Kann sich die Welt wieder vom Plastik lösen ...?

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Kann sich die Welt wieder vom Plastik lösen ...?

04.12.2010 - 17:47

Ich habe das Thema aus "2012 - Was wird eurer Meinung nach
passieren?"
herausgenommen und diesen Thread erstellt, um
dann hier weiter zu schreiben.

Hier die bisherigen Beiträge:

homo est rationale hat geschrieben:Kunststoff

Kunststoff ist in jedem üblichen haushalt zu finden. es gibt Tausende verschiedene Arten. was keiner weiß..Kunststoff enthält krebs wie impotenz errengende Stoffe wie "Bisphenol A" der Stoff sitzt fest in so gut wie jedem handelsüblichem Kunststoff, wird dieser jewoch erwärmt unter wirkung von UV licht o.ä. setzt er sich in gasform ab und wandert durch die lunge oder sogar deine Poren direkt in deinen Körper.

Ein Beispiel:

Lass dein neuen Ferrari täglich draußen in der sonne stehen, und setz dich in das heiße Auto und greif an das heiße lenkrad, dann atmest du durch die Sitze gasförmiges Bisphenol A ein, fässt du mit deinen händen an das lenkrad dann geht es durch deine Poren direkt in deine Blutbahnen.

wir haben keine chance.

es gibt eine EU Behörde die Kunststoffe auf deren Inhaltsstoffe prüft.
leider ist das so zeitaufwendig dass in jahrelanger forschung gerade mal ca. 10 Stoffe geprüft wurden -> von mehr als 1000.

die Industrie ist wirtchaftlich so abhängig dass Kunststoff kaum wegzudenken wären.

und Material hersteller verweigern die preisgabe von den Inhaltsstoffen sowie die preisgabe derer Verarbeitung. da die ängste um einen "konkurenzkampf" zu hoch seien.


wird die welt ein riesengroßer plastikball weil zunehmend Kunststoff unsere welt verschmutzt?

Quelle: Planet Plastic
Darauf antworte ich:
homo est rationale hat geschrieben:[...]Ein Beispiel:

Lass dein neuen Ferrari täglich draußen in der sonne stehen, und setz dich in das heiße Auto und greif an das heiße lenkrad, dann atmest du durch die Sitze gasförmiges Bisphenol A ein, fässt du mit deinen händen an das lenkrad dann geht es durch deine Poren direkt in deine Blutbahnen.[...]
  • Hättest vielleicht ein realeres Beispiel nehmen sollen,
    dann würde der Beitrag nicht so lächerlich klingen.

    Andererseits - gerade bei Ferrari (und auch bei allen
    anderen Oberklasse-Autos)Armaturen, Konsolen, Lenk-
    rad, Innenausstattung etc. aus Naturstoffen wie Leder
    oder Holz nd nicht aus billigen Kunststoff. Nicht zuletzt
    spiegelt sich das auch im Preis wider, da die Herstel-
    lung noch Handarbeit ist.

    Allerdings werde ich die "Planet Plastik"-Leute mal fra-
    gen, warum sie denn gern wieder im Jahre 18XX leben
    möchten...?

    Es gäbe weder irgendwelche elektrischen Geräte, noch
    Autos, da alle eltr. Leitungen kunststoffummantelt sind.
    • kein TV/Radio/Internet
    • keine Dichtungen in Fenster, Türen, Sanitäran-
      lagen etc.
    • nur Holz- oder hartgepolsterte Sitzmöbel, Roß-
      haar gefüllte Matratzen
    • keine Handy's Telefone
    • keine Heizung, eltr. Licht
    • nur Kerzen oder Öl-/Gaslampen (sprich: ins Bett
      gehen, wenn's dunkel wird)
    • keine Disco und/oder Superstars, sondern haus-
      gemachte Mucke
    • etc.
    All das, womit sich Jugendliche heute beschäftigen gäb'
    es nicht. Selbst die heutige Musik wäre undenkbar. Weder
    die Musikinstrument, noch Mischpult, Tonstudios und auch
    keine CD's/DVD's. ec-Karten, Führerschein, Perso und
    selbst unser Papiergeld gäbe es nicht in dieser Form, da es
    zum Einen nicht mehr aus Papier besteht, sondern aus
    Baumwolle, der Kunststoff beigemengt wird. Zum Anderen
    die Scheine hätten weder Hologramm, noch UV-Partikel.

