Verrückte Idee den Mond bewohnbar zu machen

Die Erkundung des roten Planeten und die Reise zu fernen Planeten. Können wir uns schon bald eine zweite Heimat schaffen? Die Eroberung des Sonnensystems.


Smith
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Verrückte Idee den Mond bewohnbar zu machen

14.05.2007 - 10:57

Hey Leute

Ich bin neu hier und ich muss sagen, geniales und interessantes Forum!
:wink:


Ich habe eine verrückte Idee wie man den Mond bewohnbar machen könnte.

Man nimmt einen riesigen Ballon und legt ihn um den Mond. Auf der Rückseite vom Mond müsste jetzt die "Wand" von dem Ballon auf der Oberfläche des Mondes anliegen. Der "Ballon wird auf der Vorderseite zusammengeschnürt und es bildet sich ein schmaler Schlauch der mit der Erde "verbunden" wird. Von dort aus wird Sauerstoff so lange reingepumpt bis reichlich Sauerstoff vorhanden ist. So viel das der Ballon sozusagen auch nicht mehr auf der Rückseite vom Mond anliegt, denn er wäre ja mit der Erde verbunden und so entsteht eine Spannung...
Ich hoffe ihr könnt euch das vorstellen wie ich das meine.

Der Stoff müsste natürlich durchsichtig sein und trotzdem stark genug um zum Beispiel Asteroiden abzufangen. Außerdem muss er extreme Temperatur unterschiede aushalten können. Mit ein bisschen Forschung vielleicht kein Problem.

Durch den Schlauch der sich durch das "zusammenschnüren" auf der Vorderseite vom Mond gebildet hat, hat man gleichzeitig eine gute möglichkeit schnell und vorallem Billig zum Mond zu reisen.
Durch Magnetfelder... Im inneren des Kanals wird an der Wand ein Magnetfeld aufgebaut, das Magnetfeld ist "+" und das Raumschiff "-"... Durch verändern der Kraft von diesem Magnetfeld könnten enorme Geschwindigkeiten enstehen, wodurch eine Reise schnell und billig wäre.

So könnte man sozusagen "Schläuche" durch das Sonnensystem verlegen und so auch zum Beispiel zum Mars fliegen.

Die Drehung der Erde um die Sonne und und die Drehung des Mondes um die Erde wäre ebenfalls kein Problem, denn der Stoff ist natürlich flexibel und dehnbar...

:lol:
Ich weiß es ist eine verrückte Idee aber doch eigentlich umsetzbar...

Meinungen? :lol:

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Dhe
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14.05.2007 - 11:35

Smith hat geschrieben: Man nimmt einen riesigen Ballon und legt ihn um den Mond. Auf der Rückseite vom Mond müsste jetzt die "Wand" von dem Ballon auf der Oberfläche des Mondes anliegen. Der "Ballon wird auf der Vorderseite zusammengeschnürt und es bildet sich ein schmaler Schlauch der mit der Erde "verbunden" wird. Von dort aus wird Sauerstoff so lange reingepumpt bis reichlich Sauerstoff vorhanden ist.
Gehen wir spaßeshalber mal davon aus, daß zumindest der "Ballon" realisierbar wäre (was er allein schon wegen Gravitationsproblemen und natürlich der fehlenden Grundlagenforschung nicht ist), müßte man hier hinterfragen was denn pumpen eigentlich bedeutet und wie man das realisieren wollte. Die Gravitation der Erde zu überwinden ist ja jetzt nicht ganz so einfach.

Davon abgesehen, hätte man dann auch das Problem, daß hier auf der Erde die Luft ein bißchen dünner würde. Wir haben ja gerade mal so genug um damit eine Lebenszone, von sagen wir mal großzügig, 5 km zu erhalten.
Durch den Schlauch der sich durch das "zusammenschnüren" auf der Vorderseite vom Mond gebildet hat, hat man gleichzeitig eine gute möglichkeit schnell und vorallem Billig zum Mond zu reisen.
Durch Magnetfelder... Im inneren des Kanals wird an der Wand ein Magnetfeld aufgebaut, das Magnetfeld ist "+" und das Raumschiff "-"... Durch verändern der Kraft von diesem Magnetfeld könnten enorme Geschwindigkeiten enstehen, wodurch eine Reise schnell und billig wäre.
Gehen wir mal spaßeshalber davon aus, daß man eine Energiequelle hätte, die Objekte von logistisch interessanter Größe über die Entfernung in akzeptabler Geschwindigkeit mittels Magnetfelder transportieren könnte, hätte man immernoch eine gewaltige Fehlkonstruktion: Du hast da also deinen Schlauch, und in dem soll ein Magnetfeld sein. Von mir aus gerne, wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob die Physik in Hinblick auf die Gravitation sowas sinnvoll macht...Aber hey, ist ja fast das gleiche Prinzip wie beim Spacelift. Wie auch immer, du hast also deinen Schlauch, und da soll ein Magnetfeld drin sein. Wie kommt das da rein? Wahrscheinlich mittels Feldspulen außerhalb des Schlauches. Aber: Wenn ich jetzt ohnehin den Schlauch mit Spulen ummanteln soll, und der "Ballon" nur einen relativ geringen Luftdruck liefert, warum soll ich dann überhaupt den Schlauch basteln, wenn ich nicht gleich einfach nur ein Kabel legen müßte, um den gleichen Effekt zu haben?

