Überlebenschance Zivilisation vs Urvolk

Naturkatastrophen und Überbevölkerung sowie Umweltverschmutzung. Wo liegt die größte Gefahr für die Menschheit? Wie können die Gefahren verhindert werden? Diskutiert werden Katastrophen wie Vulkanausbruch, Überschwemmungen und Erdbeben sowie Tsunamis. Außerdem Umweltkatastrophen wie Waldsterben, Luftverschmutzung und Treibhauseffekt.


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Nedlim
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Überlebenschance Zivilisation vs Urvolk

16.01.2009 - 13:30

Hi
Im Falle einer großen Katastrophe (egal Welcher Art also Eiszeiten, Überschwemmungen, Atomkriege etc) denke ich persönlich das gewisse Bevölkerungsschichten eine wesentlich höhere Chance zum Überleben haben.
Da mit einer Katastrophe auch immer eine veränderung der aktuellen Lebensbedingungen einhergeht, halte ich persönlich es für wahrscheinlich das die Bevölkerungsschichten überleben die schon jetzt eine gewisse Fähigkeit zur anpassung zeigen.
Hierzu gehören meiner Meinung nach Urvölker genauso wie "arme" Bevölkerungsschichten und in geringem maße sicherlich auch materiell besser gestellte Persönlichkeiten.

Stellen wir uns hierzu einmal folgendes Szenario vor:
Unser Planet wird von einer großen Katastrophe erschüttert, welche in diesem Beispiel durch das schmelzen der Pole und dem dadurch bedingten anstieg des Meeresspiegels symbolisiert werden soll.
Nehmen wir nun einmal den Durchschnittsbürger eines Industrielandes mit geregeltem Einkommen.
Er ist es gewohnt das seine art der Nahrungsbeschaffung darin besteht in den örtlichen Supermarkt zu gehn und dort einzukaufen.
Desweiteren lässt sich hier eine gewisse Technikabhängigkeit auch nicht verleugnen (Heizung, Wasserversorgung, Nahrungsmittelproduktion).
Desweiteren wird unser Durchschnittsbürger (nennen wir ihn Herr. X) wohl auch über ein gefestigtes Moralverständniss verfügen.
Nun kommt die Flut und unser Herr X wird vermutlich vor die frage gestellt werden ob er nun um sein Heim (in das er ja Zeit und Kapital investiert hat) und seine Habe versucht zu retten oder ob er sich selbst und seine Familie rettet. Rational gesehn eine einfache Entscheidung.
Wenn sich Herr X nun für sein Leben entschieden hat wird er schnellsten lehrnen müssen sich nahrung und unterkunft zu beschaffen (höchstwahrscheinlich denkt er zu diesem Zeitpunkt immer noch an seinen verlorenen Besitz). Ist Herr X nicht in der lage dies in kürzester Zeit zu lehrnen wird er vermutlich sterben sofern er nicht die hilfe anderer Menschen / Überlebender erhält.
Herr Y hingegen lebt schon lange auf der Straße. Seine persönliche hbe trägt er pratktisch am eigenem Leib. Er ist es gewohnt täglich für seine Nahrung zu "kämpfen". Unterkunft zu finden ist für ihn nichts neues. Auch kennt er Hunger und Kälte und hat gelehrnt damit umzugehn.
Die Flut kommt, Herr Y hat nichts wofür es sich lohnt zu bleiben. Ihm fällt nun die erste entscheidung wesentlich leichter da er ein Nomadisches leben ja gewohnt ist. Die Nacht bricht herrein und Herr Y sucht sich einen schlafplatz so wie er es die letzten 20 Jahre (als beispiel) auch getan hat.
Herr Y weiß das etwas essbares fast überall zu finden ist (Regenwürmer sind sehr proteinreich :D ). Am nächsten Morgen entdeckt Herr Y einen halb verhungerten durchgefrohrenen Mann. Aus erfahrung weiß Herr Y das man in der Gruppe wesentlich besser Probleme lösen kann. Er gibt ihm also nahrung und kleidung oder wird ihm vermutlich zeigen wie er sich was beschaffen kann. Somit hätte Herr Y (in der heutigen Zeit auch gern als "Penner" bezeichnet) Herrn X (ein angesehnes Mitglied unserer Gesellschaft) das leben gerettet.
In meinen Augen lässt sich das Beispiel des Herrn Y auch auf Urvölker übertragen da auch sie in den seltensten Fällen seßhaft sind und durchaus kleinere lokale katastrophen (Hunger, Krankheit) gewohnt sind und damit umgehn können.
Letztendlich kommt es natürlich auch auf die art und größenordnung der Globalen Katastrophe an. Einen Atomschlag würde wohl doch eher derjenige überleben der zugang zu einem Bunker hat. Nun sollte man allerdings auch bedenken, dass wohl nur die wenigsten Regierungen ein Interesse daran hätten einem Urvolk im letzten Winkel der Welt eine Atombombe auf den Kopf zu werfen.
Kritiker möchten hier wohl anmerken, dass derjenige der im Bunker sitzt bzw der sich durch seinen reichtum einer globalen Katastrophe weitgehend entziehn konnte die besten chancen zum überleben hat.
Ich setzte dem folgende Argumente entgegen:

