Das Rennen zum roten Planeten

Die Erkundung des roten Planeten und die Reise zu fernen Planeten. Können wir uns schon bald eine zweite Heimat schaffen? Die Eroberung des Sonnensystems.


Wann sind die ersten Menschen auf dem Mars?

Bis zum Jahre 2010
3
8%
Bis zum Jahre 2020
10
27%
Bis zum Jahre 2050
19
51%
Im 22. Jahrhundert oder noch später
1
3%
Nie
4
11%
 
Abstimmungen insgesamt: 37

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Area 51
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Das Rennen zum roten Planeten

21.08.2003 - 00:43

10.800 Sachen schnell und den Ferrari-Hengst auf der Haube. Fehlt nur noch Schumi am Steuer und beim Großen Preis zum Mars kann für den Rennstall aus Europa gar nichts schief gehen. Leider gelten auf dem interplanetaren Asphalt andere Regeln als in Silverstone und Hockenheim. Deshalb wird sich der Mars Express der ESA wohl die schnellste Runde sichern - am Ziel warten aber schon längst zwei amerikanische Boliden.

Ein Trost für die Europäer: Nozomi ("Hoffnung") aus Japan ist zwar schon 1998 mit quietschenden Reifen losgeprescht. Wegen technischer Probleme dümpelt die Sonde aber auf unwegsamen Gelände zum Mars und wird deshalb dort erst Anfang 2004 ankommen - gut fünf Jahre später als geplant. Schade für Japan, dass Boxenstopps beim Großen Preis zum Mars nicht vorgesehen sind.

Auch zwei weitere Amerikaner, Mars Exploration Rover A ("Spirit") und B ("Opportunity") , begeben sich im Juni auf die Piste. Beide schaffen es aber - wenn sie nicht liegenbleiben - erst im Januar 2004 über die Ziellinie, also ein paar Wochen nach Mars Express. Schon längst bei der Siegerehrung sind dafür die NASA-Erfolgssonden Mars Odyssey 2001 und Mars Global Surveyor.

Das Rennen zum Roten Planeten bleibt trotzdem spannend. Gar nicht mal, weil es so wichtig ist, wer zuerst ans Ziel kommt. Viel entscheidender ist die Frage: Wer kommt überhaupt an? Die Ausfallbilanz liest sich nämlich in etwa so wie die des diesjährigen Großen Preises von Brasilien: Von 32 bislang gestarteten Sonden erreichten nur 14 ihr Ziel.

Die jüngsten Desaster: Mars '96 aus Russland kommt erst gar nicht über die Startlinie - Motorschaden bei der Trägerrakete - die Sonde versinkt im Pazifik. 1999 erreichen die amerikanischen Mars Climate Orbiter und Mars Polar Lander zwar den Roten Planeten, gehen dann aber spurlos verloren.

Trotz Ferrari-Logo - es wurde übrigens zu Werbezwecken an das Raumschiff geschraubt - und der hohen Geschwindigkeit: Dass Mars Express den Planeten erreicht, ist alles andere als sicher. Wird der Bolide nicht ordentlich (fern-)gesteuert, dann schießt er im Dezember 2003 über das Ziel hinaus oder geht in der Mars-Atmosphäre in Flammen auf. Zu reparieren wäre in beiden Fällen nichts mehr. Wir erinnern uns: Auch das Debut der Sowjets endete 1960 damit, dass Zond 2 kontaktlos in die Tiefen des Alls eintauchte.

Sollten die Europäer also doch Schumi in die Sonde zwängen, um sicher zu gehen? Leider geht es den Raumfahrt-Rennställen noch längst nicht darum, rote oder andersfarbig gekleidete Astronauten ans Steuer und auf den Mars zu lassen. Die Wunschdaten dafür variieren von 2014 bis deutlich später. Vor allem an der Bereitschaft, viel Geld und Energie zu investieren fehlt es (in Europa ist eben erst mühevoll beschlossen worden, dass es mit der Ariane-5 überhaupt weitergeht).

