Was fürn Homo?

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Nedlim
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Was fürn Homo?

11.03.2009 - 18:33

Der Homo Urbanis, gemeinhin auch als Stadtmensch bezeichnet, wird in kürze mehr als 50% der Weltbevölkerung ausmachen. Das heißt jeder zweite Mensch dieses Planeten wird dann in einer Stadt leben. Für uns Menschen eine an sich vollkommen ungewohnte, da künstlich geschaffene, Umgebung. Wir Menschen waren doch immer in der lage uns unserer Umwelt anzupassen vom Nordpol bis nach Feuerland mitte leben Menschen überall auf diesem Planeten und passten sich mehr oder weniger schnell ihrer Umgebung an. Es scheint als habe man zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit einen Zustand erreicht in dem sich der Mensch einer menschgemachten Umgebung anpassen muß. Liegt hier der Ursprung der scheinbar gehäuft auftretenden Neurosen, Psychosen und all der anderen geistessersetzenden Krankheiten? Sind wir diese Umgebung nicht gewohnt obwohl wir sie selber gestaltet haben? Das Leben in der Stadt ist unnatürlich und der Mensch als Lebewesen ist rein natürlichen Ursprungs (soweit die Wissenschaft dies zu bestätigen vermag). Ist der Banker depressiev weil er keine Mammuts mehr zum Jagen hat? Er als der von der Evolution geschaffene Jäger und Sammler.
Alles nur Zufall?

Weitere Informationen: http://www.aktienboard.com/forum/f10/ho ... is-t89464/
http://www.innovations-report.de/html/b ... 44574.html (gleicher Artikel aber ohne Forum)
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Dhe
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11.03.2009 - 18:53

Naja, man könnte das mit der gleichen Berechtigung auch von der anderen Seite betrachten, nicht? Statt zu sagen, der Mensch lebt jetzt in einer menschengemachten Umgebung, der er sich nur mit Problemen anpassen kann, könnte man auch behaupten, daß wenn tatsächlich die Mehrheit der Bevölkerung in Städten lebt, der Mensch eben seine Umgebung derartig umgestalltet hat, daß sie eher seiner Prädisposition entspricht.

Übrigens ist das ein Trend in allen Kulturen seit der Steinzeit. Menschen die über die entsprechenden Vorraussetzungen verfügen, bauen urbane Gesellschaften. Haben sie die Vorraussetzungen nicht (z.B. große Arbeitstiere, Land daß großflächigen Ackerbau ermöglicht, energiehaltige Getreidesorten usw.), dann - und nur dann - bleiben sie auf den Bäumen (oder im Dschungel/Savane/Prärie).

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Nedlim
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12.03.2009 - 11:07

Ich versuchs mal anders zu erklären.
Der Mensch als evolutionäres Produkt hat Millionen von Jahren gebraucht, bis er da angekommen ist wo wir heute sind ....
Die Evolution hat es uns ermöglicht auf zwei Beinen zu laufen ... sie hat uns die Sprache geschenkt und die kreativität.
Letztendlich könnte man uns als Intelligent bezeichnen.
Aber ... normalerweise passt sich ein Organismus seiner Umwelt an dies allerdings auch mit kleinen Abweichungen (Einsiedlerkrebse, Höhlenbewohner, Ameisen). Jetzt verhält es sich aber so, dass wir mit dem bau von Megacitys eine Umwelt erschaffen haben (und das in kürzester zeit) die wir so vorher gar nicht kannten. Wir hatten also, aufgrund der enormen geschwindigkeit mit der der bau dieser Megacitys vorranschreitet, nicht wirklich viel Zeit uns unserer neuen Umgebung anzupassen. Wenn man jetzt sagt,
Menschen die über die entsprechenden Vorraussetzungen verfügen, bauen urbane Gesellschaften
sage ich: Richtig aber dies tun sie aus notwendigkeit und ohne berücksichtigung dessen, was die Evolution aus uns gemacht hat.
Ich versuchs anhand eines Beispiels zu erklären ... Ein Ameisenbau soll hier unsere Megacity darstellen. Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen. Sie bilden Staaten, haben eine Hierarchie und ganz definierte "Berufsbilder". Hinzu kommt das sie praktisch Willenloß sind. Wenn man sich jetzt eine menschliche Megacity anguckt versteht man was ich meinte mit ... wir hatten keine Zeit uns an die Zustände anzupassen :D
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Araex
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12.03.2009 - 12:57