1. Da Geld in den Nachwehen einer Katastrophe Globalen ausmaßes wohl seine bedeutung verliert, müßte man sich entsprechend vorbereiten. Dies geht allerdings nur wenn man langfristig im voraus planen kann (z.B. bau eines Bunkers, anschaffung eines Flugzeuges und Treibstoff sowie Nahrung und ähnliches). Tritt die Katastrophe spontan auf hilft Geld wohl nur noch zum heizen :D .
2. Selbst wenn man sich auf diese art gerettet hat, bedeut dies in erster Linie nu das man sich erneut die Umwelt seinen Bedürfnissen angepasst hat (wenn auch nur temporär). Von flexibilität kann also auch hier kene rede sein.
3. Selbst der reichste Mensch benötigt momentan noch Personal.
Das heißt, wenn die Fachkräfte fehlen ist auch eine technische Einrichtung wertloß sofern sie sich nicht selbst steuert. Im falle einer reparatur werden jedoch immer noch Fachkräfte benötigt.

Ein weiteres Kriterium ist sicherlich die länge einer Katastrophe.
Dauert eine Katastrophe beispielsweise ca. 100 jahre müßten die, die sich "nicht angepasst" haben damit rechnen, dass sie ihren "status Quo" mindesten diese 100 jahre, oder aber zumindest bis zu ihrem tot, aufrecht erhalten müßten (mal davon abgesehn das sicher nur die wenigsten von uns bis zu ihrem tot in einem Bunker leben wollen)

Es ist anzunehmen, dass mit einer katastrophe auch ein umdenken in Moralischen fragen stattfinden wird (zumindest in unserer "zivilisierten Gesellschaft)
So müßte man sich plötzlich mit der Wertlosigkeit des Gelds auseinandersetzten. Persönliches Eigentum hätte nun eine ganz andere wertigkeit (dient es mir zum Überleben). Ein Gewehr mag durchaus nützlich sein solange es Munition gibt wohingegen eine Standuhr zum überleben wohl gänzlich unnütz wäre. Auch die in unserer Zeit immer häufiger zu beobachtende "isolation des einzelnen" trägt nicht grade zum überleben bei (siehe hierzu das oben genannte Beispiel des Herr X und Herr Y).

Amüsanterweise könnte man hier noch anmerken, dass es somit um so wahrscheinlicher ist die auswirkungen einer Globalen Katastrophe zu überleben, je ärmer man an materiellem Besitz ist :D .
(Dies ist natürlich nicht allgemeingültig gemeint sondern spiegelt nur mein unmaßgebliche Meinung wieder)

Wie denkt ihr darüber?