Einen Roboter mit einer Geschwindigkeit von 40 Metern pro Marstag (Rover) auf der Oberfläche herumfahren zu lassen, ist immer noch preiswerter als einen Menschen dort spazieren gehen zu lassen. Von Mars-Kolonien oder Terraforming redet auch in Zeiten, in denen eine Mars-Sonde die andere jagt, niemand mehr. Derlei Dinge vorzubereiten ist auch nicht das primäre Ziel des Rennens zum Roten Planeten. Es geht darum, Wissen über einen Planeten zu sammeln, der dem unseren recht ähnlich ist. Und es geht darum, aus diesen Erkenntnissen Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte des Lebens auf der Erde zu ziehen.

In den sechziger Jahren gab es einen Wettlauf zum Mond - der Ehrgeiz, Erster auf dem Mars zu sein, hält sich aber in Grenzen. Die Missionen ergänzen sich, die Daten werden ausgetauscht. So gesehen ist es ein langweiliges Rennen. Neu ist aber, dass die amerikanischen Boliden nicht mehr alleine ihre Runden drehen. Die Japaner und mit Mars Express auch die Europäer mischen mit. Dabei geht es vielleicht nicht um den Siegerpokal, wohl aber um jede Menge Prestige.

Quelle:
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 02,00.html
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GothGrrrl
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21.08.2003 - 13:41

Behaupten werden die es wohl in zehn oder zwanzig jahren. Sein werden sie es meiner meinung nach nie, oder erst in sehr ferner zukunft. kommt drauf an wie lange das universum und die erde noch existieren.
I want to believe!

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Gabriel Langdon
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Es gibt sicher einige Astronauten die mit freude auf dem Mars spazieren gehen würden! Also warum hat die NASA noch keine Rakete geschickt? Das ist doch dumm!

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Moredread
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Warum man noch keinen dahingeschickt hat? Naja, wegen der Kosten jenseits der 100 Milliarden Dollar? Würde man soviel Kohle in herkömmliche Rover u.ä. schicken, wäre der Erkenntnisgewinn auch um einiges höher... der einzige Grund für uns, derzeit zum Mars zu fliegen, ist der selbe, wie damals auf dem Mond zu landen: Wir zeigen, das wir es können...

ciao

JM
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AJ
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05.03.2007 - 16:03

So wie Moredread sehe ich es auch. Es gibt derzeit keine gültige Argumentation, die einen solch enormen Kostenaufwand rechtfertigen würden.

Es wäre (wie damals die jagd zum Mond) ein Prestigeprojekt. Derzeit undenkbar, da man seinen starken Gegnern nichts mehr beweisen muß. Zu Zeiten des kalten Krieges war dieser Umstand noch ganz anders.

TRotzdem habe ich mal das Jahr 2020 getippt. Bis dahin wird es vielleicht mal einen Besuch gegeben haben.
Grüße!
AJ

Harald
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05.03.2007 - 16:09

Abgesehn davon is die techn. Realisierung nicht ganz so einfach.
Von wegen schnell mal ne Rakete mit Astronauten hin schicken ;)

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Dhe
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05.03.2007 - 18:45

Moredread hat geschrieben:Warum man noch keinen dahingeschickt hat? Naja, wegen der Kosten jenseits der 100 Milliarden Dollar?
Der sicherlich nicht problemfreie "Mars Direct"-Vorschlag kalkuliert mit Kosten von 35-45 Milliarden Dollar. Sowohl ESA als auch NASA haben diese Abschätzung in Studien als relativ akurat bezeichnet.

Wenn man international zusammenarbeiten würde, wären 45 oder selbst 100 Milliarden über einen Zeitraum von sagen wir mal 25 Jahren ein vergleichsweise machbarer Betrag. Würde ich jedenfalls erstmal pauschal behaupten...
der einzige Grund für uns, derzeit zum Mars zu fliegen, ist der selbe, wie damals auf dem Mond zu landen: Wir zeigen, das wir es können...
AJ hat geschrieben: Es wäre (wie damals die jagd zum Mond) ein Prestigeprojekt. Derzeit undenkbar, da man seinen starken Gegnern nichts mehr beweisen muß.
Das ist schon beides richtig, nur klammert es die eigentliche Frage aus: "Ist der Umstand, daß der Mars prinzipiell bemannt zu erreichen wäre (wenn man sich reinkniet), ausreichend um eine derartige Mission zu realisieren?"