der Ferengi
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14.05.2007 - 12:53

Ich gehe mal davon aus, daß Du noch sehr jung bist und gerade dabei bist, die Physik zu entdecken.
Zugegeben, es ist ein spannendes Thema, nur, je mehr man dazulernt, desto mehr zerplatzen die Träume.
Ich denke mal, Du stellst es Dir so ungefähr vor:
Bild
Nun stell Dir mal vor, Du nimmst einen Luftballon und ziehst ihn unter Wasser. Nach ca. 10m wird er platzen, da er den Druck des Wassers nicht standhalten kann. Gleiches gilt für den Weltraum, wo der Druck des Weltalls millionenfach stärker ist.
Gehen wir davon aus, das es in ferner Zukunft ein Material gibt, das den Druck standhält.
Weiteres Hindernis, die Luft. Sie soll ja von der Erde zum Mond gepumpt werden.
Bleiben wir wieder beim Wasser. Nimm einen Gartenschlauch und springe damit ins Freibad und tauche bis zum Grund. Nun versuche zu atmen. Es wird Dir nicht gelingen. Nun verkürzt Du den Schlauch so, das er gerade von Deinem Mund bis zur Wasseroberfläche reicht. Aber Du wirst trotzdem nicht atmen können, selbst dann nicht, wenn der Schlauch doppelt so dick wäre.
Ebenso wird es den stärksten Pumpen nicht gelingen die Luft durch den Schlauch zu pumpen.

Als weiteres Hindernis taucht dann noch die Bewegung zwischen Erde und Mond auf.
Innerhalb eines Monats wäre der Schlauch 28x um die Erde gewickelt.

Bild

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Sethcon
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14.05.2007 - 15:19

Ich mein, ist wirklich eine verrückte Idee :-)
Und du versuchst natürlich eine Atmosphäre zu schaffen...allerdings besteht die ja nun nicht nur aus Sauerstoff...auch wenn wir unsere Atmosphäre dafür nutzen, wird diese auf dem Mond nicht standhalten, bzw. sie wird sich nicht so anordnen wie wir es bräuchten. Man könnte schätzen dass durch die geringere Gravitation, die Moleküle keine Grundfesten Werte annehmen.

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Dhe
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14.05.2007 - 17:27

Sethcon hat geschrieben: Man könnte schätzen dass durch die geringere Gravitation, die Moleküle keine Grundfesten Werte annehmen.
Naja doch. Ansonsten hätten die ja in ihren Mondlandefähren auch nicht atmen können (bzw. im Space Shuttle, weil sie ja nie auf dem Mond waren). Ist halt nur eine Frage des Drucks, und wenn man sich mal aus Lust an der Freude eine Pumpe vorstellt, die einen kompletten oder teilweisen Gasaustausch mit der Erdatmosphäre machen würde (was nicht geht), dann paßt das schon. Ist halt nur nicht so furchtbar sinnvoll.

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Sphinx
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14.05.2007 - 19:01

Es gab doch mal diesen Versuch.. Da haben die eine riesige Halle gebaut und versucht ein Klima zu erschaffen. Es wurden doch alle Bedingungen berücksichtigt und es hat trotzdem nur 2 Jahre (verbessert mich) gehalten. Und wenn die soetwas nichtmal auf unserem Planeten erschaffen können....

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14.05.2007 - 21:09

Was du meinst ist Biosphere 2. Die hat länger gehalten als zwei Jahre, ich glaube sogar die besteht heute noch. Wie auch immer, das eigentliche Versuchsziel, nämlich ein autarkes Ökosystem zu erschaffen und erhalten wurde verfehlt. Ab und zu mußte von außen eingegriffen werden um das System bzw. die Systeme zu retten.

Die Gründe dafür sind differenziert zu betrachten (z.B. war teilweise El Niño schuld) aber einer der größten Stolpersteine war das katastrophale Management und die teilweise lächerliche Organisation. Außerdem hat man da teilweise New Age-Spinner reingesteckt und keine richtigen Wissenschaftler. Oder wie das Sprichwort sagt: "Schickt man Scheisse, kriegt man Scheisse."

Wie dem auch sei, mit dem was Smith oben geschrieben hatte, hat das nichts zu tun. Er wollte ja nur Luft und nicht gleich Ökosysteme und so ein Luxuszeug.