Empfehlenswert zu diesem Thema sind diverse Dokumentationen und Filme über Endzeitszenarien.
http://www.phoenix.de/195233.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tag_danach

um hier mal 2 Beispiele zu nennen

Ansonnsten sei noch angemerkt das ich mich natürlich über meinungen, korrekturen, komentare u.ä. freuen würde.
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16.01.2009 - 20:30

Ich denke, du hast im Grossen und Ganzen schon recht. Wenn man bedenkt, dass manche ohne Computer oder Handy in ein tiefes, psychisches Loch fallen.

Ich habe mich schon manchmal gefragt, wieviele Tote es bei einem einmonatigen Stromausfall geben dürfte. Der Mensch ist schwach geworden.

Auch ein Grund dafür, weshalb ich zum Einzelgänger neige, meine Zeit in anderes investiere. Ich esse nicht viel, kann ohne Probleme mal zwei Tage nichts zu mir nehmen, hab auch schon ein paar mal Insekten probiert und ekel mich nicht davor. Oder mal eine Nacht frieren. Blöde nur, dass alle meinen, man will nur den harten makieren, aber was einem nicht umbringt, macht eim' stark. Ich mache es nicht, weil ich denke, mal in Ausnahmesituationen überleben zu müssen, aber eben, der Mensch ist schwach :wink:
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Thorismund
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Natürlich Fehlt uns was

Aber der Mensch ist ein Überlebens Tier er wird selbst das überleben

Naja es hätte auch Vorteile .
Man würde wieder im Sommer im Garten Sitzen
und wieder in die Vereine Gehen
das alles was mit dem Fernsehen Ausstarb würde wieder kehren
Hallo weis das auch doch .Jeder hat seine Meinung , darum las jedem seine Meinung die er hat

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Thorismund hat geschrieben:Aber der Mensch ist ein Überlebens Tier er wird selbst das überleben
Bist du dir da sicher? Im Vergleich zu Ratten oder Kakerlaken hat der Mensch kein Brot. Wird es zu kalt, erfrieren wir, zu heiss, kostet es jeden Sommer einige. Unsere Schwäche ist unsere Abhängigkeit.
Häuser werden schnell zu Todesfallen, wir sind auf Strom, Gas und Wasser angewiesen... nimm uns nur eines, und wir bekommen Probleme...
Nein!

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Dhe
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17.01.2009 - 04:11

Ich glaube ihr unterschätzt wie weit sich selbst Vertreter der Normalbevölkerung treiben können, wenn sie in eine Extremsituation gelangen.

Bekanntestes Beispiel ist wahrscheinlich die Gruppe von Sportlern (?), die in den 70ern das Pech hatte in den Anden mit dem Flugzeug abzustürzen. Die haben zuerst angefangen ihre verstorbenen Freunde und Bekannten zu essen und haben sich dann durchs Hochgebirge durchgeschlagen. Oder zumindest einige von ihnen haben sich durchgeschlagen um Hilfe zu holen.

Ähnliches gilt für Zivilisten in belagerten Städten. Stalingrad usw. Die haben sich da auch durchgeschlagen und waren vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen mehr oder weniger nur Durchschnittsbürger.

Das ist alles ohne Zweifel für die Betroffenen alles nicht schön und es werden mehr als genug daran zu Grunde gehen, aber ich persönlich glaube, daß wenn der Leidensdruck nur hoch genug ist, sich auch ganz normale Durchschnittsidioten aus blanker Notwendigkeit zu Handlungen durchringen können - im Guten wie im Schlechten - zu denen sie sich vorher nicht fähig geglaubt haben.

Wenn wir das schon auf so breite Begrifflichkeiten bringen wollen (und ich glaube es geht in der Fragestellung auch gar nicht anders), dann kann man glaube ich mit einiger Berechtigung sagen, daß Menschen - auch durch und durch zivilisierte Menschen - wesentlich cleverer, anpassungsfähiger und zäher sind, als man das zuerst vermuten würde.

Um ein Beispiel von weiter oben aufzugreifen: Jeder kann mehrere Tage oder sogar Wochen ohne Nahrung auskommen, wenn er nicht gerade eine Stoffwechselkrankheit oder so hat. Wie gut man damit zurecht kommt, ob man dabei also ein glücklicheres oder unglücklicheres Individuum ist, bleibt in der Summe egal. Letztlich zählt der blanke Überlebenstrieb als Motivation so oder so vermutlich schon genug.

