei – was Bände gegen sie spricht. Aber auch in den Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, wird das Thema grundsätzlich ignoriert. Es mangelt also sowohl an Geld als auch an wissenschaftlicher Förderung. Es gibt keine Kliniken, die dieses Phänomen ernsthaft untersuchen: Sterbeerfahrungen sind immer noch ein Tabu-Thema, obwohl diese einen geradezu sensationellen Erkenntnisgewinn versprechen.

Schröter-Kunhardt spricht in seiner Forschung durchaus von neuronalen Reizen, die real verarbeitet werden und widerspricht damit nicht der herrschenden Gegenargumentation. Seine Forschungsansätze integrieren die Argumente beider Seiten. Unabhängig von einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Thema wird in westlichen wissenschaftlichen Kreisen das Phänomen jedoch noch immer belächelt, und Forscher, die sich damit befassen, müssen mit der Streichung ihrer Forschungsetats rechnen. Dies erklärt vielleicht die Zurückhaltung mancher Menschen, darüber zu berichten, sowie die geringe Bereitschaft auf universitärer Ebene, an der wissenschaftlichen Forschung mitzuarbeiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nahtod-Erfahrung

Gruss Oki
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Oki
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Hi

29.03.2007 - 10:43

Hier mal ein paar Beispiele:


Zitat:
Klar und deutlich bot sich mir mein Körper dar, wie er da unten ausgestreckt auf dem Bett lag, um das sie alle herumstanden. Eine Krankenschwester hörte ich sagen: "O Gott, sie ist tot!", während eine andere sich hinunterbeugte, um mir Mund-zu Mund-Beatmung zu geben. Dabei blickte ich ihr auf den Hinterkopf, auf ihr ziemlich kurzgeschnittenes Haar. Den Anblick werde ich nie vergessen. Und dann kamen sie mit ihrer Maschine an, und ich sah, wie sie mir die Elektroden auf die Brust setzten. Als sie mir den Schock gaben, konnte ich sehen, wie mein Körper förmlich vom Bett in die Höhe schnellte, und ich hörte sämtliche Knochen darin knacken und rucken. Das war wirklich furchtbar! Als ich sie da unten auf meinen Brustkorb klopfen und meine Arme und Beine reiben sah, dachte ich: "Warum geben sie sich bloß so viel Mühe, wo es mir doch so gut geht!

[6]


Zitat:
Dort lag mein Körper auf dem Tisch, und ich schwebte darüber und beobachtete alles wie in einem Film. Es war sehr realistisch. Ich konnte tatsächlich durch die Wand des Kreißsaales hindurchgleiten und schwebte nach unten durch die Räume des Krankenhauses. Ich weiß gar nicht, wie ich eigentlich aussah. Ich glaube, ich war eine durchsichtige Wolke, doch ungeachtet meines Äußeren schien niemand zu bemerken, daß ich ganz nahe an ihnen vorbei durch die Luft schwebte. Ich nehme an, ich war für sie unsichtbar, obwohl ich selbst sie sehr gut sehen und hören konnte.

[7]


Zitat:
Ich bekam nach der Geburt meiner Tochter sehr starke Blutungen und war gleich von medizinischem Personal umringt, das sich um mich kümmerte. Ich hatte große Schmerzen. Dann waren die Schmerzen plötzlich vorbei, und ich schaute auf die hinunter, die sich an mir zu schaffen machten. Einen Arzt hörte ich sagen, er könne den Puls nicht mehr finden. Als nächstes ging ich durch einen Tunnel hinauf auf ein helles Licht zu. Aber ich kam nie an das Ende des Tunnels. Eine sanfte Stimme sagte mir, daß ich zurückkehren müsse. Dann traf ich einen lieben Freund, einen Nachbarn aus der Stadt, aus der wir weggezogen waren. Auch er sagte mir, ich solle umkehren. Wie von einem elektrischen Schlag getroffen, knallte ich aufs Krankenbett auf, und die Schmerzen waren wieder da. Nun wurde ich schnellstens in den Operationssaal gefahren, wo man die Blutungen operativ zum Stillstand bringen wollte. Erst Wochen später fand mein Mann, daß es mir wieder gut genug ging, um mir´s sagen zu können: Der liebe Freund dort in der anderen Stadt war an dem Tag, als meine Tochter geboren wurde, bei einem Autounfall tödlich verunglückt.

