Die Columbia-Verschwörung

Die Erkundung des roten Planeten und die Reise zu fernen Planeten. Können wir uns schon bald eine zweite Heimat schaffen? Die Eroberung des Sonnensystems.


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Dhe
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Die Columbia-Verschwörung

05.09.2007 - 19:53

Das ist zur Abwechslung mal was, das ich unter plausibel aber spekulativ verbuchen würde.

Darum geht es: Bekanntlich ist vor das Shuttle Columbia vor vier Jahren beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verbrannt. Ursache dafür war eine Beschädigung des Hitzeschilds, welche beim Start entstand. Die Verschwörung besteht jetzt nicht etwa darin zu sagen, daß Osama oder ALF das Schiff zerstört haben, sondern, daß die NASA von Anfang an wußte, daß man das Shuttle und die Besatzung wahrscheinlich verlieren würde und Selbiges vielleicht nicht gerade billigend in Kauf genommen hat, es aber eben auch nicht zugibt.

Wie man sich vielleicht erinnert, war es schon mehreren Mitarbeitern der NASA kurz nach dem Start aufgefallen, daß auf Videoaufzeichnungen zu sehen war, wie Isolationsteile vom Tank auf die Flügel der Columbia prallen. Tatsächlich gab es dann sogar eine Pressekonferenz in der die NASA zwar gesagt hatte, daß das Shuttle beschädigt sei, das Problem aber nicht signifikant wäre. Später gaben sie dann zu, sich in dem Punkt geirrt, also den Schaden falsch eingeschätzt zu haben.
Nur besteht das Perfide darin, daß man, selbst wenn man gewußt hätte wie schwerwiegend das Problem wirklich ist, nichts hätte tun können.
Ein Rendezvous mit der ISS kam nicht in Frage, weil dafür der Treibstoff nicht gereicht hätte. Außerdem war die Columbia auf einer seperaten Forschungsmission und hatte insofern den erforderlichen "Adapter" nicht an Bord.
Witerhin gab es an Bord zwar zwei Astronauten, die für Weltraumspaziergänge trainiert waren, sodaß prinzipiell die Möglichkeit bestanden hätte auszusteigen und den Schaden zu reparieren, nur hatte man die erforderlichen Ersatzteile dafür nicht dabei. Außerdem wäre so ein Manöver - praktisch gesehen - wahrscheinlich ohnehin Selbstmord gewesen. Auf der Unterseite der Fähre gibt es keine Möglichkeiten ein Sicherungsseil anzubringen, sodaß der Astronaut wahrscheinlich einfach abgetrieben wäre. Tatsächlich hatte sich einer der Astronauten ein paar Monate vorher Gedanken darüber gemacht, wie man eine verklemmte Klappe auf der Unterseite der Fähre reparieren könnte. Er hatte sich da eine ziemlich kreative aber letztlich nicht wirklich praktikable Lösung einfallen lassen, von der er am Ende selbst nicht viel hielt.
Als letzte Möglichkeit hätte die NASA die Atlantis startbereit machen können. Normalerweise dauert das drei Monate, man kann es aber auch innerhalb einer Woche hinkriegen. Dazu muß man lediglich sämtliche Sicherheitsprozeduren ignorieren und eine untrainierte Rumpfbesatzung ins Shuttle setzen. Kurzum: Die Unfallgefahr für die Atlantis wäre ebenfalls extrem hoch gewesen.

Letztlich hatte die NASA also keine echte Handlungsalternative. Hätten sie das aber zugegeben (vorrausgesetzt natürlich, daß sie wirklich um die Schwere des Schadens wußten) hätte man sie gesteinigt, ihnen das Budget zusammengestrichen und sich in Amerika (nach dem bereits zweiten Shuttleunglück) vielleicht langfristig von der bemannten Raumfahrt abgewandt. Nichts davon wäre für die NASA wirklich angenehm.
So hat man sich eben für das kleinere von zwei Übeln entschieden, indem man nicht wirklich aufzeigen mußte wie schwerwiegend und grundsätzlich das Problem des Shuttleprogramms eigentlich ist bzw. das erst sechs Monate später tun mußte, also zu einem Zeitpunkt an dem das Problem nicht mehr in dem Sinne akut war, als das man keine totgeweihte Crew im All hatte.

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alarich
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05.09.2007 - 20:00

Also wenn ich das mal kurz zusammen fassen darf: Die Nasa wusste das die Columbia ein großes Risiko einging, wenn sie wieder in die Erdatmosphäre eintrat. Sie konnten aber nichts dagegen tun und versuchten deshalb den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten, bzw. das Problem klein zu reden und das beste zu hoffen.

