Mit dem Aufzug ins Weltall ?

Die Erkundung des roten Planeten und die Reise zu fernen Planeten. Können wir uns schon bald eine zweite Heimat schaffen? Die Eroberung des Sonnensystems.


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Area 51
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Mit dem Aufzug ins Weltall ?

18.01.2006 - 13:14

Mit dem Aufzug ins Weltall - Forscher arbeiten an revolutionärem Projekt

Wie ssn bereits berichtete, besteht die Idee von einem Aufzug ins Weltall. Schon in den 60er Jahren hatte Ingenieur Yuri Artsutanov solch eine Vision. Aufgrund des Materials konnte das Projekt bisher aber auch nur Vision bleiben.
Doch nach der Entdeckung von bestimmten Kohlenstoffmolekülen (Carbon Nanotubes) ist ein Bau nicht unmöglich. Die Initiative Elevator2010 arbeitet zurzeit an dem revolutionären Projekt. Forscher versuchen die beste technische Lösung zu finden.
Wenn das gelingt, könnte der Traum schon im Jahr 2020 erfüllt werden. Das Transportband wird 100.000 Kilometer lang sein und 15 Tonnen transportieren können. Ein Gegengewicht im Weltall soll das Band auf Spannung halten und sich mit der Erde bewegen.

Was sagt man dazu?
2020 halte ich für etwas früh.
@rea51.de Forum - Mystery - Esoterik - Paranormales

Harald
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01.04.2006 - 18:09

Ich auch.

Halte es prinzipiell für möglich, würde als Termin aber eher die fernere Zukunft nennen.

Die Sache mit den nanotubes is sowieso fraglich.

Wird was neues entdeckt, man kann davon milligramm, vielleicht gramm-Mengen herstellen, irgendwelche Eigenschaften herausgerechnet, wie die Superzugfähigkeit usw.
Na sehen wir mal ob in 10 Jahren das Material immer noch mit genannten Eigenschaften in Verbindung gebracht wird, dann wissen wir mehr ;)

mvs
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01.04.2006 - 20:03

Wohin soll der Aufzug denn führen?

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Dhe
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01.04.2006 - 20:21

mvs hat geschrieben:Wohin soll der Aufzug denn führen?
Zu irgendeinem Gegengewicht in geostationärer Position, also einer Station oder einem eingefangen Asteroiden. So ein Ding hätte den Vorteil, daß man Objekte zu einem Bruchteil der herkömmlichen Kosten ins All beförden könnte, und die leidige "Was haben wir denn davon?"-Diskussion beendet wäre. Insgesamt eine faszinierende Idee, aber auch in meinen Augen noch ziemliche Zukunftsmusik.

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Jennifer
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03.04.2006 - 00:59

jetzt seid mal nicht so pessimistisch :D

Sind noch 14 Jahre und 14 Jahre sind verdammt viel Zeit.
Vor 14 Jahren war 1992 und das WWW war damals noch in den Kinderschuhen, außerdem haben die CD's gerade meine Kassetten abgelöst und werden mittlerweile von den DVDs verdrängt, welche bald wieder veraltet sind.
Was ich damit sagen will? 14 Jahre sind lang.

So ein Aufzug wäre der Beginn eines ganz neuen Weltraum-Tourismus.

kongoneger
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09.04.2006 - 18:57

hoffe es funktioniert wäre echt toll
2020 naja is zwar früh aber wie J. sagt es wird in 14 soviel erfunden warum soll das dan nicht auch gehn
naja streit wird es wohl nur um den standort von dem ding geben

LoRd 1990
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03.07.2006 - 00:57

Nun, Streit um den Standort wird es nicht geben. Entwerder wird die Globalisierung bis dahin abgeschlossen sein, oder jeder Staat, der in der Lage ist, so viel Geld auszugeben, wird sich einen oder mehrere Bauen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sich die Forschungen nicht mehr in eine andere Richtung orientieren sollten, z.B weniger Treibstoff-weitere Strecken mit Raumschiffen.

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jcfci
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03.07.2006 - 02:21

Standort wird wohl in Äquatornähe sein.

Aber was passiert wenn da was schief geht und das Band reisst oder das Gegengewicht im Weltall von einem Asteroiden getroffen wird? Dann kommen die 100.000 Kilometer Transportband wieder runter! :shock:
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Dhe
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03.07.2006 - 10:23

Wenn das Kabel im unteren Bereich reist, würde das Ding einfach in einen höheren Orbit wegschweben. Reißt es im oberen Bereich, würde zwar das Kabel zurück zur Erde kommen, aber der überwiegende Teil würde in der Atmosphäre verbrenen. Das was dann noch übrig bleibt kann man getrost vernachlässigen, weil das Kabel in den meisten vorgeschlagenen Designs so gut wie kein Gewicht hat (1kg/km), was heißt, daß der Luftwiderstand hoch genug wäre, um es ganz gemütlich zu Boden schweben zu lassen.

der Ferengi
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03.07.2006 - 11:14

Wiso ?

Aus welchem Material soll denn das Seil sein ?

Transparentes Aluminium ?