[8]


Zitat:
Ich hatte das Gefühl, daß diese Gestalt nichts anderes war als ein Geist. Ich war kein Körper, nur ein Rauchfaden oder ein Dampfschleier. Es sah am ehesten noch aus wie die Wolken von Zigarettenrauch, die um eine Lampe herum schweben. Die Gestalt, zu der ich wurde, hatte allerdings Farben. Da gab es Orange, Gelb und einen Farbton, den ich nicht genau bestimmen kann - ich sah es als Indigo an, eine bläuliche Nuance.

[9]


Zitat:
Plötzlich bemerkte ich, daß ich mich auf dem Operationstisch sehen konnte! Ich wußte, daß es Komplikationen gab, denn alle schienen sehr betroffen darüber, daß sie meinen Herzschlag nicht reaktivieren konnten. Es war ein merkwürdiges Gefühl, auf den eigenen Körper herabblicken zu können, aber ich hatte keine Angst. Während ich dem Geschehen zusah, trieb ich einem strahlenden Licht entgegen. Es war sehr hell, aber ich hatte keine Angst, weil ich wußte, daß das Licht mich nicht verletzen würde. Eine Zeitlang umhüllte es mich, dann verband es sich irgendwie mit meinem Körper. Es war ein wundervolles Gefühl.

[10]


Zitat:
Trotz der Vollnarkose bemerkte sie plötzlich, wie sie über den Ärzten schwebte und deren Arbeit beobachtete. Sie konnte genaue Einzelheiten wiedergeben: zum Beispiel den Einsatz bestimmter Instrumente, vor allem aber die Tatsache, daß einer der Ärzte Rechts- und der andere Linkshänder war.
[11]

So könnte ich noch ewig und drei Tage weitermachen, möchte aber auch nicht, daß ihr vorzeitig einschlaft. Wichtig ist folgendes: Die Experiencer wohnen ihrer eigenen Wiederbelebung bei und zwar nicht aus der Perspektive eines B e t e i l i g t e n, sondern aus der Perspektive eines B e o b a c h t e r s. Es sind äußerst präzise und detaillierte Beobachtungen, deren Richtigkeit nachher von den beteiligten Ärzten und Krankenschwestern bestätigt wurde. Die Patienten verfügen über Informationen, die sie eigentlich gar nicht haben dürften. Die nur einer haben kann, der die Geschehnisse unten im OP aus der Vogelperspektive des Beobachters verfolgt hat. Oft sind die behandelnden Ärzte fassungslos, wenn sie nachher von ihren Patienten zu hören bekommen, wer was wo, wie und wann gemacht hat.


Zitat:
Er wollte mir nicht glauben. Also erzählte ich ihm die ganze Geschichte von dem Moment an, in dem ich aufhörte zu atmen, bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich wieder zu mir kam. Er war echt geschockt, als er hörte, daß ich alles und jedes wußte, was wirklich geschehen war. Er wußte nicht so recht, was er darauf sagen sollte, aber er ist noch mehrere Male in mein Zimmer gekommen und hat mich nach verschiedenen Einzelheiten ausgefragt.

[12


Ich erspare mir jetzt aus Platz- und Zeitgründen die Darstellung der unzähligen Fälle, in denen die Betroffenen sich während ihrer Wiederbelebung mit ihrem Bewußtsein durch das Krankenhaus bewegten und nach erfolgter Wiederbelebung sowohl die Gespräche der verzweifelten Angehörigen, die vor dem OP warteten, als auch Vorgänge auf anderen Stationen detailliert wiedergaben. In den Fußnoten können sich Intressierte in die Fallsammlungen einlesen. Moody und Morse berichten zudem von Fällen, in denen die Experiencer im außerkörperlichen Zustand ihre Familienangehörigen zuhause aufsuchten, und nach der NTE präzise die Vorgänge in der elterlichen Wohnung beschreiben konnten[13] Ein Beispiel:

Zitat:
"Ich schaute hinab auf die Krankenschwestern, die zu meinem Körper geeilt waren. Es waren drei. Eine fühlte meinen Puls und schrie: "Holt einen Arzt! Holt ihren Ehemann!" Fast im selben Moment erschien ein Arzt, der nach einer kurzen Untersuchung sagte: "Sie stirbt." Ich konnte auf den Gang hinausgehen und dort meine Tante sehen. Sie arbeitete als Krankenschwester im Krankenhaus und unterhielt sich vor meinem Zimmer mit einigen Patienten von nebenan. "So ein Jammer", sagte sie. "Sie war eine so gute, junge Mutter." Es verwirrte mich, daß sie in der Vergangenheit von mir sprach. Ich versuchte, mit ihnen zu reden. Ich wollte ihnen sagen, daß ich noch da war, aber ich konnte mich ihnen nicht verständlich machen. Es war mir sogar möglich, in das nächste Zimmer zu gehen, wo sich ein Patient über den Lärm beschwerte. Die Krankenschwester, die dort war, sagte: "Nun, nebenan geht es Paula schlecht." Dann kehrte ich rechtzeitig zu meinem Körper zurück, um meinen Mann zu sehen, der gerade gekommen war. Er schaute den Arzt an und sagte: "Was soll ich nur den Kindern sagen?" Ich dachte, daß ich wahrscheinlich tot war. Ich wollte ihnen mitteilen, daß ich anwesend war, ihnen zuhörte und sie beobachtete, aber es war mir nicht möglich, mich irgendwie verständlich zu machen."
[14]