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Nedlim
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17.01.2009 - 10:15

Leztendlich zeigt sich doch nur unser wahres Potenzial bei jeder Katastrophe.
Man möchte mal als beispiel die "grenzenlose" solidarität bei einigen größeren Katastrophen der vergangenheit betrachten.
Menschen erkannten plötzlich die notwendigkeit der zusammenarbeit unabhängig der herkunft oder des sozialen status.
Dabei ist es unerheblich ob Hilfsorganisationen beteiligt sind oder nicht (welche in einem Fall einer globalen Katastrophe höchst wahrscheinlich zur hilflosigkeit verdammt wären aufgrund fehlender Infrastruktur wie z.B. Transport, Kommunikation und Nachschub).
Richtig ist (wie Dhe bereits erwähnte) das der Mensch als solches sehr flexibel reagieren kann wenn die "Not" nur groß genug ist.
Hinzu kommt jedoch noch die Moralische komponennte (wie z.B. der verzehr von Menschenfleisch zum Überleben).
Belegt sind solche extremen verhaltensmuster in anbetracht des nahen todes zu genüge (wie ebenfalls bereits anhand des Flugzeugabsturzes demonstriert). Auch bin ich überzeugt davon das der Mensch (nicht zuletzt aufgrund seines erfindungsreichtums) in der Lage sein wird zu überleben.
Meiner meinung nach bedarf es aber ersteinmal ein umdenken in moralischer hinsicht im falle einer Katastrophe. So ist der verzehr von "artgenossen" in der Regel bei uns verpöhnt ja unterliegt er sogar einem Tabu welches (rein rational) betrachtet unbegründet ist da ein toter Körper egal welcher gattung letztendlich überlebenswichtige Nahrung darstellt (so grausam das auch klingen mag). Nun so ist es wohl unsere Moralvorstellung (nicht zuletzt geprägt durch die Religion) die dafür sorgt das wir uns nicht gegenseitig verspeisen. Daraus kann der geneigte leser schließen, dass im Falle höchster not gewisse "soziale Regeln" einfach nicht mehr greifen weil unsere Triebe rational handeln, unser Verstand jedoch weitestgehend von Moralvorstellungen geprägt ist. Nun möchte man daraus natürlich schließen, dass derjenige, der in seinem Moralvorstellungen "gefangen" ist (also nicht in der Lage die selbstauferlegten (!) "zwänge" zu überwinden) weitaus weniger überlebensfähig sein wird. Flexibilität in Körper und Geist scheint hier die Lösung zu sein. Im klartext heißt das man muß nicht nur in der Lage sein den wiedrigkeiten körperlich gewachsen zu sein sondern muß auch seinen Geist von Irrationalen verhalten befreien. Moralische blokaden müßen nicht einmal so extrem sein wie anhand des absturzes demonstriert. Wie sicherlich viele bestätigen können gehört (zumindest in Teilen der zivilisierten" welt) einiges an Überwindung dazu ein Insekt zu essen oder aus einer Pfütze (und mag sie uns noch so sauber vorkommen) zu trinken. Um auf das Thema zurückzukommen ... Nun ich bin der Ansicht das bei vielen der sogenannten Urvölker weitaus weniger Moralische blokaden und zwänge existieren. Sie wissen aus Jahrhundert langer erfahrung, dass es sinnvoller ist, ein (wenn auch scheußlich anzusehendes) Insekt als Nahrung zu betrachten anstatt es aufgrund von Ekel zu verschmähen. So hört man immer wieder von Menschen die von Urvölkern gerettet wurden, jedoch halb verhungert waren. Nicht zuletzt weil sie sich nicht bewusst waren was sie essen konnten doch sicherlich auch weil sie ein gewissen Ekel oder sogar ein Schamgefühl gegenüber "Nahrungsmitteln" empfanden. So scheint es, dass bei Urvölkern die Moralische hemmschwelle um einiges niedriger ausfällt als bei "uns". Die Tatsache das unsere heutige "zivilisation" gern als "verweichlicht" dargestellt wird ist sicherlich auch darin begründet, dass wir jederzeit die möglichkeit haben uns in beheizte Häuser zurückzuziehn denn auch dies ist ,rational betrachtet, durchaus verständlich (letztendlich bauten und bauen wir diese Häuser ja nur um uns "in Sicherheit zu wiegen"). Selbstverständlich sind in einer "modernen" Gesellschaft Moralische grenzen und begrenzungen notwendig um das soziale miteinander zu gewährleisten aber im falle einer Katastrophe und den damit verbundenen veränderungen des Lebensumfeldes können diese Moralvorstellungen einfach nicht mehr greifen, weil das Umfeld nicht gegeben ist. Anders ausgedrückt: Neue Situationen erfordern auch neues denken und neues handeln. Ist jemand also nicht in der lage "sich anzupassen" wird er wohl sterben (um es mal aus der sicht der Evolution zu betrachten). Daher ist es zwingend erforderlich das man sich nach einer Katastrophe bewusst macht das unser "altes System" nicht mehr existiert was uns zu oben genannten "verfall" der Moral bringt. So wird wohl diesmal nicht "der stärkste" überleben sondern "der flexibelste" (dies kann all denen hoffnung geben zu überleben die nicht grade "Muskepakete" sind :D ).
Letztenendes ,und das ist weiterhin ein maßgeblicher Faktor, greift im falle einer Katastrophe das Zufallsprinzip welches "bestimmt" wer überleben "darf".
Heißt nun aber der verfall der Moralischen vorstellung direkt das wir wieder "zu Tieren" verkommen? Ich denke die Antwort ist Nein, da wir Menschen über eine ganz besondere Fähigkeit verfügen. Wir können uns "erinnern". Das würde bedeuten, dass der verfall der Moral nur temporär anhält und zwar solange bis sich eine neue soziale struktur etabliert hat. Wir streben ja nach sicherheit (Wozhnung, Nahrung, soziale Sicherheit). Ist also eine Infrastruktur geschaffen worden, das heißt , ist unser überleben (körperlich) gesichert, wird sich auch ein neues Moralbewusstsein einstellen (nicht zuletzt wohl geprägt durch unsere "alten" Moralvorstellungen). Was deine Aussage anggeht PAWFanatics, dass wir im gegensatz zu den Kakerlaken und Ratten kein "Brot" haben ist insofern richtig wenn man die Moralische komponente mit einbezieht. Wenn diese (Moral) jedoch nicht greift, wird der aufmerksame Leser jetzt schon festgestellt haben das Kakerlaken und Ratten nahrung darstellen. Nicht zuletzt wird unser überleben auch dadurch gesichert, dass wir uns bisher auf der ganzen Welt etablieren konnten (man denke an den "Eskimo" im Norden bis hin zum "Buschmann" der Afrikanischen Savanne). Unsere stärke liegt also nicht nur in der Anpassung an neue Umstände sondern auch in der tatsache begründet, das wir in der Lage sind unsere Umwelt "umzugestallten" (vom Iglu bis hin zu modernen Metropolen).
Diese Fähigkeit in zusammenhang mit der unglaublichen flexibilität des Menschen machen unser "aussterben" nahezu unwahrscheinlich sofern die Katastrophe nicht dem Ausmaß entspricht, dass eh die ganze Welt zerstört wird (ich meine das wörtlich). Kritiker möchten an dieser stelle wohl diverse Erkrankungen aufführen die "nur" Menschen betreffen (Malaria, HIV und was da noch kommen mag). Sicher stehn hier unsere Chancen eher gering (obwohl ich nicht abgeneigt bin zu behaupten das wir auch eine Pandemie epischen ausmaßes als Spezies überleben werden). Doch auch in diesem Fall kann der Mensch überleben und zwar (nicht zuletzt) dank seiner Fähigkeit zusammenhänge zu erkennen und aus diesen rückschlüsse zu ziehen (HIV = Geschlechtskrankheit also vermeidung der Krankheit durch "schutz"). Zu bedenken ist allerdings, dass das "erkennen" und "sich schützen" in den meißten fällen nur durch eine funktionierende Infrastruktur (Ärzte, Impfungen, Wasserfilter etc) erreicht werden kann und diese ist den meißten Urvölkern nicht in dem maße gegeben wie sie uns "zivilisierten" verfügbar ist.
Daraus kann man Schlussfolgern, dass die Art der Katastrophe bestimmt wer überlebt und wer "auf der Strecke" bleibt (auch hier greift wieder in gewissen maß der zufall). Somit wäre auch die Frage nach der "überlebenschance" hinfällig (zumindest im Kontext "wer" die besseren hat).
Fazit: Unsere überlebenschance ist zufallsabhängig lässt sich jedoch durch ein gewisses maß an flexibilität erheblich verbessern.