Nedlim hat geschrieben: Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen. Sie bilden Staaten, haben eine Hierarchie und ganz definierte "Berufsbilder". Hinzu kommt das sie praktisch Willenloß sind. Wenn man sich jetzt eine menschliche Megacity anguckt versteht man was ich meinte mit ... wir hatten keine Zeit uns an die Zustände anzupassen
Da hab ich ein paar Fragen an dich:

a) Hat die Ameise vor ein paar Millionen Jahren ohne einen Bau gelebt?
b) Hat die Ameise von einem Tag zum anderen entschieden, dass sie nun in einem Bau leben sollte?
c) Hat sie den Bau selber gemacht, einfach so aus dem nichts heraus?

Tiervergleiche sind immer eine schlechte Idee. Aber ganz grundlegend würd ich sagen, dass sich auch der Mensch nicht über die Evolution hinwegsetzen kann und es somit vorgesehen ist, dass der Mensch Städte baut. Er hat, wie dhe schon sagte, nur seine Umwelt so angepasst, dass sie seinen Ansprüchen am nächsten kommt. Es ist in meinen Augen nicht möglich sich über die "Bestimmung" hinwegzusetzen, da die gegebene Veranlagung zu dazu bereits impliziert, dass man sich darüber hinwegsetzen wird.

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Nedlim
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12.03.2009 - 14:04

a) Hat die Ameise vor ein paar Millionen Jahren ohne einen Bau gelebt?
b) Hat die Ameise von einem Tag zum anderen entschieden, dass sie nun in einem Bau leben sollte?
c) Hat sie den Bau selber gemacht, einfach so aus dem nichts heraus?
Die Ameisen hatten millionen Jahre Zeit sich an diesen Zustand anzupassen.
Aber ganz grundlegend würd ich sagen, dass sich auch der Mensch nicht über die Evolution hinwegsetzen kann und es somit vorgesehen ist, dass der Mensch Städte baut.
Die Evolution hinkt dem Menschen hinterher weil sie nicht schnell genug auf die Veränderungen reagiert.
Oder meinst du die Evolution hat beim Menschen (und allen anderen staatenbildenden Tieren) vorrausgesehn das er irgendwann einmal Städte bauen wird deren Einwohnerzahl mehr als 3 Mio. beträgt? Auf der anderen Seite hat sich der Mensch also eine Umgebung gebaut, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist ... ist der Evolution aber egal es gibt keinen evolutionären Stillstand. Man sollte auch mit bedenken, dass die wenigsten Stadtbewohner aktiv an der gestaltung ihrer Stadt beteiligt gewesen sind. Letztendlich ist eine Stadt nichts anderes als ein künstlich erzeugter Lebensraum in dem jeder Mensch sich wieder seine kleine Höhle sucht.

Edit: Nochmal was zu den Ameisen ...
Die Ameisen selber stammen von einer Wespenart ab, die vor 130.000.000 Jahren begonnen hatten an Flussufern in Lehmigen Boden, ihre Nester anzulegen. Nach einer große Zeitspanne, entwickelten sich die Flügel der Wespen immer weiter zurück um beweglicher, schneller und effizienter in ihrem Erdreich agieren zu können.

Schliesslich kapselten sich die “ Erdlebenden Wespen “ von den normalen Wespen ab und schufen ihre eignende Gattung an Tier: Die Ameise war sozusagen geboren
Quelle: http://www.formicaria.de/html/evolution_der_ameise.html
Somit könnte man deine Fragen wie folgt beantworten .... a) Ja b) Nein c) Ja
Und nachdem ich mir reichlich Informationen beschafft habe möchte ich fast behaupten die Ameise ist dem Menschen ähnlicher als man meinen möchte .... Die Kollektive Inteligenz eines Ameisestaates entspricht vermutlich der eines Schimpansen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ameise#Kol ... ntelligenz ) ... Ameisen begannen lange vor dem Menschen mit der haltung von Nutztieren (z.B. Blattläuse) und Ackerbau (Blattschneiderameisen). Interessanterweise gibt es sogar Ameisen die einen Instinkt zur Sklavenhaltung ausgeprägt haben ( http://www.textlog.de/23745.html ) und schlußendlich sind sie in der Lage ganz beachtliche Bauwerke zu errichten. Das ganze hat allerdings nichts mit der Thematik zu tun :D
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sliver
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Re: Was fürn Homo?