Amerikanische Befürworter werden an der Stelle oft ein bißchen pathetisch und fangen an von Kolumbus und neuen Grenzen, Eroberung des Westen usw. zu schwafeln. Das muß man meiner Meinung gar nicht machen, weil ich denke, daß die Demonstration einer neuen Technologie zumindest in dem Zusammenhang als Begründung per se schon vollkommen ausreichend ist. Auch der Umstand, daß es jetzt keinen Gegner mehr gibt dem man etwas beweisen "müßte" kann ins Gegenteil gekehrt werden...jetzt beweist man dann eben, daß man an einem Strang ziehen kann.

Und ultimativ läuft es eben doch wieder auf die Frage "quo vadis Raumfahrt" hinaus...wir können natürlich immer und ewig im eigenen Orbit rumdümpeln, aber wie ich schon des öfteren gesagt habe, kann das meiner Einschätzung nach nicht Sinn der Sache sein...

Und irgendwann muß man dann halt doch mal zumindest mit der Grundlagenforschung anfangen, nicht?

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AJ
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06.03.2007 - 12:59

Du hast natürlich damit Recht. Ein Beweis, wir ziehen alle an einem Strang wäre möglich.

Allerdings sieht es im Moment so gar nicht danach aus:

-Die internationale Raumstation ISS läuft nicht besonders. Die Gelder kommen nur zögernd und z.B. die Russen haben ihren ganz eigenen Weltraumtourismus entwickelt, um damit Geld zu verdienen. Natürlich sind die anderen Partner davon nicht sonderlich begeistert.

-Die ESA und die NASA fliegen mit eigenen und unterschiedlichen Projekten zum Mars und arbeiten hier nicht wirklcih zusammen. Eher sind sie im Wettbewerb miteinander. Zudem versuchen beide, gegen die Russen und Chinesen ihre Trägerraketen an den Mann zu bringen um mit dem Aussetzen von kommerziellen Sateliten etwas Geld in die leeren Kassen zu spühlen.

-China will zum Mond und denkt (zumindest nach meinem kenntnisstand) nicht daran, dieses Projekt zu Gunsten einer Marsmission zu kippen. Auch, wenn es vielleicht auf dem Mars interessanter sein könnte.

-Ganz nebenbei erweitern die USA mal eben ihren Herrschaftsanspruch auf den Weltraum und erklären, dass sie "ihr" Territorium auch verteidigen werden.

Also unter diesen Voraussetzungen sehe ich nicht wirklich eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Alle Weltraumorganisationen stehen in Konkurrenz zueinander und müssen sich auch täglich bei Ihren Regierungen um Gelder bemühen, nachdem die Budgets ordentlich zusammengestrichen worden sind. Große Teile der Finanzierung werden durch kommerzielle Sateliten und deren Ausbringung sichergestellt. Der Wettbewerb verhindert eine sinnvolle Zusammenarbeit und letztlich sind auch die regierungen (immerhin größte Geldgeber) gar nicht daran interessiert, hier ihr Wissen zu teilen.

Außerdem rücken globale Probleme gerade mächtig auf, so dass die Erforschung des Weltraum oder des Mars mit Sicherheit über kurz oder lang noch etwas herausgeschoben worden ist. Die natürlichen Ressourcen gehen zu Ende und man findet schon heute nur noch die benötigten Ressourcen in der noch fast völlig unerforschten Tiefsee. Wenn die regierungen auf die Klima-Bremse treten, und danach sieht es im Moment aus, wird es schwer 50 Mrd. Euro oder Dollar für ein solch entferntes Projekt rechtfertigen zu können. Denn letztlich muß man den Wähler befriedigen, da der den Politiker bestimmt, der letztlich auch über das Budget für Weltraummissionen entscheidet.
Grüße!
AJ

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Moredread
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06.03.2007 - 13:29

Sorry, aber an 35 Milliarden Dollar glaube ich einfach nicht.