Gibt es nun für ein derartiges Wissen jenseits aller sinnlichen Erfahrung eventuell eine alternative Erklärung als die, welche alle Reanimierten übereinstimmend angeben, nämlich, ihren Körper verlassen zu haben?

Der skeptische Kardiologe Michael Sabom hat die Schilderungen der Experiencer einer kritischen Analyse unterzogen, um herauszufinden, inwiefern sie mit den tatsächlichen Ereignissen, die während der Reanimation stattfanden, übereinstimmen. Er mußte folgendes (für ihn) ernüchternde Fazit ziehen:


Zitat:
Die Einzelheiten dieser Wahrnehmungen wurden in allen Punkten als korrekt festgestellt, wo gemeinsame Beweise verfügbar waren. Darüber hinaus schien es keine plausible Erklärung für die Genauigkeit dieser Beobachtungen mit den üblichen fünf Sinnen zu geben. Ein außerkörperlicher Mechanismus würde sowohl die persönliche Interpretation erklären, die diesen Erlebnissen von denen gegeben wurde, die sie hatten ( "der Geist verließ den Körper"), als auch die visuelle Genauigkeit der autoskopischen Beobachtungen. Meine eigene Überzeugung in dieser Angelegenheit tendiert in diese Richtung. Die Hypothese der Außerkörperlichkeit scheint einfach am besten zu den vorhandenen Daten zu passen.

[15]
---------------

Zitierte Literatur:
[1] Raymond A. Moody, Das Licht von drüben, Reinbek bei Hamburg 1994 , S.27
[2] David Wheeler, Journey to the Other Side, New York 1977, S.97
[3] a.a.O., S.106
[4] Evelyn E. Valarino, Erfahrungen an der Schwelle des Todes. Wissenschaftler äußern sich zur Nahtodeserfahrung, Genf 1995, S.55
[5] Ian Currie, Niemand stirbt für alle Zeit, München 1993, S.187
[5a] Günter Ewald, An der Schwelle zum Jenseits, Mainz 2001, S.42
[6] Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod, Reinbek bei Hamburg 1977, S.42
[7] Ian Currie, a.a.O., S.186
[8] E.E. Valarino, a.a.o., S.45f.
[9] Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod, a.a.O., S.110
[10] Melvin Morse/Paul Perry, Zum Licht, München 1994, S.142
[11] Morse/ Perry, a.a.O., S.114
[12] Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod, a.a.O., S.107
[13] Morse/ Perry, a.a.O: S.17ff./42/48/51/114ff./127/128/134f./161/175ff./189; Raymond A. Moody, Das Licht von drüben, S.32ff.
[14] M.Morse, S.161f.
[15] Michael Sabom, Erinnerungen an den Tod: Eine medizinische Untersuchung. München 1983, S.184; zum gleichen Ergebnis kommt auch eine Studie von Margot Grey ("Rückkehr aus dem Reich der Toten")


Gruss Oki
Zuletzt geändert von Oki am 05.04.2007 - 14:06, insgesamt 2-mal geändert.
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29.03.2007 - 10:47

Neben Michael Sabom, Margot Grey, Melvin Morse und Paul Perry hat auch Kenneth Ring derartige Untersuchungen vorgenommen, die er "Untersuchungen zum Wahrheitsgehalt" nennt. [16] Dazu gehört etwa der bestens dokumentierte Fall, daß sich eine Patientin während ihrer NTE außerhalb des Krankenhauses aufhielt und auf einem Fenstersims der dritten Etage einen Tennisschuh liegen sah, der jeglicher Sichtbarkeit entzogen war. Eine Überprüfung bestätigte die NTE-Beobachtung, und "die einzige Möglichkeit, wie sie diesen Tennisschuh so sehen konnte, war, außerhalb des Gebäudes und unmittelbar in Höhe dieses Schuhs zu schweben." [17].

