Hybrid-Kraftwerke

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alarich
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Hybrid-Kraftwerke

25.10.2011 - 19:25

http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 40,00.html

Ne ganz interessante Sache finde ich. Wenn das so läuft wie beschrieben, dann ist das vielleicht der nächste Schritt für die großflächige Nutzung von erneuerbaren Energien. Dann heißt es adios Atomkraft.
: ה' רעי לא אחסר

ואם לא עכשו אימתי

Rices
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28.10.2011 - 04:55

Davon Sprach schon mein damaliger Berufschullehrer, dass hatte er auch damals mit einem kleinem Elektrolyse Aufbau, Verständlich gezeigt, wie die Energie durch die Spaltung des Wassers gespeichert wird . soweit ich mich da nun Richtig erinnere. :)
Aber sie wollen ja laut Spiegel einen Schritt weitergehen und den Wasserstoff in "Erdgas" sprich Methan Umwandeln um es National/International Transportfähig wie auch Nutzbar machen.
Umwandeln in Großemengen an Methan damit es Industriefähig wird, was wiederum Kohlenstoff freigeben wird durch das Verbrennen oder Nutzen des Methan

Könnte als Nullrechnung aufgehen zumindenst wenn man den gesammten Haushalt an Stoffen Betrachtet soweit ich das nun Festellen kann als Periodensystem Spiecker :)

Zumindenst sollten wir dann mehr Luft zum Atmenhaben und weniger zum Trinken ;)

H = Wasserstoff
O = Sauerstoff
H2O = Wasser
CO2 = Kohlenstoff
CH4 = Methan

Also ja wenn es so läuft, gibt es zumindenst eine Alternative zum Lagerungsproblem. Die Geschichte mit dem zu Pflastern der Welt mit Windrädern ist noch immer eine andere.
Aber ob die Aussage von mir sich doch automatisch für Nichtig erweist. Liegt daran wieviel Energie überhaupt nicht benutzt wird, weil sie keiner Braucht wenn sie Produziert wird. dazu noch die Ausbaufähigkeit,z.B. eine Flügeloptimierung etc. gibt bestimmt noch einniges was noch, nur auf dem Reißbrett existiert.
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Dhe
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28.10.2011 - 06:47

Sorry, daß ich das so drastisch sage, aber der Artikel ist ziemlicher Schwachsinn.

Grundaussage ist ja, daß die Hybridkraftwerke es ermöglichen Wasserstoff herzustellen, der gespeichert werden kann um somit z.B. erhöhten Bedarf abfangen oder auch dann Strom einspeisen zu können, wenn der Wind nicht weht. Das sei insbesondere daher vorteilhaft, weil sich Strom schlecht speichern läßt (was korrekt ist).

Hier jetzt die Frage: Warum wird Wasserstoff nicht bereits seit 50 Jahren via Elektrolyse aus konventionellen Kraftwerken gespeichert?
Antwort: Entgegen dem was der Spiegel behauptet, ist die Speicherung von Wasserstoff alles andere als problemfrei, was nebenbei bemerkt auch der einzige Grund ist, warum unsere Ökonomie noch auf fossilen Treibstoffen basiert und nicht auf Wasserstoff.

Es ist prinzipiell möglich Wasserstoff in relativ kleinen Mengen gut zu lagern. Das Problem dabei ist aber, daß kleine Mengen - vor allem in dem Kontext - industriell gesehen nicht nützlich sind.
Große Mengen an Wasserstoff, also solche die industriell relevant sind, können im Grunde nur als Flüssiggas gespeichert werden. Das Problem dabei ist, daß die Herstellung und Lagerung von flüssigem Wasserstoff einerseits nicht wirklich billig ist, und andererseits nur bedingt effektiv: Die Tanks müssen gekühlt werden, und aufgrund der Tatsache, daß Wasserstoff eine relativ geringe Energiedichte hat, werden besondere Anforderungen an die entsprechenden sie gestellt. Das macht die Herstellung, die Wartung und den Betrieb, verglichen mit anderen Energieträgern relativ teuer.
Außerdem ist das Verdunsten von Wasserstoff - dem flüchtigsten Element überhaupt - ein konstantes Problem. Die Speicher der NASA, die Wasserstoff bisweilen als einen Bestandteil von Raketentreibstoffen benutzt, müßen soweit ich weiß alle paar Monate nachgefüllt werden, weil der Wasserstoff einfach aus dem Tank dunstet.
Wer es nicht glaubt kann sich ja mal eine Flasche Helium kaufen (an Wasserstoff wird man als Normalbürger wahrscheinlich nicht ohne Probleme ran kommen), die ein paar Monate stehen lassen und sich dann wundern, warum nichts in der Flasche ist, obwohl man sie nie benutzt hat.