LoRd 1990
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03.07.2006 - 11:24

Das Seil dürfte nicht so wichtig sein, denn im All ist das Gewicht oder die Dicke nicht wichtig. Eigentlich müsste es sogar möglich sein den Fahrstuhl erst in den Orbit zu fahren, und den Rest der Strecke dann mit einem kurzen Treibstoffschub zu bewältigen. Denn wenn im Weltall erstmal etwas in Bewegung kommmt, hält es nicht mehr an, außere wenn es auf ein Hindernis trifft.

der Ferengi
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03.07.2006 - 11:32

Nein, ich meine, welches Material wiegt auf 1 km nur 1 kg ?

Dass das Gewicht unwichtig ist, ist mir schon klar.

Was mir eben noch eingefallen ist, wo führt der Fahrstuhl hin ?

Zur ISS ? Oder nur so, als touristische Attraktion, daß man mal die Erde von oben betrachten kann ?

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Dhe
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03.07.2006 - 14:03

der Ferengi hat geschrieben:Nein, ich meine, welches Material wiegt auf 1 km nur 1 kg ?
Naja, sagen wir es mal so...ein GRAMM Gold, kann man auf etwa 3km auswalzen. Nur ist dann eben der Draht ziemlich dünn.
Oder um ein anderes Beispiel zu bringen: Ordinäre alltägliche Kupfertelefonleitungen, haben angeblich ein Gewicht von 4kg/km, was mir relativ gering erscheit...insofern: es gibt schon ein paar.

Aber um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, sollte ich vielleicht zugeben, daß ich mich unglücklich ausgedrückt habe. Das 1kg/km bezieht sich mehr auf die Bauphase. Da hat man nämlich vorgeschlagen, statt tausende Kilogramm an Kabel mit zig Raketenstarts ins All zu bringen, ein einziges sehr dünnes Kabel zu starten, und die restlichen Stränge daran heraufzuziehen. Dieses Startkabel wäre dann eben das Erwähnte und wäre auch das einzige, bei dem ich mir vorstellen könnte, daß es überhaupt reißt.
Was mir eben noch eingefallen ist, wo führt der Fahrstuhl hin ?
Wie schon gesagt, zu irgendeinem Gewicht in geostationärem Orbit. Wahrscheinlich würde man irgendeine Art von Plattform bauen. Die befände sich dann in ca. 35000km Höhe, also über den Daumen gepeilt 100 mal höher als die ISS (Apogäum 354km).
Oder nur so, als touristische Attraktion, daß man mal die Erde von oben betrachten kann ?
Ganz sicher nicht nur als Touristenattraktion. Wenn man so ein Ding realisieren könnte, wäre das ein gewaltiger Fortschritt für die Raumfahrt, weil man dadurch Objekte zu einem Spottpreis in den Orbit bringen könnte. Wenn man sie nämlich erst mal im Orbit hat, könnte man sie relativ billig dorthin verschieben wo man sie gerne habe will. Das kann man sich verdeutlichen, indem man sich überlegt, daß der überwiegende Teil des Treibstoffes bei einem Raketenstart verbraucht wird um überhaupt Orbitalgeschwindigkeit zu erzielen. Alles was man danach macht, z.b. Höhe ändern, Orbits synchronisieren usw. ist in Sache Treibstoffverbrauch, verglichen mit dem Start, Kinderkram. Ganz zu schweigen davon, daß sämtliche Kosten für den Bau der Rakete auch wegfielen.

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jcfci
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03.07.2006 - 14:54

Ich hab da was gefunden:
http://www.freenet.de/freenet/wissensch ... index.html

Da steht auch was über das Material und ein kurzes Movie ist auch dabei.
Bild

Harald
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03.07.2006 - 19:11

Netter Artikel, aber das Material Nanotubes ist ziemlich futuristisch. Meines Wissens nach lassen sich bisher Ausbeuten im Gramm-Bereich erzielen und die ihm zugeschriebenen fantastischen Werkstoffeigenschaften sind bisher graue Theorie.

Und in den Leserkomentaren sind ja schon sehr schön die Probleme beschrieben, die im Artikel völlig ausgeklammert wurden.

Aber nettes Gedankenspiel allemal.

Duncan
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03.07.2006 - 20:39

Battle Angel Alita sagt euch nicht wirklichg was oder?
Erinnert schwer daran, eine Stadt im All die über einen Aufzug mit der Erde verbunden ist. Das ganze hängt noch an einem "Orbitalring" rund um die Erde.
Schöne Vorstellung, 2020 wär zu geil, würde so gerne mal da hoch...

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03.07.2006 - 20:47

Harald hat geschrieben:Netter Artikel, aber das Material Nanotubes ist ziemlich futuristisch. Meines Wissens nach lassen sich bisher Ausbeuten im Gramm-Bereich erzielen und die ihm zugeschriebenen fantastischen Werkstoffeigenschaften sind bisher graue Theorie.
Exakt, und vor allem kommt in der oberen Atmosphäre, wie ich mich zu erinnern glaube, gerne mal nichtmolekularer Sauerstoff vor, der sich, wenn mich nicht alles täuscht, überhaupt nicht mit Kohlenstoff vertragen dürfte (bzw. zu gut, je nach Perspektive...).



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