Experiencer unternehmen in ihrem neuen, körperlosen Zustand nicht selten den Versuch, sich mit dem anwesenden Ärztepersonal zu verständigen, zuweilen versuchen sie auch, in den Wiederbelebungssvorgang einzugreifen und ihn zu unterbrechen. Daß sie dabei keinerlei physikalische Einwirkung erzielen, zeigt die Andersartigkeit der Realitätsebene, auf der sie sich befinden und die ich "Welt X" nennen möchte. Sie selbst können sehen, werden aber nicht gesehen. Moody schreibt:


Zitat:
Diese Erfahrung wurde mir von einer Frau berichtet, die ich selbst wiederbelebt habe. Ich sah, daß sie einen Herzstillstand hatte, und begann sofort mit der Herzmassage. Die Frau berichtete mir später, sie sei, während ich mich bemühte, ihr Herz wieder zum Schlagen zu bringen, über ihrem Körper aufgestiegen und habe hinuntergeblickt. Sie habe hinter mir gestanden und versucht, mir zu sagen, ich solle aufhören, es gehe ihr prächtig, da wo sie jetzt sei.

[18]

Schließlich versucht sie, Moody am Arm zu packen, um eine Veneninjektion zu verhindern- und geht durch ihn hindurch. Ähnliches passiert auch anderen Experiencern:


Zitat:
Aus allen Richtungen kamen die Leute zur Unfallstelle herbeigeströmt. Ich sah sie genau. Ich war in der Mitte eines schmalen Gehweges. Also auf jeden Fall gingen sie da an mir vorbei und sahen mich offensichtlich überhaupt nicht. Sie liefen einfach weiter und schauten stur geradeaus. Sowie sie ganz dicht herankamen, versuchte ich jedesmal, mich zur Seite zu drehen, um sie vorbeizulassen - aber sie liefen doch tatsächlich durch mich hindurch!

[19]

Das Höchsterstaunliche ist, daß NTE-Forscher immer wieder auf Patienten stoßen, die überhaupt keine optischen Eindrücke haben dürften. Ich meine damit die Gruppe der Erblindeten und blind Geborenen, die nach ihrer Reanimation mit genau der gleichen Präzision Auskunft über die Vorgänge während der Wiederbelebung geben können wie die Sehenden. Kübler-Ross schreibt:


Zitat:
Wir haben eine ganze Reihe von völlig Erblindeten nach ihren NTE-Erlebnissen befragt. Sie waren nicht nur fähig, uns zu sagen, wer das Zimmer zuerst betreten oder wer die Wiederbelebung durchgeführt hatte, sondern sie konnten uns mit aller Genauigkeit das Aussehen und die Kleidungsstücke aller Anwesenden beschreiben, eine Fähigkeit also, über die völlig Erblindete auf keinen Fall verfügen.

[20]

Die Sehfunktion ist im Zustand der Außerkörperlichkeit keineswegs an den Sinnesapparat und an das verarbeitende Gehirn gebunden. Sie findet losgelöst und unabhängig vom Körper und unabhängig von Prozessen im Gehirn statt. Sehen ohne Augen? Hören ohne Ohren? Diese Vorstellung scheint für den normalen Alltagsverstand eine Zumutung zu sein.Wie aber sollten Blinde an diese optischen Informationen gekommen sein? Könnten Blinde aus ihrer Erinnerung, als sie noch sehen konnten, schöpfen und daraus dann die aktuellen Sinneseindrücke nur "ableiten"?

Würden diese Personen nur allgemeine optische Eindrücke wiedergeben etwa in der Form: "Da waren ein Haufen Ärzte und Krankenschwestern, und sie machten sich an meinem Körper zu schaffen, um ihn wiederzubeleben", so könnte der Skeptiker sich gerade noch retten in die Ausrede: "Naja, der Patient hat irgendwann früher im Fernsehen mal eine Wiederbelebung gesehen und reproduiert nun diese Erinnerung als aktuelle Wahrnehmung." Was aber, wenn Blinde Vorgänge und Instrumente beschreiben, die sie nachweislich noch nie gesehen haben konnten? Schauen wir uns dazu den von Moody mitgeteilten Fall einer 70jährigen an, die nach einem Herstillstand reanimiert wurde.


Zitat:
Diese Frau war seit ihrem achtzehnten Lebensjahr blind. Sie konnte nicht nur beschreiben, wie die angewendeten Instrumente aussahen, sondern sogar ihre Farbe angeben. Das Erstaunlichste für mich war, daß es die meisten dieser Instrumente noch gar nicht gab, als diese Frau vor über fünfzig Jahren das Augenlicht verlor. Und die Krönung war, daß sie sogar wußte, daß der Arzt einen blauen Anzug anhatte, als er mit der Reanimation begann.