    Selbst die Lebenmittelabteilung in Warenhäuser sehen
    völlig anders aus.
    • keine Kühltruhen
    • keine abgepackten Waren wie Wurst, Käse, Fleisch-
      salat, Pizza, H-Milch, Konserven etc.
    • nur eine Wurst-/Fleischtheke und eine Milchproduk-
      tetheke
    Ich möchte den sehen, der sich nach diese Zeit zurück-
    sehnt.
homo est rationale hat geschrieben:*M$* Danke dass du das Zitat:

"die Industrie ist wirtchaftlich so abhängig dass Kunststoff kaum wegzudenken wären"

..weiter ausgebaut hast.

Ja du hast recht es sehnt sich niemand nach dem 19. Jahrhundert zurück.

Diese Welle kann man nicht aufhalten. Das ist nicht machbar. Es ist jedoch machbar einen Kunststoff herzustellen der beispielsweiße Biologisch abbaubar ist.

--> Biologisch abbaubares Polypropylen verschwindet binnen 20 tagen und wird zu kompost.

Es ist zudem auch möglich Kunststoffe herzustellen OHNE Krebserregende Stoffe.

- Die Sahara Wüste ist bedeckt von alten Plastiktüten
- Die Meeresoberfläche ist zu über 50% von Wasserflaschen oder anderem Haushaltsmüll bedekt

und wenn du dabei bist die Leute von Planet Plastic zu befragen, dann frag sie bitte wie es sich anfühlt eine so geringe Potenz zu besitzen dass man zu hoher wahrscheinlichkeit noch in der lage ist ein behindertes Kind zu zeugen.

Wieso sollten Materialzulieferer sonst die Preisgabe derer Zusatzstoffe zur Herstellung ihrer Produkte verwehren?

Man kann nicht einfach sagen "Kunststoff muss raus aus dem Alltag"

Aber wäre es nicht geschickter einen Kunststoff herzustellen der nicht krebserregend ist?

Man sollte zumindest licht ins Dunkle bringen.

Und nun geht's hier weiter ...

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04.12.2010 - 17:53

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Das Problem ist doch immer das gleiche. Die menschliche Entwicklung wird nicht von Vernunft gelenkt sondern von Gier. Solange keine neue Lobby mit Macht und Einfluss sagt : "Das Plaste muss weg!", wird es auch nicht verschwinden, egal wie schädlich es für die Gesundheit und die Natur ist.

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04.12.2010 - 20:36

homo est rationale hat geschrieben:*M$* Danke dass du das Zitat:

"die Industrie ist wirtchaftlich so abhängig dass Kunststoff kaum wegzudenken wären"

..weiter ausgebaut hast. ...
Das hast Du etwas falsch verstanden. Nicht die Industrie ist ab-
hängig vom Kunststoff, sondern der Konsument hat sich abhäng-
ig gemacht. WIR sind es, die es immer bequemer haben wollen.
Die Industrie erfindet und produziert für uns dann diese beque-
men Dinge. WIR sind es, die sich schnell die abgepackte Wurst
oder Käse in den Warenkorb legen, als lange an der Wurst-/Kä-
setheke anstehen zu müssen. Oder uns lieber für abgepackten
Fertiggerichten für die Mikrowelle entscheiden, als sich in die
Küche zu stellen und die Gerichte frisch (vom Markt z.B.) zu
kochen.
_________________

Nebenbei: Ich koche für mein leben gern und gut, selbstverständ-
lich mit frischen Waren. Nur "Bio" sollte nicht drauf stehen, da
es sich um die gleiche Ware handelt wie auf dem Wochenmarkt,
das Logo aber einen (ungerechtfertigten) Preisanstieg von ~100%
rechtfertigen soll.
_________________

...
--> Biologisch abbaubares Polypropylen verschwindet binnen 20 tagen und wird zu kompost. ...
Da bist Du leider etwas fehlinformiert, denn alles was mit "poly-"
[lat.: vielfach, mehrfach...] beginnt, ist NICHT biologisch abbau-
bar.
Und - nicht mal Laub schafft es sich in 20 Tagen in wertvollen Hu-
mus umzuwandeln. Nach ca. 3-6 Monaten sollte man den Kompost
einmal umschichten und kann dann nach ca. einem Jahr den ferti-
gen Humus (Muttererde) entnehmen.