12.03.2009 - 19:10

Hi

Nedlim hat geschrieben:Ist der Banker depressiev weil er keine Mammuts mehr zum Jagen hat? Er als der von der Evolution geschaffene Jäger und Sammler.
Nu wo kann an besser seinen Jagdtrieb und Sammelleidenschaft nachgehen, als an einem Ort mit vielen Möglichkeiten, wie eine Stadt sie bieten kann. Sie ist für ein Hordentierchen wie dem Menschen geradezu ideal...
Heutzutage jagd der Mann außerdem keine Mammuts mehr, es gibt Supermärkte^^ Seine Jagdinstinkte lebt Mann/Frau aus durch Lokaltouren, mit der Absicht eine/n Partner/in zu finden...und shoppen ist doch eine Art v. sammeln, oder?

lg sliver
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12.03.2009 - 19:46

Heutzutage jagd der Mann außerdem keine Mammuts mehr, es gibt Supermärkte^^ Seine Jagdinstinkte lebt Mann/Frau aus durch Lokaltouren, mit der Absicht eine/n Partner/in zu finden...und shoppen ist doch eine Art v. sammeln, oder?
Und da haben wir den Homo Urbanis in reinkultur :D
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Taurhin
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13.03.2009 - 01:01

Das mit der Bezeichnung Homo Urbanis ist ja etwas irreführend,
weil du kannst ein Kind eines Eingeborenen Stamm und ein Kind aus der Großstadt nehmen und sie vertauchen, sie würde keine Probleme in ihrer Umgebung haben.

bei der Ameise und der Wespe würde das nicht so einfach klappen.

ich würde vorschlagen in einfach Homo Sapiens Urbanis zu nennen.^^

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13.03.2009 - 16:02

Ich denke einfach mal der Mensch wird sich wie jede erfolgreiche Spezies in mehrere Gattungen aufteilen.
Immerhin hat nur die veränderung der Umgebung (aus Dschungel wurde Steppe) unsere vorfahren dazu gebracht, auf zwei Beinen zu laufen (was in letzter Konsequenz dazu geführt hat das ich jetzt hier schreibe :D ). Im kosmischen Maßstab war dieses Ereigniss nicht mal nen Mückenschiss.
Eine Klimaveränderung, ausgelöst durch die plattentektonische Hebung Ostafrikas, bewirkte eine weitgehende Versteppung des angestammten Lebensraums. Diese Grassteppe bot in erster Linie Nahrung für Grasfresser (Paarhufer, Wiederkäuer), die es vorher schon, meist in kleineren Formen, als Waldbewohner gab. Diese traten nun bald in großen Herden auf, und weil sie zahlreicher wurden, konnten sich auch Raubtiere und Aasfresser vermehren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hominisation
Warum sollte es keine auswirkungen haben, wenn wir uns Tonnen von Beton vor die Nasen setzen?
Allerdings schreibt Wiki auch ...
Die biologische Evolution ist gegenüber der schnelleren kulturellen Evolution, die durch die menschliche Sprache sehr gefördert wird, in den Hintergrund getreten
Wir sind übrigens die einzige Art lebewesen auf diesem Planeten bei dem das so ist ....
Andere Tierarten dagegen evolvieren nach heutigem Wissen gemeinsam mit ihrer Kultur.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch
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Dhe
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13.03.2009 - 18:25

Nedlim hat geschrieben:Immerhin hat nur die veränderung der Umgebung (aus Dschungel wurde Steppe) unsere vorfahren dazu gebracht, auf zwei Beinen zu laufen
So sicher ist das übrigens gar nicht mehr. Schau mal hier.

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Nedlim
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13.03.2009 - 18:32

Achja mal hoch interessant ... Danke für den Link !!! ... die Theorie war mir bis jetzt gänzlich unbekannt und ich freue mich jetzt schon darauf ein wenig mit ihr zu "spielen".
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*M$*
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13.03.2009 - 18:45