[21]

Kenneth Ring hat 1998 mit seiner Forschergruppe die NTEs von 31 Blinden (14 davon waren von Geburt an blind) untersucht und stellte fest, daß sie sich in keiner Weise von den NTEs Sehender unterschieden.[22] Das Problem, wie ein Sehen ohne Augenlicht erklärbar ist, tritt hier und besonders bei den blind Geborenen, penetrant in den Vordergrund:


Zitat:
Die Frage ist natürlich: W i e konnte sie sehen? Und zu fragen ist nicht nur, wie Nancy sehen konnte, sondern auch wie die anderen Blinden in unserer Studie sahen, was sie mit Sicherheit nicht physisch sehen konnten.Während die Beweise, die ich in diesem Abschnitt anführte, nahelegen, daß das von den involvierten Personen Gesehene jeweils genau den Fakten entsprach und nicht etwa auf Erfindungen, Rekonstruktionen, Raten oder Phantasie beruht, bleibt das Paradoxon unserer Entdeckung ungeklärt.

[23]

Ein Paradoxon freilich nur aus materialistischer Sicht, innerhalb derer optische und akustische Eindrücke notwendig an Sinnesorgane gekoppelt sein müssen. Die NTE-Forschung zeigt hier aber, daß Sinneswahrnehmungen unabhängig und außerhalb des Körpers gemacht werden. Müssen wir also von der Grundannahme der materialistischen Weltauffassung, kein Geist ohne Körper, kein Bewußtsein ohne Gehirn, Abschied nehmen?
Oder läßt sich das häufig zitierte Modell: "PC fährt runter, Bildschirm wird schwarz, so auch beim Menschen, wenn er stirbt", noch retten?

Roszell bringt es auf den Punkt:


Zitat:
Je ernster man in die Fragestellung eindringt, desto deutlicher wird, daß man es mit dem grundlegenden Problem des Verhältnisses von Leib und Seele zu tun hat, anders ausgedrückt, mit der Frage nach Wesen und Bestimmung des Bewußtseins überhaupt. Ist der Geist eine Chimäre der Neurophysiologie? Oder sind Gehirn und Sinnesorgane gar nicht Hervorbringer, sondern nur Instrumente des Bewußtseins?

[24]

Wir wollen uns im Folgenden einige Versuche der Kritiker anschauen, die Risse zuzuspachteln und NTEs im Rahmen der "normalen" Weltsicht zu erklären.

---------------------
Fortsetzung folgt

[16] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, Im Angesicht des Lichts Kreuzlingen/München 1999, S.82ff.
[17] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, a.a.O., S.84.
[18] Raymond A.Moody, Das Licht von drüben, a.a.O., S.24
[19] E.E.Valarino,a.a.O., S.51
[20] Elisabeth Kübler-Ross, Über den Tod und das Leben danach, Güllesheim 2002, S.60
[21] Raymond A. Moody, Das Licht von drüben, Reinbek bei Hamburg 1994, S.175
[22] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, Im Angesicht des Lichts, Kreuzlingen/München 1999, S.90ff.
[23] a.a.O., S.106
[24] Calvert Roszell, Erlebnisse an der Todesschwelle, Stuttgart 1993, S.19
__________________

Mit freundlicher Genehmigung von Tommy
http://www.esoterikforum.at/forum/showt ... hp?t=44297

Gruss Oki
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30.03.2007 - 19:26

mh das find ich ja mal sehr interessant vorallem das von den Blinden weil dan müsste man ja sehr viel neu bedenken..... aber vielleicht ist das ja auch in den zellen abgespeichert, manche leute haben berichtet das sie nach ihrem "tod" eine Art universelles Wissen erworben haben. Die Wissenschaftler die diese Phänomene untersucht haben kamen dann (zumindest ein paar) auf den Entschluss das in den Zellen eine Art universelles Wissen abgespeichert ist und das in jeder einzelnen Zelle quasi ein Spiegelbild des Universums steckt...

na ja warscheinlich ein bischen quer beet geschrieben hab grad nicht so viel zeit und hab mir deine beiträge nur kurz durchgeflogen also vllt. steht hier jetzt was doppelt wenn dann sry. werd mir deine berichte nachher noch mal genauer unter die lupe nehmen... :wink:

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05.04.2007 - 14:10

Ja ,bin auch der festen Überzeugung das jedes Atom eine Art Bewusstsein besitzt.
Zellen dann folglich auch.
Forscher können sich auch nicht erklären ab welchem Stadium und woher eine Leberzelle weiss das sie eine Leberzelle ist.