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Araex
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15.05.2007 - 10:29

Abgesehen von den paar Einwänden bisher, geb ich noch etwas hinzu. Du kannst kein Magnetfeld "einfach so" erschaffen. Einerseits kommst du nicht drum herum, das ganze mittels Spulen zu lösen. Diese Spulen brauchen Elektrizität um zu funktionieren. Leider leider können wir Strom nicht kabellos transportieren (Tesla war zwar genial, hats aber doch nicht so ganz gepackt...) und aus dem momentan Forschungsstand ist es auch nicht sinnvoll umsetzbar.

So im grossen und ganzen muss man deinen letzten Satz
Ich weiß es ist eine verrückte Idee aber doch eigentlich umsetzbar...
mit " NEIN " beantworten.

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der Ferengi hat geschrieben:Gleiches gilt für den Weltraum, wo der Druck des Weltalls millionenfach stärker ist.
Druck im Weltraum? Da hats Vakuum, mithin also einen Sog. Aber auch nur, wenn Luft im Schlauch ist...

der Ferengi hat geschrieben:Ebenso wird es den stärksten Pumpen nicht gelingen die Luft durch den Schlauch zu pumpen.
Tja, das wäre mal interessant zu wissen. Mit nem Druck von einer Atmosphäre auf Bodenhöhe türmt sich die Atmosphäre ungefähr 100 km hoch auf. Wieviel Atomosphären braucht man, um einen 350.000 km hohen Luftturm zu erzeugen?

Das es den stärksten Pumpen nicht gelingt, kann ich also nicht unterschreiben, aber es müssen verdammt starke sein...

ciao

JM
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15.05.2007 - 12:21

Moredread hat geschrieben: Druck im Weltraum? Da hats Vakuum, mithin also einen Sog. Aber auch nur, wenn Luft im Schlauch ist...
  • Ich dachte da an die 'Magdeburger-Kugel'.

    _Dadurch das in den Halbkugeln ein Vaku-
    um erzeugt wurde, drückt die umgebende
    Luft ja die zwei Halbkugeln aufeinander,
    da die Luft ja wieder einen Ausgleich her-
    stellen will.

    _Im Weltraum ist es nun genau umgekehrt.
    Dadurch das in dem Schlauch Luft ist - oder
    bleiben wir ruhig wieder bei den zwei Halb-
    kugeln - dann 'drückt' doch das Vakuum auf
    die Halbkugeln, da ja auch hier ein Aus-
    gleich stattfinden will.

    _Oder mache ich da jetzt ein Denkfehler.
    Hätte den Druck oben auch schon in Häck-
    chen setzen sollen, um ihn zu negativieren.

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15.05.2007 - 12:41

Ja, so rum passts dann wieder. Immer unter der Vorraussetzung, das man die Supermann-Pumpen kriegt, um die Luft überhaupt bis in den Weltraum zu bekommen. ;)

ciao

JM
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Smith
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15.05.2007 - 18:11

hmm

gut nehmen wir an, alle Probleme können durch irgendwelche Physikalischen Gesetzen, neuen Erforschungen und Erfindungen beseitigt werden, so bleibt leider tatsächlich das Problem das es nicht möglich ist (oder nur sehr schwer), Luft von der Erde zum Mond zu "pumpen".

Aber da gibt es eventuell noch andere Möglichkeiten, diese zum Mond zu befördern. Auf jedenfall MUSS es möglich sein.
Wie wäre es mit reserve Tanks mit flüssigen Sauerstoff in den einzelnen Abschnitten des Schlauches die dann immer weiter geleitet, auf dem Mond in Tanks gelagert werden und dieser zum Schluss wieder in gasförmigen Sauerstoff umgewandelt wird.

Aber auch wenn das umsetzbar ist so platzt mein "Traum" spätestens daran das der Schlauch innerhalb eines Monats 28x um die Erde gewickelt sein würde, wie "Der Ferengi" schon sagte, woran ich gar nicht gedacht habe.

Aber auch das lässt sich vielleicht umgehen.

Wie wäre es mit der Verbindung von Mond zu Erde von den beiden Polen aus gesehen. So entsteht ein "Bogen" und der Schlauch kann sich schon nicht mehr um die Erde wickeln.

Das Problem, dass der Schlauch platzen wrde bei dem "Druck" im Weltraum kann vielleicht auch umgangen werden indem man solange forscht, bis ein entsprechender Stoff entwickelt sein würde der diesen Druck stand hält.
Oder man baut einen Tunnel aus starken Glas. Dadurch das der Tunnel rund ist wird Druck von allen seiten ausgeübt und so kann er nicht zerstört werden.
(stimmt das? Ich bin in Physik nicht der beste).