Ich entschuldige mich für die länge meiner ausführung hoffe aber euch neue ansatzpunkte geliefert zu haben, um diese Diskussion fortzuführen.
Meine Freunde werden kommen und dich holen!

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17.01.2009 - 11:07

Nedlim hat geschrieben: Nun ich bin der Ansicht das bei vielen der sogenannten Urvölker weitaus weniger Moralische blokaden und zwänge existieren. Sie wissen aus Jahrhundert langer erfahrung, dass es sinnvoller ist, ein (wenn auch scheußlich anzusehendes) Insekt als Nahrung zu betrachten anstatt es aufgrund von Ekel zu verschmähen. So hört man immer wieder von Menschen die von Urvölkern gerettet wurden, jedoch halb verhungert waren. Nicht zuletzt weil sie sich nicht bewusst waren was sie essen konnten doch sicherlich auch weil sie ein gewissen Ekel oder sogar ein Schamgefühl gegenüber "Nahrungsmitteln" empfanden
Ich glaub du schmeißt hier zwei Sache zusammen. Stellen wir uns mal eine globale Katastrophe vor, bei der vielleicht Strom, Wasser und Treibstoffversorgung zusammenbrechen, aber die Infrastruktur als solche bestehen bleibt. Sagen wir mal ganz konkret eine globale Seuche bricht aus und man gehört zu denjenigen Zehntausend, die von Natur aus immun sind und spaßeshalber machen wir uns mal auch keine Gedanken um Sachen wie Typhus und Cholera durch verwesende Leichen. Streng genommen, müßten wir in einem solchen Fall unser urbanes Umfeld gar nicht verlassen und auch wenn kein Strom mehr im Haus ist, ist es trotzdem noch ganz lauschig. Nahrung ist zumindest für die nächsten 10 Jahre auch kein Problem, die Supermärkte sind ja immerhin voll mit Konservendosen und bis die alle in meiner Umgebung verbraucht sind, sollte ich schon rausbekommen haben, wie ich im Garten Radieschen pflanzen, im Wald Rehe erschießen oder im Fluß Fische angeln muß.
Kurzum: Wir würden uns in einer urbanen Umgebung auch dann noch mehr oder weniger gut zurecht finden, wenn die für uns gewohnten Sachen wie Strom, Heizung und Wasser wegfallen würden.
Jetzt spinnen wir das Spiel aber mal weiter und sagen, daß aus irgendeinem blöden Zufall ein Indianer aus dem südamerikanischen Urwald im gleichen Moment in Berlin (oder London, Paris oder sonst einer Stadt) landet. Ich würde fast behaupten, daß der genauso große, wenn nicht gar größe Schwierigkeiten hätte über die Runden zu kommen, wie ich sie hätte wenn ich morgen im Urwald abstürzen würde.
Die wirklich interessante Frage für mich ist nicht so sehr, wie man mit den alltäglichen Problemen alá Nahrung, Unterkunft, Hygiene usw. zurecht käme. Das sind - solange wir die echten Späße wie Atomkriege und Asteroideneinschläge mal ausklammern - nur Sekundärprobleme.
Viel interessanter finde ich, wie man mit der Umwälzung der Sozialstruktur umgehen würde. Dazu ein neues vollkommen absurdes Beispiel: Angenommen morgen würde irgendeine Strahlung aus dem Weltall die Erde treffen, die dazu führt, daß elektrische Stromkreise für die nächsten tausend Jahre unbenutzbar sind. Ergebnis ist offensichtlich: Unsere Gesellschaftstruktur würde zusammenbrechen. Wie würden die ersten paar Generationen damit zurecht kommen, sich plündernden Horden anschließen oder sich gegen solche verteidigen zu müssen?
Tendenziell würde ich zwar zustimmen, daß verschiedene Sitten und gesellschaftliche Konventionen über Bord fallen würden, schlichtweg schon deshalb weil wir viele davon nur haben, weil wir es uns materiell leisten können.
Aber: Ich glaube bei weitem nicht, daß das soweit ginge, wie ich das hier zu hören glaube.
Denn letztendlich sind Menschen in erster Linie eins. Herdentiere. D.h. solange wir einen Vorteil davon haben - und wenn es um das blanke Überleben geht ist das meistens so - schließen wir uns in Gruppen zusammen. Sobald das passiert sind bestimmte Moralvorstellungen und Verhaltenskonventionen unabdingbar um die Gruppe funktionell und zusammen zu halten.
Wäre dem nicht so, müßten ja sämtliche Urvölker in blanker Anarchie leben. Das tun sie aber nicht. Im Gegenteil gibt es bei vielen Stämmen relativ diffizile Sozialstrukturen, in denen wir uns zwar unter Garantie nicht wohlfühlen würden, die aber letztlich ihre Nutzen erfüllen.

