SETI@home

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Mysterious Chris
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SETI@home

20.01.2007 - 00:46

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Servus...

mich würde einmal interessieren wer von euch sich an SETI@home beteiligt. und falls ihr euch daran beteiligt in welchem team ihr seid.

Wer nicht weiß was SETI@home ist für den erkläre ich das nochmal kurz.
SETI bedeutet Search for Extraterrestrial Intelligence. Das ist ein Programm, das mit empfangenen Radiowellen, die aus dem weltall kommen eine diagnose durchführt. sollten darin irgendwelche ungereimtheiten auftauchen, dann würde das weiter untersucht werden.
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Moredread
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Ich habe ne ganze Weile mitgemacht. Ungünstigerweise kostet SETI verdammt viel Strom, und damit auch Geld. Zudem ist die Chance, etwas zu finden - sofern wir überhaupt etwas empfangen - verschwindend gering, obwohl sich das in den nächsten Jahren durchaus ändern könnte, sofern das SETI Projekt Zugriff auf entsprechende Teleskope bekommt.

Persönlich favorsieren tue ich die Projekte Einstein@home, in dem nach Gravitationswellen gesucht wird bzw. Rosetta@Home (Proteinfaltung) und World-Community-Grid, alle drei Projekte laufen auf dem BOINC Client. Möglicherweise findet man mithilfe der letztgenannten Projekte Methoden, um schwere Krankheiten heilen zu können - die Wahrscheinlichkeit, etwas sinnvolles zu leisten ist hier höher als bei SETI (obwohl es natürlich klasse wäre, wenn man dort etwas finden würde).

Soll aber keine Miesmacherei sein :) so oder so ist es gut, wenn man Rechenzeit zur Verfügung stellt - nur die Unkosten wegen des Stroms sind etwas ärgerlich.

ciao

JM
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Mysterious Chris
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20.01.2007 - 20:10

@Moredread
ich hab mal versucht mich über einstein@home zu informieren aber ich erfahre das es irgendwie nur was mit gravitationskräften zu tun hat.
ich wüsste jetzt nicht wozu das gut ist.
könntest du mir da eventuell weiterhelfen?
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der Ferengi
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20.01.2007 - 20:18

  • Hier findest Du genauere InformationenBild
    Aber ob unsereins das versteht ...?

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Moredread
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Dort wird versucht, Gravitationswellen zu messen. Wozu der Aufwand?

Ich versuchs mal zu erklären... die Wissenschaftler versuchen zu verstehen, wie das Universum funktionert. Also beobachten sie die Stern. Das erste und einleuchtendste, um da weiterzukommen, ist es, ein Teleskop zu benutzen. So kann ich weiter und weiter entfernte Sterne sehen.
Nun ist es aber so, das das Licht der Sterne mit zunehmender Entfernung eine Rotverschiebung annimmt. Das ist ein Effekt, den Du vielleicht kennst, wenn ein Krankenwagen an Dir vorbeifährt. Wenn er sich entfernt, dann klingt der Ton tiefer als wie wen er sich nähert.
Auch die Sterne die wir sehen, entfernen sich von uns, und zwar um so schneller, je weiter sie weg sind. Darauf resultiert, das im Bereich des sichtbaren Lichts bei uns nur Sterne in bestimmten Entfernungen zu sehen sind. Also nimmt man Radioteleskope, die auch für das menschliche Auge unsichtbare elektromagnetische Frequenzen wahrnehmen können.
Soweit klar? Was man nicht sehen kann, kann man immer noch mit eine Art Detektor messen.
Ungünstigerweise ist es aber so, das bei diesen Beobachtungen verschiedene Probleme mit reinspielen. So ist beispielsweise der Raum um schwere Objekte gekrümmt. Diese Raumkrümmungen verbiegen das Licht. Muß ein Lichtstrahl um ein schweres Objekt, so fliegt er, salopp gesagt, eine Kurve. Kandidaten dafür wären Sonnen, Gasriesen, schwarze Löcher, Galaxien... all diese Objekte (und andere mehr) verändern die Bahn des Lichts. Vereinfacht gesagt bedeutet das das wir die Sterne nicht da sehen, wo sie sind, und die Verzerrung ist um so heftiger, je weiter sie entfernt sind.
Und es gibt noch viel mehr Probleme: Wie kann man ein Objekt erkennen, das hinter einem anderen Objekt versteckt ist? Stell Dir ein schwarzes Loch vor. Und eine Millionen Lichtjahre hinter dem schwarzen Loch befindet sich ein weiterers. Wie könnte man dieses zweite Schwarze Loch wahrnehmen?