...
Es ist zudem auch möglich Kunststoffe herzustellen OHNE Krebserregende Stoffe. ...
In der Tat, siehe hier:

<object width="480" height="289"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9TMRblvqkxk?fs ... ram><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9TMRblvqkxk?fs=1&hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="289"></embed></object>

...
- Die Sahara Wüste ist bedeckt von alten Plastiktüten
- Die Meeresoberfläche ist zu über 50% von Wasserflaschen oder anderem Haushaltsmüll bedekt ...
Entweder Du postest einen Link der das bestätigt, oder Google-
Earth lügt.
50% von der gesamten Meeresoberfläche (361,2 Mio. km²)
wären dann ja 180,6 Mio. km² mit Plastikflaschen bedeckt.
Nach einem Experiment brauchte ich 33 PET-Flaschen, um ei-
nen Quadratmeter zu bedecken. Für einen km² bräuchte man
die stattliche Menge von ca. 121 Mio. Flaschen. Um 50% also
die Hälfte der Meeresoberfläche zu bedecken, muß man diese
121 Mio Flaschen mit 180,6 Mio ins Quadrat setzen.

Wieso aber bleibt diese riesige Menge dann auf Google-Earth
oder auf HD-Satellitenbildern verborgen ...?
Auch in den Wüstengebieten (speziell in den Randgebieten von
Zivilationen) sieht man keine Müllverschmutzung. In den HD
Bereichen kann man zwar Steine ab einer Größe von 50cm aus-
machen, Plastiktüten (oder sonstigen Unrat) nicht.

Auch habe ich mich auf den NASA- und ESA-Seite nach HD-Bil-
dern von der Erde umgesehen.
Ich weiß nicht woher Deine Quellen ihre Daten beziehen, ich für
meinen Teil, kann diese jedoch nicht bestätigen.
... Wieso sollten Materialzulieferer sonst die Preisgabe derer Zusatzstoffe zur Herstellung ihrer Produkte verwehren?
Vielleicht aus Gründen der Produktpiraterie, schon mal daran
gedacht...?
Andererseits - die deutsche Polymer-Industrie achtet schon sehr
auf verträgliche Inhaltsstoffe, wesalb diese Produkte auch teurer
sind. Zwei Drittel unserer Bevölkerung lebt aber unter ärmlichen
Umständen und kann sich daher nur z.B. billig angefertigtes Plastik-
spielzeug aus asiatischen Ländern leisten !!!
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homo est rationale
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http://www.rea51.de/post-reply-5643.html

05.12.2010 - 16:41

@ *M$*

ich kann deine Argumente teilweiße bestätigen, teilweiße muss ich sie jedoch wiederlegen.

Zuerst möchte ich aber wissen worum es dir geht?

geht es dir a) darum wer recht hat und sich besser informiert hat?
oder b) wollen wir gemeinsam informatief richtigstellen was Kunststoff für Schäden auslösen kann?

Du hast recht, es sind WIR die abhängig sind von Kunststoff. Immerhin prägt auch unser Kaufverhalten die Wirtschaft. Und weil WIR zu faul sind uns z.B. 10 Minuten an der Fleischtheke anzustellen, kaufen wir etwas fertig abgepacktes, mit etwa 50% weniger Inhalt, für den selben Preis.