Gruss Oki
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24.04.2007 - 11:56

Zur NTE-Forschung gibt es inzwischen neben dem unüberschaubaren Meer von Forschungsliteratur auch sehr informative Dokumentarfilme fast aller großen Sendeanstalten (NDR, SF/DRS/3-Sat, MDR, Bayrischer Rundfunk usw.,) wobei ich den Bericht von Joachim Faulstich insbesondere empfehle.

http://www.hr-online.de/website/fern...ment_234134 0

http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn ... fs3~cm.asp
Natürlich hat es seit der Veröffentlichung von Moodys erster systematischen Untersuchung (1975) etliche Einwände und alternative Erklärungsmodelle der seltsamen NTE-Berichte gegeben. Zunächst kam die naheliegende

Betrugshypothese

ins Spiel. Entweder die Autoren oder die dokumentierten Aussagen der Reanimierten wurden massiv unter den Verdacht gesetzt, sich wichtig machen zu wollen. Die auf Sensationsmache ausgerichteten Medien hätten die Sache dankbar aufgegriffen und aufgebauscht. Diese These wird heutzutage nicht mehr ernsthaft als kritischer Einwand vorgebracht und in Diskussionen nur noch von Leuten vertreten, die keine genaue Vorstellung von NTE-Forschung haben und auch über das Ausmaß dieser Forschung nicht informiert sind - als abstrakte Ablehnungsgeste ("Alles Quatsch"). Wollte man die Betrugshypothese halten, so müßte man gleichzeitig behaupten, daß Tausende von Ärzten und Patienten in aller Welt unter einer Decke steckten. Man müßte sich dann zwangsläufig auf das Gebiet paranoider Verschwörungstheorien begeben.


NTE als Wiedererlebnis der Geburt

Bestsellerautor Carl Sagan hat diese These in seinem Buch "Aufbruch in den Kosmos" entfaltet. Demzufolge reproduzieren Sterbende nichts anderes als die tief im Unterbewußtsein verankerte Erinnerung an die eigene Geburt. Austritt aus dem Tunnel (Geburtskanal) und die Begrüßung durch die Hebammen (in der NTE: die verstorbenen Verwandten auf der anderen Seite) in der taghellen Welt der Klinik (in der NTE: die Begegnung mit dem Licht).

Diese These krankt bereits an logischen Gründen: Der Durchgang durch den Tunnel ist bei NTlern mit einem starken Glücksgefühl verbunden, ebenso der Eintritt ins Licht; die Geburt hingegen ein schmerzhafter Kampf. Eine NTE müßte also von Panikgefühlen und Angstzuständen begleitet sein, wenn dort nichts als das Geburtserlebnis vom Gedächtnis aufgrufen würde. Zudem sehen die Kinder beim Geburtsvorgang das "Licht am Ende des Tunnels" nicht, da das Gesicht des Kindes bei der Geburt gegen den Geburtskanal gedrückt wird, NTEler sehen es sehr wohl und fühlen sich magisch von ihm angezogen. Die Tunnelpassage bei NTEs wurde in keinem einzigen Fall als qualvoll eng erlebt, wie das bei der Geburt der Fall ist. Außerdem müßte, wenn Sagans Theorie zuträfe, das Licht am Ende des Tunnels nicht gelblich-weiß erscheinen, sondern rötlich gefärbt, da im Geburtskanal und bei der Geburt selbst eine Menge Blut fließt.

Abgesehen von den logischen Einwänden gibt es auch eine empirische Widerlegung:"Das wichtigste Gegenargument gegen die Geburts-These ist jedoch die Tatsache, daß Kaiserschnitt-Geborene genauso häufig und die gleichen NTE-Erfahrungen haben wie normal Geborene (BLACKMORE 1993, DRAB 1981)." (M. Schroeter Kunhardt, Nah-Todeserfahrungen aus psychiatrisch-neurologischer Sicht in: Soeffner H-G, Knoblauch H (Hrsg.), Todesnähe: Interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. Konstanz 1999, S. 65-99). Wenn Sagans These zuträfe, dürften Kaiserschnitt-Geborene überhaupt keine NTE haben, weil ihnen das Erlebnis des Geburtskanals fehlt.


NTE als halluzinatorische Wunscherfüllung

Ein Mensch in unmittelbarer Todesnähe befindet sich zweifelslos in einer ausweglosen Situation. Das Gehirn, so die These, biete ihm die Möglichkeit zur Flucht in eine imaginäre Welt. Die religiösen Inhalte einer NTE (Begegnung mit Verstorbenen, Begegnung mit einem Lichtwesen) seien nichts als Wunschprojektionen eines sterbenden Hirns.