Nedlim hat geschrieben:Ich denke einfach mal der Mensch wird sich wie jede erfolgreiche Spezies in mehrere Gattungen aufteilen. [...]
  • Warum redest Du in der Vergangenheitsform...?
    Es haben sich doch - seit Homo sapiens den afrikanischen Konti-
    nent verlassen hat - unterschiedlichen Gattungen (Rassen) gebil-
    det, die sich in Körperbau und Aussehen mehr oder weniger deut-
    lich voneinander unterscheiden.
Taurhin hat geschrieben:Das mit der Bezeichnung Homo Urbanis ist ja etwas irreführend,
weil du kannst ein Kind eines Eingeborenen Stamm und ein Kind aus der Großstadt nehmen und sie vertauchen, sie würde keine Probleme in ihrer Umgebung haben.

bei der Ameise und der Wespe würde das nicht so einfach klappen.
  • Du vergleichst hier Bananen mit Weintrauben. Im ersten Beispiel
    nimmst Du - richtig - ein Eingeborenenkind und ein Stadtkind.
    Im zweiten Beispiel - fälschlicherweise - eine Ameise und eine
    Wespe. Ein folgerichtiger Vergleich wäre bspw. eine Waldameise
    und eine Rotameise, da sie der gleichen Art angehören. Bis auf
    die Tatsache, daß diese fremde Ameise totgebissen würde, könn-
    te sie aber (theoretisch) ebenso unter ihnen leben.

    Um bei Deinem Beispiel zu bleiben; würde man ein Menschen-
    kind mit einem Löwenjunges tauschen, wäre die Überlebens-
    chance für das Menschenkind nicht wesentlich höher, als die Amei-
    se unter Wespen.
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13.03.2009 - 18:52

Warum redest Du in der Vergangenheitsform...?
Wolt vorsichtig sein weil mir keine Bezeichnungen für die verschiedenen Gattungen Mensch geläufig sind (Homo Sapiens Afrikanus? Homo Sapiens Asiatus?). Bis jetzt ist mir halt nur die bezeichnung Homo Sapiens bzw Homo Sapiens Sapiens geläufig wobei letztere Bezeichnung heutzutage kaum noch geläufig ist.
Früher wurde für den modernen Menschen auch die wissenschaftliche Bezeichnung Homo sapiens sapiens benutzt, um zum Ausdruck zu bringen, dass der Neandertaler (früher auch Homo sapiens neanderthalensis) zu derselben Art gehörte wie der moderne Mensch. Diese Ansicht gilt heute als veraltet. Die moderne Bezeichnung lautet deshalb schlicht Homo sapiens. Sie leitet sich aus dem Lateinischen von homo „Mensch“ und sapiens „weise“ ab.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch
Hinzu kommt noch das sich grade in der Stadt die Lebensräume krass unterscheiden (von der Elite bis hin zu den bereits beschriebenen Tunnelmenschen)... hier müßte ja dann auch differenziert werden.
Auch wenns Sprengstoff für Rassenkonflike darstellt so bin ich doch irgendwie dafür das man das mal neu definieren müßte. Wissenschaftlich gesehn sind wir immer noch eine Gattung nämlich schlicht Homo Sapiens.
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13.03.2009 - 19:19

*M$* hat geschrieben:
Taurhin hat geschrieben:Das mit der Bezeichnung Homo Urbanis ist ja etwas irreführend,
weil du kannst ein Kind eines Eingeborenen Stamm und ein Kind aus der Großstadt nehmen und sie vertauchen, sie würde keine Probleme in ihrer Umgebung haben.

bei der Ameise und der Wespe würde das nicht so einfach klappen.
  • Du vergleichst hier Bananen mit Weintrauben. Im ersten Beispiel
    nimmst Du - richtig - ein Eingeborenenkind und ein Stadtkind.
    Im zweiten Beispiel - fälschlicherweise - eine Ameise und eine
    Wespe. Ein folgerichtiger Vergleich wäre bspw. eine Waldameise
    und eine Rotameise, da sie der gleichen Art angehören. Bis auf
    die Tatsache, daß diese fremde Ameise totgebissen würde, könn-
    te sie aber (theoretisch) ebenso unter ihnen leben.