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Thorismund
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17.01.2009 - 12:36

Der Mensch gibt es in Grönland
und der Mensch gibt es in der Saraha

also die schwachen sterben aus nur die Stärkere berleben .

Das Stimmt in 70er hab ich auch mal gehört
aber das Gleiche Gab es auch in Australien .
vor Paar Jahunderte mit einem Holand schiff

Die Fälle wird es immer wieder geben
Western sind die Fälle zu bekannt bis ein Held auftaucht und Aufräumt

Das Problem ist da nicht das Überleben nein es ist eher mit dem Zutun wenn
Geselschaft Strucktur weg ist wollen Gängster ähliche die macht

So lange es ein Staat gibt ist das unter kontrolle .

wenn morgen der Staat durch was sein Polizei nicht mehr Zahlen könnte würde das auch geschehen .
auch ohne Essen Mangel

das eine hat mit dem anderen nicht zu tun wenn das immer zusammen gebracht werden .

Schau in Extrem Virtel und wenn Morgen der Staat nicht geben würde würden die Banden Probieren die macht auf Deutschalnd überzugehen
und so was gibt dann vielle Toten
Banden Kriege und leute die sich denne nicht unterwerfen wollen bis zum Tag wo einer Die Bande vernichtet das sind 5-6 Mil Tote
Hallo weis das auch doch .Jeder hat seine Meinung , darum las jedem seine Meinung die er hat

