Die Pole kippen

Naturkatastrophen und Überbevölkerung sowie Umweltverschmutzung. Wo liegt die größte Gefahr für die Menschheit? Wie können die Gefahren verhindert werden? Diskutiert werden Katastrophen wie Vulkanausbruch, Überschwemmungen und Erdbeben sowie Tsunamis. Außerdem Umweltkatastrophen wie Waldsterben, Luftverschmutzung und Treibhauseffekt.


elklos
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Die Pole kippen

20.02.2008 - 16:11

Hallo, könnte es denn nicht passieren, dass mal die Pole kippen oder von jemanden ( Superwaffen) gekippt werden. Das könnte eines der schlimmsten Katastrophen für die Menschheit sein, da dannn fast kein Elektrogerät mehr funktioniert.

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alarich
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20.02.2008 - 16:51

Es stimmt zwar, das das Magnetfeld der Erde (anscheinend) abnimmt, aber das ist eine Sache die sich noch ein bissel hinzieht, bis es gravierende Auswirkungen hat. Das werden weder wir, noch unser Kinder oder unsere Enkel, ja nicht einmal unsere Ur- oder Ururenkel erleben.

Allerdings frage ich mich wie diese Superwaffe aussehen soll, die mal eben schnell die Pole kippt. Sorry, aber das ist Unsinn. Wer die Möglichkeiten hat so eine Waffe zu bauen (was mit dem derzeitigen Technologiestand absolut unmöglich ist) würde sie nicht einsetzen, weil er sich dann selbst ans Bein pisst.
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elklos
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20.02.2008 - 18:14

Ne dachte jetzt eher dass sie durch ein EMP Feld von mehreren aufeinanderfolgenden Nuklearwaffen kippen könnten.

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twix12
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20.02.2008 - 18:27

Wenn das Kippen der Pole durch mehrere Atomwaffen erfolgen soll, dann hätte man sowieso größere Probleme als das Erdmagnetfeld. So ein kleiner nuklearer Winter z.b., oder die Tatsache, dass die Strahlenbelastung "geringfügig" über der gesundheitsschädlichen Grenze liegen dürfte...

Mach dir keinen Kopp um das magnetfeld. Das kippt erstens sowieso regelmäßig, und zweitens nicht durch Superwaffen.
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20.02.2008 - 18:36

öhm das ist normal das die pole kippen :) passiert alle paar 10.000 jahre oder so, ist sogar schon bewiesen dass das mal passiert is oder so ^^

elklos
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Dhe
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20.02.2008 - 18:56

Die Pole kehren sich regelmäßig um. Eine Umpolungsphase dauert dabei vermutlich rund 10.000 Jahre (gerade nachgelesen). In der Phase mag zwar die Mutationsrater erhöht sein, was die Umpolung zu einem Faktor bei der Evolution macht, aber da wir anhand von Fossilien kein zeitlich korrelierendes Massensterben nachweisen können, kann man guten Gewissens davon ausgehen, daß die Umpolung relativ ungefährlich ist...naja gut...der Kompass funktioniert nicht mehr gescheit und es gibt ein bißchen häufiger Krebs, aber das wars auch.
Zuletzt geändert von Dhe am 20.02.2008 - 21:09, insgesamt 1-mal geändert.

elklos
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20.02.2008 - 19:03

Ich habe ncoh gelesen dass es Probleme mit den Satelliten und bei Fernresien geben würde.

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Neurotikus
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20.02.2008 - 21:06

Klar, die Satelliten-Technik ist erstmal schrott, aber ich denke die Zeit die bis zum Umkippen der Pole noch verstreicht wird so schon kaum ein Gerät der heutigen Zeit intakt überstehen. Es ist also genügend Zeit sich den Gegebenheiten anzupassen (und das so ein paar Interkontinentalraketen nicht mehr funktionieren, hat ja auch gewisse Vorteile)

elklos
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20.02.2008 - 21:15

Man weiß nicht, evt. machen sie sich selbständig und ....^^ :D

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Moredread
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Wenn der Nordpol schmilzt steigt der Meeresspiegel nicht oder vielmehr, er steigt nur minimal. Das hängt damit zusammen, das es unter dem Nordpol kein Festland gibt. Das kann man in einem einfachen Experiment probieren:

Man nehme ein Glas und fülle es zu 3/4 mit Wasser. Danach schmeisst man zwei oder drei Eiswürfel rein, und zwar so, das die Eiswürfel alle im Wasser schwimmen (und nicht übereinander gestapelt sind). Nun messt, wie hoch das Wasser im Glas ist.

Jetzt heisst es abwarten. Es dürfte nicht allzulange dauern, bis die Eiswürfel geschmolzen sind. Wenn ihr nun prüft, werdet ihr feststellen, das der Wasserstand nicht um einen Milimeter gestiegen ist. Wie kann das sein?

Eis ist ja bloß gefrorenes Wasser. Wasser hat eine Eigenart: Wenn es kälter wird, dehnt es sich aus und ist dadurch leichter als flüssiges Wasser - und schwimmt eben. Wenn das Eis schmilzt schrumpft das Wasser wieder auf die normale Dichte.

Und das selbe gilt natürlich auch für den Nordpol! Es gibt aber eine Kleinigkeit zu beachten: Das Wasser im Nordpol hat weniger Salz und von daher eine niedrigere Dichte. Schmilzt dieses Eis, ändert sich die Dichteverteilung des Meeres - und wird zu einer (wenn auch sehr geringen) Steigerung des Meeresspiegels führen.