Klingt gar nicht so unplausibel, aber kann man der Nasa da wirklich einen Vorwurf machen? Ich denke, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten, hätten sie alles getan um ihre Leute (und nicht zuletzt das teure Shuttle) wieder auf die Erde zu holen.
Ein großes Schuldeingeständniss hätte ihre Entwicklung um Jahre zurück geworfen, also taten sie es lieber nicht.
Ausserdem: So hart es klingt, aber es gibt gewisse Berufe auf der Welt die mit einem Risiko verbunden sind und ich denke jeder Astronaut kennt das selbige.
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Dhe
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05.09.2007 - 20:15

alarich hat geschrieben:Also wenn ich das mal kurz zusammen fassen darf: Die Nasa wusste das die Columbia ein großes Risiko einging, wenn sie wieder in die Erdatmosphäre eintrat. Sie konnten aber nichts dagegen tun und versuchten deshalb den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten, bzw. das Problem klein zu reden und das beste zu hoffen.
Fast. Sie wußten es, aber konnten nichts tun, weil sie nie für einen Notfall geplant hatten und haben nichts unternommen, damit dieses Versäumnis erst später rauskommt. Oder anders gesagt: Um es so gut wie möglich zu verschleiern. Wer weiß, was einige aufgeregte Populisten in der Regierung ansonsten gemacht hätten um dem "Volkszorn" entgegen zu kommen.

Die Planfehler wurden ja später im Bericht des Untersuchungsausschuß dezidiert vorgelegt und tatsächlich ist es jetzt meines Wissens nach so, daß bei Flügen immer ein Rettungsshuttle bereit steht bzw. immer die Andockvorrichtung für die ISS eingebaut ist. Nur mußten sie sich die Kritik eben erst ein paar Monate später anhören, als sich das alles schon etwas abgekühlt hatte und die Gefahr von Kurzschlussreaktionen geringer ist.
Kann man der Nasa da wirklich einen Vorwurf machen?
Im Prinzip nicht. Aus ihrer Perspektive war das wahrscheinlich so gesehen die beste Aktion, zumal die schon jahrelang vorher immer für die jeweiligen Regierungen zu buckeln hatten und dabei zuschauen durften wie das Forschungsbudget relativ gesehen immer kleiner wurde.

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Re: Die Columbia-Verschwörung

06.09.2007 - 11:13

Dhe hat geschrieben: Nur besteht das Perfide darin, daß man, selbst wenn man gewußt hätte wie schwerwiegend das Problem wirklich ist, nichts hätte tun können.
Ein Rendezvous mit der ISS kam nicht in Frage, weil dafür der Treibstoff nicht gereicht hätte. Außerdem war die Columbia auf einer seperaten Forschungsmission und hatte insofern den erforderlichen "Adapter" nicht an Bord.
du sagst selbst, dass es keine möglichkeit gab, den schaden zu reparieren. ich würde es so sehen, dass sie gesagt haben "ok, wir versuchen es einfach, bevor ihr da oben dahinrafft"

denn es bestand bestimmt die möglichkeit das sie es geschafft hätten, evtl. hatten sie die Astronauten informiert und sie sogar gefragt was ihnen lieber sei, da oben sterben oder beim versuch es doch zu schaffen.

also hatte die NASA wohl nich so viele möglichkeiten
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Sethcon
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06.09.2007 - 14:18

Klingt wirklich plausibel. Wieviele Fehlstarts gab es denn, weisst du das?

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08.10.2007 - 18:52

Einen effektiven Fehlstart (Challenger) mit LOCV (loss of crew and vehicle) und zweimal wurde ATO (abort to Orbit) aktiv. D.h. daß ein niedrigerer Orbit gewählt werden mußte.

Sorry für die verspätete Antwort habe es erst jetzt gelesen.

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22.10.2007 - 22:09

Habe vor ca. 1 1/2 jahren im Fernsehen eine Doku über den Columbia Absturz gesehen, in der man genau gesehen hat das die Columbia wie sie in die Erdastmosphäre eingereten von einem "Blauen etwas" getroffen worden ist. Angeblich soll es eine Art Kugeblitz gewesen sein, aber das schweift jetzt vom Thema ab. Ich hatte mal ein Bild davon, wenn ich das Bild finde wo ich meine kann ich es euch gerne Zeigen. Ich denke NASA etc. kann nichts zu dem Absturz ich denke es war nichts geplant und für die Nasa kam es auch überraschend. Ich denke das hat alles was mit dem "Blauen etwas" zu tuen. Eine Verschwörung ist für mich ausgeschlossen.

P.S. Gehört das Thema nicht trotzdem in die Kategorie "Verschwörungstheorieen" !?! ;)
Wer später bremst ist länger schnell!!



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