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17.01.2009 - 13:57

Ich Persönlich bin nicht der Ansicht das eine "Bande" nach "Macht" im herrkömmlichen sinne strebt. Vielmehr suggeriert sie ihren Mitgliedern eine gewisse Sicherheit bzw einen gewissen Status innerhalb der bestehenden Gesellschaft. Würde unser Polizeisystem zusammenbrechen würden vermutlich "Bandenartige" strukturen unsere Regierung über kurz oder lang ersetzen doch eigentlich nur weil mir eine "Bande" in dem moment mehr sicherheit garantieren kann als die nicht (mehr existente) Polizei (streben nach persönlicher sicherheit). Ob ich mich dieser Bande nun anschließe oder nicht hängt alleine wieder von meiner Moralvorstellung ab (kann ich mich mit den Idealen der "Bande" identifizieren).
Zusätzlich müssen gewisse Faktoren einkalkuliert werden.
Zuersteinmal: Gehn wir bei unserer betrachtung der Folgen einer Katastrophe von einem Individuum aus oder von einer Gruppe.
Die Unterschiede allein hier sind schon sehr gravierend. So kann mir eine Gruppe oben genannte sicherheit vermitteln was letztendlich wieder zur schaffung von sozialen Strukturen und Moralvorstellungen führt (die "Bande" hat nen Chef und der hat immer recht ... Rangordnung und Moralvorstellung) bzw ist hier der "Moralische verfall" nach einer Katastrophe weitaus geringer. Als Individuum fehlt natürlich ein beachtlicher Teil der sicherheit (wenn man vorraussetzt das man nicht grade in einem Bunker ist :D ) dafür ist man allerdings nur sich selbst verantwortlich was seine Moral angeht.
Ein weiterer Faktor ist dann sicherlich (wie schon angeschnitten) die Art der Katastrophe.
Eine Pandemie ist wohl in unserer "zivilisierten" Gesellschaft einfacher zu überstehn wenn man vorraussetzt das die Medizin in der lage ist diese auch zu bekämpfen.
Der zusammenbruch des Kapitalistischen Systems hingegen hätte auf unseren Freund im Afrikanischen Busch wohl nur geringe auswirkungen womit hier streng genommen auch gar nicht von einer globalen Katastrophe gesprochen werden kann (alles Ansichtssache :D ).
Der nächste Faktor der bedacht werden sollte ist der, welche möglichkeiten/umweltgegebenheiten den "überlebenden" zur verfügung stehn. Dazu gehöhren halt die Konserven in den Supermärkten ebenso wie die Fische im Wasser (auf Nahrung bezogen). So wird der "Indianer aus dem Urwald" sicherlich zuerst probleme haben wenn er in eine Stadt kommt doch nehmen wir nun einen unserer Faktoren hinzu und behaupten einmal unser Indianischer Freund hat die möglichkeit Fische zu fangen (also das Wissen um den fang bzw eine Angel o.Ä) und die Umweltgegebenheit (also einen Fluss oder ein Gewässer im allgemeinen).
Aus überlebenstechnischer sicht wäre der logische nächste schluss, sein wissen anzuwenden und so sein überleben zu sichern sofern die möglichkeiten dazu gegeben sind. Anzumerken sei das sich unser Freund wohl weitaus weniger sorgen um evtl. Krankheitsereger machen wird weil ihm diese schlicht und ergreifend nicht bekannt sein werden (zumindest nicht in dem maß wie "uns").
Ich möchte auch nicht behaupten, dass die bildung einer "Bande" nach einer Katastrophe aus krimineller energie heraus geschieht. Vielmehr liegt es eher in der Natur des Menschen (wie Dhe schrieb "Herdentrieb") das wir uns zu gruppen zusammenfinden. Insofern werden es nicht die "Gangster" sein die die "Macht" ergreifen sondern eher die Menschen die die Fähigkeit besitzen ihren Anhängern perspektiven aufzuzeigen (positiv wie negativ) bzw. die , welche die "Macht" besitzen anderen Menschen (vermutlich unter androhung) ihren willen "aufzuzwingen".
Anzumerken sei noch, dass man (als Beispiel) einem plündernden Mob nach einer Katastrophe nicht direkt als "böse" bezeichnen kann da er ja vorwiegend plündert um seine "Mitglieder" am leben zu erhalten.
Auch hier sieht man wieder das die situation darüber auschlaggebend ist wie wir etwas bewerten sollten. Plündern in der absicht sich selbst zu bereichern ist sicherlich verwerflich.
Wie man sieht ergeben sich auch hier durch verschiedene sichtweisen ganz unterschiedliche Meinungen (sieht man ja auch hier im Forum :D )
Meine Freunde werden kommen und dich holen!

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28.11.2010 - 09:40

das urvolk wird uns als Nahrungsquelle nehmen, solange wir keine Schuffwaffen einsetzen
Die Uns bekannte Gesellschaft wird Untergehen!

geil ich bin ein Kloputzer, Scheisse stinkt kann ich euch sagen



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