Ernsthaft: Das ist ja alles eine ganz hübsche Idee, aber solange das Problem der Speicherung von Wasserstoff nicht gelöst ist, wieder so ein Fall von guter Absicht mit nutzlosem Ergebnis.

Rices
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28.10.2011 - 16:02

Um es vom Spiegel einfach mal zu Zitieren ( zweite hälfte des Berichts)

Sogar eine Umwandlung in Erdgas ist möglich

Viele Energieexperten glauben allerdings, dass die Energiewende mit der Umwandlung von Windenergie zu Wasserstoff allein nicht zu schaffen ist. Denn Wasserstoff kann nur in beschränkten Mengen ins Erdgasnetz eingespeist werden. Doch genau das wäre nötig, um die gespeicherte Ökoenergie flächendeckend einzusetzen.

Die Umwandlung in Erdgas, also die Produktion von Methan aus Wasserstoff und Kohlendioxid, gilt daher als unumgänglich. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik will deshalb im kommenden Jahr in Stuttgart eine Pilotanlage in Betrieb nehmen, die aus Windkraft erst Wasserstoff und dann Methan erzeugt. ...
____________________________________________________________
Natürlich ist es noch nicht Interessant in der hinsicht es Industriell groß zu nutzten... aber so war es damals ja auch mit dem Erdöl.
Wo man vorher noch mit Wasserdampf und Kohle am Rumspielen war und die Kinder in den Textil Fabriken auch hierzulande Arbeiten mussten.:?:[ Bin mir da gerade bloß nicht sicher ^^' ]
Auch wenn das im Vergleich ein "kleiner" schritt war, der aber dennoch Über Hundertjahre Gebraucht hatte soweit ich mich nun nicht Täusche. Grob 1720-1850 wenn ich Wikipedia Glauben darf :)

Untermstrich kommt mit dem Pilot versuch nicht viel bei rum, wenn man es allein betrachtet.
Aber ohne kreativität ,Versuchen und Erporben. Arbeiten wir noch weiter mit Erdöl und Atomkraft, bis die Erde komplett strahlt oder wir uns selber Ausrotten weil das Öl fehlt .
Aber das steht hier ja nicht zur Debatte da die Welt, eh ein Neues Zeitalter Einschlägt ab 2012 :lol: ... ähm stop sie geht ja unter *hust*

Hoffentlich kam das nun nicht zu "blöd" an, kann es Gerne nochmal in "nüchtern" Umschreiben wenn bedarf daran liegt, da ich aber eh Subjektiv bin ist meine Ansicht noch immer dann enthalten.
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Dhe
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28.10.2011 - 23:16

Iterum: Eine Milchmädchenrechnung. Ergas enthält dreimal weniger Energie als Wasserstoff. Wie der Mensch im Artikel großmütig zugibt, geht bei der Umwandlung von Wasserstoff zu Erdgas nochmal Energie verloren. Ob das am Ende dann effektiv ist, weiß ich nicht, aber es würde mich wundern.