Und da greift Einstein@Home. Sie versuchen eine andere Art der Wahrnehmung. Derzeit detektieren wir hauptsächlich elektromagnetische Strahlen und Gamma Strahlen. Diese aber können verdeckt oder umgelenkt werden und geben uns somit eine verzerrte Sicht auf das Universum. Gibt es etwas, das diesen Einschränkungen nicht unterworfen ist?

Aber ja!
Gravitation!

Gravitation wird nicht abgelenkt und geht durch alles hindurch - es gibt nichts, was Gravitation abschirmen kann, da Gravitation schliesslich die Krümmung des Raums selber ist. Für gewöhnlich ist Gravitation ja etwas konstantes. Sie alleine hilft uns also nicht. Aber was ist, wenn zwei starke Gravitationserzeuger einander umkreisen - wie beispielsweise ein Doppelsternsystem? Sie erzeugen Gravitationswellen - Schwankungen in der Raumzeit. Und mithilfe dieser Schwankungen lässt sich das Universum erforschen wie unsere Tiefsese mit einem Radar. Wir könnten Einblicke in das Universum erhalten, wie wir sie noch nie hatten, sollte es uns gelingen, diese Gravitationswellen nachzuweisen und sichtbar zu machen.

Und um den Nachweis dieser Gravitationswellen geht es bei Einstein@home. Du hilfst bei der Teilnahme sozusagen daran, einen wirklich tiefen Einblick in das Universum zu erhalten - und zwar in genau die Bereich, die für uns bis jetzt unsichtbar waren :)

ciao

JM
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21.01.2007 - 13:39

cool. Vielen dank das hat mir echt geholfen:!: :!: ich denke mal das ich jetzt daran teilnehmen werde, da es sich für mich auch sehr interessant anhört.
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21.01.2007 - 19:28

ich hatte eine ganze weile den boinc client laufen, bis ich gesehen habe, wie heiß meine cpu war. dass sie mir nicht abgebrannt ist, ist schon fast ein wunder :)

man kann aber dem boinc manager anweisen, die cpu nicht völlig auszulasten, wenn sie im leerlauf ist (soweit ich mich entsinne).
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21.01.2007 - 22:01

also da wir jetzt schonmal bei den technischen sachen davon sind^^ kann es sein das durch den boinc client mein laptop sehr lahm wird?
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palindrom
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21.01.2007 - 23:19

normalerweise läuft der client immer, verbraucht aber nur dann cpu leistung, wenn sonst kein programm sie verwendet. grundsätzlich sollte wegen des clients der normale betrieb in keiner weise beeinträchtigt werden.
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22.01.2007 - 00:11

achso ok dann muss es daran liegen das ich zuviel drauf hab^^ dankeschön :!:
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22.01.2007 - 00:39

um mehr darüber zu erfahren, welche programme oder prozesse viel speicher oder cpu leistung verbrauchen benutzt man am besten den

process explorer von sysinternals.

http://www.microsoft.com/technet/sysint ... ities.mspx

leider hat microsoft sysinternals verschluckt. hoffentlich wirkt sich das nicht nachhaltig schlecht auf russinovichs tools aus ...
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27.01.2007 - 00:10

Leider lastet BOINC die CPU immer zu hundert Prozent aus - eine Möglichkeit, das abzuschalten gibt es nicht, jedenfalls nicht in der Software selber. Tatsächlich gibt sie die Ressourcen auf Anforderung frei, aber leider kann das schonmal etwas dauern - und in dieser Zeit hängt der Rechner dann.

Ich habe das Problem mit der Software Threadmaster gelöst: Mithilfe der Software kann man bestimmen, wieviel Prozent der CPU von einer Software X benutzt werden. Wer die Software haben will kriegt sie hier:

http://threadmaster.tripod.com/

Wer Probleme bei der Nutzung hat (die Software ist nicht gerade anwenderfreundlich) kann mich gerne fragen :)

ciao

JM
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