Zunächst gilt es das unstrittige Faktum festzuhalten, daß das Erleben einer NTE von keinerlei persönlichem Glaubenshintergrund abhängig ist. Die Chance, daß ein gläubiger Christ, Hinduist oder Moslem eine NTE erlebt, ist statistisch exakt so groß wie bei einem überzeugten Atheisten. Die Bauelemente einer NTE sind immer diesselben; wäre hier Wunschbefriedigung im Spiel, täten sich spätestens beim Atheisten Fragezeichen auf, da ein Weiterexistenz-Konzept in seiner Wunschstruktur nicht vorkommt. Zudem müßten die NTEs von Kindern dann völlig anders ausfallen, da sich ihre Todeskonzepte deutlich von denen der Erwachsenen unterscheiden. Der Kinderchirug Melvin Morse hat acht Jahre lang die NTEs von Kindern untersucht und dabei keine signifikanten Differenzen zu den NTEs von Erwachsenen feststellen können. (Melvin Morse/Paul Perry, Zum Licht. Was wir von Kindern lernen können, die dem Tod nahe waren. München 1994)

Ginge es bei einer NTE um individuelle Wunscherfüllung, die das Gehirn aus dem Unterbewußtsein einer sterbenden Psyche abfaßt und in Form einer aufwendigen Multimedia-Show inszeniert (um etwa dem Sterbenden den Übergang zu erleichtern), so käme jeder Experiencer mit einer anderen Geschichte ins Leben zurück, nicht aber mit dem ewig gleichen Erlebnisverlauf: Tunnelerlebnis, Ausleibigkeitserfahrung, Begegnung mit dem Licht, Lebensfilm im Zeitraffer.

Sauerstoffmangelthese (Hypoxie)

Da das Gehirn während des Sterbevorgangs unter Sauerstoffmangel und einem Übrschuß an Kohlendioxid-Überschuß leide, spiele es verrückt und produziere Traumbilder. Diese These vertreten eine Reihe von Hirnforschern (Blackmore/Lempert/Jansen/Roth).

1. Bei einem Sauerstoffmangel oder schweren Schock versagen zuerst die hemmenden Mechanismen. Dadurch wird der Sehsinn massiv angeregt.
2. Das helle Licht, dass mittig gesehen wird, hat den Grund, weil dort die meisten Sehzellen sind. Nach außen wird das Licht schwächer.
3. Während der Effekt immer stärker wird, hat man den Eindruck, als bewege man sich rasch auf das Licht zu, dabei entwickelt man ein Wohlgefühl

Blackmore: "Das ist die Erklärung für den Tunnel." (S.Blackmore, Dying To Live in: Science and the Near-Death Experience, Guemsey 1993)

Aufgrund mangelnden Sauerstoffs würden Transmitter ausgeschüttet, die das Glücksgefühl produzieren. Jansen: "Wahrscheinlich aktiviert das Gehirn bei einer NTE eigene Mechanismen und setzt eine Reihe von Substanzen frei, die die Gehirnzellen schützen. Diese Substanzen docken an dieselben Rezeptoren an wie die Ketamine und als ein Nebenprodukt stellt sich der Zustand ein, der als Nahtoderlebnis bekannt ist."

http://www.jenseitswissen.com/todeserfahrungII.htm

Eine hübsche Theorie, leider scheitert sie, weil etliche Fälle bekannt sind, in denen eine NTE auch ohne Sauerstoffmangel registriert wurde. Das betrifft nicht nur Bergsteiger, die während der Augenblicke ihres Absturzes eine NTE erlebten oder Unfallopfer, sondern auch Klinikpatienten.

Morse hat sein Datenmaterial in Hinsicht auf Sauerstoffmangel gesichtet. Ergebnis:

"In unseren Untersuchungen prüften wir sorgfältig die Krankenakten nach Anzeichen, die auf Sauerstoffmängel im Blut hinwiesen. Bei keinem der Patienten mit Todesnähe-Erfahrungen fanden wir eine geringere Konzentration als bei denen der Kontrollgruppe." ( Melvin Morse/Paul Perry, Zum Licht, München 1994,S.216)

Auch Osis und Haraldsson, die Experten auf dem NTE-Gebiet "Todesvisonen auf dem Sterbebett" konnten anhand der überwältigenden Zahl der Fälle, in denen Visionen bei klarem Bewußtsein und ohne medikamentöse Beeinflussung erlebt wurden, die Unhaltbarkeit der Hypoxie-These nachweisen (Osis,Karlis/Haraldsson, Erlandur, Der Tod - ein neuer Anfang, Freiburg im Breisgau 1989, S.233). Moody berichtet sogar von einem Fall, bei dem der Sauerstoffgehalt im Blut gerade in dem Augenblick einer NTE-gemessen wurde: "Dabei stellte sich heraus, daß sein Sauerstoffspiegel höher lag als normal." (Raymond A.Moody, Leben nach dem Tod, S.181; ähnlich auch Evelyn E. Valarino, Erfahrungen an der Schwelle des Todes, Genf 1995,S.109)