Aber darum geht es nicht. Mir geht es um den Inhalt dieser Verpackungen.
Weil wir so bequem sind wie du schon sagtest kaufen wir Lebensmittel deren verpackung giftige Stoffe enthält. Und hier liegt der springende Punkt. Diese Giftigen Stoffe reizen Krebs und fördern die Impotenz. Dieses Übel zu verharmlosen oder gar zu verschweigen ist in meinen Augen ein verbrechen. Die Leute müssen informiert sein, was sie da kaufen.

Jede Flasche besitzt ein Recyclingcode. Diese Geben aufschluss über derer Zusammensetzung.

Erläuterung:

* Materialien mit den Codes 02, 04 und 05 sind „sicher“, sie enthalten weder PBA noch bedenkliche Weichmacher (heutiger Stand).
* Materialien mit den Codes 01, 03 und 06 enthalten zwar kein BPA, jedoch hormonähnliche Weichmacher
* Vorsicht bei Code 7, „O“ steht für „others“ – da kann also alles Möglich drin sein!

Jetzt noch zur Moral der Geschicht: trau den Marken nicht:

Beim Durchsehen unserer Babyflaschen – alle von NUK und neueren Datums – sind 2 aus PP (Code 05 – ungefährlich) und eins aus irgendwas mit Code 07.

Quelle: http://tiefenwirkung.wordpress.com/2010 ... ststoffen/

Biologisch abbaubare Kunststoffe:

Zurzeit ist Thermoplastische Stärke der wichtigste gebräuchliche Kunststoff. Du hattest insofern recht, dass ich mich bei dem Stoff Polypropylen geirrt habe. Jedoch nicht in der Polymergruppe.

Polymilchsäure (PLA) ist ein biologisch abbaubarer Polyester. PLA und PLA-Mischungen sind seit Jahren als Spezialpolymere im medizinischen Bereich etabliert.

Zitat aus wikipedia:

"Die Dauer der Degradation kann dabei über die Stereochemie (Wahl der Ketten aus rechts- oder linksdrehender Milchsäure) des Polymers eingestellt werden."

der Zerfall von Kunststoff lässt sich also nicht gleichsetzen mit dem von Kompost. Aber danke für die Erklärung über eine gute umwandlung in wertvollen Humus.

Zur Verschmutzung der Erde:

Ich beziehe meine Quelle direkt von Planet Plastik.

Derer Quellen beziehen sich wiederum in diesem fall auf eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP)

zitat:

"Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane. "
80 Prozent des Kunststoffmülls, die UNO spricht von insgesamt weltweit jährlich rund 6 Millionen Tonnen, gelangen über Flüsse in die Ozeane. Die Meeresschutzorganisation Oceana schätzt, dass weltweit jede Stunde rund 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen werden, die Hälfte davon ist aus Plastik
Da sich der Plastik-Wirbel in internationalen Gewässern dreht, fühlt sich keine Regierung verantwortlich"

an deinen Argumenten kann ich daraus schließen dass du nicht wirklich informiert bist. Dir geht es hier bei diesem Argument darum mein Argument zu wiederlegen. Mittels zahlen die keinem etwas bringen.

Aus diesem Grund schlage ich dir vor. Du schaust dir Planet Plastic in ruhe an, verarbeitest die informationen die du soweit aufnehmen kannst und dann können wir gerne weiter diskutieren.


Da du meintest dass du gerne kochst hier noch ein sehr gute information:

Wissenschaftler vermuten, dass Plastikmüll gefährliche Umweltgifte wie DDT oder PCB wie „ein Schwamm aufsaugt“. Forscher der Universität Tokio heben an der Oberfläche von Pellets Giftkonzentrationen bis zu einer Million mal höher als im umgebenden Wasser gefunden.
Über die Nahrungskette reichern sich diese Gifte auch in Fischen an, die wiederum auf unseren Tellern landen.Selbst wenn die Menschheit morgen damit aufhörte, Plastik zu produzieren - die vielen Millionen Tonnen, die bislang in die Ozeane gelangt sind, werden noch Jahrtausende mit den Strömungen um die Welt treiben.

Auch wenn wir also nichtmehr abgepacktes Fleisch kaufen, und nur noch frischen Fisch vom Fischhändler am Wochenmarkt kaufen, laufen wir genauso weiterhin gefahr irgendwann daran zu Erkranken.

