Lassen Forscher das All schneller sterben?

Die Erkundung des roten Planeten und die Reise zu fernen Planeten. Können wir uns schon bald eine zweite Heimat schaffen? Die Eroberung des Sonnensystems.


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Sethcon
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Lassen Forscher das All schneller sterben?

30.11.2007 - 00:40

Nachdem Depeche mich auf die spiegel online Seite gelotst hatte, hab ich mich da mal durchgewühlt...und einen der neusten Beiträge erwischt:

Dass die Wissenschaft die Welt verändert, ist eine Binsenweisheit - zu erkennen an zahlreichen Alltagsgeräten von der Glühbirne über das Auto bis hin zum Computer. Natürlich waren auch einige weniger schöne Dinge darunter - wie etwa die Erfindung des Schwarzpulvers, ganz zu schweigen von der Atombombe.


Schaller / NASA / MSFC
Urknall (Zeichnung): Schnelleres Ende des Universums wegen menschlicher Beobachtungen?
Doch all das wirkt geradezu unbedeutend neben dem, was Wissenschaftler nun angerichtet haben sollen: Die Lebenszeit des Universums haben Astronomen geschmälert, behaupten zwei US-Physiker in der aktuellen Ausgabe des Magazins "New Scientist". "So unglaublich es auch erscheint, unser Nachweis der Dunklen Energie könnte die Lebenserwartung des Universums verkürzt haben", sagte Lawrence Krauss von der Case Western Reserve University in Cleveland.

Krauss und sein Kollege James Dent begründen ihre bizarre These damit, dass der Mensch als Beobachter das Vakuum beeinflussen könne - und damit das ganze Universum. Dass Forscher mit einer Messung das zu untersuchende System verändern, ist prinzipiell keine neue Erkenntnis, sondern eine Konsequenz der Quantentheorie. Das Licht beeinflusst ein beobachtetes mikroskopisches Objekt. Das Ergebnis der Messung spiegelt deshalb nicht den Zustand wieder, der vor der Messung geherrscht hat.

Krauss und Dent haben den Phasenübergang von sogenanntem falschen in echtes, energiefreies Vakuum betrachtet, der auch dem Urknall zugrunde liegen soll. Die bei diesem Übergang freigesetzte Energie hat der Theorie zufolge Materie erzeugt, die sich stark aufgeheizt hat und schließlich explodiert ist. Die Entdeckung der Dunklen Energie und die Tatsache, dass das Universum immer schneller expandiert, erklärten sich Krauss und Dent damit, dass das Vakuum nicht alle Energie verloren habe, sondern in einen anderen Zustand falschen Vakuums gelangt sei. Im Vakuum sei also noch Energie verblieben, welche die Expansion des Universums beschleunige.

Fatale Folgen einer Beobachtung?

Krauss glaubt, dass das verbliebene falsche Vakuum im Prinzip jederzeit zerfallen könnte - wie vor dem Urknall. Auf diese Weise könnte es einen neuen Urknall auslösen und das Universum auslöschen. Beruhigenderweise geht das Forscherduo davon aus, dass uns das erspart und das All im gewohnten Zustand bleibt. Die Theorie besagt aber auch, dass Beobachtungen und Messungen fatale Folgen haben könnten: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Universum ganz bleibt, könne durch das Treiben der Astronomen mit der Zeit exponentiell schrumpfen.

Kraus und Dent beziehen sich auf den sogenannten Quanten-Zeno-Effekt aus der Quantenmechanik. Der besagt, dass etwa der radioaktive Zerfall eines Atoms allein durch die Beobachtung verhindert werden kann. Die Beobachtung des Lichts einer Supernova im Jahr 1998, mit deren Hilfe die Existenz Dunkler Energie bewiesen wurde, könne die innere Uhr des Vakuums auf Null zurückgesetzt haben - zu einem Punkt, ab dem die Wahrscheinlichkeit eines Fortbestands des Alls exponentiell sinke. "Kurz gesagt, könnten wir die Möglichkeit eines längeren Überlebens des Universums eliminiert haben", sagte Krauss. Ohne Messung würde die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich langsamer sinken als exponentiell.

"Sehr gewagte Interpretation"

Andreas Müller, Astrophysiker an der TU München, hält die Arbeit seiner beiden US-Kollegen keinesfalls für Spinnerei. Krauss habe überzeugende Arbeiten in der Kosmologie publiziert, sagte Müller im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Allerdings warnte er vor übereilten Schlüssen: Der Zweig der Quantenkosmologie werde zwar intensiv erforscht, aber handfeste Ergebnisse, die gut mit Beobachtungen übereinstimmten, gebe es nicht. "Die Aussagen der Quantenkosmologie sind deshalb mit Vorsicht zu genießen", so Müller. Das gelte auch für die neue These von Krauss und Dent. Die Interpretation der Forscher halte er zudem für "sehr gewagt".

Max Tegmark vom Massachusetts Institute of Technology verwies gegenüber dem "New Scientist" darauf, dass der Quanten-Zeno-Effekt nicht zwangsläufig Menschen erfordere. "Galaxien haben die dunkle Energie schon 'gesehen', bevor es uns gab", sagte er. "Wenn wir Menschen Licht ferner Galaxien beobachten, dann verändert das nichts außer unserem eigenen Wissen."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 90,00.html
„ Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft!“

Sun-Tsu (Sun Tze), chinesischer Philosoph (400-320 v. Chr.)

depeche
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30.11.2007 - 13:11

Hab ich auch schon gelesen gehabt.
Unglaublich alleine durch eine Beobachung wobei ich am Anfang wirklich gedacht habe das dies eine lächerliche These sei.....
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es


"Warum begegnen Ufos immer nur Durchgeknallten?"

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Sethcon
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06.12.2007 - 19:47

Ah wenigstens Depeche liest das hier :-D
Hab da mal paar neuere Sachen gesucht, im Netz allerdings nichts.
Ein gewisser Strassmann hat mit einem Kollegen eine weitere These veröffentlich. Die realtive Quantenmasse mit Einsteins Energieformel verknüpft, ergibt erstaunliche Effekte...
Zusammen mit einem Suarez, welcher das sehr umstrittene Buch Quantenengel schrieb, veröffentlichte er nun letzte Woche die These der Evolutionären Quantenmechanik.

Total geil :-D Die besagt, dass sich Quantenmoleküle von alleine selektieren, sprich, dass sich die Darwinsche Evolutionstheorie auch auf kleinere Dimensionen bringen lassen kann.
Blöd an der Sache ist einfach, dass sich schon die ersten Mysthiker dieser neuen Theorie anhängen, was das ganze bestimmt in kürzester Zeit in den Eimer zieht, vor allem die Quantenengeltheorie von Suarez. Die besagt, dass sich Quanten von aussen steuern liessen, mit einem ganz einfachem Test, indem er zwei Protonen einen mehrere Wege Lauf machen lies, und sich Proton A einen Weg aussuchte, und Proton B sich den selben dann, in einem Zeitgleichem Versuch, konnte er zumindest Beweisen dass sich das was ähnelt, bisher galt ein Quantum als undefiniert, es konnte überall hin, und nirgendwo herkommen.

Weiss jetzt nicht, obs schon Interessiert, aber evtl verhalten sich Quanten ähnlich wie Elektronen, die suchen sich immer dne kürzesten Weg, daher klappt das mit unserer Elektrik auch so gut.

Also falls da nun Fragen sind, da ich das alles selbst wieder gegeben habe, mal in die Spektrum, P.M (eher Mystisch, was sonst) und oder irgendwas suchen :-D
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