Abgesehen davon: Momentan werden 95% des Wasserstoffs aus Erdgas, also nicht mittels Elektrolyse hergestellt. Der Grund dafür ist simpel: Erstens ist es im Hinblick auf die Energiebilanz nicht effektiv (obwohl dazu gesagt werden muß, daß in den letzten paar Jahren verbesserte Methoden entwickelt wurden) und zweitens ist es nicht CO2 neutral, wenn man konventionell hergestellten Strom für die Elektrolyse benutzt. Es macht also in der Tat nur dann Sinn, wenn der Strom mittels regenerativer Energien (Wind, Wasser, Sonne usw.) hergestellt wird.

Was der Artikel aber beflissentlich verschweigt ist, daß ab ca. 2020 die Generation-IV Reaktoren ans Netz gehen werden. Diese erreichen beim normalen Betrieb Temperaturen, die so hoch wären, daß Wasserstoff auch ohne Elektrolyse aus Wasser hergestellt werden könnte, was deutlich effektiver wäre.

Rices
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29.10.2011 - 02:22

Danke für die etwas genauere Auflösung deiner seits Dhe :)
Editkeule kommt am Wochenende oder anfang nächster Woche und beult den Text noch einmal aus.

Gut, wie in diesem Forum gern erwähnt, recherchiere auch die andere Seite des Berichts, dass was du nicht siehst aber erahnen kannst aus einer anderen Meinung.
Ich lass mich scheinbar doch zu sehr mitreißen von diesen tollen alternativ Meldungen, auch wenn es sinnvoll ist meines erachtens.
Wenn es denn geht auch in größeren Maßstaben zu erproben / benutzen.
War ja bei nahezu allen sachen der Fall gewesen, vom Feuerholz über Kohle bis hin zur Atomenergie.
Das es nicht CO2 Neutral ist, wenn man die Energie z.B. durch das verheizen von Erdgas benutzt. Nur um an den Wasserstoff zukommen, damit dieser wieder in Erdgas aufgewertet wird.
Ist ja soweit klar, auch wenn ich es so nicht wußte wie es denn nun ist.

Das wenn die Reaktoren der IV oder III+ Generation, genügend Wärme erzeugen, den Elektrolyse schritt zu "überspringen" ist ja schön und gut, bleibt aber noch immer das Problem mit der Lagerrung... ***

Also bleib ich dann mal auf der Aussage sitzen, dass es nett ist aber nicht Effektiv zu den gegebenen Umständen, wie von dir Geschildert.
Mit den IV- Reaktoren meinst du die kommenden Atomreaktoren Generartion die gegen 2030 vielleicht Funktionsreif sein sollen ?

Hab dann noch etwas vor, dass nach zu Lesen, um das ganze Bild vlt. mal zu sehen. Wobei die meisten Infos auf Deutsch sie irendwann in richtung 2006 im Sand verlaufen soweit ich nun paar Seiten durch habe.
Interessant ist das dennoch z.B. die "Kugelmethode" doch die Gleichen Probleme aufzuweisen scheint, mit "zwischen"lagerung, einmal nutzbar nach dem durchlauf etc.
aber ich glaub dafür sollte ich noch mal nach einem Thread, in dem es darum geht, hier im Forum suchen bzw. nach neueren Quellen.
Gute nacht, das waren nun ca. 2H suche und der kleine Text meiner seits :)

*** Entschuldige wenn ich mich schon langsam wiederhole wie ein Mahlwerk. Dennoch Post ich den Text nun so wie er ist. Da es doch Später wurde als geplant. Eventuell schaffe ich den Text noch auf vordermann bevor darauf eingegangen wird, aber ohne gewähr da Freizeit keiner Ordnung folgt. s.o. zweiter satz
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29.10.2011 - 05:56

Rices hat geschrieben:Mit den IV- Reaktoren meinst du die kommenden Atomreaktoren Generartion die gegen 2030 vielleicht Funktionsreif sein sollen ?
Auch. Konkret in dem Fall meinte ich VHT-Reaktoren. Der erste wird gerade in Idaho gebaut und soll wohl 2021 ans Netz gehen. Oder zumindest war habe ich das zuletzt gelesen, was aber auch bestimmt schon zwei Jahre her ist.[/url]



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