    Um bei Deinem Beispiel zu bleiben; würde man ein Menschen-
    kind mit einem Löwenjunges tauschen, wäre die Überlebens-
    chance für das Menschenkind nicht wesentlich höher, als die Amei-
    se unter Wespen.
ich hab denn Wespen Ameisen Vergleich aufgeführt weil Nedlin gesagt hat das die Ameise von einer Wespen Art abstammt.
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Nedlim
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13.03.2009 - 19:25

In so fern richtig... der Mensch stammt aber vom Affen ab und in einer "affigen" Geschallschaftsstruktur würde ein Kleinkind unter gewissen umständen auch überleben. Der Knackpunkt ist der, dass die Ameisen sich in verschiedene Gattungen aufspalteten und der Mensch anscheinend grade munter dabei ist sich aufzuspalten. Im Prinzip könnte man auch behaupten wir alle stammen von nem Einzeller in der Ursuppe ab und da würde keiner vermuten das man in der Gesellschaft von Einzellern eine gewisse Überlebenschance hat. Die Zeitspanne gilt es hier also zu beachten in der sich eine Entwicklung vollzogen hat kombiniert mit der Entwicklungsgeschichte diverser Arten und Rassen. Im übrigen bin ich bei weiteren Recherchen darauf gestoßen das der Mensch in Negride, Kaukasische und Mongolische Rassen aufgeteilt ist. Diese Aufteilung ist so offensichtlich, dass man die Rasse eines Menschen bereits an seiner Schädelform erkennt. Darüber hinaus gibt es sicherlich noch zahlreiche abspaltungen und variationen sowie Mischlinge verschiedener Rassen. Wenn man jetzt noch überlegt, wann der Mensch das erste mal den afrikanischen Kontinent verließ sieht man, dass die Aufspaltung des Homo Sapiens in rasendem Tempo vonstatten geht zumal es den richtigen Homo Sapiens ja noch gar nicht solange gibt
In Abgrenzung zu mehreren Theorien des archaischen Homo sapiens, sind Schädelknochen des Homo sapiens idaltu aus Äthiopien, von vor 160.000 Jahren, der älteste- unbestritten dem biologisch modernen Menschen zugeordnete- fossile Fund.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch#Ver ... den_Globus
Zuletzt geändert von Nedlim am 13.03.2009 - 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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13.03.2009 - 19:25

Nedlim hat geschrieben:[...] Auch wenn's Sprengstoff für Rassenkonflike darstellt so bin ich doch irgendwie dafür das man das mal neu definieren müßte. [...]
  • Wieso müßte man das neu definieren, wenn Du es im nächsten
    Satz widerrufst...?
Wissenschaftlich gesehn sind wir immer noch eine Gattung nämlich schlicht Homo Sapiens.
  • Rassen werden nach dem Genom unterschieden. So ist das
    Genom eines Managers das Gleiche wie das eines Obdach-
    losen.

    Ein Manager, der sich verspekuliert hat und zum "Tunnelmen-
    schen" wird, dessen Genom verändert sich nicht plötzlich und
    müßte deshalb auch nicht von wohlhabenderen Homo sapiens
    unterschieden werden.
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13.03.2009 - 19:39

Rassen werden nach dem Genom unterschieden. So ist das
Genom eines Managers das Gleiche wie das eines Obdach-
losen.
Stimmt schon ...
Wahrscheinlich liegts dadran das ich überlege ob eine abspaltung überhaupt möglich wäre ... Sprich was wäre wenn ein par Generationen später die Tunnelmenschen eine ausgeprägte Nachtsicht entwickelt hätten? Sicherlich ist dies heutzutage nicht der Fall und deswegen muß man hier auch nicht differenzieren ... insofern hast du vollkommen recht.
Wieso müßte man das neu definieren, wenn Du es im nächsten
Satz widerrufst...?
Das erste war meine Aussage das zweite die der Wisseschaft. Ich bin dafür das man vieleicht etwas mehr differenzieren sollte die Wissenschaft hält dies anscheinend aber nicht für nötig.
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Hi
Nedlim hat geschrieben:Hinzu kommt noch das sich grade in der Stadt die Lebensräume krass unterscheiden (von der Elite bis hin zu den bereits beschriebenen Tunnelmenschen)... hier müßte ja dann auch differenziert werden.
Nu nein finde ich nicht. Weil erstens solche Strukturen wie moderne Städte es erst seit Vergleichsweiser kurzer Zeit gibt. Eine veränderung sprich Anpassung an einen neuen Lebensraum durch Herausbildung einer neuen "Rasse" geht nicht von heute auf morgen. Würde mich aber interessieren wie die dann ausschauen *gg*
In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Rasse als „ein naturgeschichtlicher Ordnungsbegriff zur Bezeichnung einer Tier- beziehungsweise Pflanzengruppe mit übereinstimmenden typischen (vererbbaren) Merkmalen des äußeren Erscheinungbildes“ verwendet, oft im eingeschränkten Sinne eines durch Züchtung gewonnenen „edlen Geschlechts mit ausgeprägten, hervorragenden Eigenschaften“.
Ach ja du hast etwas weiter vorn, folgendes reinkopiert:
Die biologische Evolution ist gegenüber der schnelleren kulturellen Evolution, die durch die menschliche Sprache sehr gefördert wird, in den Hintergrund getreten
Wir sind übrigens die einzige Art Lebewesen auf diesem Planeten bei dem das so ist.
Zweitens besteht die Möglichkeit v. der Elite zum Tunnel und umgekehrt zu kommen. Außerdem wird die Geburtenrate von solchen Tunnelmenschen meiner Meinung nach nicht sehr hoch sein. Selbst wenn, wenigstens in der westlichen Welt, gibt man solche dann ins Kinderheim oä., wieder ganz anderer "Lebensraum".