Die gehirnphysiologischen Erklärungsversuche scheitern ohnehin schon prinzipiell an dem einfachen Fakt, daß NTEs im Reanimationsbereich auf eine wie immer auch deformierte Gehirntätigkeit nicht angewiesen sind; sie ereignen sich bei einer EKG- und EEG-Nullinie. Würde das Gehirn der Verursacher von NTEs sein, so stellte sich diese Hirnaktivität augenblicklich auf dem Monitor als kurvenartiger Ausschlag dar und die Nullinie wäre aufgehoben. Trotz dieser eindeutigen Faktenlage halten Hirnforscher hartnäckig an der These "Gehirn als Verursacher" fest und suchen fieberhaft weiter in der großen Welt der Biochmie - das ist für mich das eigentlich Erstaunliche am Phänomen NTE. Offenbar nach dem Prinzip: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

NTE als Aktivierung von Archetypen

Diese These knüpft an C.G.Jungs Theorie von Mustern an, die im kollektiven Gedächtnis der Menschheit gespeichert seien. Zu diesen Urbildern, die bei allen Menschen gleich wären, gehörten auch die klassischen Bausteine einer NTE: Tunnelerlebnisse, verstorbene Verwandte, Lichtwesen, Lebensrückblicke usw. Eine NTE würde diese im Unterbewußtsein gespeicherten archetypische Bilderwelt in unmittelbarer Todesnähe wachrufen.

Leider kann diese sicher interessante Theorie nicht einmal ansatzweise die Ausleibigkeitserfahrung erklären, wie sie in jeder NTE vorkommt und die in diesem Zustand gemachten präzisen Beobachtungen. Wenn Experiencer fotografisch genau Vorgänge im OP schildern können, die sich nachträglich mit einer Trefferquote von 100% als richtig erweisen, so können sie dieses Wissen wohl kaum aus irgendwelchen "Urbildern" bezogen haben. Zudem beziehen sie, wie wir gesehen haben, zuweilen aus dem Kontakt mit diesen ganz konkreten Verwandten spezielle Informationen, die ebenfalls unmöglich in Menschheitsarchetypen abgespeichert sein können.

EEG-Nullinie kann täuschen

Ein letzter Strohhalm, um die Grundannahme des materialistischen Weltbildes aufrechterhalten zu können. Es wäre möglich, daß das EEG die basalen Tiefenstrukturen des Gehirns nicht erfaßt; so daß ein weiterarbeitendes Traum- und Unterbewußtsein nicht ausgeschlossen werden kann - trotz EEG-Null-Linie. Wann wäre man da sicher? Zum Beispiel, wenn dem Gehirn sämtliches Blut entzogen würde und damit ein Denken physiologisch ausgeschlossen wäre - und dennoch eine NTE stattfände?

Nun, dieser letzte Mosaikstein fehlte den Vertretern der These "Bewußtsein ohne Körper" noch. Und sie bekamen ihn im aufsehenerregenden Fall *Pam Reynolds" geliefert.

Quellen:

[16] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, Im Angesicht des Lichts Kreuzlingen/München 1999, S.82ff.
[17] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, a.a.O., S.84.
[18] Raymond A.Moody, Das Licht von drüben, a.a.O., S.24
[19] E.E.Valarino,a.a.O., S.51
[20] Elisabeth Kübler-Ross, Über den Tod und das Leben danach, Güllesheim 2002, S.60
[21] Raymond A. Moody, Das Licht von drüben, Reinbek bei Hamburg 1994, S.175
[22] Kenneth Ring/ E.E.Valarino, Im Angesicht des Lichts, Kreuzlingen/München 1999, S.90ff.
[23] a.a.O., S.106
[24] Calvert Roszell, Erlebnisse an der Todesschwelle, Stuttgart 1993

Gruss OKi
Mit Fanatikern zu diskutieren ist wie Seilziehen mit einer Mannschaft,
die ihr Seilende um einen Baum gebunden hat.

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Oki
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18.12.2007 - 15:29

Hallo

Hat schon jemand über den link die beiden Filme über Nahtoderlebnisse gesehen?

Wen das interessiert der sollte mal schauen und seine Meinung darüber kundtun.
Traut euch......


Gruss Oki
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