Quelle:

http://www.plastic-planet.at/wissenscha ... muell.html

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Dhe
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05.12.2010 - 20:33

Warum ist die durchschnittliche Lebenserwartung der westlichen Welt in den letzten hundert Jahren konstant gestiegen, wenn Kunststoffe impotent und Krebs machen?

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05.12.2010 - 20:52

homo est rationale hat geschrieben:...

Zuerst möchte ich aber wissen worum es dir geht?

geht es dir a) darum wer recht hat und sich besser informiert hat?
oder b) wollen wir gemeinsam informatief richtigstellen was Kunststoff für Schäden auslösen kann? ...
... Ich beziehe meine Quelle direkt von Planet Plastik. ...
Es geht mir darum, daß Du Dich nicht selbst informierst/recherchierst,
sondern lediglich nachplapperst. Ein Beispiel, das Du Dir nicht selbst
einen Kopf machst:

"... Die Meeresoberfläche ist zu über 50% von Wasserflaschen oder
anderem Haushaltsmüll bedekt ... Laut einer Studie des Umweltpro-
gramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 18.000 Plastik-
teile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane. ..."

Dann hatte ich aber errechnet, daß man ca. 121.000.000 PET-Fla-
schen bräuchte, um einen Quadratkilometer Meeresoberfläche ab-
zudecken. Die Studie besagt aber, daß es sich "nur" um 18.000 Pla-
stikteile jedweder Größe handelt (diese können die Größe von Fla-
schenverschlüssen bis einige Quadratmeter betragen). Wenn ich das
nun hochrechne, komme ich lange nicht an 0,01% zugemüllter Mee-
resoberfläche ran.

Wie kommen die nun auf die unrealistische Menge von 50%, wür-
de mich mal interessieren...?

Hättest Du selber mal nachgerechnet, hättest Du gemerkt, daß da
was nicht stimmen kann. Ich würde Dir empfehlen, mal querzulesen
und selber nach Behauptungen die dort aufgestellt werden, viel
mehr und länger zu recherchieren.
... Materialien mit den Codes 02, 04 und 05 sind „sicher“ ...
Verwendung und Recycling des Polymers zu
  • 02 = Plastikflaschen, Plastiktaschen, Abfalleimer, Plastikroh-
    re, Kunstholz
    04 = Plastiktaschen, Eimer, Seifenspenderflaschen, Plastiktuben
    05 = Stoßstangen, Innenraumverkleidungen, Industriefasern
... Materialien mit den Codes 01, 03 und 06 enthalten zwar kein BPA, jedoch hormonähnliche Weichmacher ...
Verwendung und Recycling des Polymers zu
  • 01 = Polyesterfasern, Folien, Softdrink-Flaschen
    03 = Fensterrahmen, Rohre und Flaschen (für Chemikalien, Kle-
    ber, …)
    06 =Spielzeug, Blumentöpfe, Videokassetten, Aschenbecher, Kof-
    fer, Schaumpolystyrol
Alles Gegenstände des täglichen Lebens. Ist erwiesen, daß die
sterblichkeitsrate seit Benutzung dieser Gegenstände deutlich
höher geworden ist...?
Ich meine NEIN.
... Zurzeit ist Thermoplastische Stärke der wichtigste gebräuchliche Kunststoff. Du hattest insofern recht, dass ich mich bei dem Stoff Polypropylen geirrt habe. Jedoch nicht in der Polymergruppe. ...
In der Tat hatte ich unrecht mit der Behauptung, alles was mit
"poly" beginnt, wäre nicht abbaubar. Ich hatte vergessen, daß
Polymere nicht künstlich hergestellt werden, sondern die einfach-
ste Verbindung die Cellulose ist. Größere und komplexere bilden
die Eiweiße. Sorry, aber ich hatte die gar nicht mehr vor Augen,
sondern nur noch Kunststoffe.
...
Ich beziehe meine Quelle direkt von Planet Plastik.