Ein Kilogramm (toter) Materie in den Weltraum zu schiessen, kostet mindestens 50.000 Dollar; reden wir von Astronauten, sind es 80.000 Dollar. Und für jeden Astronauten braucht man minimal eine Tonne zusätzlicher Nutzlast, damit er da oben überleben kann.

Eine Tonne wiederum sind schlappe 50 Millionen Dollar (ohne den Astronauten). Was, meinst Du, kostet es wohl, ein Raumschiff, das zum Mars fliegen soll, nach oben zu bringen? Wieviel muss dafür nach oben transportiert werden? 1000 Tonnen? Hinzu kommt, das bis jetzt noch jedes Weltraumprojekt, das langfristig geplant wurde, um einiges teurer war als bis jetzt vorhergesehen. Als letzter Knackpunkt wäre da der Fakt, das 100 Milliarden Dollar - inflationsbereinigt - die Kosten für den Flug zum Mond waren. Wie will man mit der Kohle jetzt bis zum Mars kommen???

Naja, lassen wir uns überraschen...

ciao

JM
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06.03.2007 - 19:07

Moredread hat geschrieben: Als letzter Knackpunkt wäre da der Fakt, das 100 Milliarden Dollar - inflationsbereinigt - die Kosten für den Flug zum Mond waren. Wie will man mit der Kohle jetzt bis zum Mars kommen???
Das Mondprogramm hat 100 Milliarden oder sogar mehr gekostet, nicht der Flug...

Heute ist man aber in der glücklichen Lage nicht bei Null anfangen zu müssen. Probleme mit denen man vor 69' konfrontiert war, träten heute nicht mehr auf: Computersystem hat man, Gemini kann man sich schenken, EVA-Anzüge gibt es, eine neue Trägerrakete wäre nicht zwingend notwendig, und selbst wenn könnte diese aus bereits bestehenden Komponenten gebastelt werden (was die Amerikaner für ihr Orionprogramm ja machen wollen) usw...

Ein Kilogramm (toter) Materie in den Weltraum zu schiessen, kostet mindestens 50.000 Dollar; reden wir von Astronauten, sind es 80.000 Dollar. Und für jeden Astronauten braucht man minimal eine Tonne zusätzlicher Nutzlast, damit er da oben überleben kann.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Mit dem Shuttle kostet es tatsächlich 50000 Dollar pro Tonne (LEO)...nun ist das Shuttle aber kein besonders kosteneffizientes System und weiterhin braucht man es für den konkreten "Mars Direct"-Plan auch nicht zu benutzen. Bestimmte Systemteile könnten mit unbemannten Trägerrakten ins All gebracht und dorten erst endmontiert werden, was (betrachtet man zum Beispiel die wesentlich geringeren Kosten von Ariane 5, Proton oder Titan) die Gesamtkosten senken würde.
Wieviel muss dafür nach oben transportiert werden? 1000 Tonnen?
Was diesen Vorschlag angeht, kann ich dir das nicht genau sagen, was ich aber weiß ist, daß man selbst in den 60ern von 1000t ausgegangen ist (Link). Heute würde man wahrscheinlich mit deutlich weniger durchkommen...

Zugegeben habe ich auch meine Zweifel ob es am Ende wirklich bei 50 Milliarden bleibt, aber nichtsdesto trotz halte ich eine bemannte Landung in einem relativ machbaren finanziellen Rahmen, für durchaus möglich, zumal zu erwarten steht, daß sich die ganze Geschichte durch den notwendigen Innovationsschub am Ende auch finanziell wieder doppelt auszahlt.

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AJ
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06.03.2007 - 23:13

Also das Geld würde mich jetzt nicht schocken, da der Krieg gegen den Terror schon deutlich teurer war. Also an den 100 Milliarden wird es nicht scheitern. Nur ich denke nicht, dass man in der derzeitigen Lage eine solche Summe vor dem Wähler rechtfertigen kann. Kommt man auf die Ursprungsfrage zurück, wann man zum Mars könnte......nicht vor 2020. Der Krieg gegen den terror wird uns noch einige Jahre kosten. Vor allem aber den Amerikaner. Da ist für eine solche Spielerei keine Kohle da. China hat kein Interesse am Mars, zumindest noch nicht jetzt. Die rüsten lieber auf und werden bis 2020 eine Weltmachtrolle einnehmen. Also auch bis dahin kein Geld für solch einen Spaß. Russland....lassen wir mal außen vor. Da ist erstmal keine Kohle für da, schon gar keine 100 Milliarden. Europa? Zu uneins und auch da ist das Geld wahrscheinlich ganz woanders investiert.