Also ob Reich oder Arm Mensch bleibt Mensch...

Edit: Ups ich war zu langsam (*M$*), aber Nedlim der Mensch stammt nicht vom Affen ab wir haben nur einen gemeinsamen Ursprung^^

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Geburtenrate von solchen Tunnelmenschen meiner Meinung nach nicht sehr hoch sein. Selbst wenn, wenigstens in der westlichen Welt gibt man solche dann ins Kinderheim oä
Da täusch dich mal nicht ... laut dem Report im Tunnelmensch beitrag werden die da untern großgezogen und zwar von Ehrenamtlichen Lehrern.
Zu seinen Regeln gehört es auch, daß die Kinder von allen Bewohnern gemeinsam erzogen werden. "Sie laufen frei herum, keiner tut ihnen weh", sagt der Bürgermeister. Anders als oben, wo die Kinder von Straßenpatrouillen aufgegriffen und aufs Jugendamt gebracht werden
Brauchen die Kinder kein Tageslicht? "Wir gehen in ein kleines Zimmer, das zwei Ebenen höher liegt, in dem hehes, warmes Sonnenhcht durch die Gitter fällt", erzählt eine Frau, die die Kinder in Englisch, Sozialwissenschaft und Ethik unterrichtet. Dafür steigt sie jeden Wochentag in den Tunnel. Auch eine Krankenschwester kommt bei Bedarf
Die meißten von denen sind freiwillig da unten weil sie das Leben "oben" nicht mehr ertragen. Das heißt das zumindest dieTunnelmenschen welche befragt wurden nicht mehr freiwillig an die Oberfläche zurückkehren wollen ...
http://www.abendblatt.de/extra/service/ ... 03_908.xml
Was die schnelle Entwicklung des Menschen angeht ...
Eine veränderung sprich Anpassung an einen neuen Lebensraum durch Herausbildung einer neuen "Rasse" geht nicht von heute auf morgen
Löl nu kann ichs ja sagen ... deswegen habe ich nach den Epigenen gefragt http://www.rea51.de/mystery3241.html ich glaube nämlich das unter gewissen Umständen eine Evolution sehrwohl schneller ablaufen kann als wir glauben (grade bei Extremsituationen).

Edit: @ Sliver
Ich glaube sie (die Maulwürfe) wären blass wegen wenig Sonnenlicht ... so ähnlich wie Albinos. Dann hätten sie wohl recht große Augen oder eine möglichkeit ähnlich den katzenaugen das Restlicht zu verstärken. Möglich wäre auch eine schärfung anderer zum leben in der Dunkelheit notwendiger Sinne (lange Haare, große Ohren :D ). Desweiteren wäre eine kleine kompakte Statur in der Unterwelt sicherlich von Vorteil ... soviel zum äußeren ... sie müßten in der lage sein, dass fehlende Sonnenlicht zu kompensieren. Ähnlich so wie die Inuit das fehlen von Vitaminen kompensieren :D Vieleicht bilden sie auch eine natürliches Improvisationstalent aus. Bild Homo Sapiens Talpidae (stand ca 2250 - 2500 ad) :D

P.S. Ich halte es übriges durchaus für wahrscheinlich, das es in ca 250 Jahren eine Art echten Maulwurfsmenschen geben könnte. Vorraussetzung hierfür wäre nur eine 250 Jährige Isolation unter extremen bedingungen und natürlich eine gesunde und ausreichend große Population.
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