Derer Quellen beziehen sich wiederum in diesem fall auf eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ...
Und das ist der Fehler, daß Du Dich auf die Quelle einer Quelle
verläst. Wenn Du aber querliest (sprich: Du liest Pro- UND Kon-
traseiten), kannst Du Dir eine EIGENE Meinung darüber bilden,
was der Realität eher entspricht.
... Dir geht es hier bei diesem Argument darum mein Argument zu wiederlegen. Mittels zahlen die keinem etwas bringen. ...
Dann frage ich mich, warum Du hier mit Zahlen um Dich wirfst,
wenn sie DOCH nichts aussagen...?
... Aus diesem Grund schlage ich dir vor. Du schaust dir Planet Plastic in ruhe an, verarbeitest die informationen die du soweit aufnehmen kannst und dann können wir gerne weiter diskutieren. ...
Sicher sehe ich mir gerne mal die Seiten an, aber mit Sicher-
heit auch Kontraseiten.
...
Wissenschaftler vermuten, dass Plastikmüll gefährliche Umweltgifte wie DDT oder PCB wie „ein Schwamm aufsaugt“. Forscher der Universität Tokio heben an der Oberfläche von Pellets Giftkonzentrationen bis zu einer Million mal höher als im umgebenden Wasser gefunden.
Über die Nahrungskette reichern sich diese Gifte auch in Fischen an, die wiederum auf unseren Tellern landen. ...
Wenn Du danach gehst, darfst Du gar nichts mehr essen ...
...
Auch wenn wir also nichtmehr abgepacktes Fleisch kaufen, und nur noch frischen Fisch vom Fischhändler am Wochenmarkt kaufen, laufen wir genauso weiterhin gefahr irgendwann daran zu Erkranken. ...
Eben NICHT.
Fische z.B. die man im Binnenland auf dem Wochenmarkt kaufen
kann, kommen nicht aus dem Meer, sondern werden in Fischzuchten
gefangen. Die Preise könnten sich auch gar nicht halten, würden die
Händler die Fische erst von der See bis zum Wochenmarkt liefern las-
sen.

Ebenso mit den Fleisch-, Obst- und Gemüsewaren, die von den Bauern
aus dem Umland kommen.

Also auch eine Fehlinformation der "Plastik-Planet".
Interessant wäre auch zu wissen, ob in deren Büros, Holztastaturen,
-mäuse und -sitzgelegenheiten stehen.
Aber irgendwie sehe ich Kunststofflamellen vor dem Fenster, Regale
aus Kunststoff, hinten am Fenster einen Overhead-Projektor etc.
<img src="http://img256.imageshack.us/img256/5070/ppbuero.jpg" width="640" height="306">
Oder hier aus einem Video:


Die Frau soll sich auf das Plastik in ihren Brüsten konzentrieren
(was nebenbei aber mittlerweile eine gewebsverträgliche Silikon-
masse ist und mit Kunststoff nicht wirklich etwas zu tun hat {Si-
licium [Sand] und Sauerstoff}), liegt aber auf einer Kunststoffliege
<img src="http://img11.imageshack.us/img11/2619/z ... age030.jpg" width="640" height="306">


Nebenbei:
Dein Nick sagt eigentlich das Gegenteil von dem was Du schreibst.


Und Dhe kann ich mich da nur anschließen.
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alphanostrum
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13.01.2011 - 23:22

Das hast Du etwas falsch verstanden. Nicht die Industrie ist ab-
hängig vom Kunststoff, sondern der Konsument hat sich abhäng-
ig gemacht.
Ich will hier mal einen Begriff in den Raum werfen:
Konditionierung!

Ich glaube man darf das psychologische Moment der Konditionierung nicht vernachlässigen, auch nicht beim Thema Plaste.