Ob die Reise zum Mond einen Innovationsschub bedeuten würde möchte ich bezweifeln. Welchen denn?
Grüße!
AJ

Harald
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06.03.2007 - 23:57

Wenns 50 Mrd veranschlagt werden, werdens sicher 100 Mrd. Oder schon jemals ein öffentliches Projekt gesehen, das innerhalb des veranschlagten Rahmes geblieben wäre? ;)

der Ferengi
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07.03.2007 - 00:36

Wir wollen zwar nicht auf den Mars, aber auf den Mond.

Stand am Wochenende auf der Titelseite unserer Lokal-
zeitung.
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Hehe, "veranschlagt werden 400 Millionen Euro, die Bundesregierung muß noch zustimmen."

Das wird nicht passieren. Gerade mit Blick auf die Klimadiskussion werden wir bis 2020 noch nicht zum Mond unterwegs sein.
Grüße!
AJ

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09.03.2007 - 16:52

Ich würd sagen aus Sicht der Technik wären wir bis 2010 auf dem Mars, allerdings nur, wenn Geld und Klimadiskussion keine Rolle spielt! Nach den momentanen Plänen, wie das Klimaproblem gelösst werden soll, werden wir erst 2050 auf dem Mary sein.
Der einzige Grund vorher dorthin zu fliegen, wäre wenn man auf dem Mars Rohstoffe entdecken würde, die die erde unbedingt braucht und einen Weg findet diese möglichst kostengünstig, bzw rentabel auf die Erde zu bringen. Allerdings würde dies dann wahrscheinlich von privaten Unternehmen mitgetragen und hätte somit größere Chancen!

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Moredread
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Dhe hat geschrieben:Das Mondprogramm hat 100 Milliarden oder sogar mehr gekostet, nicht der Flug...
Hmmmm.... möglich. Mal gucken, ob ich da noch was zu finde. Für die Marsmission liegen mir Schätzungen vor die bis zu 1 Billionen Dollar berechnen. Das scheint mir etwas hoch gegriffen, aber 50 Milliarden einfach etwas zu niedrig...
Moredread hat geschrieben:Ein Kilogramm (toter) Materie in den Weltraum zu schiessen, kostet mindestens 50.000 Dollar; reden wir von Astronauten, sind es 80.000 Dollar. Und für jeden Astronauten braucht man minimal eine Tonne zusätzlicher Nutzlast, damit er da oben überleben kann.
Dhe hat geschrieben:Das kann man so pauschal nicht sagen. Mit dem Shuttle kostet es tatsächlich 50000 Dollar pro Tonne (LEO)...nun ist das Shuttle aber kein besonders kosteneffizientes System und weiterhin braucht man es für den konkreten "Mars Direct"-Plan auch nicht zu benutzen. Bestimmte Systemteile könnten mit unbemannten Trägerrakten ins All gebracht und dorten erst endmontiert werden, was (betrachtet man zum Beispiel die wesentlich geringeren Kosten von Ariane 5, Proton oder Titan) die Gesamtkosten senken würde.
Neee, 50.000 Dollar kostet Dich das Kilo in nem russischem Weltraumbahnhof...

Dhe hat geschrieben:Zugegeben habe ich auch meine Zweifel ob es am Ende wirklich bei 50 Milliarden bleibt, aber nichtsdesto trotz halte ich eine bemannte Landung in einem relativ machbaren finanziellen Rahmen, für durchaus möglich, zumal zu erwarten steht, daß sich die ganze Geschichte durch den notwendigen Innovationsschub am Ende auch finanziell wieder doppelt auszahlt.
Da sind wir uns einig. Der Flug an sich wird nicht viel bringen - eben so wenig, wie Menschen auf dem Mond. Aber er könnte die Wirtschaft ganz schön ankurbeln. Die Frage ist halt, ob er wirklich durchgeführt wird, dieser Flug, oder ob es bloß ein Werbeträger ist, wenn es darum geht, das Politiker bei der Wahl ein paar Wählerstimmen fangen wollen... :roll:

@AJ: Es ist der selbe Innovationsschub, der nach der Mondlandung erfolgte. Es mußte irre viel erfunden werden, damit so ein Flug möglich war. Außerdem wurde sehr viel Geld in die Wirtschaft gepumpt (das Geld versickert ja nicht irgendwo). Zu guter letzt hat sowas einen psychologischen Effekt; ein großes Projekt, auf das alle Menschen gebannt starren... ich bin nicht wegen der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein Mensch auf dem Mars sammeln könnte, auf die Mission scharf, sondern wegen der Erkenntnisse davor, wegen der Weltwirtschaft und wegen des erwähnten psychologischen Effekts :).

ciao

JM
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makaveli
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09.03.2007 - 23:56

Moredread hat geschrieben: ... Für die Marsmission liegen mir Schätzungen vor die bis zu 1 Billionen Dollar berechnen. Das scheint mir etwas hoch gegriffen, aber 50 Milliarden einfach etwas zu niedrig...
wenn ich richtig informiert bin ist "Billion" das englische wort für Milliarde :wink: insofern wäre 1 Billion nicht gerade viel, aber da du billionen, also im plural geschrieben hast kann es ja auch ein tippfehler sein.


Ziemlich teuer wird es, da sind wir uns ja alle einig, aber ganz ehrlich je früher, desto besser finde ich. den ich fände es schon höchst interresant wenn zu meinen lebzeiten, oder noch besser in den nächsten paar jahren menschen zum mars reisen würden. es würde bestimmt auch einige neue wissenschaftliche erkenntnisse bringen. zudem würde es ja auch niemandem wirklich schaden da das geld, wie Moredread ja schon gesagt hat der wirtschaft zu gute kommen würde. Außerden, wenn sich die ganze welt zu diesem projekt zusammenschließen würde, währe das ein großer friedensbeweis für alle teilnehmenden länder.

mal sehen was und die zukunft bringt ...
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Moredread
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makaveli hat geschrieben:wenn ich richtig informiert bin ist "Billion" das englische wort für Milliarde :wink: insofern wäre 1 Billion nicht gerade viel, aber da du billionen, also im plural geschrieben hast kann es ja auch ein tippfehler sein.
Zur Bedeutung des Wortes "Billion" im Englischen: Jain :D. Die Amis haben damit angefangen, das Wort "Billionen" mit "Milliarden" gleichzusetzen. Es 1974 zogen die Engländer nach - im Alltagsgebrauch meint bei ihnen Billionen aber meistens noch 10^12...

Meine Informationen bezogen sich aber auf 1000 Milliarden - da habe ich schon nix verwechselt. ;) Und jaaa, eigentlich müsste es eine Billion und nicht einen Billionen heissen. Das aber wiederum ist halt allgemeiner Sprachgebrauch. Fast jeder, den ich kenne, sagt ja auch "eine Millionen" (z.B. in der Werbung) und nicht "eine Million".

makaveli hat geschrieben:Ziemlich teuer wird es, da sind wir uns ja alle einig,
Jo, das sind wir uns absolut einig :D. Billig wirds nicht, aber sicher interessant!

ciao

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stirni
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14.03.2008 - 09:00

Meiner Meinung nach ist es möglich und sollte gemacht werden weil es schon in unserer Natur liegt zu Erforschen und zu Erobern.
Die Kosten sind imens aber machbar. Das grösste Problem wird sein die Sicherheit für die Astronauten und Ungewissheit was weiter ab von der Erde also weiter weg als der Mond uns erwartet z.B. schutz des Raumschiffes vor Einschlagschäden usw.
Müssen wir den Treibstoff für zurück mitnehmen oder nicht?
Die lange Zeit die die Astronauten zusammen Hängen in jenachdem grossen Raumschiff ohne sich zu Erschlagen:)
Da gibt es soviele Komponenten die Berücksichtig werden müssen,wem fallen noch welche ein.
Leben und Leben lassen!



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