Beim Südpol hingegen liegt der Fall anders. Unter dem Südpol befindet sich Festland, und darüber gibt es 27 Millionen KubikKilometer Eis, das entspricht ungefähr 27 Quadrillionen Liter Wasser (das sind eine Millionen mal eine Millionen mal eine Millionen mal eine Millionen mal 27).

Man braucht nun 1,16 Wattstunden (Wh), um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen. Ein Kubikkilometer Eis wiegt pi mal Daumen eine Billionen kg, demnach bräuchten wir knapp 31 Quadrillionen (!) Wattstunden, um alles Eis dort um 1 Grad zu erwärmen. Rechnen wir einfach mal eine Durchschnittstemperatur von -40 Grad, so bräuchten wir insgesamt über eine Quadrilliarde Wattstunden. Das ist mehr Energie, als die Menschheit jemals in elektrische Energie gewandelt hat, selbst, wenn man alle existenten Atombomben einberechnet. Besonders kitzlig ist, das eine Atombombe weder alle Energie in Wärme umwandelt, noch sie ausschliesslich ans Eis abgeben würde...

Die einzige Methode, die Pole zu schmelzen, läge in riesigen Reflektorspiegeln im Weltraum. Die hätten aber einen Riesennachteil: Um sie zu bauen braucht es Jahre und hunderte oder gar tausende Raketen. Um sie zu zerstören hingegen reicht eine einzige Rakete...

Von daher: Mach Dir mal keine Sorgen ;-)
Zuletzt geändert von Moredread am 22.02.2008 - 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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21.02.2008 - 14:32

Moredread, dein Beitrag ist zwar echt gut aber mit dem "Kippen der Pole" ist hier gemeint, dass sich das Magnetfeld der Erde umpolarisiert. Der magnetische Nordpol wird zum Südpol und andersrum. Deswegen werden Fernreisen beeinträchtigt, da Kompasse nicht mehr richtig funktionieren.

Ist aber trotzdem interessant, mal die genauen Zahlen beim Polschmelzen zu erfahren
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Sethcon
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21.02.2008 - 23:28

heh moredread, lang nichts mehr gelesen von dir.
Aber leider das Thema verfehlt *derZonk* :D

Habe irgendwann mal aus einer relativ sicheren Quelle aufgeschnappt, dass sich bei Umkehrung der Pole...das magnetfeld NICHT ändert. So auf die schnelle kann ich es nicht erklären, werde mal danach suchen. Oder jemand anderes findet es.

Allerdings wird sich das ganze Geschehen auf das Wetter auswirken. Prinzipiell, müsste der Norden Tropisch werden, und andersherum....
aber wie Alarich meinte, längst nicht unser Problem, obwohl es Theoretiker gibt, die sogar für die kommenden 50 Jahre solch einen Wechsel berechnet haben.
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alarich
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22.02.2008 - 00:29

Allerdings sind solche Berechnungen haltlos. Seht es doch mal so: Wenn man bei allen Sachen immer den schlimmsten Berechnungen glauben schenken würde, dann müssten wir morgen von einem Asteroiden getroffen werden, in einem Atomkrieg versinken, eine neue Sinnflut über uns ergehen lassen und das alles noch vor dem Mittagessen.
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Wollte damit auch nicht sagen dass ich den Berechnungen glaube :D
Die Kippen ja dann wohl nicht von Heut auf Morgen, wie du meintest....dauert sicherlich enige Jahrzehnte bis das ganze vollbracht ist
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22.02.2008 - 12:05

Sicher das sich das Magnetfeld nicht ändert?

Ich habe gedacht das man am Mittelozeanischen Boden das "Seafloor spreading" beobachten kann und das würde doch auf dem Wechseln des Magnetfeldes beruhen?

Werd das jetzt nicht nach googeln, Leute entschuldigt mich hatte einen anstrengenden Tag kann auch falsch sein hab mir das grad nur beim durch lesen gedacht...
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Ups... als ich mit der Antwort anfing, stand da noch nix. Hatte eine Weile gedauert, bis ich fertig war, und ich habe zwischendurch nicht refreshed, sonst hätte ich es natürlich gemerkt ;-)

Zum eigentlichen Thema: Ein Kippen der magnetischen Pole ist nicht gefährlich. Das lässt sich relativ einfach beweisen: Wir wissen ja, das die magnetischen Pole alle 250.000 Jahre die Polarität wechseln. Würde das nun zu einem Massensterben führen, müssten wir logischerweise in den Erdschichten in Abständen von 250.000 Jahren übermässig viele Fossilien finden (natürlich auch solche, die es heute nicht mehr gibt). Das ist aber nicht der Fall - tatsächlich spiegelt sich dieses Ereignis m.W. nach überhaupt nicht in den entsprechenden Fossilienfunden.

Eine erhöhte Rate an Hautkrebs u.ä. Krankheiten wäre jedoch durchaus zu erwarten. Tatsächlich wird das Erdmagnetfeld derzeit sogar jährlich schwächer. Der nächste Wechsel des Magnetfeldes dürfte so in 2000 Jahren zu erwarten sein.
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Sethcon
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22.02.2008 - 14:27

Hab ich wohl doch zum flaschen Thema was gelesen.
Die Magnetfelder müssen sich ja ändern...
hier mal eben auf die schnelle was gefunden:
http://lexikon.meyers.de/meyers/Spezial ... erID=84079
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