Das mit dem schnellen Reisen zum Mond durch Magnetfelder könnte ja noch ausgeweitet werden und irgendwelche Forscher auf dieser Welt werden vielleicht etwas entwickeln um es möglich zu machen.

Vielleicht hat ja einer noch andere Ideen mein System doch umzusetzen, in leicht abgewandelter Form aber prinzipiell das selbe.

:lol:
Araex hat geschrieben:Abgesehen von den paar Einwänden bisher, geb ich noch etwas hinzu. Du kannst kein Magnetfeld "einfach so" erschaffen. Einerseits kommst du nicht drum herum, das ganze mittels Spulen zu lösen. Diese Spulen brauchen Elektrizität um zu funktionieren. Leider leider können wir Strom nicht kabellos transportieren (Tesla war zwar genial, hats aber doch nicht so ganz gepackt...) und aus dem momentan Forschungsstand ist es auch nicht sinnvoll umsetzbar.

So im grossen und ganzen muss man deinen letzten Satz
Ich weiß es ist eine verrückte Idee aber doch eigentlich umsetzbar...
mit " NEIN " beantworten.
Hmm das Problem mit dem Strom könnte so gelöst werden das direkt an den Magnetfeldern oder an der Apparatur ebend Sonnensegel aufgebaut werden die den Strom dann liefern.

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16.05.2007 - 11:09

der Ferengi hat geschrieben:
Im Weltraum ist es nun genau umgekehrt.
Dadurch das in dem Schlauch Luft ist - oder
bleiben wir ruhig wieder bei den zwei Halb-
kugeln - dann 'drückt' doch das Vakuum auf
die Halbkugeln, da ja auch hier ein Aus-
gleich stattfinden will.
Ein Ausgleich findet natrülich statt. Allerdings wirkt kein Druck von All auf den Schlauch, sondern der Schlauch auf das All. Es verhält sich genau gleich wie sonst ein Vakuum in unserer Atmosphäre. Das Vakuum "implodiert" und die Luft expandiert. Insofern wird sich der Gummischlauch soweit weiten, bis er reisst - Oder eben auch nicht bei genügend starkem Material. Du hast also auf dem Schlauch keinen Druck, sondern einen Sog. Der Schlauch würde also, wenn das Material nicht standhält, nicht in sich zusammenfallen (wie bei einem Vakuumbehälter auf der Erde) sondern es würde ihn zerreissen.

Oder täusch ich mich jetzt? *g*

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16.05.2007 - 12:39

Hallo Smith,

eine Verbindung aus einem festen Stoff fällt weg, da der Mond nicht immer die gleiche Entfernung von der Erde hat - diese schwankt in einem Bereich von knapp 50.000 km.

Ob Du die Luft dadurch mit einer Riesenturbine drückst oder mit einer Millionen kleinen macht keinen Unterschied: Die zu leistende Arbeit ist die selbe; energetisch wäre es Wahnsinn. Wenn Du nur ein tausendstel der Erdatmosphäre abpumpen würdest (und das wäre wahrlich nicht zu viel für den Mond) dann müsstest Du schlappe 4.900.000.000.000 (fast 5 Billionen!) Tonnen Transportieren. Es bleibt zu hoffen, das die dabei verwendeten Pumpen sehr wartungsarm sind ;).
Man könnte sich vermutlich ausrechnen, wieviel Solarpanele Du dafür benötigen würdest... es wären wirklich sehr, sehr viele. Und dann bliebe die Frage, ob der Wirkungsgrad hoch genug wäre. Oder anders formuliert: Wie lange bräuchte dieses System dann, um die Atmosphäre zu transportieren? 1000 Jahre? Zudem musst Du dich fragen, wer die Röhre installiert, wie er das macht - und woher er die Mittel hat. Wenn das Konstrukt, das Dir vorschwebt, pro verbauten Meter 1 kg wiegt (und das wäre nun nicht wirklich viel - dürfte für einen sanften Windhauch reichen) dann würde das gesamte Konstrukt rund 350.000 Tonnen wiegen. Der Transport dürfte irrsinnig teuer sein. Schliesslich soll der Kram ja nicht in einen Erdorbit transportiert werden (verhältnismäßig leicht, da kostet der Transport einer Tonne gerade mal schlappe 50 Millionen Dollar) sondern irgendwo zwischen Erde und Mond...

Also, da dürfte es einfacher sein, sowas an Ort- und Stelle zu erzeugen oder vielleicht mittels vollautamatisiertem Asteroiden-Mining...

Die Große Frage wäre, was hättest Du davon?

ciao

JM
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Harald
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17.05.2007 - 23:50

Mal abgesehn davon, das ein Mikrometeroid reichen würde, um das Ding zu durchlöchern ;)

Smith
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Ihr nehmt mir alle Hoffnungen :shock:

naja gut ich werd mal ein bisschen weiter nachdenken :lol:



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