Wenn etwas erfunden wird, was erstmal keiner haben will, dann wird versucht einen Bedarf irgendwie zu begründen. Ein Lobby (die, die daran verdienen) wird alles unternehmen ihr Produkt seriös erscheinen zu lassen. Dabei werden Meinungen gekauft von einflussreichen Leuten und alles wird auf Expansion gesetzt. Heute nennt man so etwas aggressives Marketing. Im Laufe der Zeit verselbständigt sich die Akzeptanz zum Produkt. Das Ergebnis: Der Konsument wurde Konditioniert! Heute passiert das jeden Tag millionenfach in den Medien. Der Bürger soll primär eine konsumierende, nicht denkende Arbeitsmaschine sein.

Aus diesem Kreislauf kann man nur durch ehrliche Aufklärung ausbrechen.

Harald
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17.01.2011 - 18:26

Das mag vielleicht auf fast food zutreffen, aber mir fällt leider keine einzige Produktgruppe der modernen Technologie einfallen, die ohne Kunststoffe auskommt.

Das hat nichts mit Produktkonditionierung zu tun..

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alphanostrum
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18.01.2011 - 19:10

Produktkonditionierung
Dieses Wort habe ich gar nicht genannt.

Am Anfang hat Plaste seinen Feldzug ja dadurch begonnen, dass es andere Materialien ersetzte oder verdrängte. Hier muss ja irgend wer eine Entscheidung getroffen haben bevor dieses geschehen konnte und diese Entscheidungsträger profitierten endweder davon oder wurden davon überzeugt, dass Plaste besser ist als ein anderes Material. Wenn man immer hört, dass Etwas besser ist als Anderes, dann ist man früher oder später konditioniert zu glauben, dass es auch wirklich so ist. Das Wissen dieser psychologischen Strategie finden wir in der Werbung, wie auch in der Politik.
Hier mal kucken.

Ich wage sogar zu behaupten, dass es unmöglich ist, dass irgend etwas großen wirtschaftlichen Erfolg haben kann, ohne das daran konditionierte Verhaltensmuster beteiligt sind.
Besonders bei der Jugend merkt man das. Ich wette, dass über 90% der Jugendlichen Nike-Turnschuhe für besser halten als Noname-Turnschuhe nur weil die Marke drauf steht. Sogar wenn auf Noname das Logo von Nike drauf wäre und auf echten Nike´s das Logo fehlen würde, würden die meisten Jugendlichen die Turnschuhe besser finden wo Nike drauf steht. Das ist Konditionierung! Ich habe einen Sohn, ich weiß das :-).

Hast du schon mal einen Ferrari auf einer normalen Straße gesehen? Was denkst du, denken die meisten Leute über den Fahrer und dessen wirtschaftliche Verhältnisse obwohl sie ihn nicht kennen?? Das ist wie ein Pawlowscher Reflex.

Harald
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22.02.2011 - 17:31

Das Mag bei Markenprodukten und Privatkunden so sein, aber kein Unternehmen verpackt seine Produkte in Kunststoff weil das Material so hip und cool ist, sondern wegen der guten Eigenschaften und des Preises.

Wie schon gesagt, es würde keine fortschrittlichen Technologien ohne Kunststoffe geben, das kann man drehen und wenden wie man will.

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27.06.2011 - 23:20

Ich möchte mich nicht wirklich an der Diskussion beteiligen, bin aber zufällig über die Überschrift gestolpert und erinnerte mich an diesen Artikel.

Eventuell ist es eine Bereicherung?!
Eine bedruckte Kunststofffolie verleiht Sperrholzmöbeln häufig einen Rest von hölzernem Charme. Amerikanischen Chemikern ist es gelungen, den Spieß umzudrehen und Kunststoff aus Holz herzustellen. Das von ihnen synthetisierte Polymer besitzt ähnliche Eigenschaften wie das aus Plastikflaschen bekannte PET.
http://www.scienceticker.info/2010/07/0 ... -aus-holz/
Rechtschreib- und Grammatikfehler sind gewollt und dienen zur allgemeinen Belustigung.

Die größte Täuschung der Menschheit liegt in ihrer Meinung. - Leonardo da Vinci

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17.05.2012 - 18:05

Wissenschaftler arbeiten momentan an einem Biologisch abbau baren Kunststoff, der sich mit der zeit auflöst und zersetzt.
Wünschen wir ihnen Glück!
"The truth is out there!"



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